814.501.261
Verordnung des EDI
über die Aus- und Fortbildungen
und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz
(Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung)
vom 26. April 2017 (Stand am 12. Juni 2018)
Präambel
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI), im Einvernehmen mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) und dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS),
gestützt auf die Artikel 144 Absatz 2, 174 Absätze 2 und 3, 175 Absatz 3, 181 sowie Artikel 183 der Strahlenschutzverordnung vom 26. April 20171 (StSV),
verordnet:
1. Abschnitt Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 Gegenstand und Ausnahme vom Geltungsbereich
Diese Verordnung regelt:
die Ziele, die Anforderungen und den Umfang der Aus- und Fortbildung im Strahlenschutz;
die zu erlangenden Kompetenzen und Kenntnisse für Personen nach Artikel 172 StSV;
die anerkennungspflichtigen Aus- und Fortbildungen nach den Artikeln 174–183 StSV;
die Voraussetzungen für die Anerkennung von Aus- und Fortbildungen nach Buchstabe c;
den Inhalt der Prüfungen und das Prüfungsverfahren;
die erlaubten Tätigkeiten von Personen mit anerkennungspflichtigen Aus- und Fortbildungen im Bereich des Strahlenschutzes;
die Instruktion von verpflichteten Personen nach Artikel 144 StSV.
Der Gegenstand nach Absatz 1 wird geregelt:
für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, Tierärztinnen und Tierärzte: in Anhang 1;
für andere medizinische Berufe sowie für den Handel in der Medizin: in Anhang 2;
für Tätigkeiten im Bereich Kernanlagen: in Anhang 3;
für Tätigkeiten in den Bereichen Industrie, Gewerbe, Lehre, Forschung und Transport: in Anhang 4;
für Personen, die im Stör- oder Notfall Umgang mit ionisierender Strahlung haben, dieser ausgesetzt sein können oder den Umgang damit planen oder anordnen oder die kritische Infrastrukturen betreiben oder öffentliche Dienste erbringen: in Anhang 5.
Vom Geltungsbereich dieser Verordnung ausgenommen ist die Ausbildung von Personal von Kernanlagen nach den Artikeln 2−4, 6−8, 14−17, 19 und 20 der Verordnung vom 9. Juni 20062 über die Anforderungen an das Personal von Kernanlagen.
Art. 2 Ausbildungsziele
Die Ausbildung muss sicherstellen, dass Personen nach Artikel 172 StSV:
über Gesundheitsgefahren der Strahlenexposition informiert sind;
mit den Grundregeln des Strahlenschutzes vertraut sind;
eine geeignete Arbeitstechnik beherrschen und die für die entsprechende Tätigkeit geltenden Strahlenschutzvorschriften anwenden können;
die Risiken von Strahlenexpositionen kennen, die sich aus einem Fehlverhalten ergeben können;
wenn sie die Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe g StSV wahrnehmen: über vertieftes Wissen über die Strahlenschutzgesetzgebung und die spezifischen Strahlenschutzaufgaben verfügen.
Art. 3 Fortbildungslehrgänge
Wer Fortbildungslehrgänge anbietet, muss zwei der folgenden drei Inhalte abdecken:
Wiederholen von Gelerntem;
Aktualisierung und neue Entwicklungen;
gewonnene Erkenntnisse aus dem Betrieb oder aus Störfällen.
Er oder sie muss ausserdem gewährleisten, dass bei den in Absatz 1 aufgeführten Inhalten Beispiele aus der Praxis einbezogen werden.
Die Form der Fortbildung ist der Fortbildungsinstitution überlassen.
Bei nicht anerkennungspflichtigen Fortbildungen stellt das Fortbildungsinstitut eine Teilnahmebestätigung aus, die folgende Angaben enthält:
Name, Vorname und Geburtsdatum;
die Bezeichnung der Fortbildungsveranstaltung;
das Datum der Fortbildungsveranstaltung.
2. Abschnitt Anerkennung von Aus- und Fortbildungen
Art. 4 Anerkennung von Lehrgängen und von individuellen Ausbildungen
Ausbildungslehrgänge nach Artikel 174 StSV und individuelle Ausbildungen nach Artikel 178 StSV werden anerkannt, wenn sie die Anforderungen nach den Tabellen 2–4 im einschlägigen Anhang erfüllen.
Die zuständige Anerkennungsbehörde kann Ausbildungen, die nach den Anhängen 1–5 nicht definiert sind, oder Ausbildungen, die an geänderte Ausbildungsbedürfnisse angepasst werden sollen, bis zur entsprechenden Änderung dieser Verordnung anerkennen.
Fortbildungslehrgänge nach Artikel 175 StSV und individuelle Fortbildungen nach Artikel 178 StSV werden anerkannt, wenn sie die Anforderungen nach Artikel 3 Absätze 1 und 2 und nach den Tabellen 3 und 4 im einschlägigen Anhang erfüllen.
Art. 5 Gültigkeitsdauer
Die Anerkennung eines Aus- oder Fortbildungslehrgangs ist zehn Jahre gültig.
Art. 6 Voraussetzung für die Ausübung einer erlaubten Tätigkeit
Die erlaubten Tätigkeiten dürfen nur ausgeübt werden, solange der notwendige Nachweis der Aus- und Fortbildung erbracht wird.
Art. 7 Verfahren
Institutionen, die anerkennungspflichtige Aus- oder Fortbildungslehrgänge im Strahlenschutz durchführen wollen, und Personen, die ihre individuelle Aus- oder Fortbildung anerkennen lassen wollen, reichen ein Gesuch um Anerkennung bei der zuständigen Anerkennungsbehörde ein.
Art.
8 Inhalt des Anerkennungsgesuchs für die Aus- und
Fortbildungslehrgänge
Das Anerkennungsgesuch einer Aus- oder Fortbildungsinstitution muss belegen, dass:
der Unterricht den Erwerb der Kompetenzen und die Ausbildungs- oder Fortbildungsinhalte nach dem einschlägigen Anhang abdeckt;
die Qualifikation der Lehrkräfte genügt, um im einschlägigen theoretischen und praktischen Unterrichtsbereich den Lehrinhalt fachlich korrekt und didaktisch adäquat zu vermitteln;
die Unterrichtsräume den Anforderungen der Aus- oder Fortbildungslehrgänge angemessen sind und die Einrichtungen dem Stand der Technik entsprechen;
das Prüfungsverfahren für Ausbildungslehrgänge in folgenden Punkten festgelegt ist:
die Bedingungen für die Zulassung zur Prüfung,
die Art der Prüfung,
die Kriterien für den erfolgreichen Abschluss,
die Kriterien für die Prüfungswiederholung;
für Ausbildungslehrgänge ein Musterkatalog von Prüfungsfragen vorhanden ist;
die Mitglieder der Prüfungskommission hinreichend qualifiziert sind;
zur fortlaufenden Verbesserung der Lehrgänge deren Qualität regelmässig intern überprüft wird.
Ist die Ausbildungsinstitution durch eine akkreditierte Stelle zertifiziert worden, so gilt die Vermutung, dass die administrativen, didaktischen und organisatorischen Aspekte von Absatz 1 erfüllt sind; die entsprechenden Belege müssen in diesem Fall nicht eingereicht werden.
Im Gesuch muss eine für die Aus- oder Fortbildung verantwortliche Person bezeichnet sein.
Bei Fortbildungslehrgängen wird keine Abschlussprüfung verlangt, jedoch ist die Teilnahme am Fortbildungslehrgang zu kontrollieren. Im Gesuch ist anzugeben, wie die Teilnahme kontrolliert wird.
Art. 9 Ausweis
Die Ausbildungsinstitution stellt der Person, die einen anerkannten Aus- oder Fortbildungslehrgang abgeschlossen hat, einen Ausweis aus, der mindestens folgende Punkte enthalten muss:
die Bezeichnung des Aus- oder Fortbildungslehrgangs;
das Datum der bestandenen Prüfung einer Ausbildung oder das Datum des Fortbildungslehrgangs;
die erlaubten Tätigkeiten nach dem einschlägigen Anhang;
Name, Vorname, Geburtsdatum und Heimatort (bei Ausländerinnen und Ausländern: Nationalität und Geburtsort) der Absolventin oder des Absolventen;
die Anerkennungsbehörde nach Artikel 180 StSV.
Die Ausbildungsinstitution ist verpflichtet, die Daten nach Absatz 1 Buchstaben
a–e während 30 Jahren aufzubewahren.
Bei Berufen, die dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 20023 (BBG) unterstehen, richten sich das Ausstellen der Ausweise und deren Inhalte nach den entsprechenden Ausführungserlassen.
Art. 10 Sonderfälle
Bei Ausbildungen nach den Ausführungserlassen zum BBG4 ist für den Erlass, die Genehmigung und die Anerkennung der im Lehrgang enthaltenen Strahlenschutzausbildungen nach Artikel 182 StSV das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation zuständig.
Eine Anerkennung nach Absatz 1 kann nur erteilt werden, wenn die Anforderungen nach den Tabellen 2–4 von Anhang 2 im Lehrgang umgesetzt sind.
Die zuständigen Institutionen nach Absatz 1 sind verpflichtet, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beim Erarbeiten des Lehrgangs für die Belange im Strahlenschutz beizuziehen.
Für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen ist Artikel 69a der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20035 anwendbar.
Art. 11 Entzug und Erlöschen von Anerkennungen von Lehrgängen
Die Anerkennung von Aus- und Fortbildungslehrgängen wird entzogen, wenn eine Voraussetzung nicht mehr erfüllt ist und der beanstandete Mangel trotz Mahnung nicht behoben wird.
Sie erlischt, wenn:
die Inhaberin oder der Inhaber formell darauf verzichtet;
die Gültigkeitsdauer abgelaufen und keine Verlängerung bewilligt worden ist.
3. Abschnitt Übrige Bestimmungen
Art. 12 Aufgaben und Befugnisse der Anerkennungsbehörden
Die Anerkennungsbehörden überprüfen die Qualität der Aus- und Fortbildungslehrgänge. Ihre Vertreterinnen und Vertreter können an Aus- und Fortbildungen sowie an Prüfungen teilnehmen.
Die Anerkennungsbehörden legen die pro Kurs im Rahmen der schulischen Ausbildung maximal akkumulierbare Strahlendosis fest.
Das BAG überprüft in Absprache mit den zuständigen Institutionen nach Artikel 10 Absatz 1 die Qualität der Strahlenschutzausbildungen im Rahmen der Lehrgänge im medizinischen Bereich.
Art. 13 Meldepflicht der Aus- und Fortbildungsinstitutionen
Anbieter von anerkannten Aus- und Fortbildungslehrgängen melden der zuständigen Anerkennungsbehörde spätestens zwei Wochen vor der Durchführung eines anerkannten Lehrgangs:
die Daten eines Aus- oder Fortbildungslehrganges;
Datum und Ort der Abschlussprüfung einer Ausbildung.
Sie melden der zuständigen Anerkennungsbehörde die Personen, die den Lehrgang erfolgreich absolviert haben, und die Daten nach Artikel 179 Absatz 3 StSV.
4. Abschnitt Schlussbestimmungen
Art. 14 Aufhebung eines anderen Erlasses
Die Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung vom 15. September 19986 wird aufgehoben.
Art. 15 Übergangsbestimmungen
Die nach bisherigem Recht anerkannten Ausbildungslehrgänge im Strahlenschutz dürfen bis fünf Jahre nach Inkrafttreten dieser Verordnung begonnen werden. Danach verlieren diese Lehrgänge ihre Anerkennung.
Nach bisherigem Recht erworbene individuelle Ausbildungsnachweise im Strahlenschutz behalten ihre Gültigkeit.
Für Inhaberinnen und Inhaber einer Ausbildung nach bisherigem Recht gelten für den Nachweis einer geforderten Fortbildung ab Inkrafttreten dieser Verordnung die in den Anhängen 1–5 festgelegten Periodizitäten.
Art. 16 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.
