Schutzverordnung - Genehmigung

Protection ordinance · St. Margrethen

Document

Number
2024-1630
Kind
Protection ordinance
Commune
St. Margrethen
Canton
St. Gallen
Level
Communal
Adopted
Mar 19, 2019
Approved
Apr 16, 2024
Published
May 29, 2019

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Text

Verordnungstext

Projekt Nr. 1.009.3.009

Schutzverordnung Bestimmungen

Vom Gemeinderat erlassen am: 19. März 2019 / 21. Juni 2021 Der Gemeindepräsident Der Gemeinderatsschreiber

Öffentliche Planauflage: 29. Mai - 27. Juni 2019 / 17. August - 15. September 2021

Genehmigt vom Amt für Raumentwicklung und Geoinformation am: Der Amtsleiter

ERR Raumplaner AG Teufener Strasse 19 | 9001 St.Gallen | T +41 (0)71 227 62 62 | [email protected] | www.err.ch

13. Dezember 2021

Gemeinde St. Margrethen | Schutzverordnung | Bestimmungen

Der Gemeinderat St.Margrethen erlässt die vorliegende Schutzverordnung gestützt auf folgende rechtliche Grundlagen: Bundesgesetz über die Raumplanung (SR 700; abgekürzt RPG), Art. 17 ff. Raumplanungsverordnung (SR 700.1; abgekürzt RPV), Art. 32b Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG, SR 451), Art. 18 ff. Planungs- und Baugesetz (PBG, sGS 731.1), Art. 1, 34 ff., 114 ff. Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.11; abgekürzt PBV), Art. 10 ff. Naturschutzverordnung (NSV, sGS 671.1), Art. 12 ff. Verordnung betreffend den Schutz von Naturkörpern und Altertümern (sGS 271.51) Kulturerbegesetz (sGS 277.1; abgekürzt KEG) Gemeindegesetz (sGS 151.2; abgekürzt GG), Art. 3 ff.

A

Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Geltungsbereich

1 Die Verordnung gilt für die im Plan 1:5'000 bezeichneten Kulturschutzgebiete und -objekte:

-

Ortsbildschutzgebiete

-

Kulturobjekte (Gebäude und Anlagen)

-

Kulturlandschaftsschutzgebiete

-

archäologische Schutzgebiete

-

Historische Verkehrswege

sowie für die Natur- und Landschaftsschutzgebiete und -objekte: -

Hecken, Feld- und Ufergehölze, Einzelbäume, Baumgruppen, Baumreihen und Baumalleen

-

Naturschutzgebiete (Auen- und Amphibienlaichgebiete, Biotope und Weiher, Magerwiesen)

-

Geotope

-

Landschaftsschutzgebiete

2 Der dazugehörige Plan sowie das im Anhang aufgeführte Verzeichnis der Schutzgebiete und

Schutzobjekte sind Bestandteile dieser Verordnung.

3 Für das Schutzgebiet Käsiweiher gelten separate Schutzbestimmungen.

Art. 2 Zweck

Die Verordnung bezweckt den Schutz und die Erhaltung der in Art. 1 aufgeführten Gebiete und Objekte.

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Art. 3 Vorbehalte

1 Soweit die Verordnung nicht im Rahmen gesetzlicher Ermächtigung abweichende Bestimmun-

gen enthält, gehen die Bestimmungen von Bund und Kanton vor.

2 Für Bauten und Anlagen, die nach den Vorschriften der Schutzverordnung bewilligt werden

können, bleiben die Bestimmungen des übrigen Baurechts vorbehalten.

3 Die Anordnung weiterer Schutzmassnahmen zur Erhaltung von Schutzgegenständen im Sinne

von Art. 115 und Art. 121 PBG bleibt vorbehalten.

Art. 4 Rechtswirkung

1 Schutzgegenstände sind zu erhalten. Ihre Beseitigung oder Beeinträchtigung setzt eine Inter-

essenabwägung nach Art. 18 Abs. 2 dieser Verordnung voraus.

