Portata: Non è stato analizzato come le decisioni successive abbiano trattato questa decisione. Nessuna delle 2 decisioni citanti è stata analizzata.

49 II 1

1. Urteil der II. Zivilabteilung vom 15. Peobruar 1923

Sachverhalt

I. i. S. Baumgartner gegen Banmgartnor, Art. 334 und 633 ZGB : Abgesehen von den Fällen der Art. 334 und 633 steht dem mündigen Kinde, das seine Arbeitskraft den Eltern zur Verfügung gestellt hat, kein LohnansPpruch Zu, es sei denn, dass es mit den Eltern einen Dienstvertrag abgeschlossen hat.

A. — Der 1889 geborene Kläger Jakob Baumgartner lebte bis 1922 in der Familiengemeinschaft seiner Eltern auf dem in Obersteinmaur gelegenen väterlichen Heimwesen. Im Jahre 1922 verkaufte Vater Baumgartner sein Besitztum an einen Schwiegersohn, der seinerseits in der Folge den Kläger vom Hofe wegweisen liess.

Mit der vorliegenden Klage verlangt der Kläger von seinem Vater gestützt auf Art. 295, 334 und 633 ZGB 5000 Fr. Lohn für die seit seiner Mündigkeit für ihn geleistete Arbeit.

Der Beklagte beantragte Abweisung der Klage, da das ZGB keine Bestimmung enthalte, wonach mündige Kinder von ihren Eltern für geleistete Arbeit Lohn verlangen können, es sei denn, dass gegen die Eltern ‘eine Pfändung erwirkt, oder dass der Konkurs über sie eröffnet worden sei.

B. — Beide kantonalen Instanzen, das Obergericht mit Urteil vom 7. Oktober 1922, haben die Klage abgewiesen.

C. — Gegen das obergerichtliche Urteil hat der Kläger die Berufung an das Bundesgericht ergriffen unter 2 Familienrecht. N® 1.

Wiederaufnahme des vor den Kantonalen Gerichten gestellten Begehrens.

Erwägungen

1. Der Kläger behauptet nicht, dass zwischen ihm und seinem Vater ein Dienstvertragsverhältnis begründet worden sei. Seine Forderung kann sich daher nicht auf die Grundsätze des Dienstvertragsrechtes, sondern nur auf die Normen, die das ZGB für die Familiengemeinschaft der Eltern und Kinder aufstellt, stützen. Von diesen Normen fällt der in erster Linie angerufene Art. 295 ZGB schon deswegen ausser Betracht, weil er nur das Verhältnis der Eltern zu unmündigen Kindern regelt. Lohnansprüche der mündigen Kinder sind dagegen in Art. 334 und 633 ZGB vorgesehen. Allein die Voraussetzungen beider Vorschriften s1nd im vorliegenden Falle nicht erfüllt. Art. 334 bestimmt ausdrücklich, der Anspruch der Kinder könne nur auf dem Wege der Anschlusspfändung -oder im Konkurse von Vater oder Mutter geltend gemacht werden, und Art. 633 verweist die Kinder auf den Weg der Ausgleichung bei der Teilung des elterlichen Nachlasses.

2. Der Kläger will denn auch offenbar nicht den Standpunkt einnehmen, sein Anspruch lasse sich unmittelbar auf Art. 334 und Art. 633 ZGB stützen. Vielmehr betrachtet er die beiden Bestimmungen als Ausfluss eines allgemeinen Grundsatzes, wonach im Haushalt der Eltern arbeitende Kinder ebensogut AnSpruch auf angemessenen Lohn haben wie Drittpersonen, die den Eltern ihre Arbeitskraft auf Grund eines Dienstvertrages zur Verfügung stellen.