Tätigkeiten im Bereich Medizin für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, Tierärztinnen und Tierärzte
(Art. 1 Abs. 2 Bst. a)
Tabelle 1: Notwendige Ausbildung und erlaubte Tätigkeiten
Anwendungsbereich | Notwendige Ausbildung / Praktikum | Erlaubte Tätigkeiten |
|---|---|---|
MA 1
|
|
|
MA 2
|
|
|
MA 3
|
|
|
MA 4
|
|
|
MA 5
|
|
|
MA 6
|
|
|
MA 7
|
|
|
MA 8
|
|
|
MA 9
|
|
|
MA 10 Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie |
|
|
MA 11
|
|
|
MA 12
|
|
|
MA 13
|
|
|
MA 14
|
|
|
MA 15
|
|
|
MA 16
|
|
|
Tabelle 2: Kompetenzen
Die anerkannten Ausbildungslehrgänge stellen sicher, dass die Personen folgende Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen:
a) Die Kompetenzen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 definiert
Kompetenzen / Berufsnummer | MA 1 | MA 2 | MA 3 | MA 4 | MA 5 | MA 6 | MA 7 | MA 8 | MA 9 | MA 10 | MA 11 | MA 12 | MA 13 | MA 14 | MA 15 a) | MA 16 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Radio-Onkologie/Strahlentherapie |
Venerologie | Nuklearmedizin | Radiologie |
|
| Chiropraktik |
| Oto-Rhino-Laryngologie | Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie | Alle Ärztinnen oder Ärzte | Zahnmedizin | Zahnmedizin: erweiterte diagnostische Anwendungen | Veterinärmedizin: Anlagen für diagnostische Anwendungen | Veterinärmedizin: Anwendung von offenen radioaktiven Quellen | Veterinärmedizin: Anlagen für erweiterte Anwendungen | |
Strahlenschutz und medizinische Aspekte | ||||||||||||||||
Optimales therapeutisches oder diagnostisches Verfahren wählen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | |
Therapeutisches oder diagnostisches Verfahren hinsichtlich Dosisminimierung von Patient und Personal optimieren sowie Referenzwerte (Diagnostische Referenzwerte) berücksichtigen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | – | x | x | x | |
Die Einhaltung der Grenzwerte im Strahlenschutz sicherstellen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Publizierte Guidelines betreffend Verschreibungskriterien umsetzen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | – | |
Patient oder Tierhalter über Nutzen und Risiko informieren | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | |
Operationeller Strahlenschutz | ||||||||||||||||
Kontroll- oder Überwachungsbereiche festlegen und die dazugehörigen Massnahmen definieren | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Qualitätskontrollen von medizinischen Anlagen bzw. Radiopharmazeutika durchführen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Radioaktives Material gesetzeskonform lagern | x | – | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Gesetzeskonforme Entsorgung von radioaktiven Abfällen und Abgaben im Abwasser und Luft | – | – | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Störfälle bewältigen und beurteilen, ob Spezialisten hinzugezogen werden müssen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Störfälle und Beinahe-Störfälle auswerten und Massnahmen zur zukünftigen Vermeidung treffen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Strahlenmessung | ||||||||||||||||
Funktionstüchtigkeit der erforderlichen Messgeräte sicherstellen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Strahlenmessungen durchführen und die Messresultate interpretieren | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Material oder Bereiche gesetzeskonform freimessen nach Art. 83 und 106 StSV | – | – | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Aufnahmetechniken und Untersuchungen | ||||||||||||||||
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen | x | – | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit geschlossenen radioaktiven Quellen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen | x | – | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material anwenden | x | – | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit geschlossenen radioaktiven Quellen anwenden | x | – | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen anwenden | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Datenintegrität gewährleisten und Datenverfälschungen verhindern für den Datentransfer bei der Bestrahlungsplanung und Simulation. | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Rechtliche Grundlagen | ||||||||||||||||
Das Bewilligungswesen organisieren und die Korrespondenz mit den zuständigen Behörden sicherstellen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Die Administration der beruflich strahlenexponierten Personen organisieren, die individuelle Dosimetrie der beruflich Strahlenexponierten Personen analysieren und gegebenenfalls notwendige Massnahmen treffen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Betriebsinterne Weisungen erstellen und deren Einhaltung kontrollieren | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Den Bewilligungsinhaber bei Fragen zum Strahlenschutz beraten | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Koordination und Administration | ||||||||||||||||
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten aus- und fortbilden | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten instruieren | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | |
Die Grenzen der eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen im Strahlenschutz kennen und nötigenfalls Spezialisten hinzuziehen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | |
Massnahmen zur Störfallvorsorge festlegen und umsetzen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Die Kommunikationsabläufe und -inhalte bei einem Störfall vorsorglich organisieren | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Ärzte bei der Anschaffung von diagnostischen und therapeutischen Anlagen beraten | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
Tabelle 3: Aus- und Fortbildungsumfang
Berufsnummer | MA 1 | MA 2 | MA 3 | MA 4 | MA 5 | MA 6 | MA 7 | MA 8 | MA 9 | MA 10 | MA 11 | MA 12 | MA 13 | MA 14 | MA 15 b) | MA 16 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
| Nuklearmedizin | Radiologie |
|
| Chiropraktik |
| Oto-Rhino-Laryngologie | Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie | Alle Ärztinnen oder Ärzte | Zahnmedizin | Zahnmedizin: erweiterte diagnostische Anwendungen | Veterinärmedizin: Anlagen für diagnostische Anwendungen | Veterinärmedizin: Anwendung von offenen radioaktiven Quellen | Veterinärmedizin: Anlagen für erweiterte Anwendungen | |
Aus- und Fortbildungsumfang | ||||||||||||||||
Empfohlene Anzahl Unterrichtseinheiten der Ausbildung a) | c) | 8 | c) | c) | 32 | 32 | 32 | 32 | 12 | 8 | 8 | 8 | 32 | 8 | 8 | |
Ausbildung am Arbeits-/Praktikumsplatz | – | – | – | – | d) | d) | d) | – | – | – | – | – | – | c) | e) | |
Geforderte Periodizität der Fortbildung in Jahren | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | |
Anzahl Unterrichtseinheiten einer Fortbildung a) | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | |
Anerkennungspflichtige Fortbildung notwendig | nein | nein | ja f) | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
Es bedeuten:
a): Unterrichtseinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer
b): Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 gegeben
c): Die Ausbildung erfolgt im Rahmen des eidgenössischen Weiterbildungstitels beziehungsweise des eidgenössischen Tierarztdiploms
d): Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen der Erlangung des Fähigkeitsausweises
e): Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen einer entsprechenden Weiterbildung in der Veterinärmedizin
f): Anerkannte Fortbildung nur nötig, wenn Funktion als Strahlenschutz-Sachverständiger ausgeübt wird
Tabelle 4: Aus- und Fortbildungsinhalte
Es bedeuten:
1: Kenntnisse: aufzählen, skizzieren, benennen, beschreiben, darstellen
2: Verständnis: interpretieren, erklären, erläutern, formulieren, präsentieren
3: Anwendung: anwenden, erstellen, lösen, durchführen, berechnen, gestalten, konfigurieren
4: Analyse: auswählen, einteilen, analysieren, vergleichen
5: Bewertung: beurteilen, entscheiden, urteilen, klassifizieren, evaluieren
(Der Vergleich der Gewichtung ist nur innerhalb der Berufsnummern möglich)
a): Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 gegeben
Berufsnummer | MA 1 | MA 2 | MA 3 | MA 4 | MA 5 | MA 6 | MA 7 | MA 8 | MA 9 | MA 10 | MA 11 | MA 12 | MA 13 | MA 14 | MA 15 a) | MA 16 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Radio- Onkologie/ Strahlentherapie |
| Nuklearmedizin | Radiologie |
|
| Chiropraktik |
| Oto-Rhino-Laryngologie | Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie | Alle Ärztinnen oder Ärzte | Zahnmedizin | Zahnmedizin: erweiterte diagnostische Anwendungen | Veterinärmedizin: Anlagen für diagnostische Anwendungen | Veterinärmedizin: Anwendung von offenen radioaktiven Quellen | Veterinärmedizin: Anlagen für erweiterte Anwendungen | |
Ausbildungsinhalte | ||||||||||||||||
Strahlenphysik | ||||||||||||||||
Aufbau der Atome/Nuklidkarte | 2 | 2 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | |
Radioaktive Zerfälle und Strahlenarten | 2 | 2 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Wechselwirkung Strahlung – Materie | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 2 | 4 | 4 | 4 | 4 | |
Dosisbegriffe (zur Strahlenbiologie) | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 2 | 5 | 5 | 4 | 4 | |
Abschirmung und Abschwächung | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Produktion von radioaktivem Material | 1 | 1 | 2 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Funktionsweise eines Beschleunigers | 2 | – | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 2 | |
Funktionsweise einer Röntgenröhre | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | |
Streustrahlung am Patienten | 1 | 1 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 1 | 1 | 3 | 3 | |
Strahlenbiologie/Strahlengefährdung | ||||||||||||||||
Biologische Wirkung ionisierender Strahlung | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 2 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Personen mit erhöhtem Risiko (Personen unter 16 Jahre, schwangere Frauen) | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 2 | 5 | 5 | 3 | 3 | |
Effektive biologische Wirkung (wR) | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Strahlenempfindlichkeit von Organen (wT) | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Strahlenfrüh-/Strahlenspätschäden | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | |
Dosis – Wirkung/Risiko | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 1 | 5 | 5 | 5 | 5 | |
Strahlenexposition der Bevölkerung | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Strahlenschutz und medizinische Aspekte | ||||||||||||||||
Nutzen-Risiko-Überlegungen | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | 5 | 5 | 3 | 3 | |
Rechtfertigung von Untersuchungen / Therapieverfahren sowie individuelle Anwendungen nach Art. 28 und 29 StSV | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | 5 | 5 | 3 | 3 | |
Abschätzen und Optimierung der Patientendosen basierend auf patientenspezifischen Informationen | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 1 | 3 | 3 | – | – | |
Information des Patienten oder des Tierhalters über das strahlenbedingte Risiko | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 1 | 1 | |
Indikationsstellung (ionisierende Strahlung versus Alternativen) | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Überwachung von Untersuchungen | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 1 | 5 | 5 | 5 | 5 | |
Diagnostische Referenzwerte für Patienten | 1 | 1 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 3 | 3 | – | – | 3 | – | – | |
Stand von Wissenschaft und Technik | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Operationeller Strahlenschutz | ||||||||||||||||
Anwendung des Optimierungsprinzips | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 2 | 5 | 5 | 5 | 5 | |
Praktische Anwendung der Strahlenmessgeräte | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Kontroll- und Überwachungsbereiche | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Arbeitsplanung, Arbeitsmethoden und Einsatz von Schutzmitteln | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | – | 5 | 5 | 5 | 5 | |
Qualitätskontrolle | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Lagerung von radioaktivem Material | 3 | – | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Sicherung von radioaktivem Material | 3 | – | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Strahlenschutzmassnahmen für Patient und Personal (insbesondere bei Personen mit erhöhtem Risiko) gegen: | ||||||||||||||||
| 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | – | 4 | 4 | 4 | 4 | |
| 4 | – | 4 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
Persönliche Schutzausrüstung/ Patientenschutz in Theorie und Praxis | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 1 | 4 | 4 | 4 | 4 | |
Dekontamination von Material und Kontrollbereichen | – | – | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Personendekontamination | – | – | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Abfallbehandlung | 2 | – | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Abgabe radioaktiven Materials an die Umwelt | – | – | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Dichtheitsprüfung von geschlossenen radioaktiven Quellen | 1 | 1 | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Wartung, Überprüfung von Sicherheitseinrichtungen | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | – | 2 | 2 | 2 | 2 | |
Verhalten bei Störfällen und medizinischen Strahlenereignissen; Kommunikation | 4 | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 2 | 2 | |
Praxis: Verhalten und Arbeiten in Kontrollbereichen | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | – | 4 | 4 | 4 | 4 | |
Strahlenmessung | ||||||||||||||||
Grundlagen der Strahlenmesstechnik | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Messgerätekunde | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Dosisleistungs- und Ortsdosismessung | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Kontaminationsmessung | 1 | 1 | 3 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | – | – | – | – | |
Inkorporationsüberwachung | – | – | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Personendosismessung (externe Bestrahlung) | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Nuklididentifikation | – | – | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Ermittlung der Organdosis und der effektiven Dosis | 4 | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 2 | 2 | |
Aufnahmetechnik und Untersuchungen | ||||||||||||||||
Röntgengerätekunde berufsspezifische Aspekte | 3 | 3 | 2 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie | 3 | 2 | 3 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 1 | 4 | 4 | 3 | 3 | |