2 Bauten und Anlagen sowie Tätigkeiten und Massnahmen jeder Art in der Umgebung der von

dieser Verordnung erfassten Schutzgegenstände dürfen deren schutzwürdige Substanz und Lebensgrundlage nicht beeinträchtigen.

B

Kulturgüterschutz

Art. 5 Ortsbildschutzgebiete

1 Ortsbilder sind in ihrer schutzwürdigen Substanz zu erhalten. 2 Bauten und Anlagen sowie Massnahmen der Umgebungsgestaltung sind auf die bestehende

Baustruktur (Firstrichtung, Dachform, Höhe, Stellung und Ausrichtung, usw.) sowie auf den Charakter des Ortsbildes (Proportionen, Fassadengestaltung, Farbgebung, Materialien, usw.) abzustimmen. Sie dürfen das geschützte Ortsbild nicht beeinträchtigen und müssen sich derart einfügen, dass eine gute Gesamtwirkung erzielt wird. 3 Bestehende, das Ortsbild prägende Freiräume sind zu erhalten. 4 Zur Einhaltung von Art. 6 Abs. 1 - 3 kann der Gemeinderat Abweichungen von den Regelbau-

vorschriften des Baureglements gemäss Art. 108 PBG bewilligen.

5 Abbrüche sind zulässig, wenn die Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz in Abwägung des

geschichtlichen und künstlerischen Werts nicht sinnvoll ist und zugleich die entstehende Lücke das Ortsbild nicht negativ beeinträchtigt oder die Ausführung eines für das Ortsbild gleichwertigen Neubaus gesichert ist.

Art. 6 Geschützte Kulturobjekte

1 Die geschützten Kulturobjekte sind in ihrem äusseren Erscheinungsbild wie auch in ihrer

inneren, schutzwürdigen Substanz sowie mit ihrer Umgebung zu erhalten und fachgerecht zu unterhalten. 2 Grundeigentümerinnen oder Grundeigentümer können die Schutzobjekte einschliesslich

deren Umgebung unter Wahrung des Schutzziels für zeitgemässe Bedürfnisse umnutzen und entsprechend anpassen. 3 Der Abbruch, die Beseitigung oder andere Massnahmen, die den geschichtlichen oder künst-

lerischen Wert beeinträchtigen, sind untersagt.

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4 Alle baulichen und gestalterischen Veränderungen sowie Unterhalts- und Erneuerungsmass-

nahmen im äusseren Erscheinungsbild und in der inneren Substanz des geschützten Kulturobjekts sowie in seiner Umgebung sind bewilligungspflichtig. 5 Zur Erhaltung der Fledermausquartiere ist bei Umbauten oder Renovationen frühzeitig mit der

entsprechenden Fachstelle des Kantons Kontakt aufzunehmen.

Art. 7 Kulturlandschaftsschutzgebiete

1 Kulturlandschaftsschutzgebiete umfassen einzigartige Landschaftsteile, die sich durch eine

der Topografie und den naturräumlichen Voraussetzungen angepasste Bewirtschaftung, besondere Bauten und Siedlungsstrukturen auszeichnen. Sie sind in ihrer Erscheinungsform und ihrem Erholungswert zu erhalten. 2 Massnahmen, welche die charakteristischen Elemente der Kulturlandschaftsschutzgebiete

wie die traditionelle Siedlungsstruktur und die räumliche Gliederung der Landschaftskammern beeinträchtigen, sind untersagt. Die charakteristischen landwirtschaftlichen Kulturen (Hochstammobstgärten, Rebbau, etc.) sind nach Möglichkeit zu erhalten. Intensivlandwirtschaftszonen sind nicht zulässig. 3 Zulässige Bauten und Anlagen haben sich hinsichtlich Standort, Stellung, Massstäblichkeit,

Gestaltung, Materialwahl und Farbgebung gut in das Landschaftsbild einzufügen und auf die Kulturlandschaftselemente Rücksicht zu nehmen. Treibhäuser sind nicht zulässig.

4 Land- und forstwirtschaftliche Nutzung sowie Jagd und Fischerei bleiben nach Stand der Tech-

nik gewährleistet, soweit nicht durch übergeordnete Bestimmungen oder Verfügungen besondere Vorschriften erlassen werden.