Hiebei verkennt jedoch der Kläger den grundsätzlichen Unterschied, der zwischen einem solchen vertraglichen Dienstverhältnis und dem familienrechtlichen Verhältnis der Eltern zu den Kindern besteht. Während dem ersteren in der Hauptsache ökonomische Interessen zu Grunde liegen, fallen für das letztere namentlich Familienrecht. Ne 1, : Jdie moralischen Verpflichtungen der Kinder gegenüber den Eltern in Betracht. Auch ist die besondere Stellung zu berücksichtigen, die die Kinder im Haushalt einnehmen und endlich darf nicht übersehen werden, dass die Kinder mit Rüeksicht auf ihre Erbrechte bis zu einem gewissen Grade ihren eigenen Interessen dienen, wenn sie ihre Arbeitskraft der Familiengemeinschaft zur Verfügung stellen. Insbesondere gilt dies für landwirtschaftliche Gewerbe, wo in vielen Fällen die Prosperität des Betriebes durch die Mitarbeit der mündigen Kinder bedingt ist.

Diese besonderen Verhältnisse schliessen zum vorneherein eine Gleichstellung der Hauskinder mit vertraglich angestellten Dritten aus. Wenn daher der Gesetzgeber in zwei besonderen Fällen einen Lohnanspruch mündiger Kinder statuierte, so0 wollte er damit nicht einen der obligationenrechtlichen Auffassung entsprechenden allgemeinen Grundsatz zum Ausdruck bringen, sondern vielmehr diejenigen Fälle erschöpfend aufzählen, in denen eine Forderung der Kinder anerkannt sein sollte.

Diese Auffassung wird durch die Materialien in einwandfreier Weise bestätigt. Sowohl die Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung vom 28. Mai 1904 (S. 41) als die Ausführungen der Referenten im Nationalrat (Stenog. Bull. 1905 S. 851) gehen davon aus, dass mangels besonderer Abmachung den Kindern grundsätzlich ein Lohnanspruch nicht zustehen solle, dass aber aus Billigkeit hievon eine Ausnahme gemacht werden müsse, wenn Dritte auf das Vermögen der Eltern greifen oder wenn bei der Teilung Kinder, die ihre Arbeitskraft den Eltern zur Verfügung gestellt, sich mit anderen auseinandersetzen müssen, die sie in eigenem Interesse verwendet haben.

Übrigens zeigt schon die Gleichstellung der Zuwendung von Arbeitskraft und Zuwendung von Einkünften in Ari. 334 und 633, dass es sich dabei um Sondervorschriften handelt, die insbesondere dazu be- 4 Familienrecht, N® 2.

stimmt sind, zu verhindern, dass Dritte aus der Erfüllung von Pietätspflichten der Kinder zu deren Schaden Gewinn ziehen. Diese Auffassung hat das Bundesgericht für Art. 633 schon in seinem Urteil i. S. Herzog gegen Herzog vom 12. Oktober 1922 (PRAx1s XI 5.415) festgelegt, indem es darauf hinwies, der Anspruch des Kindes gelange erst dann zur Existenz, wenn bei der Teilung festgestellt worden sei, dass eine Ausgleichung der Billigkeit entspreche.

Endlich aber wäre es nicht verständlich, warum der Gesetzgeber die beiden Spezialfälle der Art. 334 und 633 in das Gesetz aufgenommen hätte, wenn er davon ausgegangen wäre, es stehe den Kindern allgemein für geleistete Arbeit ein Lohnanspruch zu. Sowohl die Möglichkeit einer Teilnahme an den gegen die Eltern gerichteten Betreibungen als das Recht zur Geltendmachung einer Forderung bei der Erbteilung wären dann selbstverständlich gewesen (vgl. auch BI. für zürch. Rechtsprechung 28 S. 167; J.-Z. 13 S. 298).

Dispositiv

Demnach erkennt das Bundesgericht - Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 7. Oktober 1922 bestätigt.

2. Arrôt de la IT Section civils du 15 mars 1923 dans la cause Oran contre Dams Ámoz-Droz.

Celui qui a pris l’engagement de payer une pension alimentaire en faveur d’un enfant naturel bien qu’il dût admettre la possibilité que la mère, vu sa conduite légère, a eu des relations sexuelles encore avec d’autres individus que lui pendant la période de conception, ne saurait se prévaloir d’erreur essentielle sì, dans la suite, cette possibilité devient certitude.