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV im intraoralen Zahnbereich | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 4 | 4 | – | – | |
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV im extraoralen Zahnbereich (Orthopantomografie und Fernröntgen) | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | 4 | – | – | |
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV im extraoralen Zahnbereich ( digitale Volumentomografie) |
|
|
|
|
|
|
|
|
| 4 |
|
| 4 |
|
| |
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im mittleren Dosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie | 3 | 2 | 3 | 4 | 4 | 4 | 4 | 2 | – | – | 1 | – | – | 3 | 3 | |
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Hochdosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie: | ||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
Umgang mit berufsspezifischen therapeutischen Anlagen | 5 | 5 | 1 | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | |
Medizinische Teilchenbeschleuniger, Bestrahlungseinheiten | 3 | – | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | |
Umgang mit offenen radioaktiven Quellen in der Nuklearmedizin (Human- oder Veterinärmedizin) | 1 | – | 5 | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Bildgebende Systeme in der Nuklearmedizin (Human- oder Veterinärmedizin) | 1 | – | 4 | 1 | – | – | – | – | – | – | 1 | – | – | – | – | |
Abbildungsgeometrie und Einstelltechnik | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | – | 4 | 4 | 3 | 3 | |
Bildqualitätsparameter unter Berücksichtigung der Patienten- oder Personaldosen | 2 | 1 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | – | 4 | 4 | 2 | 2 | |
Bildverarbeitungstechnik | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 2 | 2 | |
Datenintegrität gewährleisten und Datenverfälschungen verhindern für den Datentransfer bei der Bestrahlungsplanung und Simulation. | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Archivierung und Lagerung von Bildern | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 2 | 2 | |
Veterinärmedizinisch-diagnostische Aufnahmetechniken in der Radiologie | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 4 | 4 | |
Veterinärmedizinisch–diagnostische Aufnahmetechniken mit CT | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 4 | |
Rechtliche Grundlagen | ||||||||||||||||
Strahlenschutzgesetz/-verordnung | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Technische Verordnungen des Spezialgebietes | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Rechtfertigungs- und Optimierungsprinzip | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Grenz -und Richtwerte | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Richtlinien, Reglemente, Empfehlungen, Normen und Wegleitungen | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Transportvorschriften (SDR/ADR) | – | – | 2 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Bewilligungswesen | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 1 | 4 | 4 | 4 | 4 | |
Internationale Empfehlungen (ICRP, IAEA) | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Koordination und Administration | ||||||||||||||||
Rechtsstellung, Verantwortlichkeiten in Betrieben | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | |
Aufgaben und Pflichten des Strahlenschutz-Sachverständigen | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 1 | 5 | 5 | 5 | 5 | |
Interne Weisungen | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | – | 5 | 5 | 5 | 5 | |
Strahlenschutz-Instruktion von betroffenen Personen | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | – | 5 | 5 | 3 | 3 | |
Strahlenschutz Aus- und Fortbildung des ausbildungspflichtigen Personals | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Benennung, Einstufung und Überwachung beruflich strahlenexponierter Personen | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | |
Störfallvorsorge | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Aufzeichnung, Buchführung und Meldewesen | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | – | 4 | 4 | 4 | 4 |
Tätigkeiten im Bereich medizinische Berufe (ausser Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, Tierärztinnen und Tierärzte) und Handel in der Medizin
(Art. 1 Abs. 2 Bst. b)
Tabelle 1: Notwendige Ausbildung und erlaubte Tätigkeiten
Anwendungsbereich | Notwendige Ausbildung / Praktikum | Erlaubte Tätigkeiten |
|---|---|---|
MP 1
|
|
|
MP 2 Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Bildgebung |
|
|
MP 3
|
|
|
MP 4
|
|
|
MP 5 – Diplomierte Radiologiefachfrauen und -fachmänner HF mit zusätzlicher Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige in der Nuklearmedizin |
|
|
MP 6
|
|
|
MP 7
|
|
|
MP 8
|
|
|
MP 9
|
|
|
MP 10
|
|
|
MP 11
|
|
|
MP 12
|
|
|
MP 13
|
|
|
MP 14
|
|
|
MP 15
|
|
|
MP 16
|
|
|
MP 17
|
|
|
MP 18
|
|
|
Tabelle 2: Kompetenzen
Die anerkannten Ausbildungslehrgänge stellen sicher, dass die Personen folgende Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen:
a): Die Kompetenzen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 definiert.
b): Die Kompetenzen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 19 definiert.
Kompetenzen / Berufsnummer | MP 1 | MP 2 | MP 3 a) | MP 4 | MP 5 | MP 6 | MP 7 | MP 8 | MP 9 | MP 10 | MP 11 | MP 12 | MP 13 | MP 14 | MP 15 | MP 16 | MP 17 | MP 18 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Strahlenphysik | Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Bildgebung | Radiopharmazie | Diplomierte Radiologiefachfrauen HF und Radiologiefachmänner HF | Diplomierte Radiologiefachfrauen HF und Radiologiefachmänner HF mit zusätzlicher Funktion als Sachverständige | Diplomierte Radiologiefachfrauen FH und Radiologiefachmänner FH | Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten | Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten erweiterten Aufnahmetechniken | Übriges medizinisches Personal | Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker | Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker (inklusive DVT) | Dentalassistentinnen und Dentalassistenten | Dentalassistentinnen und Dentalassistenten für die erweiterten Anwendungen | Dentalassistentinnen und Dental-assistenten erweiterten Anwendungen (inklusive DVT) | Diplomiertes Operationsfachpersonal | Tiermedizinische Praxisassistentinnen und tiermedizinische Praxisassistenten | Tiermedizinische Praxisassistent/innen tätig mit offenen radioaktiven Quellen | Handel, Wartung und Installation von medizinischen Röntgenanlagen | |
Strahlenschutz und medizinische Aspekte | ||||||||||||||||||
Optimales therapeutisches oder diagnostisches Verfahren wählen | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Therapeutisches oder diagnostisches Verfahren hinsichtlich Dosisminimierung von Patient und Personal optimieren sowie Referenzwerte (Diagnostische Referenzwerte) berücksichtigen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | ||
Die Einhaltung der Grenzwerte im Strahlenschutz sicherstellen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | ||
Publizierte Guidelines betreffend Verschreibungskriterien umsetzen | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Patient oder Tierhalter über Nutzen und Risiko informieren | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | – | ||
Operationeller Strahlenschutz | ||||||||||||||||||
Kontroll- oder Überwachungs-bereiche festlegen und die dazugehörigen Massnahmen definieren | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | ||
Qualitätskontrollen von medizinischen Anlagen bzw. Radiopharmazeutika durchführen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | ||
Radioaktives Material gesetzeskonform lagern | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Gesetzeskonforme Entsorgung von radioaktiven Abfällen und Abgaben im Abwasser und Luft | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Störfälle bewältigen und beurteilen, ob Spezialisten hinzugezogen werden müssen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Störfälle und Beinahe-Störfälle auswerten und Massnahmen zur zukünftigen Vermeidung treffen | x | x | – | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Strahlenmessung | ||||||||||||||||||
Funktionstüchtigkeit der erforderlichen Messgeräte sicherstellen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | ||
Strahlenmessungen durchführen und die Messresultate interpretieren | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | ||
Material oder Bereiche gesetzeskonform freimessen nach Art. 83 und 106 StSV | x | x | – | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Aufnahmetechniken und Untersuchungen | ||||||||||||||||||
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | |||
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit geschlossenen radioaktiven Quellen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | ||
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | ||
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material anwenden | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | ||
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit geschlossenen radioaktiven Quellen anwenden | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | ||
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen anwenden | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | ||
Datenintegrität gewährleisten und Datenverfälschungen verhindern für den Datentransfer bei der Bestrahlungsplanung und Simulation. | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Rechtliche Grundlagen | ||||||||||||||||||
Das Bewilligungswesen organisieren und die Korrespondenz mit den zuständigen Behörden sicherstellen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | ||
Die Administration der beruflich strahlenexponierten Personen organisieren, die individuelle Dosimetrie der beruflich Strahlenexponierten Personen analysieren und gegebenenfalls notwendige Massnahmen treffen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | x | – | x | ||
Betriebsinterne Weisungen erstellen und deren Einhaltung kontrollieren | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | x | – | x | ||
Den Bewilligungsinhaber bei Fragen zum Strahlenschutz beraten | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x | ||
Koordination und Administration | ||||||||||||||||||
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten aus- und fortbilden | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | x | – | x | ||
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten instruieren | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | ||
Die Grenzen der eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen im Strahlenschutz kennen und nötigenfalls Spezialisten hinzuziehen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | ||
Massnahmen zur Störfallvorsorge festlegen und umsetzen | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Die Kommunikationsabläufe und ‑inhalte bei einem Störfall vorsorglich organisieren | x | x | – | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | ||
Ärzte bei der Anschaffung von diagnostischen und therapeutischen Anlagen beraten | x | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x |
Tabelle 3: Aus- und Fortbildungsumfang
Berufsnummer | MP 1 | MP 2 | MP 3 b) | MP 4 | MP 5 b) | MP 6 | MP 7 | MP 8 | MP 9 | MP 10 | MP 11 | MP 12 | MP 13 | MP 14 | MP 15 | MP 16 | MP 17 c) | MP 18 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Strahlenphysik | Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Bildgebung | Radiopharmazie | Diplomierte Radiologiefachfrauen HF und Radiologiefachmänner HF | Diplomierte Radiologiefachfrauen HF / Radiologiefachmänner HF mit zusätzlicher Funktion als Sachverständige | Diplomierte Radiologiefachfrauen F Hund Radiologiefachmänner FH | Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten | Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten erweiterten Aufnahmetechniken | Übriges medizinisches Personal | Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker | Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker (inklusive DVT) | Dentalassistentinnen und Dentalassistenten | Dentalassistentinnen und Dentalassistenten für die erweiterten Anwendungen | Dentalassistentinnen und Dental-assistenten erweiterten Anwendungen (inklusive DVT) | Diplomiertes Operationsfachpersonal | Tiermedizinische Praxisassistentinnen und tiermedizinische Praxisassistenten | Tiermedizinische Praxisassistent/innen tätig mit offenen radioaktiven Quellen | Handel, Wartung und Installation von medizinischen Röntgenanlagen | |
Aus- und Fortbildungsumfang | ||||||||||||||||||
Empfohlene Anzahl Unterrichtseinheiten der Ausbildung a) | 120 | 80 | 560 | 640 | 160 | 40 | 120 | 120 | 16 | 64 | 4019 | 16 | 2420 | 72 | 40 | |||
Ausbildung am Arbeits-/Praktikumsplatz | d) | d) | e) | e) | e) | f) | g) | e) | i) | e) | h) | i) | – | e) | – | |||
Geforderte Periodizität der Fortbildung in Jahren | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | |||
Anzahl Unterrichtseinheiten einer Fortbildung a) | 8 | 8 | 8 j) | 8 j) | 8 | 8 | 8 | 4 | 8 | 4 | 4 | 8 | 8 | 8 | 8 | |||
Anerkennungspflichtige Fortbildung notwendig | ja | ja | nein | nein k) | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
Es bedeuten:
a): Unterrichtseinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer.
b): Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 gegeben.
c): Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 19 gegeben.
d): Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen der beruflichen Tätigkeit auf dem Gebiet der medizinischen Physik.
e): Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen des formalen Bildungsgangs.
f): 50 testierte Untersuchungen aus dem Bereich Achsenskelett innerhalb 18 Monate.
g): In der Ausbildung ist ein praktischer Teil von mindestens 100 Unterrichtseinheiten enthalten.
h): 30 testierte Orthopantomografien (OPT) und 20 Schädel Untersuchungen innerhalb 6 Monate.
i): 20 testierte DVT Untersuchungen innerhalb 6 Monate.
j): 16 Unterrichtseinheiten beim Umgang mit offenen radioaktiven Quellen in der Nuklearmedizin.
k): Anerkannte Fortbildung nur nötig, wenn Funktion als Strahlenschutz-Sachverständiger ausgeübt wird.
Tabelle 4: Aus- und Fortbildungsinhalte
Es bedeuten:
1: Kenntnisse: aufzählen, skizzieren, benennen, beschreiben, darstellen
2: Verständnis: interpretieren, erklären, erläutern, formulieren, präsentieren
3: Anwendung: anwenden, erstellen, lösen, durchführen, berechnen, gestalten, konfigurieren
4: Analyse: auswählen, einteilen, analysieren, vergleichen
5: Bewertung: beurteilen, entscheiden, urteilen, klassifizieren, evaluieren
(Der Vergleich der Gewichtung ist nur innerhalb der Berufsnummer möglich)
a): Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 gegeben.
b): Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 19 gegeben.
Berufsnummer | MP 1 | MP 2 | MP 3 a) | MP 4 | MP 5 a) | MP 6 | MP 7 | MP 8 | MP 9 | MP 10 | MP 11 | MP 12 | MP 13 | MP 14 | MP 15 | MP 16 | MP 17 b) | MP 18 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Strahlenphysik | Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Bildgebung | Radiopharmazie | Diplomierte Radiologiefachfrauen HF und Radiologiefachmänner HF | Diplomierte Radiologiefachfrauen HF und Radiologiefachmänner HF mit zusätzlicher Funktion als Sachverständige | Diplomierte Radiologiefachfrauen FH und Radiologiefachmänner FH | Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten | Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten erweiterten Aufnahmetechniken | Übriges medizinisches Personal | Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker | Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker (inklusive DVT) | Dentalassistentinnen und Dentalassistenten | Dentalassistentinnen und Dentalassistenten für die erweiterten Anwendungen | Dentalassistentinnen und Dental-assistenten erweiterten Anwendungen (inklusive DVT) | Diplomiertes Operationsfachpersonal | Tiermedizinische Praxisassistentinnen und tiermedizinische Praxisassistenten | Tiermedizinische Praxisassistent/innen tätig mit offenen radioaktiven Quellen | Handel, Wartung und Installation von medizinischen Röntgenanlagen | |
Ausbildungsinhalte | ||||||||||||||||||
Strahlenphysik | ||||||||||||||||||
Aufbau der Atome/ Nuklidkarte | 3 | 3 | 2 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 1 | 2 | 3 | |||
Radioaktive Zerfälle und Strahlenarten | 3 | 3 | 2 | 3 | 1 | – | 1 | 1 | – | 1 | – | – | 1 | 1 | 3 | |||
Wechselwirkung Strahlung – Materie | 4 | 4 | 4 | 4 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 2 | 2 | 3 | |||
Dosisbegriffe (zur Strahlenbiologie) | 5 | 5 | 5 | 5 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 2 | 2 | 5 | |||
Abschirmung und Abschwächung | 5 | 5 | 5 | 5 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 4 | 2 | 5 | |||
Produktion von radioaktivem Material | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Funktionsweise eines Beschleunigers | 5 | 2 | 2 | 2 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Funktionsweise einer Röntgenröhre | 5 | 5 | 3 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 2 | 5 | |||
Streustrahlung am Patienten | 4 | 4 | 3 | 3 | 2 | 3 | 2 | 2 | 2 | – | 2 | 2 | 3 | 3 | 2 | |||
Strahlenbiologie/Strahlengefährdung | ||||||||||||||||||
Biologische Wirkung ionisierender Strahlung | 5 | 5 | 3 | 3 | 2 | 3 | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 2 | 2 | 3 | |||
Personen mit erhöhtem Risiko (Personen unter 16 Jahre, schwangere Frauen) | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 1 | 3 | |||
Effektive biologische Wirkung (wR) | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 1 | 2 | 1 | |||
Strahlenempfindlichkeit von Organen (wT) | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | |||
Strahlenfrüh-/Strahlenspätschäden | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 2 | 2 | 1 | |||
Dosis – Wirkung/Risiko | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 2 | 1 | |||
Strahlenexposition der Bevölkerung | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | 1 | 1 | – | 1 | – | – | 1 | 1 | 1 | |||
Strahlenschutz und medizinische Aspekte | ||||||||||||||||||
Nutzen–Risiko-Überlegungen | 4 | 4 | 2 | 2 | 1 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | |||
Rechtfertigung von Untersuchungen/Therapieverfahren sowie individuelle Anwendungen nach Art. 28 und 29 StSV | 2 | 2 | 2 | 2 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Information des Patienten oder Tierhalter über das strahlenbedingte Risiko | 2 | 2 | 3 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 1 | – | |||
Indikationsstellung (ionisierende Strahlung versus Alternativen) | 1 | 1 | 1 | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Überwachung von Untersuchungen | 1 | 1 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 3 | – | |||
Abschätzen und Optimierung der Patientendosen basierend auf patientenspezifischen Informationen | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | – | – | |||
Diagnostische Referenzwerte für Patienten | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | 3 | – | 1 | |||
Stand von Wissenschaft und Technik | 5 | 5 | 3 | 3 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 3 | |||
Operationeller Strahlenschutz | ||||||||||||||||||
Anwendung des Optimierungsprinzips | 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 2 | |||
Praktische Anwendung der Strahlenmessgeräte | 5 | 5 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 2 | |||
Kontroll- und Überwachungsbereiche | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | |||
Arbeitsplanung, Arbeitsmethoden und Einsatz von Schutzmitteln | 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 4 | |||
Qualitätskontrolle | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 5 | |||
Lagerung von radioaktivem Material | 3 | 3 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Sicherung von radioaktivem Material | 3 | 3 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Strahlenschutzmassnahmen für Patient und Personal (insbesondere bei Personen mit erhöhtem Risiko) gegen: | ||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |||
| 5 | 5 | 3 | 5 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Persönliche Schutzausrüstung/Patientenschutz in Theorie und Praxis | 5 | 5 | 5 | 5 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | |||
Dekontamination von Material und Arbeitsplätzen | 3 | 3 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Personendekontamination | 3 | 3 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Abfallbehandlung | 3 | 3 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Abgabe radioaktiven Materials an die Umwelt | 3 | 3 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Dichtheitsprüfung von geschlossenen radioaktiven Quellen | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Wartung, Überprüfung von Sicherheitseinrichtungen | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 5 | |||
Verhalten bei Störfällen und medizinischen Strahlenereignisse; Kommunikation | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Praxis: Verhalten und Arbeiten in Kontrollbereichen | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | |||
Strahlenmessung | ||||||||||||||||||
Grundlagen der Strahlenmesstechnik | 5 | 5 | 2 | 2 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | – | 2 | 2 | |||
Messgerätekunde | 5 | 5 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 2 | |||
Dosisleistungs- und Ortsdosismessung | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 2 | |||
Kontaminationsmessung | 3 | 3 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Inkorporationsüberwachung | 3 | 3 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Personendosismessung (externe Bestrahlung) | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 1 | |||
Nuklididentifikation | 5 | 5 | 1 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Ermittlung der Organdosis und der effektiven Dosis | 5 | 5 | 4 | 4 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Aufnahmetechnik und Untersuchungen | ||||||||||||||||||
Röntgengerätekunde berufsspezifische Aspekte | 5 | 5 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 5 | |||
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie | 5 | 5 | 4 | 4 | 4 | – | 4 | – | – | – | – | – | 4 | – | 3 | |||
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 im intraoralen Zahnbereich | – | – | – | – | – | – | – | 4 | – | 4 | – | – | – | – | 2 | |||
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 im extraoralen Zahnbereich (Orthopantomografie und Fernröntgen) | – | – | – | – | – | – | – | 4 | – | 1 | 4 | – | – | – | 2 | |||
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 im extraoralen Zahnbereich (digitale Volumentomografie) | – | – | 3 | 3 | – | – | – | 4 | 4 | 1 | – | 4 | – | – | 2 | |||
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im mittleren Dosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie | 5 | 5 | 4 | 4 | – | 4 | – | – | – | – | – | – | 4 | – | 3 | |||
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Hochdosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie: | ||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |||
Umgang mit berufsspezifischen therapeutischen Anlagen | 5 | 2 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | |||
Medizinische Teilchenbeschleuniger, Bestrahlungseinheiten | 5 | 2 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | |||
Umgang mit offenen radioaktiven Quellen in der Nuklearmedizin (Human- oder Veterinärmedizin) | 3 | 3 | 3 | 5 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Bildgebende Systeme in der Nuklearmedizin (Human- oder Veterinärmedizin) | 5 | 5 | 3 | 4 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | |||
Abbildungsgeometrie und Einstelltechnik | 5 | 5 | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | |||
Bildqualitätsparameter unter Berücksichtigung der Patienten- oder Personaldosen | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | |||
Bildverarbeitungstechnik | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | |||
Datenintegrität gewährleisten und Datenverfälschungen verhindern für den Datentransfer bei der Bestrahlungsplanung und Simulation. | 5 | 2 | 1 | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Archivierung und Lagerung von Bildern | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | |||
Veterinärmedizinisch–diagnostische Aufnahmetechniken | – | – | 4 | 4 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 4 | 1 | |||
Veterinärmedizinisch–diagnostische Aufnahmetechniken mit CT | – | – | 4 | 4 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | 1 | |||
Rechtliche Grundlagen | ||||||||||||||||||
Strahlenschutzgesetz/-verordnung | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 1 | 2 | 3 | |||
Technische Verordnungen des Spezialgebietes | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | – | 2 | – | – | 2 | 2 | 3 | |||
Rechtfertigungs– und Optimierungsprinzip | 4 | 4 | 3 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | |||
Grenz –und Richtwerte | 4 | 4 | 3 | 3 | 2 | – | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | |||
Richtlinien, Reglemente, Empfehlungen, Normen und Wegleitungen | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 3 | 3 | |||
Transportvorschriften (SDR/ADR) | 2 | 2 | 1 | 2 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | |||
Bewilligungswesen | 4 | 4 | 4 | 4 | 1 | – | 1 | 1 | – | 1 | – | – | 1 | 1 | 3 | |||
Internationale Empfehlungen (ICRP, IAEA) | 2 | 2 | 1 | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | |||
Koordination und Administration | ||||||||||||||||||
Rechtsstellung, Verantwortlichkeiten in Betrieben | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 | |||
Aufgaben und Pflichten des Strahlenschutz-Sachverständigen | 5 | 5 | 5 | 5 | 1 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 5 | |||
Interne Weisungen | 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 5 | |||
Strahlenschutz-Instruktion von betroffenen Personen | 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 5 | 3 | 5 | |||
Strahlenschutz Aus- und Fortbildung des ausbildungspflichtigen Personals | 5 | 5 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Benennung, Einstufung und Überwachung beruflich strahlenexponierter Personen | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |||
Störfallvorsorge | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | – | 1 | – | – | – | – | – | – | – | 2 | |||
Aufzeichnung, Buchführung und Meldewesen | 4 | 4 | 4 | 4 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 4 |
Tätigkeiten im Bereich Kernanlagen
(Art. 1 Abs. 2 Bst. c)
Tabelle 1: Notwendige Ausbildung und erlaubte Tätigkeiten
Die Aufsichtsbehörde kann in Ausnahmefällen die Teilnahme an Lehrgängen gestatten, obwohl die folgenden Anforderungen nicht erfüllt sind, wenn durch eine entsprechende Vorbildung oder Arbeitserfahrung gleichwertige Voraussetzungen gegeben sind.