Art. 8 Archäologische Schutzgebiete

1 Archäologische Schutzgebiete sind als kulturhistorische Zeugnisse zu schützen und zu erhal-

ten.

2 Alle Tätigkeiten, die eine Gefährdung der archäologischen Schutzgebiete oder ihrer Um-

gebung darstellen können wie das Erstellen von Hoch- und Tiefbauten sowie von Anlagen, Geländeveränderungen oder Aufforstungen, dürfen nur nach Rücksprache mit der Kantonsarchäologie durchgeführt werden. 3 Archäologische Funde sind gemäss Art. 724 ZGB (SR210), Art. 22 und 25 Abs. 1 KEG und der

Verordnung betreffend den Schutz von Naturkörpern und Altertümern (sGS 271.51) unverzüglich der zuständigen kantonalen Stelle zu melden.

Art. 9 Historische Verkehrswege

Die historischen Verkehrswege sind in ihrem Bestand und ihrer Funktion zu erhalten. Historische Elemente wie Befestigungsart, Böschungen, Gräben, Brücken und Mauern sind zu bewahren.

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C

Natur- und Landschaftsschutz

Art. 10

Geschützte Hecken, Feld- und Ufergehölze, Einzelbäume, Baumgruppen, Baumreihen und Baumalleen 1 Die bezeichneten Hecken, Feld- und Ufergehölze, Einzelbäume, Baumgruppen, Baumreihen

und Baumalleen sind in ihrem Bestand, in ihrer Artenausprägung und in ihrer flächenmässigen Ausdehnung zu erhalten. 2 Periodische, selektive und abschnittsweise Rückschnitte zur Verjüngung und Auslichtung von

Hecken, Feld- und Ufergehölzen sind während der Vegetationsruhe erlaubt. Rückschnitte und Auslichtungen müssen so erfolgen, dass das Nachwachsen standort- und artgerecht gewährleistet bleibt. Hecken dürfen nicht mehr als auf 1/3 der Gesamtlänge und höchstens in Abschnitten von 20 m Länge in einem Jahr auf den Stock gesetzt werden. Das auf den Stock setzen ist nur bei schnellwüchsigen artenarmen Hecken gestattet, auf einer Höhe von minimal 50 cm. 3 Abgehende Hecken, Gehölze und Bäume sind durch Jungpflanzen der gleichen oder einer

gleichwertigen, einheimischen Art zu ersetzen.

4 Absterbende Einzelgehölze in der freien Landschaft und in Hecken, Feld- und Ufergehölzen

sind - soweit sie keine Gefahr darstellen - als stehendes Totholz zu erhalten.

Art. 11 Naturschutzgebiete

a) im Allgemeinen

1 Die Naturschutzgebiete sind in ihrer Einheit als naturnahe Lebensräume vielfältiger Tier- und

Pflanzenarten zu erhalten. Alle Tätigkeiten und Massnahmen, die eine Gefährdung dieser Gebiete mit sich bringen, sind verboten. Dazu gehören insbesondere: -

das Erstellen von Bauten und Anlagen, soweit sie nicht der Zweck des Schutzgebietes erfordert

-

Ablagerungen jeglicher Art. Geländeveränderungen sind nur erlaubt, wenn sie dem Zweck des Schutzgebietes dienen.

-

das Aufforsten und Anlegen von Baumbeständen, soweit sie nicht der Abwehr von Naturgefahren dienen

-

das Beseitigen von Hecken, markanten Bäumen und Sträuchern sowie Baumgruppen

-

Veränderungen des Wasserhaushaltes, soweit dies nicht zur Erhaltung des Schutzgegenstandes notwendig ist

-

das Düngen und Anwenden von Pflanzenschutzmitteln und Giftstoffen aller Art

-

das Beweiden, mit Ausnahme der in Art. 14 Abs. 2 erwähnten Gebiete

-

das Pflücken, Ausgraben, Ausreissen oder Zerstören von wildwachsenden Pflanzen, Beeren und Pilzen

