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Situazione dei collaboratori più anziani nell'Amministrazione federale e nelle aziende parastatali

72039 · Bollettino ufficiale

Del 18 giu 2026

https://lexipedia.io/it/docs/ch/ab-bo-bu/72039/it/situazione-dei-collaboratori-piu-anziani-nell-amministrazione-federale-e-nelle-aziende-parastatali

Consultato il 4 set 2026

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  3. Bollettino ufficiale
Fonte

Oggetto parlamentare: Situazione dei collaboratori più anziani nell'Amministrazione federale e nelle aziende parastatali (26.3164)

26.3164

Situazione dei collaboratori più anziani nell'Amministrazione federale e nelle aziende parastatali

Engler Stefan · P-M · Consiglio degli Stati · Grigioni · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.

Präsident (Engler Stefan, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

Z'graggen Heidi · Mit-F · Consiglio degli Stati · Uri · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.

Ich danke zunächst dem Bundesrat für seine ausführliche Stellungnahme zu meinem Postulat. Der Bundesrat zeigt auf, und das durchaus nachvollziehbar, dass bereits heute verschiedene Instrumente bestehen, um ältere Mitarbeitende in der Bundesverwaltung und in den bundesnahen Betrieben zu unterstützen und auch zu halten. Ebenso halte ich aufgrund der Aussagen des Bundesrates fest, dass die Bundesverwaltung den demografischen Wandel grundsätzlich erkannt hat und sich darauf ausrichtet. Denn der Fokus auf lebenslanges Lernen sowie auf die Sicherung von Erfahrung und Kompetenzen ist richtig und wichtig. Gleichzeitig zeigt die Antwort des Bundesrates allerdings auch, dass der Bundesrat keinen vertieften Bericht hierzu machen möchte, da keine Hinweise auf eine systematische Altersdiskriminierung vorliegen würden und bestehende Controlling-Instrumente auch keine Auffälligkeiten zeigen.

Hier stellt sich aus meiner Sicht die zentrale Frage. Wir diskutieren in der Schweiz ja seit Jahren und seit Kurzem sehr intensiv über den Fachkräftemangel und über die Frage, wie der Bedarf an Arbeitskräften in Zukunft gedeckt werden soll. Es ist uns allen klar, dass es einen starken Einfluss auf die Zuwanderung hat, wenn wir das inländische Potenzial an Arbeitskräften nicht konsequent ausschöpfen. Ältere Mitarbeitende verfügen über wertvolle Erfahrungen und Fachwissen, und es ist eine berechtigte Frage, ob dieses Potenzial im heutigen Arbeitsmarkt, insbesondere in grossen Organisationen, optimal genutzt wird.

Der Bundesrat sagt, es gebe keine Hinweise auf strukturelle Probleme. Es ist aber bekannt, dass gerade indirekte oder schleichende Entwicklungen in Personalstrukturen nicht immer unmittelbar erkennbar sind. Genau deshalb zielt mein Postulat nicht auf die Unterstellung eines Fehlverhaltens ab, und es geht auch nicht darum, bestehende Massnahmen infrage zu stellen, im Gegenteil. Die Bundesverwaltung und im Besonderen die bundesnahen Betriebe gehören zu den grössten Arbeitgebern der Schweiz. Sie prägen den Arbeitsmarkt erheblich und haben damit auch eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion. Was dort im Umgang mit älteren Mitarbeitenden geschieht, hat Signalwirkung für die gesamte Wirtschaft. Ich rede von älteren Arbeitnehmenden, und da muss man heute bereits an Personen ab 50 oder 55 denken.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die Situation gesamthaft zu analysieren: die Altersstruktur, die Entwicklung von Frühpensionierungen, die tatsächlichen Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten sowie die Wirkung der bestehenden Instrumente in der Praxis. Dabei geht es auch um eine grundsätzliche Frage der Arbeitsmarktpolitik, ich habe es schon angesprochen: Nutzen wir das vorhandene Potenzial erfahrener Arbeitskräfte konsequent genug, bevor wir über zusätzliche Rekrutierungswege diskutieren? Ein solcher Bericht würde Transparenz schaffen sowie eine faktenbasierte Grundlage für die weitere Diskussion liefern, und er könnte aufzeigen, wo bestehende Massnahmen gut wirken und wo allenfalls noch Optimierungsmöglichkeiten bestehen.

Ich bin der Auffassung, dass ein solcher Überblick sinnvoll ist. Der Bund sollte bei sich selbst beginnen und mit gutem Beispiel vorangehen, indem er das Potenzial erfahrener Mitarbeiter der Bundesverwaltung und bundesnaher Betriebe konsequent nutzt und sichtbar macht, wie eine moderne, altersinklusive Personalpolitik in der Praxis funktioniert, denn er hat auch eine Vorbildfunktion für die Wirtschaft.