Anwendungsbereich | Notwendige Ausbildung / Praktikum | Erlaubte Tätigkeiten |
|---|---|---|
K 1
|
|
|
K 2
|
|
|
K 3
|
|
|
K 4
|
|
|
K 5
|
|
|
K 6
|
|
|
K 7
|
|
|
Tabelle 2: Kompetenzen
Die anerkannten Ausbildungslehrgänge stellen sicher, dass die Personen folgende Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen:
Kompetenzen / Berufsnummer | K 1 | K 2 | K 3 |
|---|---|---|---|
Sachverständige für Kernanlagen | Strahlenschutztechnikerinnen und -techniker | Strahlenschutzfachkräfte | |
Strahlenschutzaspekte | |||
Die Einhaltung der Grenzwerte im Strahlenschutz durch die Erstellung von betriebsinternen allgemeinen Weisungen insbesondere durch Festlegung von Interventionswerten (Warnschwellen) sicherstellen, Aufgabenverteilung im Strahlenschutz dokumentieren | x | – | – |
Für freigabepflichtige Anlagenänderungen sowie komplexe Tätigkeiten eine Strahlenschutzplanung unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips erstellen, inklusive insbesondere der Festlegung der technischen und administrativen Schutz- und Überwachungsmassnahmen, Dosisabschätzung, Festlegung von Dosiszielen und spezifischen Interventionswerten sowie Erstellung tätigkeitsbezogener Weisungen | x | x | – |
Für einfache Tätigkeiten die technischen und administrativen Schutz- und Überwachungsmassnahmen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen | x | x | x |
Operationeller Strahlenschutz | |||
Kontroll- oder Überwachungsbereiche festlegen, den Zonen- und Gebietstypen zuordnen und die dazugehörigen Massnahmen definieren | x | x | x |
Sich im Kontrollbereich strahlenschutzkonform verhalten, tätigkeitsspezifische Schutz- und Überwachungsmassnahmen vorbereiten, Schutzmittel korrekt anwenden, Weisungen einhalten | x | x | x |
Radioaktives Material gesetzeskonform handhaben und lagern | x | x | x |
Den gesetzeskonformen Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung sicherstellen | x | x | x |
Gesetzeskonforme Entsorgung von radioaktiven Abfällen und Abgaben im Abwasser und Luft | x | x | – |
Strahlenmessung | |||
Kalibrierung und Funktionstüchtigkeit der erforderlichen Messgeräte sicherstellen | x | x | x |
Strahlenmessungen im Kontrollbereich (Areal, Anlagen, Systeme, Räume) sowie Personenüberwachung durchführen und die Messresultate interpretieren | x | x | x |
Material oder Bereiche gesetzeskonform freimessen nach Art. 83 und 106 StSV | x | x | x |
Radioaktive Versandstücke gesetzeskonform verpacken | x | x | x |
Störfälle | |||
Massnahmen zur Störfallvorsorge insbesondere zur Vermeidung, Beherrschung, Eindämmung oder Reduzierung der radiologischen Auswirkungen in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen der Kernanlage festlegen | x | – | – |
Die Kommunikationsabläufe und -inhalte bei einem Störfall vorsorglich organisieren | x | – | – |
Abweichungen vom Normalbetrieb erkennen, intervenieren und betriebsintern melden | x | x | x |
Strahlenschutzaufgaben in der Notfallschutzorganisation übernehmen, Sofortmassnahmen durchführen | x | x | x |
Störfälle bewältigen und beurteilen, ob Spezialisten hinzugezogen werden müssen | x | x | – |
Störfälle und Beinahe-Störfälle (auch in anderen Anlagen) auswerten und Massnahmen zur zukünftigen Vermeidung treffen | x | – | – |
Ausreichende Bevorratung an Schutz- und Messmittel für Notfälle sicherstellen | x | x | – |
Rechtliche Grundlagen | |||
Einteilung des Personals und der Besucher der Expositionskategorie (nicht beruflich, beruflich A/B) | x | x | – |
Die Administration der beruflich strahlenexponierten Personen organisieren, die individuelle Dosimetrie der beruflich Strahlenexponierten Personen analysieren und gegebenenfalls notwendige Massnahmen | x | x | x |
Koordination und Administration | |||
Die Korrespondenz mit den zuständigen Behörden sicherstellen, insbesondere die Freigabe-, Melde- und Berichtserstattungspflichten zu Händen des ENSI wahrnehmen | x | x | – |
Den Bewilligungsinhaber sowie das Betriebspersonal in Kernanlagen bei Fragen zum Strahlenschutz beraten | x | x | x |
Die Einhaltung betriebsinterner Weisungen kontrollieren | x | x | x |
Aus- und Fortbildung ausbildungspflichtiger Personen organisieren | x | – | – |
Andere Personen auf dem Betriebsareal dem jeweiligen Gefährdungspotential entsprechend bezüglich der gesundheitlichen Gefährdung, betriebsinterner Weisungen, strahlenschutzgerechtes Verhalten, Arbeitsmethoden, Massnahmen zur Störfallvorsorge und Sofortmassnahmen nach Störfällen instruieren | x | x | x |
Tabelle 3: Aus- und Fortbildungsumfang
Berufsnummer | K 1 b) | K 2 | K 3 |
|---|---|---|---|
Sachverständige für Kernanlagen | Strahlenschutztechnikerinnen und -techniker | Strahlenschutzfachkräfte | |
Aus- und Fortbildungsumfang | |||
Empfohlene Anzahl Unterrichtseinheiten inklusive Praktikum während des Lehrgangs a) | 200 | 480 | 720 |
Empfohlene Dauer des begleiteten Praktikums nach Abschluss des Lehrgangs in mindestens zwei Kernanlagen | 80 h | – | 240 h |
Geforderte Periodizität der anerkannten Fortbildung in Jahren | 3 | 3 | 3 |
Anzahl Unterrichteinheiten einer Fortbildung a) | 16 | 16 | 16 |
Anerkennungspflichtige Fortbildung notwendig | ja | ja | ja |
Es bedeuten:
a): Unterrichteinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer.
b): 12 Monate Berufserfahrung im Strahlenschutz (inkl. derjenigen, welche als Voraussetzung für den Kursbesuch gefordert ist), davon 6 Monate in der Kernanlage, in der die Kandidatinnen/Kandidaten als Strahlenschutz-Sachverständige tätig werden sollen.
Tabelle 4: Aus- und Fortbildungsinhalte
Es bedeuten:
1: Kenntnisse: aufzählen, skizzieren, benennen, beschreiben, darstellen
2: Verständnis: interpretieren, erklären, erläutern, formulieren, präsentieren
3: Anwendung: anwenden, erstellen, lösen, durchführen, berechnen, gestalten, konfigurieren
4: Analyse: auswählen, einteilen, analysieren, vergleichen
5: Bewertung: beurteilen, entscheiden, urteilen, klassifizieren, evaluieren
(Der Vergleich der Gewichtung ist nur innerhalb der Berufsnummer möglich)
a): 12 Monate Berufserfahrung im Strahlenschutz (inkl. derjenigen, welche als Voraussetzung für den Kursbesuch gefordert ist), davon 6 Monate in der Kernanlage, in der die Kandidatinnen/Kandidaten als Strahlenschutz-Sachverständige tätig werden sollen.
Berufsnummer | K 1 a) | K 2 | K 3 |
|---|---|---|---|
Sachverständige für Kernanlagen | Strahlenschutztechnikerinnen | Strahlenschutzfachkräfte | |
Ausbildungsinhalte | |||
Naturwissenschaftliche Grundlagen, Strahlenphysik, radioaktives Material | |||
Aufbau der Atome, Nuklidkarte | 4 | 2 | 2 |
Radioaktive Zerfälle und Strahlenarten | 3 | 3 | 2 |
Grundlagen zu Materie: Aggregatzustände, Werkstoffe, Aerosole | 3 | 3 | 2 |
Chemische Grundlagen: Periodensystem, Bindungen, chemische Reaktionen, Korrosion, Adsorption, Ionenaustausch | 3 | 2 | 2 |
Röntgenstrahlung (Funktionsweise einer Röntgenröhre siehe unten) | 3 | 3 | 2 |
Kernspaltung, n-Moderation, n-Absorption, Kritikalität (Funktionsweise eines Reaktors siehe unten) | 2 | 2 | 1 |
Teilchenstrahlen, direkter Strahl, Kernreaktionen, Sekundärstrahlen (Funktionsweise eines Beschleunigers siehe unten) | 2 | 2 | 1 |
Radioaktives Material: Spaltstoffe, Aktivierungsprodukte, Spaltprodukte, Spallationsprodukte, natürlich vorkommende Radioisotope | 4 | 2 | 2 |
Grössen, Mass-Einheiten, Rechnen: Aktivität, Konzentration, Kontamination | 4 | 3 | 3 |
Arten radioaktiver Quellen: offen, geschlossen, leicht flüchtig, feste Matrix, inaktive Hülle | 5 | 3 | 3 |
Wechselwirkung Strahlung – Materie | 3 | 3 | 2 |
Abschirmung, Abschwächung, Streuung, Bremsstrahlung | 4 | 3 | 2 |
Dosisbegriffe: Energiedosis, Organ-Äquivalentdosis, effektive Dosis, Ortsdosis, Dosiskonversionsfaktoren | 4 | 2 | 2 |
Materialverhalten unter Strahlenbelastung | 4 | 2 | 2 |
Expositionspfade | |||
Direktstrahlung, Streustrahlung, Aufbaufaktor, Berechnung der Dosisleistung aus Aktivitätsverteilung, Submersion, Bodenstrahlung | 5 | 3 | 3 |
Atmosphärische und aquatische Ausbreitung radioaktiver Stoffe, Radioökologie, Transferfaktoren | 4 | 2 | 2 |
Inkorporation, Ingestion, Inhalation, Wundkontamination, Hautkontamination | 4 | 2 | 2 |
Strahlenbiologie/Strahlengefährdung | |||
Aufbau und Funktionsweise von Zellen | 2 | 1 | 1 |
Biologische Wirkung ionisierender Strahlung | 2 | 1 | 1 |
Strahlenfrüh-/Strahlenspätschäden | 2 | 1 | 1 |
Personen mit erhöhtem Risiko (Personen unter 16 Jahre, schwangere Frauen) | 2 | 1 | 1 |
Effektive biologische Wirkung (wR) | 3 | 2 | 1 |
Strahlenempfindlichkeit von Organen (wT) | 3 | 2 | 1 |
Dosisbegriffe: Personen-Tiefendosis, Personen-Oberflächendosis, Äquivalentdosis, effektive Dosis, effektive Folgedosis | 4 | 3 | 2 |
Dosis – Wirkung/Risiko | 3 | 2 | 2 |
Strahlenexposition der Bevölkerung | 2 | 1 | 1 |
Strahlenschutz-Prinzipien und -Auslegung | |||
Rechtfertigungs- und Optimierungsprinzip | 5 | 5 | 3 |
Grenz -und Richtwerte zum Schutz des Personals | 5 | 5 | 3 |
Grenz -und Richtwerte zum Schutz der Bevölkerung | 5 | 3 | 2 |
Kontroll- und Überwachungsbereiche, Zonen-, Gebiets- und Arbeitsbereichstypen | 5 | 3 | 3 |
Zonen-, Barrieren- und Abschirmungs-/Schliesskonzept | 5 | 4 | 3 |
Überwachungskonzepte | 5 | 4 | 3 |
Dekontaminationsverfahren | 4 | 3 | 3 |
Abfallbehandlung | 4 | 3 | 3 |
Abgabe radioaktiven Materials an die Umwelt | 5 | 4 | 2 |
Umgang mit radioaktiven Quellen für Prüf- und Kalibrierzwecke | 5 | 4 | 3 |
Wartung und Überprüfung von Schutzmittel und Sicherheitseinrichtungen | 4 | 3 | 3 |
Transport von radioaktivem Material | 4 | 3 | 3 |
Qualitätssicherung im Strahlenschutz | 5 | 3 | 3 |
Operationeller Strahlenschutz | |||
Strahlenschutzplanung: Zweck, Aufbau und Inhalt | 5 | 4 | 3 |
Dosisabschätzung im Normalbetrieb und Gefahrenanalyse bei Abweichungen | 5 | 4 | 3 |
Technische Schutzmassnahmen | 5 | 4 | 4 |
Persönliche Schutzmittel | |||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Administrative Schutzmassnahmen: | |||
Anwendung des Optimierungsprinzips (Variantenvergleich) | 5 | 5 | 4 |
Schnittstellen zu Arbeitssicherheit, Brandschutz, Objektschutz | 3 | 3 | 3 |
Operationelle Überwachungsmassnahmen | |||
Auswahl und praktische Anwendung der Strahlenmessgeräte zur Freigabe und Überwachung von Arbeitsplätzen in den Kontrollbereichen | 5 | 5 | 5 |
Auswahl und praktische Anwendung der Messverfahren zur Überwachung von Personendosen | 5 | 3 | 3 |
Auswahl und praktische Anwendung der Messverfahren zur Inaktiv-Freimessung von Materialien und zur Freigabe von Kontrollbereichen | 5 | 3 | 3 |
Dosisplanungsziele, Warn- oder Interventionsschwellen | 5 | 4 | 3 |
Verpackung und Lagerung von radioaktivem Material | 4 | 4 | 3 |
Dekontamination mit anschliessender Freimessung | 4 | 4 | 4 |
Dokumentation: Protokolle, Strahlenschutz-Journale, computer-basierte Informationssysteme | 4 | 3 | 3 |
Strahlenmessung | |||
Grundlagen der Strahlenmesstechnik | 4 | 2 | 2 |
Messgerätekunde | 5 | 3 | 3 |
Messverfahren, Ansprechvermögen, Messfehler, Untergrundkorrektur, Nachweisgrenze, Kalibrierfaktoren | 5 | 4 | 3 |
Signalübermittlung, Alarm- und Warnschwellen, akustische und visuelle Alarmsignalisierung, Messwertaufzeichnung | 4 | 4 | 2 |
Dosisleistungs- und Ortsdosismessung | 5 | 5 | 5 |
Aktivitätsbestimmung, Luft- und Oberflächenkontaminationsmessung | 5 | 3 | 3 |