-

das Töten, Fangen oder Stören von wildlebenden Tiere sowie das Beschädigen, Zerstören oder Wegnehmen von Eiern, Larven, Puppen, Nestern und Brutstätten

-

das Abbrennen der Pflanzendecke

-

das Ansiedeln oder Aussetzen von Pflanzen und Tieren

-

die Nutzung zu Erholungs- und Freizeitzwecken wie Lagern, Zelten, Campieren und das Anfachen von Feuer, ausser an den bezeichneten Stellen

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-

das Verlassen der markierten Wege, ausser für die Pflege der Naturschutzgebiete, die Bewirtschaftung der Grundstücke und den Unterhalt bestehender Bauten und Anlagen

-

das Reiten. Auf Strassen und Wegen bleiben die besonderen Anordnungen des Gemeinderates vorbehalten.

-

mit Lärm verbundene Tätigkeiten. Vorbehalten bleiben notwendige Lärmimmissionen bei der forst- und landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und bei der Pflege der Schutzgebiete

-

Das Baden und Bootsfahren ausgenommen im Gerinne des Alten Rheins.

2 In den Schutzgebieten gilt Leinenzwang für Hunde, ausgenommen im Rahmen der bewilligten

Jagd.

3 Jagd- und Fischerei bleiben gewährleistet, vorbehalten bleiben vom zuständigen Departement

genehmigte Einschränkungen. Eine Beeinträchtigung von in Uferbereichen vorkommenden Pflanzen und Tierarten ist zu vermeiden.

Art. 12 b) Auen- und Amphibienlaichgebiet (Eselschwanz, nationale Bedeutung)

1 Das Naturschutzgebiet Eselschwanz ist ein Auen- und Amphibienlaichgebiet von nationaler

Bedeutung. Alle Massnahmen und Nutzungen innerhalb des Schutzgebietes haben sich nach den Zielen des nationalen Auen- und Amphibienschutzes zu richten. 2 Die Pflege im Naturschutzgebiet Eselschwanz hat nach einem Pflegeplan zu erfolgen. Zustän-

dig für die Erstellung des Pflegeplans ist die Gemeinde. Der Pflegeplan ist durch das ANJF zu genehmigen.

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Art. 13 c) Biotope und Weiher

1 Biotope und Weiher sind als naturnahe Flächen sowie als Lebensräume für Amphibien dau-

erhaft zu erhalten. Alle Tätigkeiten und Massnahmen, die eine Gefährdung dieser Gebiete mit sich bringen, sind verboten. Notwendige Pflegemassnahmen haben fachgerecht zu erfolgen. Laichgewässer sind in geeignetem Zustand zu erhalten. 2 Die im Plan bezeichneten Biotope und Weiher mit ihrer natürlichen Umgebung dürfen in ihrer

flächenmässigen Ausdehnung nicht reduziert werden.

Art. 14 d) Naturschutzgebiete trocken / freucht

Magerwiesen und Feuchtgebiete sind zu erhalten, indem sie in angepasster Weise bewirtschaftet werden. 1

Magerwiesen sind gemäss kantonalen Vorschriften zu pflegen. Eine schonende Herbstweide ab 1. September ist gestattet, jedoch nicht mit Schafen. 2

Pflege und Schnittzeitpunkte der Trocken- und Feuchtgebieten im Gebiet Eselschwanz richten sich nach separatem Pflegeplan. 3

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Art. 15 Seite 7

Geotope

Geotope sind Landschaftsteile von besonderer geologischer, geomorphologischer oder geoökologischer Bedeutung. Sie umfassen wichtige Zeugen der Erdgeschichte und geben Einblick in die Landschaftsentwicklung. 1

Massnahmen jeglicher Art, die den Bestand oder die natürliche Weiterentwicklung der aufgeführten Geotope beeinträchtigen, sind untersagt, insbesondere: 2

-

die Erstellung von Bauten und Anlagen

-

Geländeveränderungen aller Art

-

Veränderungen des Wasserhaushaltes.

Erdwissenschaftlich oder ökologisch begründete Eingriffe können ausnahmsweise bewilligt werden, wenn sie die Substanz, Struktur, Form und natürliche Dynamik der Geotope nur geringfügig verändern. Zuständig ist der Gemeinderat. 3

4

Die landwirtschaftliche Nutzung bleibt gewährleistet.

