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21.3420 · Motion · 2021-03-19

Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird im Jahr 2021 eine Defizitgarantie von 200 000 Franken für die Tour de Suisse Frauen übernehmen, falls die Bundesgelder der abgesagten Rad-WM Aigle-Martigny nicht zurück zum Bund fliessen.

Begründung

Dieses Jahr soll zum ersten Mal wieder eine Tour de Suisse Frauen durchgeführt werden. Die WBK-N hat sich in einem Schreiben an den Bundesrat einstimmig dafür ausgesprochen, dass die bereits ausbezahlten Gelder für die abgesagte Rad-WM Aigle-Martigny zurückfliessen zu Swiss Cycling und in Förderprojekte für Frauen und den Nachwuchs investiert werden sollen, namentlich Nachwuchsprogramme, Fast and female und die Tour de Suisse Frauen.

Als eine Begleitmassnahme der WM Aigle-Martigny und der Rad-WM Zürich 2024 ist die Tour de Suisse Frauen, die in Zukunft gleichbedeutend mit der Tour de Suisse der Männer werden soll, geplant. Das Schweizer Nationalteam soll bei der Tour de Suisse Frauen ebenfalls am Start stehen, es ist die Chance für neue Vorbilder und hoffentlich kann die TdS auch wieder ein Volksfest werden. Die Landesrundfahrt bildet einen Schwerpunkt in der gesamten Frauenförderstrategie von Swiss Cycling, ein Kernanliegen für die Veloförderung. Bereits die Begleitmassnahmen für die WM Aigle Martigny und WM Zürich 2024 sind alle für den Nachwuchs und die Frauenförderung aufgegleist.

Es sollen im Grundsatz keine weiteren finanziellen Aufwendungen des Bundes benötigt werden. Aber aufgrund der zeitlichen Verzögerung, um das Bundesgeld beim OK in Aigle-Martigny zurückzufordern, braucht Swiss Cycling eine finanzielle Sicherheit, um mit dem Projekt nicht den Verband in Gefahr zu bringen.

Momentan sind die Bundesgelder der WM Aigle-Martigny noch nicht zurückerstattet worden, was die Planung der Tour de Suisse Frauen erschwert. Durch diese Motion soll eine verfrühte Absage verhindert werden.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat hat sich bereits am 15. März 2021 dahingehend geäussert, dass er der Entwicklung und Durchführung einer Tour de Suisse Frauen in der Schweiz positiv gegenübersteht. Das Projekt kann einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Frauen-Radrennsports in der Schweiz leisten.

Für eine direkte Unterstützung der geplanten Tour de Suisse Frauen als eigenständiger Sportgrossanlass fehlt die rechtliche Grundlage. Hingegen ist die Tour de Suisse Frauen Teil eines Massnahmenpakets zur Förderung des Frauenradsports auf allen Leistungsstufen, welches Swiss Cycling im Zusammenhang mit der Rad-WM 2020 in Aigle-Martigny und der Rad-WM 2024 in Zürich initiiert hat. Im Zusammenhang mit der Rad-WM 2020 hat das BASPO bereits Finanzhilfen geleistet. Die Rad-WM 2020 in Aigle-Martigny konnte aufgrund der Covid-19-Epidemie nicht in der Schweiz stattfinden. Die Rückabwicklung des Subventionsbeitrags des Bundes ist im Gange.

Die geplanten Sportfördermassnahmen sind für den Radsport in der Schweiz wichtig. Das Massnahmenpaket zugunsten des Frauenradsports wird daher trotz Absage der Rad-WM 2020 durchgeführt. Die Beiträge für dieses Paket müssen daher von Swiss Cycling nicht zurückbezahlt werden, soweit die vereinbarten Massnahmen (etwa die Tour de Suisse der Frauen) umgesetzt werden und deren Finanzierung nicht durch Dritte sichergestellt werden kann.

Dem Anliegen der Motion wird dadurch Rechnung getragen, weshalb die Motion abzulehnen ist.

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.