Suche nach radioaktivem Material | 3 | 3 | 3 |
Nuklididentifikation | 4 | 3 | 2 |
Inkorporationsüberwachung | 4 | 3 | 2 |
Überwachung der externen Personendosis | 5 | 3 | 3 |
Personenkontaminationsmessung | 5 | 3 | 3 |
Ermittlung der Extremitäten-, Augenlinsen-, und Organdosis sowie der effektiven Dosis | 3 | 3 | 2 |
Messgerätewartung, Funktionsprüfungen | 3 | 3 | 2 |
Anlagentechnik und Betrieb | |||
Aufbau und Funktion von Kernkraftwerken, wichtigste Typen, Vor- und Nachteile, Besonderheiten | 4 | 2 | 2 |
Normalbetrieb von Kernkraftwerken | 4 | 2 | 2 |
Aufbau und Funktion Heisses Labor: Kapellen, Handschuhboxen, Heisse Zellen | 4 | 2 | 2 |
Aufbau und Funktion Konditionierungsanlagen und Zwischenlager | 4 | 2 | 2 |
Aufbau und Funktion Röntgenanlage | 2 | 2 | 2 |
Aufbau und Funktion einer Beschleunigeranlage | 2 | 2 | 2 |
Störfälle | |||
Störfallvorsorge | 4 | 3 | 2 |
Störfallbeherrschung | 4 | 3 | 2 |
Auswirkungen von Störfällen im Kernkraftwerk | 4 | 3 | 2 |
Sofortmassnahmen | 4 | 3 | 3 |
Auswirkungen von Störfällen ausserhalb des Kernkraftwerks, Ausbreitungspfade, Notfallmassnahmen | 4 | 2 | 2 |
Rechtliche Grundlagen | |||
Strahlenschutzgesetz/-verordnung | 4 | 3 | 2 |
Kernenergiegesetz/-verordnung | 4 | 2 | 1 |
Technische Verordnungen des Spezialgebietes (Dosimetrieverordnung, Messmittelverordnung, etc.) | 4 | 3 | 3 |
Richtlinien, Reglemente, Bewilligungs- und Freigabeauflagen, Empfehlungen, Normen und Wegleitungen | 4 | 3 | 3 |
Transportvorschriften (SDR/ADR) | 4 | 2 | 2 |
Internationale Vereinbarung und Empfehlungen (ICRP, IAEA, WANO, OSPAR, ISOE, VGB, Fachverband für Strahlenschutz, etc.) | 4 | 3 | 1 |
Koordination und Administration | |||
Rechtsstellung, Verantwortlichkeiten in Betrieben | 5 | 2 | 2 |
Aufgaben, Pflichten und Befugnisse des Strahlenschutz-Sachverständigen, der -Techniker und Fachkräfte | 5 | 2 | 2 |
Aufbau und Aufgabenverteilung der betriebsinternen Strahlenschutzorganisation | 5 | 4 | 2 |
Bewilligungs-, Freigabe-, Melde- und Berichterstattungspflichten | 5 | 4 | 2 |
Interne Reglemente, interne Weisungen, Technische Spezifikationen, technische Dokumentation | 5 | 4 | 3 |
Strahlenschutz-Instruktion von Betriebspersonal und Besuchern | 4 | 4 | 3 |
Strahlenschutz Aus- und Fortbildung des ausbildungspflichtigen Personals | 5 | 3 | 1 |
Benennung, Einstufung und Überwachung beruflich strahlenexponierter Personen inkl. medizinischer Untersuchung | 5 | 5 | 3 |
Aufzeichnung, Buchführung und internes Meldewesen | 5 | 5 | 3 |
Führung von Personal und Arbeitsgruppen | 4 | 3 | 2 |
Projektmanagement und Projektmitarbeit | 4 | 4 | 1 |
Tätigkeiten in den Bereichen Industrie, Gewerbe, Lehre, Forschung und Transport
(Art. 1 Abs. 2 Bst. d)
Tabelle 1: Notwendige Ausbildung und erlaubte Tätigkeiten
Anwendungsbereich | Notwendige Ausbildung / Praktikum | Erlaubte Tätigkeiten |
|---|---|---|
I 1
|
|
|
I 2
|
|
|
I 3
|
|
|
I 4
|
|
|
I 5
|
|
|
I 6
|
|
|
I 7
|
|
|
I 8
|
|
|
I 9
|
|
|
I 10
|
|
|
I 11
|
|
|
I 12
|
|
|
I 13
|
|
|
I 14
|
|
|
I 15
|
|
|
I 16
|
|
|
I 17
|
|
|
I 18
|
|
|
I 19
|
|
|
I 20
|
|
|
Tabelle 2: Kompetenzen
Die anerkannten Ausbildungslehrgänge stellen sicher, dass die Personen folgende Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen:
Kompetenzen / Berufsnummer | I 1 | I 2 | I 3 | I 4 | I 5 | I 6 | I 7 | I 8 | I 9 | I 10 | I 11 | I 12 | I 13 | I 14 | I 15 | I 16 | I 17 | I 18 | I 19 | I 20 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
SV in einem Arbeitsbereich B/C | SV mit offenem radioaktiven Material mit geringem Gefährdungspotential | SV bei der Materialprüfung | SV beim Umgang mit geschlossenen radio-aktiven Quellen und Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV beim Handel und Versand von radioaktiven Quellen | SV bei der Kontrolle auf Vorhandensein von radioaktivem Material | SV beim Umgang mit Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV bei der Verwendung von handgehaltenen Röntgenanlagen mit geringer Leistung | SV beim Einsatz von Anlagen mit Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV beim Einsatz von geschlossenen radioaktiven Quellen mit geringem Gefährdungspotential | SV beim Transport von radioaktivem Material | SV bei der Vermittlung von Fremdpersonal | SV beim Umgang mit NORM | SV bei erhöhter Radonexposition | SV bei Lehrtätigkeiten an Lehranstalten | Fahrzeugführer von radioaktivem Material gemäss SDR | Fahrzeugführer von radioaktivem Material gemäss ADR | Laborleiter | Laborpersonal | Radonfachperson | |
Operationeller Strahlenschutz | ||||||||||||||||||||
Die Einhaltung der Grenzwerte im Strahlenschutz sicherstellen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | – | x |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material unter Berücksichtigung des Optimierungs-Prinzips festlegen und überwachen | x | x | x | x | x | x | – | – | – | x | x | – | x | – | x | – | – | x | x | – |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit geschlossenen radioaktiven Quellen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen | x | x | x | x | x | x | – | – | – | x | x | – | x | – | x | x | x | x | x | – |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungs-Prinzips festlegen und überwachen | – | – | x | x | – | x | x | x | x | – | – | – | – | – | x | – | – | – | – | – |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material anwenden | x | x | x | x | x | x | – | – | – | x | x | – | x | – | x | x | x | x | x | – |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit geschlossenen radioaktiven Quellen anwenden | x | x | x | x | x | x | – | – | – | x | x | – | x | – | x | x | x | x | x | – |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen anwenden | – | – | x | x | – | x | x | x | x | – | – | – | – | – | x | – | – | – | – | – |
Kontroll- oder Überwachungsbereiche festlegen und die dazugehörigen Massnahmen definieren | x | x | x | x | – | x | x | x | – | – | – | – | x | x | x | – | – | – | – | – |
Radioaktives Material gesetzeskonform lagern | x | x | x | x | x | x | – | – | – | x | x | – | x | – | x | – | – | x | – | – |
Gesetzeskonforme Entsorgung von radioaktiven Abfällen und Abgaben im Abwasser und Luft | x | x | x | x | x | x | – | – | – | x | – | – | x | – | x | – | – | – | – | – |
Störfälle bewältigen und beurteilen, ob Spezialisten hinzugezogen werden müssen. | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | – | x | – | x | x | x | x | x | – |
Störfälle und Beinahe-Störfälle auswerten und entsprechende Massnahmen zur zukünftigen Vermeidung treffen | x | – | x | x | – | x | x | – | – | – | x | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
Strahlenmessung | ||||||||||||||||||||
Funktionstüchtigkeit der erforderlichen Messgeräte sicherstellen | x | x | x | x | x | x | x | – | – | – | x | – | x | x | x | – | – | x | x | x |
Strahlenmessungen durchführen und die Messresultate interpretieren | x | x | x | x | x | x | x | – | – | – | x | – | x | x | x | x | – | x | x | x |
Material oder Bereiche gesetzeskonform freimessen nach Art. 83 und 106 StSV | x | x | – | – | – | x | – | – | – | – | x | – | – | – | x | – | – | x | x | – |
Die Radonproblematik und die Schutzstrategie in der Schweiz erklären | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x |
Auf dem Stand der Technik bezüglich Radonschutzmassnahmen bei Neu- und Umbauten beraten | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x |
Radonsanierungsprozesse nach dem Stand der Technik planen und durchführen | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | x |
Rechtliche Grundlagen | ||||||||||||||||||||
Das Bewilligungswesen organisieren und die Korrespondenz mit den zuständigen Behörden sicherstellen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – |
Die Administration der beruflich strahlenexponierten Personen organisieren, die individuelle Dosimetrie der beruflich Strahlenexponierten Personen analysieren und gegebenenfalls notwendige Massnahmen treffen | x | – | x | x | – | – | x | – | – | – | x | x | x | x | – | – | – | – | – | – |
Betriebsinterne Weisungen erstellen und deren Einhaltung kontrollieren | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | – | – | – | – |
Den Bewilligungsinhaber bei Fragen zum Strahlenschutz beraten | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | – | – | – | – | – |
Koordination und Administration | ||||||||||||||||||||
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten instruieren oder aus- und fortbilden | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | – | x | – | – |
Die Grenzen der eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen im Strahlenschutz kennen und nötigenfalls Spezialisten hinzuziehen | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | x | x | x | x | x | – |
Massnahmen zur Störfallvorsorge festlegen und umsetzen | x | x | x | x | x | x | x | x | – | x | x | – | x | – | x | x | x | x | x | – |
Die Kommunikationsabläufe und -inhalte bei einem Störfall vorsorglich organisieren | x | – | x | x | x | x | – | – | – | – | x | – | x | – | – | – | – | – | – | – |
Tabelle 3: Aus- und Fortbildungsumfang
Berufsnummer | I 1 | I 2 | I 3 | I 4 | I 5 | I 6 | I 7 | I 8 | I 9 | I 10 | I 11 | I 12 | I 13 | I 14 | I 15 | I 16 | I 17b) | I 18 | I 19 | I 20 |
SV in einem Arbeitsbereich B/C | SV mit offenem radioaktiven Material mit geringem Gefährdungspotential | SV bei der Materialprüfung | SV beim Umgang mit geschlossenen radio-aktiven Quellen und Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV beim Handel und Versand von radioaktiven Quellen | SV bei der Kontrolle auf Vorhandensein von radioaktivem Material | SV beim Umgang mit Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV bei der Verwendung von handgehaltenen Röntgenanlagen mit geringer Leistung | SV beim Einsatz von Anlagen mit Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV beim Einsatz von geschlossenen radioaktiven Quellen mit geringem Gefährdungspotential | SV beim Transport von radioaktivem Material | SV bei der Vermittlung von Fremdpersonal | SV beim Umgang mit NORM | SV bei erhöhter Radonexposition | SV bei Lehrtätigkeiten an Lehranstalten | Fahrzeugführer von radioaktivem Material gemäss SDR | Fahrzeugführer von radioaktivem Material gemäss ADR | Laborleiter | Laborpersonal | Radonfachperson | |
Aus- und Fortbildungsumfang | ||||||||||||||||||||
Empfohlene Anzahl Unterrichtseinheiten der Ausbildung a) | 80 | 24 | 40 | 24 | 24 | 24 | 16 | 8 | 8 | 8 | 16 | 8 | 16 | 16 | 8 | 16 | 24 | 40 | 32 | |
Geforderte Periodizität der Fortbildung in Jahren | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | – | – | – | 5 | – | – | 5 | – | 5 | 5 | 5 | 5 | |
Anzahl Unterrichteinheiten einer Fortbildung a) | 16 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | – | – | – | 8 | – | – | 8 | – | 16 | 8 | 8 | 8 | |
Anerkennungspflichtige Fortbildung notwendig | ja c) | nein | ja | nein | nein | nein | nein | – | – | – | nein | – | – | nein | – | ja | ja | nein | nein | nein |
Es bedeuten:
a): Unterrichtseinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer.
b): Die in der ADR festgelegten Anforderungen an die Ausbildungsdauer, die Lernhinhalte und die Fortbildung sind zu berücksichtigen.
c): Anerkannte Fortbildung nur nötig, wenn Funktion als Strahlenschutz-Sachverständiger ausgeübt wird.