Art. 16 Landschaftsschutzgebiete

1 Das charakteristische Erscheinungsbild der Landschaft ist zu erhalten. 2 Massnahmen, welche die landschaftsprägenden Elemente wie Gehölze, Waldsäume,

Trockenmauern, Geländeformen, Gewässer sowie die natürliche Entwicklung der Landschaft beeinträchtigen, sind untersagt. 3 Zulässige Bauten und Anlagen haben sich hinsichtlich Standort, Stellung, Gestaltung, Mate-

rialwahl und Farbgebung gut in das Landschaftsbild einzufügen und auf die natürlichen Landschaftselemente Rücksicht zu nehmen.

4 Das Campieren sowie auch das kurzfristige Aufstellen von Wohnwagen und dergleichen sind

in Landschaftsschutzgebieten nicht gestattet.

5 Im Landschaftsschutzgebiet Eselschwanz (LS 601) ist die Verwendung von Motorfahrzeugen

nur zum Zwecke der Bewirtschaftung, des Unterhalts sowie der Pflege des Schutzgebietes gestattet. Vorbehalten bleiben die verkehrspolizeilichen Anordnungen des Gemeinderates für Strassen und Wege. Die Zufahrt für Besucher hat ausschliesslich über die Eselschwanzstrasse zu den dort markierten Parkplätzen zu erfolgen. Die Besucher haben ihr Motorfahrzeug entweder auf einem der bezeichneten Parkplätze oder ausserhalb des Schutzgebietes abzustellen. 6 Permanente Treib- und Gewächshäuser für die bodenabhängige landwirtschaftliche Produk-

tion sind nur in dem im Plan speziell bezeichneten Gebiet zulässig. Maximal 2/3 dieser Fläche darf baulich genutzt werden. Für permanente Treib- und Gewächshäuser gilt innerhalb des gleichen Grundstücks kein Gebäudeabstand. Im Weiteren gelten folgende speziellen Baubestimmungen: -

Grenzabstand: mind. 5.0 m

-

Gesamthöhe:

max. 7.0 m

7 Land- und forstwirtschaftliche Nutzung sowie Jagd und Fischerei bleiben gewährleistet, soweit

nicht durch übergeordnete Bestimmungen oder Verfügungen besondere Vorschriften erlassen werden.

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D

Vollzugs- und Schlussbestimmungen

Art. 17 Bewilligungspflicht

1 Bewilligungspflichtig sind:

-

sämtliche Terrainveränderungen, Entwässerungen und wasserbauliche Vorhaben in Natur-, Landschafts- und Kulturlandschaftsschutzgebieten sowie in archäologischen Schutzgebieten

-

die Beseitigung von natur- und kulturlandschaftlichen Besonderheiten bzw. über Pflegemassnahmen hinausgehende Veränderungen an Hecken, Feld- und Ufergehölzen, Einzelbäumen, Alleen und Trockenmauern

-

Massnahmen, die innerhalb der Naturschutzgebiete bzw. an den Einzelobjekten eine Veränderung der Fauna und Flora nach sich ziehen

-

alle baulichen Änderungen, Zweckänderungen jeder Art sowie Unterhalts- und Erneuerungsmassnahmen im Innern und am Äusseren von geschützten Einzelobjekten sowie am Äusseren von Gebäuden in Ortsbildschutzgebieten

2 Das pflegebedingte, gelegentliche Ausholzen von Hecken und Gehölzen bedarf keiner Bewil-

ligung.

Art. 18 Bewilligungserteilung und Zuständigkeit

1 Bewilligungspflichtige Vorhaben gemäss Art. 17 werden bewilligt, wenn damit keine Beein-

trächtigung oder Beseitigung des Schutzgegenstandes verbunden ist.