A. — Le 12 mars 1921, moins de 180 jours après s0n mariage avec Hermann Ámez-Droz, dame Marie AmezFamilienrecht. Ne 2. . 5.

Droz, née Burri, a donné le jour à un enfant qui reçut les noms de Paul-Marcel. Invoquant l’art. 255 CC, le mari désavoua l’enfant et obtint gain de cause selon jugement du 4 octobre 1921 du Tribunal cantonal neuchâtelois.

Deux jours après la naissance de Paul-Marcel, soit le 14 mars 1921, Frédéric Grau a sìgné un acte intitulé « Engagement et reconnaissance », aux termes duquel il reconnaissait avoir eu dans le courant de l’année 1920 des relations sexuelles avec Marie Burri, devenue depuis lors dame Amez-Droz, et s’engageait à payer une pension alimentaire de 40 fr. par mois pour l’enfant, ainsi que des frais de couches et de trousseau.

En exécution de cet engagement, Grau a déjà payé 460 fr. Etant en retard pour le versement de la pension, B. Le 23 février 1922, Grau a intenté contre dame Amez-Droz et son fils Paul-Marcel une action tendante à ce qu’il plaise au Tribunal cantonal neuchâtelois :

1. « 1. Prononcer la nullité de la transaction passée » le 14 mars 1921 entre le défendeur et le demandeur » et par conséquent aussií la nullité de la reconnaissance » de dette par laquelle Frédéric Grau s'est engagé au » paiement des frais d'accouchement à dame Amez- » Droz et d’une pensíion en faveur de l’enfant Paul- » Marcel Burri.

2. » 2. Ordonner la restitution à Frédéric Grau d’une » Somme de 150 fr. payée à l’avocat Barrelet, en vertu » de la reconnaissance de dette précitée et d’une s0mme » de 310 fr. que Frédéric Grau a payée en vertu de la dite » Teconnaissance.

3. » 3. Déclarer que Frédéric Grau n’est pas débiteur » envers dame Amez-Droz ni de son fils mineur de la » dirigée contre lui, poursuite dont la mainlevée provi- » s0ire a été prononcée le 21 février 1922. »

A V’appui de ces conclusions le demandeur alléguait

Disposizioni modificate da allora

Questa decisione interpreta disposizioni il cui atto è stato nel frattempo nuovamente consolidato. Se sia cambiato l’articolo stesso non è registrato.

  • Codice civile svizzero, Art. 255, Art. 295, Art. 334 e Art. 633 — l’atto è stato nuovamente consolidato il 1 gennaio 2000, 1 gennaio 2001, 1 marzo 2002, 1 gennaio 2003, 1 aprile 2003, 1 gennaio 2004, 1 aprile 2004, 1 giugno 2004, 1 luglio 2004, 1 gennaio 2005, 1 giugno 2005, 1 gennaio 2006, 1 gennaio 2007, 1 maggio 2007, 1 luglio 2007, 1 dicembre 2007, 1 gennaio 2008, 1 luglio 2008, 5 dicembre 2008, 1 gennaio 2010, 1 febbraio 2010, 1 gennaio 2011, 1 gennaio 2012, 1 gennaio 2013, 1 luglio 2013, 1 luglio 2014, 1 gennaio 2016, 1 aprile 2016, 1 gennaio 2017, 1 settembre 2017, 1 gennaio 2018, 1 gennaio 2019, 1 gennaio 2020, 1 luglio 2020, 1 gennaio 2021, 1 gennaio 2022, 1 luglio 2022, 1 gennaio 2023, 23 gennaio 2023, 1 settembre 2023, 1 gennaio 2024, 1 gennaio 2025, 1 gennaio 2026 e 1 luglio 2026.

Citato in