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59 I 159

27. Urteil vom 8. Oktober 1933 i. S. Jaun gegen Rogierungsrat des Kantons Born, . Art. 86 Ziff. 3 OG. Gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide, wodurch eine Entmündigung oder eine Stellung unter Beistandschaft abgelehnt wird, kann wegen Verletzung von Bundesrecht die zivilrechtliche Beschwerde, also nicht auch die staatsrechtliche Beschwerde ergriffen werden.

Sachverhalt

A. — Die Vormundschaftsbehörde von Meiringen lehnte es ab, dem Rekurrenten auf sein Begehren einen Beistand für die Führung eines Prozesses zu bestellen. Hierüber beschwerte sich der Rekurrent zunächst beim Regierungsstatthalter von Oberhasli und über dessen ablehnenden Entscheid beim Regierungsrat des Kantons Bern. Auch dieser wies die Beschwerde am 23. Mai 1933 ab.

B. — Gegen den Entscheid des Regierungsrates hat Jaun die staatsrechtliche Beschwerde ergriffen mit dem Antrag auf Aufhebung.

Er macht geltend, dass Art. 372 ZGB willkürlich verletzt worden sel.

Erwägungen

Nach Art. 86 Ziff. 3 OG kann gegen letztinstanzliche Entscheide kantonaler Behörden wegen Verletzung von Bundesrecht in den Fällen von Entmündigung und Stellung unter Beistandschaft, sowie Aufhebung dieser Verfügungen (Art. 368-374, 392-397, 434 und 439 ZGB) die zivilrechtliche Beschwerde erhoben werden. Im vorliegenden Fall hat man es mit der Frage der Stellung unter Beistandschaft zu tun, so0 dass der Rekurrent den Entscheid des Regierungsrates wegen Verletzung des Art. 372 ZGB mit der zivilrechtlichen Beschwerde anfechten konnte. Dass 160 Staatarecht.

der Regierungsrat den Rekurrenten nicht unter Beistandschaft gestellt, sondern im Gegenteil diesge Massnahme abgelehnt hat, ändert hieran nichts, da nach dem Wortlaut und Inhalt des Art. 86 Ziff. 3 OG auch gegen Entscheide, die eine Entmündigung oder Stellung unter Beistandschaft ablehnen, die zivilrechtliche Beschwerde ergriffen werden kann. Da somit dieses Rechtsmittel dem Rekurrenten für seinen Beschwerdegrund zur Verfügung stand, go konnte er diesen Beschwerdegrund nicht mit dem staatsrechtlichen Rekurse, der nur ein gubsidiäres Rechtemitte! bildet, geltend machen.

Dispositiv

Demnach erkennt das Bundesgericht :

Aut die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Vel. auch Nr. 23. — Voir aussíi n° 23.

Regiatersachen. No 28, TÉI B. VERWALTUNGSUND DISZIPLINARRECHTSPFLEGE - JURIDICTION ADMINISTRATIVE ET DISCIPLINAIRE I. REGISTERSACHEN REGISTRES

Disposizioni modificate da allora

Questa decisione interpreta disposizioni il cui atto è stato nel frattempo nuovamente consolidato. Se sia cambiato l’articolo stesso non è registrato.

  • Codice civile svizzero, Art. 368, Art. 369, Art. 370, Art. 371, Art. 372, Art. 373, Art. 374, Art. 392, Art. 393, Art. 394, Art. 395, Art. 396, Art. 397, Art. 434 e Art. 439 — l’atto è stato nuovamente consolidato il 1 gennaio 2000, 1 gennaio 2001, 1 marzo 2002, 1 gennaio 2003, 1 aprile 2003, 1 gennaio 2004, 1 aprile 2004, 1 giugno 2004, 1 luglio 2004, 1 gennaio 2005, 1 giugno 2005, 1 gennaio 2006, 1 gennaio 2007, 1 maggio 2007, 1 luglio 2007, 1 dicembre 2007, 1 gennaio 2008, 1 luglio 2008, 5 dicembre 2008, 1 gennaio 2010, 1 febbraio 2010, 1 gennaio 2011, 1 gennaio 2012, 1 gennaio 2013, 1 luglio 2013, 1 luglio 2014, 1 gennaio 2016, 1 aprile 2016, 1 gennaio 2017, 1 settembre 2017, 1 gennaio 2018, 1 gennaio 2019, 1 gennaio 2020, 1 luglio 2020, 1 gennaio 2021, 1 gennaio 2022, 1 luglio 2022, 1 gennaio 2023, 23 gennaio 2023, 1 settembre 2023, 1 gennaio 2024, 1 gennaio 2025, 1 gennaio 2026 e 1 luglio 2026.

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