2 Vorhaben, die eine Beeinträchtigung oder Beseitigung eines Schutzgegenstandes zur Folge

haben, können nur bewilligt werden, wenn sich ein gewichtiges, das Interesse an der Erhaltung überwiegendes Bedürfnis nachweisen lässt. 3 Soweit aufgrund des übergeordneten Rechts keine andere Zuständigkeit vorliegt (Amt für

Kultur (Denkmalpflege, Archäologie), Amt für Natur, Jagd und Fischerei, Kantonsforstamt, Tiefbauamt, Amt für Raumentwicklung und Geoinformation), werden entsprechende Gesuche vom Gemeinderat beurteilt.

Art. 19 Ersatzpflicht

Müssen geschützte Naturobjekte und -gebiete aufgrund überwiegender Bedürfnisse beeinträchtigt oder teilweise beseitigt werden, ist Realersatz zu leisten.

Art. 20 Aufsicht und Pflege

1 Der Gemeinderat übt die Aufsicht über die Einhaltung der Bestimmungen dieser Verordnung

aus. Er stellt, soweit notwendig, Pflege- und Bewirtschaftungspläne auf und überprüft periodisch die Schutzgegenstände auf ihren Erhaltungszustand. Er bezeichnet die für die Überwachung der Schutzgebiete und die Einhaltung dieser Verordnung zuständigen Aufsichtspersonen. 2 Pflege und Unterhalt der Schutzgegenstände ist Sache des Eigentümers bzw. des Bewirt-

schafters.

3 Werden die zur Erreichung der Schutzziele erforderlichen Pflegemassnahmen trotz Aufforde-

rung unterlassen, ist der Gemeinderat befugt, die notwendigen Arbeiten zu veranlassen.

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Art. 21 Zuwiderhandlungen

1 Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Schutzverordnung werden gemäss

Art. 24

ff. NHG und Art. 162 PBG geahndet.

2 Die Behebung eines rechtswidrigen Zustandes und die Ersatzvornahme richten sich nach

Art. 158

ff. PBG sowie nach Art. 26 NSV.

3 Bei Verletzung der Schutzverordnung kann der Gemeinderat oder die zuständige kantonale

Behörde neben der Wiederherstellung des früheren Zustandes auch geeignete Bewirtschaftungs-, Pflanzungs- und Pflegemassnahmen verfügen.

Art. 22 Strafbestimmungen

1 Mit Busse wird bestraft, wer gegen die Vorschriften der Schutzverordnung verstösst. 2 Strafbar sind die vorsätzliche und die fahrlässige Übertretung.

Art. 23 Markierung

1 Notwendige Bezeichnungen und Markierungen der Schutzgegenstände werden durch den

Gemeinderat veranlasst.

2 Gemeinderat sorgt für die Information von Grundeigentümern, Bewirtschaftern und der Bevöl-

kerung.

Art. 24 Inkrafttreten

1 Die Schutzverordnung tritt mit der Genehmigung durch das Baudepartement des Kantons

St.Gallen in Kraft.

2 Die Schutzverordnung vom 15. März 1984 (inkl. Änderungen vom 28. April 1986, 11. Juni

1987, 3. März 2006) wird aufgehoben.

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E

Anhang Liste der Kulturschutzgebiete und -objekte Ortsbildschutzgebiete OBS A Bahnhofquartier OBS B Unterdorf OBS C Rosenberg OBS D Brüggershof Kulturlandschaftsschutzgebiete KLS 1 Schloss Wiiberg KLS 2 Romenschwanden KLS 3 Mannenberg Archäologische Schutzgebiete ASG 1 Burgruine Grimmenstein ASG 2 Burgstelle Heldsberg ASG 3 Kapelle St.Margaretha Kulturobjekte Gebäude und Anlagen KO G 1 Wohnhaus Häuserzeile Brüggershof KO G 2 ehem. Herrenhaus (kantonale Bedeutung) KO G 3 Strickbau KO G 4 Landgut Eschgass, ehem. Villa Hess KO G 5 Schawalderhof (kantonale Bedeutung) KO G 6 Bufflershof (kantonale Bedeutung) KO G 8 Strickbau (kantonale Bedeutung) KO G 9 Torkel (kantonale Bedeutung) KO G 10 Restaurant Rössli KO A 12 Gallenbrunnen KO A 13 Ruine Grimmenstein (kantonale Bedeutung) KO G 14 ehem. Weingut (kantonale Bedeutung) KO G 15 Schloss Vorburg (kantonale Bedeutung) KO G 16 ehem. Landsitz, Wasen (kantonale Bedeutung) KO G 17 Kirche St.Margaretha (kantonal / nationale Bedeutung) KO G 19 Evangelische Kirche (kantonale Bedeutung) KO G 20 Kehrgiebelhaus KO G 21 ehem. evangelisches Pfarrhaus (kantonale Bedeutung) KO G 22 Strickbau (kantonale Bedeutung) KO G 23 Küpferlers Haus KO G 25 Kehrgiebelhaus KO G 26 Schlösschen Bergsteig (kantonale Bedeutung) KO G 27 Kath. Kirche (kantonale Bedeutung) KO G 28 Schulhaus Rosenberg (kantonale Bedeutung) KO G 29 Becklihaus (kantonale Bedeutung)

