06.3190
Ökologische Steuerreform
Verfahrensbeitrag
Antrag der Mehrheit
Ablehnung der Motion
Antrag der Minderheit
(Bäumle, Bader Elvira, Girod, Nordmann, Nussbaumer, Rechsteiner-Basel, Stump, Teuscher, van Singer, Wyss Ursula)
Zustimmung zur Änderung
Proposition de la majorité
Rejeter la motion
Proposition de la minorité
(Bäumle, Bader Elvira, Girod, Nordmann, Nussbaumer, Rechsteiner-Basel, Stump, Teuscher, van Singer, Wyss Ursula)
Approuver la modification
Bourgeois Jacques · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Freisinnig-demokratische Fraktion
Par la motion qu'il a déposée en 2006, Monsieur Heiner Studer demande au Conseil fédéral de présenter aux Chambres fédérales un projet de réforme fiscale écologique dans les meilleurs délais, l'objectif de la révision étant que la Confédération perçoive une taxe sur les énergies non renouvelables et que le produit net de celle-ci serve à réduire la fiscalité sur le travail.
Dans sa réponse, le Conseil fédéral juge qu'il n'est pour l'instant pas opportun d'ouvrir de nouvelles discussions relatives à une réforme fiscale écologique. Il considère également que selon les mesures prises jusqu'à ce jour dans ce domaine - notamment par le biais de la loi sur le CO2, actuellement en discussion au sein de la CEATE de notre conseil pour opposer un contre-projet indirect à l'initiative populaire fédérale "pour un climat sain" dont nous aurons à débattre prochainement dans cet hémicycle -, toute avancée supplémentaire vers une réforme fiscale écologique voulue par l'auteur de la motion n'est pour le moment pas prioritaire.
Malgré la position réservée du Conseil fédéral, notre conseil adoptait cette motion en date du 21 mars 2007, sans débat sur le sujet, par 90 voix contre 86.
Ensuite, le Conseil des Etats lui emboîtait le pas, jugeant nécessaire que le Conseil fédéral réexamine le système actuel afin d'identifier les principaux points relevant de ce sujet. Le Conseil des Etats a adopté un texte modifié qui stipule: "Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement un rapport concernant l'efficacité des conditions-cadres actuelles par rapport à une gestion durable des ressources naturelles ainsi qu'un projet d'acte qui améliore ces conditions-cadres. Ce projet devra contenir les éléments d'une écologisation du système fiscal qui soit sans incidence sur le montant total des recettes de l'Etat."
La Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie a, lors de ses réunions des 31 août et 1er septembre derniers, traité de cette motion en tenant compte de la proportion de la modification faite par la Chambre des cantons. Les principaux points suivants sont ressortis de notre débat. La majorité de la commission souligne que plusieurs instruments qui vont dans le sens de la motion ont été mis en place en 2006; je citerai notamment la modification de la loi sur l'imposition des huiles minérales, l'application de la loi sur le CO2, le centime climatique et l'application de la politique énergétique du Conseil fédéral. Cette dernière s'oriente vers les axes suivants: efficacité énergétique, promotion des énergies renouvelables, installations électriques et politique extérieure; une politique qui tient déjà compte des aspects écologiques rendant ainsi superflue une réforme fiscale dans ce domaine. Cette réforme fiscale pourrait également, suite à la crise économique actuelle, avoir des conséquences négatives sur la compétitivité de nos entreprises, sans compter que selon nos discussions, il se pourrait que certaines taxes ne soient pas neutres, ce qui reviendrait à dire que nous introduirions un nouvel impôt.
Pour une forte minorité de la commission, la version du Conseil des Etats est à soutenir car elle élargit le champ d'action et sollicite le Conseil fédéral quant à l'établissement d'un rapport sur le sujet. Libre ensuite d'en tirer les conclusions qui nous semblent bonnes. Pour la minorité, cette réforme fiscale écologique devrait contribuer au principe du pollueur-payeur et éviter des distorsions de marché à charge de l'environnement. Ce n'est que par le biais d'incitations que cette situation pourra être évitée.
Au vu de ce qui précède, je vous recommande, au nom de la commission, qui s'est prononcée par 12 voix contre 10, de rejeter cette motion.
Amstutz Adrian · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ich erinnere vorab an die bisherigen Verhandlungen und Beschlüsse: Am 21. März 2007 nahm der Nationalrat die Motion mit 90 zu 86 Stimmen an. Am 27. Mai 2009 nahm der Ständerat ohne Gegenstimme einen abgeänderten Motionstext an, der den Bundesrat beauftragt, bisherige Abgaben, Steuern, Subventionen und Steuerabzugsmöglichkeiten darauf hin zu prüfen, ob sie Fehlanreize bezüglich einer Ökologisierung von Wirtschaft und Gesellschaft enthalten, und dem Parlament Vorschläge zu unterbreiten, wie diese korrigiert werden können.
Die Kommissionsmehrheit beantragt Ihnen - die UREK entschied mit 12 zu 10 Stimmen -, die vom Ständerat abgeänderte Motion abzulehnen. Sie hebt hervor, dass im Bereich Ökologie und nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen seit der Einreichung der Motion im Jahr 2006 zahlreiche Massnahmen getroffen worden sind: das CO2-Gesetz, neue Vorschriften über den maximalen Energieverbrauch von Geräten, die Förderung erneuerbarer Energien über im Rahmen des Voranschlages beschlossene Bundessubventionen oder über die kostendeckende Einspeisevergütung, aber auch die Änderung des Mineralölsteuergesetzes bezüglich der Agrartreibstoffe, der Klimarappen und die Teilzweckbindung der CO2-Abgabe für Gebäudesanierungen. Darüber hinaus arbeiten die Bundesverwaltung und das Parlament derzeit weitere Vorlagen aus, unter anderem solche zur Förderung umweltfreundlicher und energieeffizienter Fahrzeuge.
Die Kommissionsmehrheit betont, dass ernsthafte Zweifel an der Wirksamkeit bereits existierender Massnahmen bestehen und dass sie sich über die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft Sorgen macht. Deshalb hält sie es nicht für sinnvoll, vom Bundesrat einen Bericht und neue Massnahmen zur Ökologisierung des Steuersystems zu verlangen.
Die Kommissionsminderheit unterstützt die Motion in der abgeänderten Version, die den Bundesrat beauftragt, die Wirksamkeit bestehender Rahmenbedingungen für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu überprüfen.
Namens der Kommissionsmehrheit empfehle ich Ihnen die Ablehnung der Motion.
Bäumle Martin · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion CVP/EVP/glp
Ich bin etwas überrascht, dass ich das Wort erhalte. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir als Minderheit Redezeit bekommen.
Die Motion Studer Heiner wurde vom Ständerat in einer abgeänderten Form an unseren Rat überwiesen. Die Mehrheit der Kommission war klar der Meinung, dass wir dieses Projekt nicht weiterverfolgen sollten. Wir von der Minderheit sind allerdings klar der Meinung, dass das Thema "Ökologische Steuerreform" nicht abgeschlossen werden sollte, ohne dass hier weitergearbeitet wird. Wenn Sie heute der Mehrheit folgen und diese Motion ablehnen, dann ist dieses Projekt für den Moment vom Tisch. Wenn Sie der Minderheit folgen sollten, was wir Ihnen beantragen, wird unser Rat dem Ständerat folgen und dieses Projekt weiterhin am Leben erhalten.
Ich bitte Sie im Namen der Minderheit, das Projekt aufrechtzuerhalten und dem Antrag der Minderheit zu folgen, damit der Ständerat weiter an der Arbeit bleiben kann.
Merz Hans-Rudolf · BR-M · Bundesrat · Appenzell A.-Rh.
Sie haben dieser Motion - es wurde von den Kommissionssprechern gesagt - zugestimmt. Der Ständerat hat sie dann behandelt und modifiziert, indem er hineinschrieb, man solle den Bundesrat beauftragen, zunächst einmal einen Bericht über die Wirksamkeit von bestehenden Rahmenbedingungen für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu erstatten, und man solle den Bundesrat zwingen, nachher eine Vorlage zu unterbreiten, welche diese Rahmenbedingungen verbessere. Diese Vorlage solle auch ein Element einer einkommensneutralen Ökologisierung des Steuersystems enthalten. Ihre UREK hat dann diese angepasste Motion des Ständerates abgelehnt, und sie vertritt jetzt auch hier vor dem Plenum diese ablehnende Haltung.
Die Geschichte dieser Motion ist eine ziemlich lange Geschichte, und sie zeigt eigentlich auch die ganze Kontroverse in Bezug auf das Thema auf. Herr Bäumle hat mit Recht darauf hingewiesen, dass, wie immer man entscheidet, das Thema wahrscheinlich auf der Traktandenliste bleibt. Aber seit dem Zeitpunkt der Einreichung dieser Motion haben sich eben die Rahmenbedingungen in der Umweltpolitik und vor allem auch der Klimapolitik verändert. Ich nenne in erster Linie und im Vordergrund die Revision des CO2-Gesetzes, zweitens aber auch die Bemühungen unseres Departementes und des Bundesrates für eine ausführliche Berichterstattung zu klimabezogenen Massnahmen im Gebäudebereich. Auch hier ist eine ganze Reihe von Erkenntnissen aufgelistet worden, und es sind auch Massnahmen zu steuerlichen Anreizen geprüft worden. Wir haben auch gezeigt, wo es Mitnahmeeffekte gibt, wo es Fehlanreize gibt. Ich glaube, hier ist sehr viel geschehen.
Schwieriger dürfte allerdings dann die Umsetzung der geforderten Vorlage für eine aufkommensneutrale Steuerreform sein. Das ist dann doch ein grosses Projektvorhaben. Es hätte gewissermassen auch revolutionären Charakter. Im Steuerbereich hat es in unserem Land bisher selten Revolutionen gegeben. Vielleicht war die Umwandlung der Umsatzsteuer in die Mehrwertsteuer noch am ehesten eine solche; das war wirklich etwas Revolutionäres. Aber sonst hat sich dieser Bereich eigentlich eher evolutionär entwickelt.
Ich nehme zur Kenntnis, dass in der Kommission auch Wettbewerbsüberlegungen und Wettbewerbsbedenken eine Rolle gespielt haben - das wurde hier deutlich gemacht - und dass dies letztlich mit dazu führte, dass Ihnen die Kommission die Ablehnung der modifizierten Formulierung des Ständerates empfiehlt.
Der Bundesrat hat die ursprüngliche Motion abgelehnt. Ich habe mich dann auch mit dem abgeänderten Motionstext nur teilweise anfreunden können.
Ich empfehle Ihnen, der Mehrheit Ihrer Kommission zu folgen.
Bruderer Wyss Pascale · P-F · Nationalrat · Aargau · Sozialdemokratische Fraktion
Die Mehrheit der Kommission beantragt, die Motion in ihrer vom Ständerat abgeänderten Version abzulehnen. Eine Minderheit beantragt, den abgeänderten Motionstext anzunehmen.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 90 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 87 Stimmen