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Einen Mechanismus zur Regulierung der Brenn- und Treibstoffpreise für den Krisenfall schaffen
Hefti Thomas · P-M · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion
Präsident (Hefti Thomas, Präsident): Wir haben die Beratung vor der ausserordentlichen Session unterbrochen und führen nun die Diskussion über die Motion. Herr Juillard hat sie bereits begründet. Er wünscht noch einmal das Wort.
Juillard Charles · Mit-M · Ständerat · Jura · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Après cet artifice de procédure un peu particulier, permettez-moi de revenir sur quelques éléments.
Il est vrai qu'il s'agit d'un débat idéologique, voire parfois dogmatique; or, à mon avis, on ne tient pas compte de la réalité du terrain. J'aimerais à ce stade rassurer les personnes qui ont tenu de grands discours: loin de moi l'idée de combattre l'évolution possible et nécessaire en ce qui concerne la protection du climat. Mais, Mesdames et Messieurs, quand on a mal aux dents, on va chez le dentiste et pas chez l'orthopédiste! Quand le prix du carburant monte aussi fortement et que celui-ci coûte si cher aux détenteurs d'une voiture, qui doivent l'utiliser parce qu'ils n'ont pas d'autre solution, comme dans l'exemple que j'ai cité tout à l'heure, on agit sur le prix du carburant ou du combustible.
Je l'ai aussi dit plus tôt: pour l'instant, nous n'avons pas encore les moyens de substitution nécessaires. Il n'y a pas assez de véhicules électriques et, d'ailleurs, pas assez d'électricité. Il n'y a pas davantage de moyens pour développer plus encore les transports publics dans les régions peu peuplées ou lorsque les créneaux horaires sont impossibles à densifier. Pour les personnes concernées, le plus souvent issues de la classe moyenne inférieure, il n'y a que les taxes qui permettent d'agir ou de réagir. Rien à voir avec les questions souvent soulevées sur la fiscalité, qui consistent à savoir à qui cela profite le plus.
Quant au prix des combustibles, c'est la même chose. Certes, nous avons davantage de solutions, notamment par l'assainissement des bâtiments. Mais ce qu'il faut voir, c'est que nous manquons soit des matériaux, soit de la main-d'oeuvre nécessaire. Vous l'avez lu - puisque, apparemment, dans notre conseil, on décide souvent après avoir lu la presse -, le SECO a annoncé que la Suisse comptait davantage de places de travail vacantes que de personnes au chômage. Je vous mets au défi de vous rendre sur le terrain et d'aller discuter avec des représentants d'entreprises actives dans le domaine de la construction et de l'assainissement des bâtiments. Le grand problème, c'est soit les matériaux, soit le personnel qu'ils ne trouvent pas. Ils n'ont pas de solution, ils ne rencontrent pas de succès.
C'est un peu de la realpolitik que je vous propose aujourd'hui. Offrons au Conseil fédéral la possibilité de mettre en place un mécanisme qui puisse être engagé rapidement afin de stopper tout aussi rapidement l'envolée des prix. Il ne s'agit pas de toucher aux taxes affectées, mais aux 45 pour cent de la taxe, ainsi qu'à la part de TVA de ces 45 pour cent qui tombe directement dans les caisses de l'Etat.
Je vous invite à soutenir ma motion, en pensant aux habitants des régions reculées et à leur pouvoir d'achat, ainsi qu'aux PME qui voient, encore une fois, leurs marges se réduire.
Maurer Ueli · BR-M · Bundesrat · Zürich
Ich bitte Sie, diese Motion ebenfalls nicht anzunehmen. Hinter dieser Motion steckt ja vielleicht ein Stück weit der Versicherungsgedanke: Der Staat bereitet sich auf einen unmöglichen Fall vor. Das machen Sie auch in Ihrem Privatleben. Sie schliessen eine Versicherungspolice ab und zahlen jedes Jahr eine Prämie, damit die Versicherung bezahlt, wenn ein Unheil oder ein Unglück passiert. Nun haben wir diese Möglichkeit beim Staat eigentlich nicht. Sie ist eigentlich auch nicht vorgesehen. Sondern der Staat hat dann einzugreifen, wenn es ihn tatsächlich erfordert bzw. wenn die Wirtschaft das Ganze nicht verkraften kann. In einem Staat mit einer liberalen Wirtschaftsordnung sollten wir auf diese liberale Wirtschaftsordnung vertrauen und die Wirtschaft dann auch beanspruchen. Das ist ja auch die Situation, die wir jetzt haben. Wir haben Vollbeschäftigung. Die Wirtschaft wird diese Teuerung ausgleichen können und ausgleichen müssen, und damit ist das Eingreifen des Staates nicht notwendig.
Es besteht eine zweite Gefahr: Wenn wir hier bei der fossilen Energie eine solche Lösung finden, werden wir wahrscheinlich etwas Ähnliches für die Stromversorgung machen müssen, möglicherweise für Nahrungsmittel, und dann kommt vielleicht noch das Gesundheitswesen hinzu. Sobald wir also diese Tür einen Spalt öffnen, besteht die Gefahr, dass der Staat zum Selbstbedienungsladen erklärt wird, der für alles, was nicht ganz ordentlich daherkommt, geradestehen soll.
Ich glaube, wir müssen gerade nach dieser Pandemie wieder einen Schritt zurück machen. Wir sind selbst für uns verantwortlich; die Wirtschaft hat dafür zu sorgen, dieses Konglomerat. Dass der Staat für alle Notfälle Gesetze vorbereiten soll, ist eine Einladung, diese dann auch zu benutzen.
In diesem Sinne würde ich Sie bitten, die Türe nicht um diesen Spaltbreit zu öffnen. Wenn etwas wirklich notwendig ist, wenn wirklich etwas vom Staat gefordert ist, dann, so haben wir es in der Pandemie bewiesen, können wir innert kürzester Zeit reagieren. Tritt wieder eine solche Notlage ein, eine, die wirklich als solche deklariert werden muss, kann der Staat schnell handeln; diesbezüglich sind wir im Gespräch, wir können das dann auch rasch umsetzen.
Ich würde Ihnen davon abraten, solche "Versicherungslösungen" auf Vorrat zu produzieren. Sie verleiten lediglich dazu, sie dann auch zu beanspruchen.
Wenn es nötig ist, können wir reagieren, wir sind schnell. Eine ausserordentliche Situation ist in dem Sinne nicht gegeben. Stattdessen werden wir einfach damit leben müssen, dass Energie knapper wird, dass die Versorgung im Strombereich schwieriger werden kann, dass die Energie teurer wird. Das kann der Staat nicht alles regeln. Denn wenn der Staat hier eingreift, macht er das alles mit noch nicht bezahlten Steuern. Von diesem Umverteilungsmechanismus sollten wir etwas Abstand nehmen. Zuerst liegt der Ball bei der Wirtschaft und bei uns selbst, der Staat ist die Notlösung. Wenn nötig, können wir das.
Aus unserer Sicht ist die Annahme der Motion deshalb nicht notwendig.
Hefti Thomas · P-M · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion
Präsident (Hefti Thomas, Präsident): Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 15 Stimmen
Dagegen ... 23 Stimmen
(3 Enthaltungen)