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KO G 30 KO G 31 KO G 32 KO G 33 KO G 34 KO A 35 KO G 36 KO G 37 KO A 39 KO G 40 KO G 41 KO G 42 KO G 44 KO G 45 KO G 47 KO G 54 KO G 55

Jugendstilbau (kantonale Bedeutung) Jugendstilbau (kantonale Bedeutung) Villa Esther / Villa Züst (kantonale Bedeutung) Hotel Bahnhof Neubarocke Villa mit Park (kantonale Bedeutung) Bildstock ehem. Gutshaus (kantonale Bedeutung) ehem. Landsitz (kantonale Bedeutung) Torkelbaum Haus zur Sphinx (kantonale Bedeutung) Gut Weinberg (kantonale Bedeutung) Jugendstilbau Wohn- und Geschäftshaus Villa Bahnhof (kantonale Bedeutung) Wohnhaus Wohnhaus

Historische Verkehrswege HVw 1 Abschnitt Rheineck - Ruderbach (nationale Bedeutung) HVw 2 Abschnitt Wasen - Vorburg (kantonale Bedeutung) Liste der Natur- und Landschaftsschutzgebiete und -objekte Baumgruppe BA 101 BA 102

Allee Kirchenau Baumreihe Sportplatz

Einzelbaum EBG 201 EBG 202 EBG 204 EBG 205 EBG 206 EBG 207 EBG 209 EBG 210 EBG 211 EBG 212 EBG 213 EBG 215 EBG 216 EBG 217 EBG 218 EBG 220

Winterlinde, Nebengrabenstrasse Esche, Apfelberg Ahorn, Sportplatz Oberstufenzentrum Hainbuche, Kirchstrasse bei evang. Kirche Baumtor, Evang. Kirche Hängebuche, Evang. Kirche Linde, Kirchstrasse Baumgruppe Oberstufenzentrum Baumgruppe Mehrzwecksaal Blutbuche, Rheinstrasse Blutbuche, Joh. Kesslerstrasse Blutahorn, Hauptstrasse Gingko, Kirchstrasse Walnüsse, Käsiweiher > Schutzverordnung Käsiweiher Eiche, Käsiweiher > Schutzverordnung Käsiweiher Eiche, Kindergarten Fahr

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EBG 221 EBG 222 EBG 224 EBG 225 EBG 226 EBG 227 EBG 228 EBG 229 EBG 230 EBG 233 EBG 234 EBG 235 EBG 236 EBG 237 EBG 239 EBG 241 EBG 242

Walnuss, Walzenhauserstrasse Einzelbäume, beim Schulhaus Rosenberg Feldahorn, Spielplatz Park Roteiche, Park Winterlinde, Park 3 Hainbuchen, Park Bergahorn, Bahnhofstrasse Ahorn, Parkstrasse Zeder, Joh. Brasselstrasse - Parkstrasse Buchen, Wittestrasse Mammutbaum und Blutbuche, Neudorfstrasse Buche, Neudorfstrasse Eiche, Campingplatz Bruggershorn Baumgruppe Spielplatz Wiesenau Baumgruppe im Kindergarten Wiesenau Bergahorn, Kornaustrasse Walnuss, Heldsberg

Hecken, Feld- und Ufergehölze HFUG 301 Hecke entlang Töbelibach HFUG 302 Hecke an Brücke nach Gaissau HFUG 303 Ufergehölz Alter Rhein Eselschwanz - Bruggerhorn HFUG 304 Hecke entlang Ruderbach HFUG 305 Wettlerhof Hecke entlang Bufflershofstrasse HFUG 306 Schawalderhof Baumhecke auf Geländekante HFUG 307 Baumhecke Nebengraben HFUG 308 Ufergehölz am Westufer KIBAG-Weiher HFUG 309 Hecke entlang Risibach HFUG 310 Ufergehölz Romenschwandenbach HFUG 311 Baumhecke Mannenberg HFUG 312 Ufergehölz Rätscherenbach HFUG 313 Baumhecke/Ufergehölz Vorburg HFUG 314 Baumhecke Mannenberg/Kirchli HFUG 315 Baumhecke Kirchli HFUG 316 Hecke entlang Sportplatzweg HFUG 317 Ufergehölz Wasenbach HFUG 318 Gehölzbestand Pfarrgut-/Apfelbergweg HFUG 319 Hecke Wolfsbommet HFUG 320 Ufergehölz Käsiweiher > Schutzverordnung Käsiweiher HFUG 321 Hecke Gassstrasse > Schutzverordnung Käsiweiher HFUG 322 Baumhecke Strandbadstrasse HFUG 323 Ufergehölz Binnenkanal, Bruggerhornstrasse HFUG 325 Baumhecke Käsgaden/Zeerberg HFUG 326 Feldgehölz Zeerberg HFUG 327 Hecke Heldsberg HFUG 328 Hecke Heldsberg

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HFUG 329 HFUG 330

Hecke Heldsberg Hecke West Eselschwanz

Auen- und Amphibienlaichgebiete (Schutzgebiete von nationaler Bedeutung) AuS 401

Auen- und Amphibienlaichgebiet Eselschwanz (nationale Bedeutung)

Naturschutzgebiete trocken / feucht NTA 501 Magerwiese Ochsenweid NTA 503 Magerwiese Heubüchel NTA 504 Magerwiese Wolfsbommet NTA 508 Feldrücken, Oberer Heldsberg NTA 509 Magerwiese Oberer Heldsberg NTA 510 Magerwiese Unterer Heldsberg NTA 511 Magerwiese Eselschwanz NFA 512 Feuchtgebiet Eselschwanz NTA 514 Magerwiese Eggwald Landschaftsschutzgebiet LS 601 Landschaftsschutzgebiet Eselschwanz LS 602 Kulturlandschaft Rheintaler Hanglagen Biotope und Weiher BioT 701 Grundwasserweiher Eselschwanz West BioT 702 Waldweiher Eselschwanz West BioT 704 Baggersee Eselschwanz BioT 705 Waldweiher Eselschwanz Ost BioT 706 KIBAG-Weiher Eselschwanz BioT 707 Weiher südlich KIBAG-Weiher BioT 708 Käsiweiher > Schutzverordnung Käsiweiher BioT 709 Weiher Bruggerhorn BioT 711 Weiher untere Haldenstrasse BioT 712 Weiher Nünemösli Geotope Geo 801

Geotop Apfelberg

Seite 13

Plan

Eselschwanz -Strandweg

BioT 704

AuS 401 Eselschwanz-St NTA 511randweg

Projekt Nr. 1.009.3.009 / AM

NFA 512

13. Dezember 2021

HFUG 330

BioT 705

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Öffentlich aufgelegt vom: 29. Mai - 27. Juni 2019 / 17. August - 15. September 2021

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BioT 701

Genehmigt vom Amt für Raumentwicklung und Geoinformation am:

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Amtliche Vermessung: Stand Februar 2019, Wälli AG Umgebung / Quelle: Bundesamt für Landestopografie swisstopo

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Gewässer offen / eingedolt (AV Daten vom Februar 2019)

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Vom Gemeinderat erlassen am: 19. März 2019 / 21. Juni 2021

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