Tabelle 4: Aus- und Fortbildungsinhalte
Es bedeuten:
1: Kenntnisse: aufzählen, skizzieren, benennen, beschreiben, darstellen
2: Verständnis: interpretieren, erklären, erläutern, formulieren, präsentieren
3: Anwendung: anwenden, erstellen, lösen, durchführen, berechnen, gestalten, konfigurieren
4: Analyse: auswählen, einteilen, analysieren, vergleichen
5: Bewertung: beurteilen, entscheiden, urteilen, klassifizieren, evaluieren
(Der Vergleich der Gewichtung ist nur innerhalb der Berufsnummer möglich)
a): Die in der ADR festgelegten Anforderungen an die Ausbildungsdauer, die Lernhinhalte und die Fortbildung sind zu berücksichtigen.
Berufsnummer | I 1 | I 2 | I 3 | I 4 | I 5 | I 6 | I 7 | I 8 | I 9 | I 10 | I 11 | I 12 | I 13 | I 14 | I 15 | I 16 | I 17 a) | I 18 | I 19 | I 20 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
SV in einem Arbeitsbereich B/C | SV mit offenem radioaktiven Material mit geringem Gefährdungspotential | SV bei der Materialprüfung | SV beim Umgang mit geschlossenen radio-aktiven Quellen und Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV beim Handel und Versand von radioaktiven Quellen | SV bei der Kontrolle auf Vorhandensein von radioaktivem Material | SV beim Umgang mit Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV bei der Verwendung von handgehaltenen Röntgenanlagen mit geringer Leistung | SV beim Einsatz von Anlagen mit Voll- und Teilschutzeinrichtung | SV beim Einsatz von geschlossenen radioaktiven Quellen mit geringem Gefährdungspotential | SV beim Transport von radioaktivem Material | SV bei der Vermittlung von Fremdpersonal | SV beim Umgang mit NORM | SV bei erhöhter Radonexposition | SV bei Lehrtätigkeiten an Lehranstalten | Fahrzeugführer von radioaktivem Material gemäss SDR | Fahrzeugführer von radioaktivem Material gemäss ADR | Laborleiter | Laborpersonal | Radonfachperson | |
Ausbildungsinhalte | ||||||||||||||||||||
Strahlenphysik | ||||||||||||||||||||
Aufbau der Atome/Nuklidkarte | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Radioaktive Zerfälle und Strahlenarten | 3 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | – | – | – | 1 | 2 | 1 | 2 | 2 | 1 | 1 | 3 | 1 | 2 | |
Wechselwirkung Strahlung – Materie | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Dosisbegriffe | 2 | 1 | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | 1 | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 | |
Abschirmung und Abschwächung | 4 | 2 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 1 | 2 | – | 1 | – | 2 | 1 | 2 | 2 | 1 | |
Produktion / Herstellung von radioaktivem Material | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | – | – | – | – | – | |
Funktionsweise Röntgenröhre/Beschleuniger | – | – | 3 | 3 | – | – | 3 | 1 | 1 | – | – | – | – | – | 2 | – | – | – | – | |
Strahlenbiologie/Strahlengefährdung | ||||||||||||||||||||
Biologische Wirkung ionisierender Strahlung | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Strahlenfrühschäden/ Strahlenspätschäden | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 2 | |
Personen mit erhöhtem Risiko (Personen unter 16 Jahre, schwangere Frauen) | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 2 | |
Dosis – Wirkung/Risiko | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | – | – | – | 1 | |
Strahlenexposition der Bevölkerung | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 2 | |
Radonproblematik und -schutz bei Um- und Neubauten | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 5 | |
Operationeller Strahlenschutz | ||||||||||||||||||||
Anwendung des Optimierungsprinzips | 5 | 2 | 3 | 4 | 4 | – | – | – | – | – | 1 | – | – | – | 2 | 1 | 2 | – | 2 | |
Praktische Anwendung der Strahlenmessgeräte | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | – | – | – | 4 | – | 4 | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 | 4 | |
Kontroll- und Überwachungsbereiche | 5 | 2 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | – | – | – | 1 | 2 | 2 | 2 | – | 3 | 1 | 1 | |
Arbeitsplanung, Arbeitsmethoden und Einsatz von Schutzmitteln | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | 3 | 3 | 3 | – | 4 | 3 | – | |
Handhabung von radioaktivem Material | 5 | 3 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | – | – | 1 | 3 | – | 3 | – | 1 | 3 | 3 | 3 | – | |
Lagerung von radioaktivem Material | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | 2 | 3 | – | 3 | – | 3 | – | 3 | 1 | – | |
Sicherung von radioaktiven Material | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | 3 | 3 | – | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | – | |
Persönliche Schutzmassnahmen; persönliche Schutzausrüstungen | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 2 | 1 | 1 | 3 | 1 | 3 | 2 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | |
Technische Schutzmassnahmen | 4 | 1 | 3 | 1 | 1 | – | 3 | 1 | 3 | 1 | 1 | – | 3 | 3 | 1 | – | 3 | 3 | – | |
Dekontamination von Material und Arbeitsplätzen | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | – | 3 | – | – | – | 3 | 3 | – | |
Personendekontamination | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | – | – | – | 3 | 3 | – | |
Abfallbehandlung | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | 3 | – | – | 3 | 1 | 2 | – | 3 | 3 | – | |
Abgabe radioaktiven Materials an die Umwelt | 4 | 4 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | – | – | – | 3 | 3 | – | |
Dichtheitsprüfung von geschlossenen radioaktiven Quellen | 3 | – | 1 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | – | – | – | – | |
Wartung, Überprüfung Sicherheitseinrichtungen | 3 | – | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | – | 1 | – | – | – | – | 1 | – | – | – | |
Verhalten bei Störfällen; Kommunikation | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | 5 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | 3 | 3 | – | |
Praxis: Verhalten und Arbeit in Kontrollbereichen | 4 | 4 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 4 | 3 | – | |
Verpackung und Transport von radioaktivem Material | 1 | 1 | – | 1 | 3 | 1 | – | – | – | – | 4 | – | 1 | – | – | 3 | – | – | – | |
Praxis: Radonschutzmassnahmen in Neubauten und bei Renovationen | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 5 | |
Bestandsaufnahme der Radonsituation für ein belastetes Gebäude und Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 5 | |
Besichtigung von radonsanierten Gebäuden | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 5 | |
Strahlenmessung | ||||||||||||||||||||
Grundlagen der Strahlenmesstechnik | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | – | – | 1 | – | 1 | 1 | 1 | – | 1 | 1 | 1 | |
Gerätekunde (Energieabhängigkeit, …) | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 2 | 4 | – | – | – | 4 | – | 2 | 2 | 1 | – | 3 | 1 | 1 | |
Dosisleistungs- und Ortsdosismessung | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | – | – | 1 | – | 1 | – | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Kontaminationsmessung | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | – | – | – | 1 | – | 1 | – | – | 1 | 1 | 1 | 1 | |
Inkorporationsüberwachung | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | 1 | – | – | 1 | 1 | 1 | |
Personendosismessung | 1 | – | 1 | 1 | – | – | 1 | – | – | – | 1 | – | 1 | – | 1 | – | 1 | 1 | 1 | |
Nuklididentifikation | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | – | – | – | – | – | – | – | – | |
Ermittlung der effektiven Dosis | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | 3 | – | – | 1 | – | 1 | |
Rechtliche Grundlagen | ||||||||||||||||||||
Strahlenschutzgesetz/-verordnung | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 3 | 1 | 3 | |
Technische Verordnungen des Spezialgebietes | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 3 | – | 1 | 3 | 1 | – | |
Rechtfertigungs- und Optimierungsprinzip | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 3 | 1 | 3 | 3 | 3 | – | 3 | 1 | 3 | |
Grenz- und Richtwerte | 2 | 2 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 2 | 3 | 2 | 1 | 1 | 1 | 3 | |
Richtlinien, Reglemente, Empfehlungen, Normen und Wegleitungen | 2 | – | 1 | 2 | 2 | 2 | – | – | – | – | – | – | 1 | 1 | – | – | – | – | 3 | |
Transportvorschriften (SDR/ADR) | 1 | 1 | – | 1 | 3 | 1 | – | – | – | – | 3 | – | – | – | – | 3 | 1 | – | – | |
Bewilligungswesen | 4 | 4 | 3 | 4 | 4 | 4 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 4 | – | 1 | 1 | – | |
Internationale Empfehlungen (ICRP, IAEA) | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | – | – | – | – | 1 | – | 1 | 1 | 1 | – | 1 | – | 1 | |
Koordination und Administration | ||||||||||||||||||||
Rechtstellung, Verantwortlichkeiten in Betrieben | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | |
Aufgaben und Pflichten des Strahlenschutz-Sachverständigen | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | |
Interne Weisungen | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | – | – | – | – | |
Strahlenschutz-Instruktion von betroffenen Personen | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | – | – | – | 3 | |
Strahlenschutz, Aus- und Fortbildung des ausbildungspflichtigen Personals | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | – | – | – | – | |
Benennung, Einstufung und Überwachung beruflich strahlenexponierter Personen | 3 | – | 3 | 3 | – | – | 3 | – | – | – | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | |
Störfallvorsorge | 5 | 3 | 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | 3 | – | – | – | 3 | 3 | 3 | 3 | – | |
Aufzeichnung, Buchführung und Meldewesen | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | – | – | – | – |
Tätigkeit von Personen, die im Stör- oder Notfall Umgang mit ionisierender Strahlung haben, dieser ausgesetzt sein können oder den Umgang damit planen oder anordnen oder die kritische Infrastrukturen betreiben oder öffentliche Dienste erbringen.
(Art. 1 Abs. 2 Bst. e)
Zu den Personen, die durch Ihrer Tätigkeiten im Stör- oder Notfall Umgang mit ionisierender Strahlung haben, dieser ausgesetzt sein können oder den Umgang damit planen oder anordnen oder die kritische Infrastrukturen betreiben oder öffentliche Dienste erbringen, gehören Personen:
in Behörden
in Verwaltungen
bei der Polizei
bei der Feuerwehr
bei dem santitätsdienstlichen Rettungswesen
im Zivilschutz
in der Armee
in Organisationen und Unternehmen
Tabelle 1: Notwendige Ausbildung und erlaubte Tätigkeiten
Anwendungsbereich | Notwendige Ausbildung / Praktikum | Erlaubte Tätigkeiten |
|---|---|---|
N 1
|
|
|
N 2
|
|
|
N 3
|
|
|
N 4
|
|
|
N 5
|
|
|
N 6
|
|
|
Tabelle 2: Kompetenzen
Die anerkannten Ausbildungslehrgänge für N1-N4, die Ausbildung für N5 sowie die Instruktion für N6 stellen sicher, dass die Personen folgende Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen:
a): Die Kompetenzen werden im Notfall vor dem Einsatz in Form einer Instruktion vermittelt.