Ich bitte Sie deshalb, dem Postulat zuzustimmen.

Jositsch Daniel · Mit-M · Consiglio degli Stati · Zurigo · Non iscritto

Ich erlaube mir, kurz das Wort zu diesem Thema zu ergreifen, weil ich, und damit gebe ich auch meine Interessenbindung bekannt, Präsident des Kaufmännischen Verbandes der Schweiz bin, also der Organisation, die einen grossen Teil von kaufmännischen Angestellten vertritt. Diese sind auch sehr stark im Bereich der öffentlichen Verwaltung tätig.

Frau Z'graggen hat absolut recht, wenn sie darauf hinweist, dass es für ältere Angestellte ein Problem ist, eine Anstellung zu finden. Das ist eines der Hauptthemen, mit denen wir im Verband beschäftigt sind. In einem muss ich Ihnen zwar nicht widersprechen, aber Sie korrigieren: Sie sagen, das beginne mit 50. Das beginnt heute schon mit 40. Schon 40 plus ist also ein Problem. Wir haben auch einzelne Meldungen - wir haben das nicht erfasst -, dass sich auch im öffentlichen Bereich eine gewisse Altersdiskriminierung feststellen lässt. Mir wurden auch schon - das sage ich nur als Klammerbemerkung - Fälle von jüngeren Personen zugetragen, die diskriminiert worden sind, weil sie im Militär weitermachen. Das heisst, dass Bundesbetriebe sagen: Wir stellen Sie nicht an, weil Sie zu oft fehlen, weil Sie im Militär Offizier sind. Ich weiss nicht, wie weit das verbreitet ist, aber Einzelfälle sind mir bekannt.

Solche Vorfälle sind natürlich skandalös. Von dem her finde ich es wichtig, dass mit dem Postulatsbericht solche Fälle, in diesem Fall geht es um Altersdiskriminierung, abgeklärt werden, um zu schauen, ob wir ein Problem haben oder nicht.

Binder-Keller Marianne · Mit-F · Consiglio degli Stati · Argovia · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.

Kurz reagierend auf das Votum von Kollege Jositsch, möchte ich hier ergänzen, dass ich solche Meldungen aus der Bundesverwaltung auch gehört habe. Ich habe das auch als schockierend erachtet. Jemand, der im Militär weitermachen wollte, wurde von der Verwaltung zwar nicht daran gehindert - das kann man ja nicht -, aber doch ermahnt, dass damit wertvolle Zeit verloren ginge.

Nur noch eine weitere Ergänzung zu diesem Postulat, das ich sehr unterstütze: Der Bund hat Vorbildfunktion. Wir haben auch im Laufe der Abstimmungsdebatte über die Initiative "Keine 10-Millionen-Schweiz!" immer wieder darüber gesprochen, dass das inländische Fachkräftepotenzial besser genutzt werden müsse. Wer, wenn nicht die Bundesverwaltung, kann hier mit gutem Beispiel vorangehen und die ganzen Analysen, wie es innerhalb der Organisation ist, einmal vornehmen? Ich nehme selbstverständlich auch die Wirtschaft in die Pflicht: Es kann nicht sein, dass man Fachkräfte und Personal aus dem Ausland holt und das wertvolle inländische Potenzial, gerade jenes von älteren Arbeitskräften, ungenutzt lässt.

In diesem Sinne danke ich für das Postulat und bitte Sie auch, dieses zu unterstützen.

Crevoisier Crelier Mathilde · 2VP-F · Consiglio degli Stati · Giura · Gruppo socialista

Je soutiens également le postulat Z'graggen dans le sens où les compétences et l'expérience des personnes plus âgées sont évidemment précieuses. Elles seules sont à même d'assurer le transfert d'expérience vers les plus jeunes générations ; elles représentent, à ce titre, une ressource précieuse. Je rejoins également les considérations évoquées selon lesquelles l'engagement à partir de la quarantaine - je n'avais pas conscience que c'était dès la quarantaine - devient plus compliqué pour les personnes impliquées. J'aimerais toutefois formuler deux remarques.

Premièrement, je salue le fait que, dans son postulat, l'auteure admette qu'il y a des mécanismes de discrimination, y compris cachés, dans les conditions de travail. J'aurais souhaité que, par cohérence, elle ne s'attaque pas à la protection contre les discriminations à l'égard des femmes, qui est garantie par la loi sur l'égalité (LEg) et que nous avons, à plusieurs égards, durant cette session et durant cette semaine de session, affaiblie en matière de discriminations cachées, notamment en adoptant la motion Schilliger 23.4139 hier. Autant je suis prête à soutenir la lutte contre les discriminations des travailleurs et des travailleuses âgés, autant je souhaiterais que la même chose soit faite pour les discriminations à l'égard des femmes en général.

Deuxièmement, les travailleurs et travailleuses âgés représentent effectivement, pour les budgets des unités administratives, un coût plus élevé - heureusement, d'ailleurs, en raison de l'évolution salariale et de la rémunération de l'expérience. Ces mêmes unités administratives sont soumises, année après année, à des coupes budgétaires qui restreignent leur budget. Dès lors, si nous souhaitons qu'une politique soit menée en faveur d'un personnel le plus adéquat et le plus expérimenté possible dans l'administration, il faut aussi lui en donner les moyens. Ainsi, ce Parlement devrait garder cette réflexion en tête lorsqu'il adopte des coupes à la hache dans tous les budgets de l'administration, qui sont généralement, vous le savez, répercutés sur le personnel, car c'est là un des leviers les plus flexibles.

Keller-Sutter Karin · BR-F · Consiglio federale · San Gallo

Der Bundesrat ist sich bewusst, dass es Formen von Altersdiskriminierung in Organisationen grundsätzlich geben kann. Beim Bund ist es so, dass aktuell über 40 Prozent der Mitarbeitenden der Bundesverwaltung 50 Jahre alt oder älter sind. Diese Mitarbeitenden sind bedeutende Leistungsträgerinnen und Leistungsträger. Um ihr Potenzial zu nutzen, werden ihnen unter anderem flexible Laufbahnen und die Beschäftigung bis zum Pensionierungsalter oder darüber hinaus - das ist gar nicht so selten - ermöglicht. Ebenso sind sie angesichts der demografischen Entwicklung unverzichtbar für den Wissenstransfer.

Ich würde jetzt einmal sagen, dass wir nicht das Problem der Altersdiskriminierung haben. Wir haben das Problem, dass 40 Prozent der Angestellten über 50 Jahre alt sind und infolge Pensionierung ausscheiden werden.

Es wurde jetzt gesagt, es gibt Leute, denen gesagt wird, sie dürfen dann nicht weitermachen im Militär. Die Postulantin spricht von 55 plus. Ich war einmal Militärdirektorin und habe jeweils die Soldaten und Offiziere verabschiedet. Es war niemand mit dem Alter 55 plus dabei. Ich glaube, das ist nicht das richtige Thema für das Problem, das Sie hier adressieren.

Wir haben auf personalstrategischer wie operativer Ebene sehr viel gemacht, gerade um eben diese Leute, die 50-jährig und älter sind, halten zu können. Denn für uns ist das ein Problem. Wir werden ja auch immer wieder kritisiert, wir seien mit den Lohn- und Arbeitsbedingungen in Konkurrenz zur Privatwirtschaft. Aber für uns ist es eben auch wichtig, dass wir gute Leute, die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger sind, behalten können, dass sie nicht zu früh in Pension gehen, sondern im Gegenteil die Anreize nutzen, länger zu arbeiten. Wir haben hier Massnahmen im Hinblick auf Weiterbildung, Weiterbeschäftigung, Vereinbarkeit, Führung und Gesundheit umgesetzt, die eine mögliche Altersdiskriminierung verhindern.

Ich kann Ihnen auch noch ein konkretes Beispiel nennen. Für die Pensionskassenbeiträge wird z. B. den Bundesämtern ein Standardsatz weiterverrechnet. Das heisst, dass es keinen Negativanreiz für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmender gibt, sondern alle den gleichen Ansatz haben. Und im Rahmen des Personalcontrollings sowie von Personalbefragungen erhebt die Bundesverwaltung auch regelmässig Daten. Diese Quellen zeigen keine Hinweise auf altersabhängige Auffälligkeiten.

Ich bitte Sie, von einem Bericht abzusehen, der sehr aufwendig wäre. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man sich einmal in der GPK dieser Frage annimmt. Das wäre vielleicht zielführender, als wenn die Verwaltung einen aufwendigen Bericht schreiben muss.

Jositsch Daniel · Mit-M · Consiglio degli Stati · Zurigo · Non iscritto

Entschuldigen Sie, wenn ich gegen die Gepflogenheit verstosse, nach dem Bundesrat respektive der Bundesrätin nicht mehr zu sprechen, aber ich wollte etwas korrigieren. Sie haben mich falsch verstanden, respektive ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Das Beispiel mit dem Militär hat nichts mit diesem Vorstoss, also mit Altersdiskriminierung, zu tun. Es gibt aber junge Leute, die sich für Stellen beworben haben und die man nicht genommen hat mit der Begründung, sie seien im Militär zu sehr engagiert. Ich glaube, es wäre sinnvoll, wenn vonseiten der Landesregierung der Verwaltung mitgeteilt würde, dass es nicht die Idee ist, dass Bundesbetriebe Leute nicht anstellen, weil sie im Militär weitermachen.

Votazione

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 30 Stimmen

Dagegen ... 12 Stimmen

(1 Enthaltung)