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Einführungsgesetz zum eidgenössischen Arbeitsgesetz

511.1 · St. Gallen Gesetzessammlung

https://lexipedia.io/it/docs/ch-sg/sgs/511-1/de/einfuhrungsgesetz-zum-eidgenossischen-arbeitsgesetz

Consultato il 30 ago 2026

  1. Documenti
  2. San Gallo
  3. Legislazione San Gallo
Fonte

511.1

Einführungsgesetz zum eidgenössischen Arbeitsgesetz

vom 21.03.1966 (Stand 29.06.2004)

Der Grosse Rat des Kantons St.Gallen

hat von der Botschaft des Regierungsrates vom 20. April 19651 Kenntnis genommen und

erlässt

in Ausführung des Bundesgesetzes über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz) vom 13. März 19642

als Gesetz:3

Footnotes

  1. [1] ABl 1965, 522.
  2. [2] BG über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz) vom 13. März 1964, SR 822.11.
  3. [3] nGS 4, 74. Vom Grossen Rat erlassen am 9. Februar 1966, nach unbenützter Referendumsfrist rechtsgültig geworden am 21. März 1966, in Vollzug ab 1. April 1966 (Art. 4 ab 1. Juli 1966).

Art. 1 Ergänzende Vorschriften

Soweit die kantonalen Gesetze keine Regelung treffen, ist der Regierungsrat zuständig zum Erlass der Vorschriften, die im eidgenössischen Arbeitsgesetz4 und in den gestützt darauf erlassenen eidgenössischen Verordnungen5 dem Kanton vorbehalten sind.6

Die Befugnis, in Ergänzung des Obligationenrechtes die Dauer der Ferien der Arbeitnehmer bis zu drei Wochen zu verlängern,7 bleibt dem Gesetzgeber vorbehalten.8

Footnotes

  1. [4] BG über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz) vom 13. März 1964, SR 822.11.
  2. [5] EidgV I zum Arbeitsgesetz (Allgemeine Verordnung) vom 14. Januar 1966, SR 822.111; eidgV II zum BG über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Sonderbestimmungen für bestimmte Gruppen von Betrieben oder Arbeitnehmern) vom 14. Januar 1966, SR 822.112.
  3. [6] VV zur Gesetzgebung über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel, sGS 511.11.
  4. [7] Art. 329a Abs. 2 des BG betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (Fünfter Teil: Obligationenrecht) vom 30. März 1911, SR 220.
  5. [8] Art. 189bis EG zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, sGS 911.1.

Art. 1bis Feiertage

Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, Bundesfeiertag, Allerheiligen, Weihnachtstag und Stefanstag sind dem Sonntag gleichgestellt.9

Footnotes

  1. [9] Art. 20a Abs. 1 des BG über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel vom 13. März 1964, SR 822.11.

Art. 2 Vollzug

Der Vollzug des eidgenössischen Arbeitsgesetzes10 und der gestützt darauf erlassenen Vorschriften11 obliegt dem Staat.

Die politischen Gemeinden können zur Mitwirkung herangezogen werden.12

Footnotes

  1. [10] BG über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz) vom 13. März 1964, SR 822.11.
  2. [11] EidgV I zum Arbeitsgesetz (Allgemeine Verordnung) vom 14. Januar 1966, SR 822.111; eidgV II zum BG über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Sonderbestimmungen für bestimmte Gruppen von Betrieben oder Arbeitnehmern) vom 14. Januar 1966, SR 822.112.
  3. [12] Art. 6 und 7 der VV zur Gesetzgebung über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel, sGS 511.11.

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6 Aufhebung bisherigen Rechtes

Das Gesetz über den Schutz der Arbeiterinnen und der Bediensteten der Laden- und Kundengeschäfte vom 22. Juni 192516 wird aufgehoben.

Footnotes

  1. [16] bGS 2, 450.

Art. 7 Feststellung überholter Vorschriften

Soweit nicht dieses Gesetz bisheriges Recht anpasst oder aufhebt, stellt der Regierungsrat durch Verordnung fest, welche gesetzlichen Vorschriften über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel infolge des eidgenössischen Arbeitsgesetzes17 überholt sind und welche Vorschriften weiterhin gelten.18

Footnotes

  1. [17] BG über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz) vom 13. März 1964, SR 822.11.
  2. [18] Vgl. Art. 11 der VV zur Gesetzgebung über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel, sGS 511.11.

Art. 8 Vollzugsbeginn

Der Regierungsrat bestimmt, wann dieses Gesetz in Vollzug tritt.

nGS 10–120

Footnotes

  1. [13] Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt.
  2. [14] Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt.
  3. [15] Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt.