24.1067 · Anfrage · 2024-12-20
Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Erledigt
Wortlaut
Die Schweiz weist eine der weltweite höchte pro Kopf Quote bei Direktinvestitionen im Inland auf. Diese ziehen ein hohes Wachstum an Arbeitspläztzen nach sich. In diesem Zusammenhang stellen sich einige Fragen:
1. Wie haben sich die Direktinvestitionen im Inland in der Schweiz seit dem Jahr 1998 entwickelt? Ich bitte um eine Aufteilung der Entwicklung nach den vesrchiedenen Diretinvestitions-Arten.
2. Wieviele Unternehmen haben in der Periode zwischen 1998 bis 2023 ihren Hauptsitz in der Schweiz verlegt (wenn möglich aufgegliedert nach Jahren)? Wie hoch sind deren Personalbestände in der Schweiz und wie haben sie sich im Laufe der Zeitperiode entwickelt?
3. Wieviele Unternehmen haben in der Periode zwischen 1998 bis 2023 eine Zweigniederlassung in der Schweiz gegeründet? Wie hoch sind deren Personalbestände in der Schweiz und wie haben sie sich im Laufe der Zeitperiode entwickelt?
Stellungnahme des Bundesrates
1. Der Bestand der ausländischen Direktinvestitionen in der Schweiz hat sich zwischen 1998 und 2023 von 99,1 Milliarden Franken auf 930,3 Milliarden Franken erhöht. Damit lag der Bestand 2023 in etwa auf dem Niveau von 2015, nachdem er zwischenzeitlich auf 1'347,8 Milliarden Franken (2017) angestiegen war. Der Anstieg ab 2015 und der anschliessende Rückgang bis 2023 ist hauptsächlich auf Direktinvestitionen in Finanz- und Holdinggesellschaften zurückzuführen. Hinsichtlich Kapitalart können die Direktinvestitionen nach Beteiligungskapital ohne reinvestierte Erträge (Bestand 1998: 98,1 Mrd. CHF; Bestand 2023: 893,1 Mrd. CHF) und Kredite und Schuldtitel (Bestand 1998: 1,0 Mrd. CHF; Bestand 2023: 37,3 Mrd. CHF) unterschieden werden. Hinsichtlich Sektoren betrug der Bestand 2023 in der Industrie 194,3 Milliarden Franken (1998: 18,9 Mrd. CHF), im Dienstleistungssektor (inkl. Finanz- und Holdinggesellschaften) 736,0 Milliarden Franken (1998: 80,2 Mrd. CHF). Diese und weitere Daten finden sich in der Direktinvestitionsstatistik der Schweizerischen Nationalbank (siehe https://data.snb.ch/de/topics/aube/cube/fdichbabsa).2./3. Daten dazu, wie viele Unternehmen in den vergangenen Jahren ihren Hauptsitz in die Schweiz verlegt haben oder wie viele Zweigniederlassungen gegründet wurden, liegen dem Bundesrat keine vor. Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht allerdings die Statistik der Unternehmensgruppen (STAGRE, siehe www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/industrie-dienstleistungen/stagre.html), deren Daten bis ins Jahr 2014 zurückgehen. Die STAGRE erfasst alle in der Schweiz ansässigen Unternehmen, welche Teil einer Unternehmensgruppe mit Sitz in der Schweiz oder im Ausland sind. Dabei wird zwischen rein inländischen, inländisch multinationalen und ausländisch multinationalen Unternehmensgruppen differenziert. Bei Letzteren werden eine oder mehrere Einheiten in der Schweiz in letzter Instanz von einer im Ausland ansässigen Einheit kontrolliert. Liegt die letzte kontrollierende Instanz hingegen in der Schweiz, spricht man von einer inländischen Unternehmensgruppe. Diese kann multinational (mindestens eine kontrollierte Einheit im Ausland) oder rein inländisch (Gruppenmitglieder ausschliesslich im Inland) sein.2023 gab es in der Schweiz 19'727 Unternehmen, die zu einer inländischen multinationalen Unternehmensgruppe gehörten (2014: 13'164). Darin eingeschlossen sind Unternehmen von Unternehmensgruppen, die im betreffenden Erhebungszeitraum ihren Hauptsitz in die Schweiz verlegt haben. 18'493 Unternehmen gehörten 2023 zu einer ausländischen multinationalen Unternehmensgruppe (2014: 12'933). Inländische multinationale Unternehmensgruppen beschäftigten 2023 1'001'461 Personen in der Schweiz (2014: 873'299), ausländische multinationale Unternehmensgruppen 573'373 Personen (2014: 471'166).