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25.1047 · Anfrage · 2025-09-25

Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Erledigt

Wortlaut

Der Einsatz von importiertem Kraftfutter spielt eine wichtige Rolle in der schweizerischen Tierhaltung.

Ich bitte den Bundesrat dazu um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Wie hoch ist aktuell der Einsatz von importiertem Kraftfutter in Tonnen und in Äquivalent der dafür benötigten Hektaren im Ausland?

  • Aus welchen Ländern stammen die Kraftfutterimporte? Bitte um eine Auflistung der 10 wichtigsten Importländer mit dem jeweiligen Anteil an den Importen.

  • Wie hat sich der Kraftfutterimport zwischen 2000, 2010, 2020 und 2024 entwickelt? Bitte um Angabe in Tonnen für die jeweiligen Jahre.

  • Für welche Tiergattungen werden prozentual welche Mengen importiertem Kraftfutter eingesetzt?

Stellungnahme des Bundesrates

Fragen 1 und 3: Die Menge des 2023 (letzte verfügbare Versorgungsbilanz) importierten Kraftfutters beträgt 1 030 710 Tonnen Trockensubstanz (TS). Als Kraftfutter werden die üblichen Energie- und Proteinträger definiert, die in den industriell hergestellten Mischfutter Platz finden.
Der Anteil importierter Kraftfutter im Vergleich zur gesamten Menge verwendetem Kraftfutter beträgt im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2023: 62%. Tabelle 1 Importiertes Kraftfutter; Entwicklung 2000, 2010, 2020 und 2021 bis 2023Futtermittelbilanz: Verwendetes Kraftfutter aus importierten Rohstoffen
(Tonnen Trockensubstanz) Verwendung aus ImportenVerwendung aus Nebenprodukten von im Inland verarbeiteten ausländischen RohstoffenFuttermittelverwendung aus Importen und Nebenprodukten von im Inland verarbeiteten ausländischen Rohstoffen2000429 146150 439579 5852010814 47980 077894 5562020778 05066 546844 5962021919 16568 635987 8002022974 11385 4991 059 6122023 *970 35360 3571 030 710Quelle: Futtermittelbilanz Agristat Der Flächenbedarf zur Produktion von Kraftfutter hängt von vielen Faktoren ab, darunter beispielsweise von der Pflanzenart oder der Anbauweise. Als Beispiele sind die Flächenbedarfe für Weizen, Mais, Gerste und Soja, mit durchschnittlichem Ertrag, in Tabelle 2 dargestellt:
Tabelle 2 Flächenbedarf (Mittelwert der Jahre 2020-2024)Zoll-TarifnummerImportmenge (Tonnen)Ertrag (dt/ha)Flächenbedarf (ha)1001.9939 - Weizen zu Futterzwecken250 8735843 2541005.9039 - Mais zu Futterzwecken183 8799519 3561003.9059 - Gerste zu Futterzwecken47 448617 7782304.0010 Sojaschrot /-kuchen302 605125121 0421Importmenge an Schrot /-kuchen = 242'084 t; Ausbeute Schrot = 80%; Menge Sojassaat = 302'605 tQuellen: swiss-impex; swiss granum; BLWFrage 2: Die Futtermittelbilanz von Agristat unterscheidet die Gesamtheit der verwendeten Futtermittel in Kraftfutter, Raufutter und andere Futter. Die Herkunft wird in Import und Inland unterteilt. Die Herkunft der importierten Kraftfutter wird nicht nach Ländern unterteilt. Daher zeigt Tabelle 3 die Herkunft der Futtermittel mit Schwellenpreis gemäss Anhang 1 Ziff. 14 Agrareinfuhrverordnung. Diese Daten enthalten Kraftfutter, Raufutter und andere Futter. Die in die Schweiz importierten Futtermittel stammen gemäss Tabelle 3 zu 85 % aus den Nachbarländern Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich. Tabelle 3 Herkunft der Futtermittelimporte2 im Jahr 2024HandelspartnerMenge (Tonnen)Mengenmässiger Anteil
Handelspartner Gesamthandel1 794 843100 %Frankreich685 02538 %Deutschland604 53334 %Italien168 3969 %Österreich76 4334 %Brasilien49 1653 %Ungarn34 1612 %China32 1762 %Ukraine25 1631 %Niederlande22 8081 %Polen16 8801 %2 Futtermittel mit Schwellenpreis gemäss Anhang 1 Ziff. 14 Agrareinfuhrverordnung
Quelle: swiss-impexFrage 4: Die Verwendung importierter Futtermittel nach Tierarten ist in Tabelle 4 dargestellt:
Tabelle 4 Verwendung der importierten Futtermittel nach Tierkategorie (TS)Eine durchschnittliche Futterration (100%) enthält den nachfolgend aufgeführten Anteil importierter FuttermittelRindvieh (%)Schweine (%)Geflügel (%)2000-20045.4167.8849.652010-20148.4355.6267.1120208.2860.2563.712023 *10.5750.1778.25*provisorischQuelle: Futtermittelbilanz Agristat