Kompetenzen / Berufsnummer | N 1 | N 2 | N 3 | N 4 | N 5 | N 6 a) |
|---|---|---|---|---|---|---|
Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Führung und Führungsunterstützung | Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Einsatz | Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Ausbildung und Instruktion von Einsatzkräften und verpflichteten Personen | Spezialisierte Einsatzkräfte Strahlenschutz | Einsatzkräfte | verpflichtete Personen | |
Strahlenschutzaspekte | ||||||
Die Einhaltung der Grenzwerte sicherstellen | x | x | – | x | – | – |
Bewerten des Risikos eines geplanten Einsatzes bei Gefährdung durch ionisierende Strahlung, um unangemessene Risiken zu vermeiden und Massnahmen anzuordnen | x | x | – | – | – | – |
Operationeller Strahlenschutz | ||||||
Einsätze bei Gefährdung durch ionisierende Strahlung führen | x | x | – | – | – | – |
Beurteilen der lokalen radiologischen Situation/Lage und der dadurch entstehenden Risiken | x | x | – | – | – | – |
Kontroll- oder Überwachungsbereiche festlegen und die dazugehörigen Massnahmen definieren | x | x | – | – | – | – |
Beherrschen der Grundsätze beim Umgang mit Verletzten und insbesondere der Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzen (MANV) nach radioaktivem Störfall. | x | x | x | x | – | – |
Funktionstüchtigkeit der Strahlenschutzausrüstung sicherstellen | x | x | x | x | x | x |
Gefährdung durch ionisierende Strahlung am Einsatzort erkennen und entsprechend reagieren | x | x | – | x | x | x |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material oder Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips anwenden | x | x | x | x | x | x |
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material oder Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen | x | x | – | – | – | – |
Radioaktives Material bergen und handhaben | x | x | – | x | – | – |
Radioaktives Material gesetzeskonform lagern | x | x | x | – | – | – |
Gesetzeskonforme Entsorgung von radioaktiven Abfällen und Abgaben im Abwasser und Luft | x | x | – | – | – | – |
Störfälle bewältigen und beurteilen, ob Spezialisten hinzugezogen werden müssen | x | x | – | – | – | – |
Störfälle und Beinahe-Störfälle evaluieren | x | x | – | – | – | – |
Strahlenmessung | ||||||
Strahlenmessungen durchführen und die Messresultate interpretieren | x | x | x | x | – | – |
Funktionstüchtigkeit von erforderlichen Messgeräten sicherstellen | x | x | x | x | – | – |
Material oder Bereiche gesetzeskonform freimessen nach Art. 83 und 106 StSV | x | x | – | – | – | – |
Rechtliche Grundlagen | ||||||
Die Administration der beruflich strahlenexponierten Personen organisieren, die individuelle Dosimetrie der beruflich Strahlenexponierten Personen analysieren und gegebenenfalls notwendige Massnahmen treffen | x | x | – | – | – | – |
Betriebsinterne Weisungen erstellen, anwenden und deren Einhaltung kontrollieren | x | x | x | – | – | – |
Die verantwortliche Stellen, Dritte bei Fragen des Strahlenschutzes beraten und angemessene Massnahmen vorschlagen. | x | x | x | – | – | – |
Koordination und Administration | ||||||
Korrespondenz mit den zuständigen Behörden sicherstellen | x | x | x | – | – | – |
Die Kommunikationsabläufe und -inhalte bei einem Störfall vorsorglich organisieren | x | – | – | – | – | – |
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten aus- und fortbilden | x | x | x | – | – | – |
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten instruieren | x | x | x | x | – | – |
Die Grenzen der eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen kennen und nötigenfalls Spezialisten beiziehen | x | x | x | x | x | x |
Massnahmen zur Störfallvorsorge festlegen und umsetzen | x | – | – | – | – | – |
Tabelle 3: Aus- und Fortbildungsumfang
Berufsnummern | N 1 | N 2 | N 3 | N 4 | N 5 | N 6 b) |
Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Führung und Führungsunterstützung | Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Einsatz | Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Ausbildung und Instruktion von Einsatzkräften und verpflichteten Personen | Spezialisierte Einsatzkräfte Strahlenschutz | Einsatzkräfte | verpflichtete Personen | |
Aus- und Fortbildungsumfang | ||||||
Empfohlene Unterrichtseinheiten eines Lehrgangs a) | 24 | 16 | 16 | 32 | – | – |
Anerkennung der Ausbildung notwendig | ja | ja | ja | ja | nein | nein |
Geforderte Periodizität der Fortbildung in Jahren | 5 | 5 | 5 | 5 | – | – |
Anzahl Unterrichteinheiten einer Fortbildung a) | 8 | 8 | 8 | 8 | – | – |
Anerkennungspflichtige Fortbildung notwendig | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
Es bedeuten:
a): Unterrichteinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer.
b): Für die Berufsgruppen N 6 werden im Notfall die Inhalte in Form einer Instruktion vermittelt.
Tabelle 4: Aus- und Fortbildungsinhalte
Es bedeuten:
1: Kenntnisse: aufzählen, skizzieren, benennen, beschreiben, darstellen
2: Verständnis: interpretieren, erklären, erläutern, formulieren, präsentieren
3: Anwendung: anwenden, erstellen, lösen, durchführen, berechnen, gestalten, konfigurieren
4: Analyse: auswählen, einteilen, analysieren, vergleichen
5: Bewertung: beurteilen, entscheiden, urteilen, klassifizieren, evaluieren
(Der Vergleich der Gewichtung ist nur innerhalb der Berufsnummer möglich)
a): Für die Berufsgruppen N 6 werden im Notfall die Inhalte in Form einer Instruktion vermittelt.
Berufsnummern | N 1 | N 2 | N 3 | N 4 | N 5 | N 6 a) |
|---|---|---|---|---|---|---|
Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Führung und Führungsunterstützung | Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Einsatz | Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Ausbildung und Instruktion von Einsatzkräften und verpflichteten Personen | Spezialisierte Einsatzkräfte Strahlenschutz | Einsatzkräfte | verpflichtete Personen | |
Ausbildungsinhalte | ||||||
Strahlenphysik | ||||||
Aufbau der Atome/Nuklidkarte | 2 | 2 | 2 | 1 | – | – |
Radioaktive Zerfälle und Strahlenarten | 4 | 4 | 2 | 2 | 1 | – |
Wechselwirkung Strahlung – Materie | 3 | 3 | 2 | 1 | – | – |
Dosisbegriffe | 2 | 2 | 2 | 2 | – | 1 |
Abschirmung und Abschwächung | 3 | 3 | 2 | 3 | 1 | – |
Strahlenbiologie / Strahlengefahr | ||||||
Biologische Wirkung ionisierender Strahlung | 3 | 2 | 2 | 1 | 1 | 1 |
Natürliche Strahlenexposition des Menschen | 2 | 2 | 2 | 1 | – | – |
Strahlenempfindlichkeit von Organen (wT) | 3 | 2 | 1 | – | – | – |
Strahlenfrüh-/Strahlenspätschäden | 3 | 2 | 1 | 1 | – | – |
Personen mit erhöhtem Risiko (Personen unter 16 Jahre, schwangere Frauen) | 3 | 3 | 2 | 2 | 2 | 1 |
Dosis – Wirkung/Risiko | 3 | 3 | 2 | 2 | – | 1 |
Operationeller Strahlenschutz | ||||||
Praktische Anwendung der Strahlenmessgeräte | 3 | 5 | 2 | 3 | – | 1 |
Kontroll- und Überwachungsbereiche | 4 | 5 | 2 | 3 | 1 | – |
Arbeitsplanung, Arbeitsmethoden und Einsatz von Schutzmitteln | 4 | 5 | 2 | 3 | – | – |
Anwendung des Optimierungsprinzips | 4 | 4 | 2 | 3 | 2 | 1 |
Verhalten und Arbeit im Kontrollbereich | 4 | 5 | 2 | 3 | 2 | 2 |
Verhalten bei Störfällen; Kommunikation | 4 | 4 | 2 | 3 | 2 | 2 |
Persönliche Schutzmassnahmen; persönliche Schutzausrüstung | 4 | 5 | 3 | 4 | 3 | 3 |
Technische Schutzmassnahmen | 4 | 5 | 2 | 3 | 1 | 1 |
Dekontamination von Material, Arbeits- und Schadenplätzen | 4 | 5 | 2 | 3 | 1 | 1 |
Personendekontamination | 4 | 5 | 2 | 4 | 1 | 1 |
Sicherung von radioaktivem Material | 4 | 5 | 1 | 3 | 3 | 1 |
Lagerung von radioaktivem Material | 5 | 5 | – | 3 | – | 1 |
Abgabe von radioaktivem Material an die Umwelt | 5 | 4 | 2 | 1 | – | – |
Abfallbehandlung | 4 | 5 | 3 | 3 | – | – |
Verpackung und Transport von radioaktivem Material | 4 | 5 | 1 | 3 | – | – |
Strahlenmessung | ||||||
Grundlagen der Strahlenmesstechnik | 3 | 4 | 2 | 3 | – | – |
Messgerätekunde | 3 | 5 | 2 | 3 | – | 1 |
Dosisleistungs- und Ortsdosismessung | 3 | 4 | 4 | 3 | – | 3 |
Kontaminationsmessung | 4 | 4 | 1 | 3 | – | – |
Personendosismessung (externe Bestrahlung) | 5 | 4 | – | 2 | – | – |
Inkorporationsüberwachung | 4 | 2 | 1 | – | – | – |
Nuklididentifikation | 2 | 4 | – | – | – | – |
Ermittlung der effektiven Dosis | 3 | 3 | 2 | 1 | – | 1 |
Rechtliche Grundlagen | ||||||
Strahlenschutzgesetz/-verordnung | 5 | 3 | 3 | 1 | 1 | – |
Rechtfertigungs- und Optimierungsprinzip | 3 | 3 | 1 | – | – | – |
Grenz- und Richtwerte | 3 | 3 | 2 | 3 | 1 | 2 |
Technische Verordnungen des Spezialgebietes, Richtlinien, Reglemente, Empfehlungen, Normen und Wegleitungen | 4 | 4 | 3 | 1 | 1 | – |
Transportvorschriften (SDR/ADR) | 4 | 5 | 2 | 2 | 1 | – |
Internationale Empfehlungen (ICRP, IAEA) | 1 | 1 | 1 | – | – | – |
Koordination, Administration | ||||||
Interne Weisungen | 5 | 5 | 3 | 1 | 1 | 1 |
Strahlenschutz, Aus- und Fortbildung des Personals | 5 | 5 | 5 | 1 | – | – |
Strahlenschutz, Instruktion verpflichteter Personen | 4 | 4 | 4 | – | – | – |
Überwachung strahlenexponierter Personen | 5 | 4 | – | – | – | – |
Aufzeichnung, Buchführung und Meldewesen | 5 | 4 | 2 | 2 | – | 1 |
Qualitätskontrolle | 5 | 3 | 3 | 1 | – | – |
Notfallorganisationen und ihr Umfeld | 5 | 3 | 2 | 3 | 1 | 1 |
Tabelle 5: Auflistung und Pflichten der verantwortlichen Stelle für die Ausbildung
Liste der verantwortlichen Stelle
Herkunft der verantwortlichen Stelle / | Organisation, beispielsweise | Verantwortliche Stelle |
|---|---|---|
Behörden und Verwaltungen | Zoll, Stabsorganisationen des BR und der Eidgenössischen Departemente | Leitung der jeweiligen Behörde, Verwaltung |
Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes | Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienstliches Rettungswesen und Zivilschutz, technische Dienste, Kantonale Führungsorganisationen | Zuständige kantonale Instanz der jeweiligen Organisation |
Armee | Bereiche Einsatz, Unterstützung und Ausbildung | Kommando der Bereiche |
Mess-und Strahlenschutzequipen für die unmittelbare Schadensbekämpfung | Mess- und Probenahmeorganisation des Kantons und des Bundes | Durch den Kanton und/oder Bund bezeichnete Stelle |
Unternehmungen des öffentlichen und privaten Verkehrs für die Durchführung von Personen- und Gütertransporten und Evakuierungen | SBB, Postauto AG und Konzessionierte Transportunternehmungen (KTU) | Konzern- und/oder Unternehmensleitung |
Unternehmungen für die mittelbare Schadensbekämpfung wie Massnahmen an der Quelle, die eine weitere Kontamination der Umgebung verhindern sollen | Unternehmen | Bewilligungsinhaber und/oder Unternehmensleitung |
Unternehmen und Organisationen des Gesundheitswesens | Akutspitäler, sanitätsdienstliche Rettungs- und Krankentransportorganisationen | Gesundheitsdirektion oder andere durch den Kanton bezeichnete Stelle |
Unternehmungen, welche kritische Infrastrukturen aufrechterhalten müssen, im Rahmen ihrer üblichen beruflichen und unternehmerischen Tätigkeiten | Elektrizitätsunternehmen, Swisscom und weitere Telekommunikationsunternehmen | Konzern- und/oder Unternehmensleitung |
Unternehmungen, welche unerlässliche öffentliche Dienste aufrechterhalten müssen, im Rahmen ihrer üblichen beruflichen und unternehmerischen Tätigkeiten | Die Post, Banken, Grossverteiler | Konzern- und/oder Unternehmensleitung |
Pflichten der verantwortlichen Stelle
1 Die verantwortliche Stelle kennt ihre Aufgaben und die Bedeutung ihrer Organisationen im Gesamtrahmen des nationalen Strahlenschutzes.
2 Im Ereignisfall übernehmen sie die Verantwortung für die vorgeschlagenen und angeordneten Massnahmen.
3 Im Vorfeld sorgen sie für wirkungsvolle Instrumente und Prozesse zur Erfüllung der Aufgaben ihrer Organisation im Ereignisfall und gewährleisten die periodische Überprüfung des Ausbildungsstandes mit Übungen.
4 Sie stellen die Kontrollen und die Umsetzung der Verbesserungsmassnahmen sicher.
5 Sie stellen sicher, dass sie ihrer Grösse und Struktur entsprechend über eine ausreichende Anzahl Personen aus den Berufsgruppen N1–N4 verfügen.