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Anfrage Jacqueline Hofer, Dübendorf, betreffend Zukunft des Love Ride Switzerland – Sicherstellung eines einzigartigen und gesellschaftlich unverzichtbaren Anlasses, Beantwortung

RRB Nr. 525/2026 · Regierungsrat des Kantons Zürich

Del 20 mag 2026

https://lexipedia.io/it/docs/ch-zh/regierungsrat/rrb-nr-525-2026/de/anfrage-jacqueline-hofer-dubendorf-betreffend-zukunft-des-love-ride-switzerland-sicherstellung-eines-einzigartigen-und-gesellschaftlich-unverzichtbaren-anlasses-beantwortung

Consultato il 4 set 2026

  1. Documenti
  2. Zurigo
  3. Consiglio di Stato del Cantone di Zurigo
Fonte

Portata: Non è stato analizzato come le decisioni successive abbiano trattato questa decisione.

RRB Nr. 525/2026

Anfrage Jacqueline Hofer, Dübendorf, betreffend Zukunft des Love Ride Switzerland – Sicherstellung eines einzigartigen und gesellschaftlich unverzichtbaren Anlasses, Beantwortung

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich KR-Nr. 185/2026

Sitzung vom 20. Mai 2026

525. Anfrage (Zukunft des Love Ride Switzerland – Sicherstellung eines einzigartigen und gesellschaftlich unverzichtbaren Anlasses) Kantonsrätin Jacqueline Hofer, Dübendorf, hat am 11. Mai 2026 folgende Anfrage eingereicht: Der Love Ride Switzerland ist seit über 30 Jahren ein einzigartiger, inklusiver Anlass, der weit mehr bietet als ein Motorradtreffen. Er schenkt Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen Gemeinschaft, Nähe, Freiheit und unvergessliche Momente auf dem Motorrad. Wie ein aktueller Medienbericht zeigt, ist der Love Ride wegen stark sinkender Sponsorengelder akut gefährdet. Damit droht nicht nur das Ende eines traditionsreichen Events, sondern auch der Verlust eines Begegnungsortes, an dem Inklusion sichtbar und authentisch gelebt wird. Ich besuche und unterstütze diesen warmherzigen Anlass seit vielen Jahren und weiss aus eigener Erfahrung, welche Kraft er entfaltet – für Menschen mit Beeinträchtigungen ebenso wie für die zahlreichen Freiwilligen. Getragen wird der Love Ride von engagierten Ehrenamtlichen und unzähligen Bikerinnen und Bikern, die jedes Jahr ihre Zeit schenken und Teilnehmenden ein Erlebnis ermöglichen, das sonst kaum möglich wäre. Dieses Engagement ist weder selbstverständlich noch ersetzbar. Der Love Ride verbindet Menschen, baut Barrieren ab und schafft Lebensfreude. Sein Verschwinden wäre ein gesellschaftlicher Verlust. Es liegt im öffentlichen Interesse, Wege zu finden, um dieses bedeutende Engagement langfristig zu sichern. Angesichts der drohenden Einstellung des Anlasses bitte ich den Regierungsrat um Beantwortung folgender Fragen:

Erwägungen

1. Wie beurteilt der Regierungsrat die gesellschaftliche und integrative Bedeutung des Love Ride für den Kanton Zürich und darüber hinaus?

2. Welche Möglichkeiten sieht der Regierungsrat, um den Fortbestand dieses einzigartigen Anlasses zu unterstützen – sei es durch Vermittlung, Kooperationen, Förderinstrumente oder andere Massnahmen?

3. Ist der Regierungsrat bereit zu prüfen, ob der Love Ride als Anlass mit besonderem gesellschaftlichem Mehrwert in bestehende kantonale Förderprogramme aufgenommen werden könnte?

4. Welche administrativen oder regulatorischen Hürden erschweren den Organisatoren die Durchführung des Anlasses, und wie könnten diese – etwa durch vereinfachte Bewilligungsverfahren, klarere Zuständigkeiten oder beschleunigte Abläufe – reduziert werden?

5. Welche konkreten Schritte kann der Kanton unternehmen, um die ehrenamtlichen Organisatoren zu entlasten und ihnen die Planung und Durchführung des Anlasses nachhaltig zu erleichtern?

Dispositiv

Auf Antrag der Sicherheitsdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Anfrage Jacqueline Hofer, Dübendorf, wird wie folgt beantwortet: Zu Fragen 1–5: Der Love Ride in Dübendorf ist Europas grösster Bike-Wohltätigkeitsanlass. Dabei werden Spenden für Menschen mit Muskelerkrankungen oder anderen Beeinträchtigungen gesammelt. Dank des ehrenamtlichen Engagements des Organisationskomitees, der Bikerinnen und Biker und vielen weiteren freiwilligen Helferinnen und Helfern kann mit der Ausfahrt seit vielen Jahren ein besonderes Erlebnis für Menschen mit einer Beeinträchtigung geschaffen werden. Der Regierungsrat anerkennt und schätzt die Veranstaltung als wertvolles Zeichen der Solidarität und Ausdruck einer lebendigen Zivilgesellschaft. Der Kanton unterstützt die Veranstaltung bereits heute in erheblichem Ausmass. So erteilt die Kantonspolizei die notwendige Bewilligung unkompliziert und übernimmt insbesondere Aufgaben im verkehrspolizeilichen Bereich. Vor dem Hintergrund des gemeinnützigen Charakters der Veranstaltung wird der Veranstalter davon befreit, Kostenersatz zu leisten. Des Weiteren unterstützt der Sicherheitsdirektor die Veranstaltung persönlich und amtet als Schirmherr. Damit zeigt er seine Verbundenheit und bekundet seine Solidarität mit dem Anliegen der Veranstaltung. Er hilft auch mit, Sponsoren zu suchen. In diesem Sinn wird sich der Kanton auch in Zukunft engagieren.

II. Mitteilung an die Mitglieder des Kantonsrates und des Regierungsrates sowie an die Sicherheitsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der stv. Staatsschreiber: Peter Hösli