17.318, 18.307
Aufstockung des Grenzwachtkorps / Aufstockung des Grenzwachtkorps
Carobbio Guscetti Marina · P-F · Nationalrat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion
Antrag der Mehrheit
Die Initiativen nicht abschreiben
Antrag der Minderheit
(Sommaruga Carlo, Crottaz, Flach, Frei, Glättli, Graf-Litscher, Mazzone, Seiler Graf, Siegenthaler)
Die Initiativen abschreiben
Proposition de la majorité
Ne pas classer les initiatives
Proposition de la minorité
(Sommaruga Carlo, Crottaz, Flach, Frei, Glättli, Graf-Litscher, Mazzone, Seiler Graf, Siegenthaler)
Classer les initiatives
La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): Avete ricevuto un rapporto scritto della commissione.
Sommaruga Carlo · Mit-M · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion
Aujourd'hui, deux initiatives cantonales demandent une augmentation du nombre des gardes-frontière. Elles ne font que reprendre une requête que d'autres cantons ont déjà formulée avant eux, notamment les cantons de Bâle-Ville, de Genève et d'autres encore. Ces initiatives ont régulièrement amené la Commission de la politique de sécurité à formuler des propositions d'augmentation des effectifs des gardes-frontière dans le cadre des discussions sur le budget, et ce depuis plusieurs années.
Nous avons obtenu, lors du débat sur le budget 2019, une augmentation de 44 postes. Malheureusement, le Conseil fédéral a estimé qu'il ne fallait pas augmenter immédiatement le nombre de postes, mais qu'il fallait le faire dans le cadre des réformes du DFF et en particulier de la réforme des douanes, le projet Dazit.
C'est dans ce contexte que notre commission a dû traiter ces nouvelles initiatives cantonales demandant à nouveau d'augmenter les effectifs des gardes-frontière. Il faut dire que le Conseil des Etats avait déjà traité ces deux initiatives et avait estimé qu'il fallait les classer, dans la mesure où elles n'amenaient rien au débat. La minorité de notre commission estime elle aussi qu'il n'y a plus lieu de donner suite à ces deux initiatives cantonales, dans la mesure où cela n'amène strictement rien au débat.
Premièrement, le principe d'une augmentation du nombre de gardes-frontière a été voté. Deuxièmement, le Conseil fédéral va maintenir sa position, qui est de ne pas augmenter ce nombre immédiatement mais progressivement dans le cadre de la réforme des douanes. Et troisièmement, les raisons qui avaient justifié le dépôt de ces initiatives par les cantons ne sont plus d'actualité, notamment la forte pression migratoire aux frontières sud de notre pays.
Dès lors, la minorité de votre commission vous demande d'éviter une bureaucratie parlementaire supplémentaire et de faire en sorte, comme le Conseil des Etats, que ces deux initiatives cantonales soient tout simplement classées. Je vous remercie de suivre la proposition de cette minorité de raison.
Keller-Inhelder Barbara · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Die vorliegenden Standesinitiativen aus den Kantonen Graubünden und Wallis fordern, dass das Grenzwachtkorps an allen Standorten personell so ausgestattet wird, dass es seine Aufgaben nach Massgabe der jeweils bestehenden Sicherheitssituation und entsprechend den Sicherheitsbedürfnissen der Bevölkerung wahrnehmen kann. Beim Grenzwachtkorps sei eine personelle Aufstockung mit materiell zeitgemässer Ausrüstung und Infrastruktur vorzunehmen, damit das Grenzwachtkorps die wachsenden Herausforderungen heute und in Zukunft im Bereich seiner Zoll- und Sicherheitsaufgaben sowie der illegalen Migration zufriedenstellend erfüllen kann.
Die Gewährleistung der Sicherheit ist eine der wichtigsten Kernaufgaben des Staates. Die Probleme an der Grenze wie bandenmässige Kriminalität, Schlepperwesen, irreguläre und illegale Migration, Schmuggel von Drogen und Waffen, von Menschen, auch von sehr gefährlichen Menschen, sind an der Tagesordnung, mit Schwankungen, jedoch ohne absehbares Ende.
Der Kanton Graubünden weist in seiner Begründung insbesondere darauf hin, dass es aufgrund der Volatilität der Situation nicht verantwortbar sei, das Dispositiv erst bei der nächsten Krise bzw. Ausnahmesituation kurzfristig zu verstärken, zumal es schlicht nicht möglich sei, innert kurzer Zeit Grenzwachtpersonal zu rekrutieren, gut auszubilden und entsprechend auszurüsten.
Der Kanton Wallis führt an, dass der Verzicht auf einen weiteren Ausbau des Grenzwachtkorps im Sinne des Grenzschutzes und unserer Landessicherheit fahrlässig wäre und sehr schnell zu prekären Zuständen führen könnte. Ausserdem könnten Einsparungen beim Grenzwachtkorps schnell hohe Folgekosten im Bereich Migration nach sich ziehen.
Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates wurde am 18. Februar 2019 über den Beschluss des Bundesrates informiert, dass für die Aufstockung des Grenzwachtkorps die nötigen Mittel amtsintern bei der Eidgenössischen Zollverwaltung kompensiert werden sollen. Die Kompensation soll im Rahmen der Umsetzung des Projektes Dazit und der damit zusammenhängenden grundlegenden Umstrukturierung der Eidgenössischen Zollverwaltung erfolgen. Entsprechend soll der Beschluss zu den 44 zusätzlichen Stellen in den nächsten Jahren schrittweise und bedarfsgerecht umgesetzt werden.
Eine Minderheit ist zufrieden damit, dass die beiden Räte in der vergangenen Wintersession die 44 zusätzlichen Stellen für das Grenzwachtkorps gesprochen haben, und betrachtet damit das Aufstockungsanliegen als erfüllt. Diese Minderheit beantragt deshalb, dem Entscheid des Ständerates, die beiden Standesinitiativen abzuschreiben, zuzustimmen.
Solange aber Terroristen ungehindert unsere Grenzen überschreiten, solange Menschen in unserem Land Opfer von schwerkriminellen Straftätern aus dem Ausland werden, die unsere Grenzen ungehindert passieren, und solange Privathaushalte und Geschäfte in ganzen Einbruchserien ausgeraubt und auch noch verwüstet werden, so lange kann man nicht behaupten, man habe die Lage im Griff und ein weiteres Aufstocken des Grenzwachtkorps sei nicht notwendig.
Die Mehrheit der Kommission erachtet das Hauptanliegen der Standesinitiativen weiterhin als unerfüllt und beantragt dem Nationalrat mit 15 zu 9 Stimmen bei 0 Enthaltungen, der Abschreibung der Standesinitiativen nicht zuzustimmen. Der Antrag ist damit auch kongruent mit dem Entscheid des Nationalrates in der Frühjahrssession dieses Jahres, welcher der SiK-NR eine Fristverlängerung für die Behandlung der entsprechenden Standesinitiative Baselland bis zur Herbstsession 2020 gewährt. Es gilt, den Druck aufrechtzuerhalten und zu beurteilen, ob im Rahmen der Umstrukturierung der Eidgenössischen Zollverwaltung tatsächlich umgesetzt wird, was die Räte in der Wintersession 2018 beschlossen haben.
Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates ersucht Sie daher, der Abschreibung der Standesinitiativen des Kantons Graubünden und des Kantons Wallis ebenfalls nicht zuzustimmen.
Sommaruga Carlo · Mit-M · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion
Chère collègue, dans votre argumentation, vous nous dites qu'il faut maintenir ces deux initiatives cantonales afin de faire pression sur le Conseil fédéral. Expliquez-moi quelle serait la pression étant donné que le Conseil fédéral a déjà dit que, de toute façon, il ne mettrait en place les 44 places supplémentaires que dans le cadre de la réorganisation des douanes, qui se fera ces prochaines années. Quelle pression supplémentaire voulez-vous exercer?
Keller-Inhelder Barbara · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Geschätzter Herr Kollege Sommaruga, das war die Argumentation, die immer wieder von allen Fraktionen, die der Meinung der Mehrheit sind, geäussert wurde. Man will den Druck aufrechterhalten, damit bei der Reorganisation, beim Einbezug von Dazit, tatsächlich den Bedürfnissen der Kantone Rechnung getragen wird. Es gibt mehrere Standesinitiativen aus Grenzkantonen, es sind schon 25 Vorstösse behandelt worden, es haben sich sechs Kantonsregierungen dahingehend geäussert, dass man diesen Bedürfnissen gerecht werden solle. Daher wollen wir den Druck aufrechterhalten.
Cattaneo Rocco · Mit-M · Nationalrat · Tessin · FDP-Liberale Fraktion
La Commissione della politica di sicurezza vi invita a non togliere dal ruolo le due iniziative cantonali di Grigioni e Vallese, che richiedono entrambe un potenziamento del corpo delle guardie di confine. Vi invita quindi a rifiutare la minoranza Sommaruga Carlo, che sostiene la decisione del 6 marzo 2019 del Consiglio degli Stati di stralciare i due oggetti.
Prima di entrare nel merito delle due iniziative, desidero brevemente fare il punto della situazione su questo tema. Sulla necessità di aumentare l'effettivo delle guardie di confine il Parlamento si è chinato più volte, precisamente con le iniziative dei cantoni San Gallo, Basilea Città e Basilea Campagna, oltre alle richieste di Vallese e Grigioni. In aggiunta ad essi, altri cantoni di frontiera come Giura, Soletta, Ginevra e Ticino hanno espresso le stesse preoccupazioni alle Commissioni della politica di sicurezza e alle Commissioni delle finanze. Sono quindi ben nove cantoni che richiedono urgentemente questo aumento degli effettivi delle guardie di confine. Tutti questi cantoni si sono dunque rivolti a Berna, poiché più di altri percepiscono la costante pressione esercitata alle frontiere e il molteplice carico di lavoro a cui le nostre guardie di confine sono sottoposte ogni giorno.
Giornalmente oltre 2 100 000 persone, 1 100 000 veicoli e 24 000 autocarri attraversano i nostri confini. Persone e veicoli ricercati e criminalità transfrontaliera - traffico illegale di armi, stupefacenti, prodotti contraffatti - sono all'ordine del giorno. E anche se l'ondata migratoria non desta per il momento particolari preoccupazioni, il rischio che si assista ad un nuovo aumento non si può escludere. Va anche ricordato che le guardie di confine eseguono anche molti controlli nell'ambito del mercato del lavoro, come per esempio il controllo dei permessi di lavoro.
Dopo diversi tentativi falliti di aumentare gli effettivi delle guardie di confine, a dicembre 2018 il Parlamento ha infine approvato la creazione di 44 posti supplementari a tempo pieno nell'ambito del preventivo 2019. A quel punto, le iniziative cantonali pendenti da ridiscutere nella commissione erano quelle di Basilea Campagna e le due oggetto del dibattito odierno.
Tuttavia, nella seduta del 18 e 19 febbraio scorso la Commissione della politica di sicurezza ha preso conoscenza del fatto che l'aumento dell'effettivo avverrà solo nei prossimi anni, gradualmente e in funzione delle esigenze. Il Consiglio federale ha infatti deciso di compensare gli oneri derivanti dal potenziamento del corpo delle guardie di confine all'interno dell'Amministrazione federale delle dogane, precisamente nel quadro della realizzazione del progetto Dazit e della riorganizzazione dell'Amministrazione federale delle dogane. E non tra tutti i dipartimenti come richiesto invece dal Parlamento.
Non soddisfatta di questo modo di procedere a rilento da parte del governo, la commissione ha quindi proposto di prorogare il termine di trattazione dell'iniziativa cantonale di Basilea Campagna fino alla sessione autunnale 2020, proprio per mantenere alta l'attenzione politica sul tema. La proposta è stata adottata dal Consiglio nazionale nella scorsa sessione primaverile.
Veniamo quindi alle due iniziative cantonali di oggi. Dopo che il Parlamento in un primo tempo ha dato seguito ad entrambi gli oggetti, il Consiglio degli Stati in data 6 marzo 2019 ne ha deciso lo stralcio dal ruolo. Secondo la Camera alta, l'approvazione dei 44 posti a tempo pieno adempie già al piano pluriennale del Consiglio federale per il potenziamento del corpo delle guardie di confine. Inoltre, non ritiene opportuno assumere nuovo personale da formare nel breve periodo, dato che ci si trova nella fase di riorganizzazione del progetto Dazit.
Le due iniziative sono state trattate nella seduta di commissione dell'8 aprile 2019. In linea con quanto deciso per l'iniziativa di Basilea Campagna, la commissione ritiene, al contrario del Consiglio degli Stati, che l'obiettivo di potenziare il corpo delle guardie di confine auspicato dagli autori delle due iniziative non sia ancora stato raggiunto. Ecco perché la maggioranza della commissione intende continuare a mantenere alta la pressione sul governo proponendo di non togliere dal ruolo nemmeno queste due iniziative.
Durante la seduta della commissione è stata avanzata la proposta di minoranza Sommaruga Carlo, che, come avete sentito, vuole stralciare dal ruolo le due iniziative.
Come ho detto in precedenza, la pressione alle nostre frontiere è costante. L'imprevedibilità dello svilupparsi di taluni fenomeni o minacce, e le sfide giornaliere che devono affrontare le nostre guardie di confine non ci permettono di abbassare la guardia, e anzi ci impongono di rinforzare i controlli alle nostre frontiere. Potenziamento che attualmente, malgrado la chiara decisione delle Camere dello scorso dicembre, non si è ancora verificato. E non si percepisce nemmeno la volontà di farlo da parte del Consiglio federale!
La commissione vuole assicurarsi che l'obiettivo finale richiesto dai cantoni di frontiera - e dal Parlamento - venga finalmente adempiuto in tempi brevi. Con 15 voti contro 9 e 0 astensioni, la commissione vi invita pertanto a non togliere dal ruolo le due iniziative cantonali di Grigioni e Vallese, ma a prolungarne il termine di trattazione fino al 2020. E vi chiede di conseguenza di rifiutare la proposta della minoranza Sommaruga Carlo.
Carobbio Guscetti Marina · P-F · Nationalrat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion
La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): La commissione propone di non stralciare dal ruolo le iniziative. Una minoranza Sommaruga Carlo propone di stralciarle dal ruolo.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 124 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 40 Stimmen
(8 Enthaltungen)