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Stadtratsbeschluss betreffend Konzept Jungbürgerfeier ab dem Jahr 2000
Stadtratsbeschluss vom 29. März 2000 betreffend Konzept Jungbürgerfeier ab dem Jahr 2000
Der Stadtrat hat folgendes Konzept beschlossen:
1.
Gestützt auf den rechtsgültigen Rückzug der Volksinitiative zur Beibehaltung der Jungbürgerfeier durch das Initiativkomitee gilt für die Jungbürgerfeiern ab dem Jahr 2000 folgendes Konzept:
Die Feier für Jungbürgerinnen und Jungbürger wird in zwei Teilen durchgeführt. Die Organisation liegt beim Stadtrat.
1. Teil: 18.30 bis 19.30 Uhr:
Information für Jungbürgerinnen und Jungbürger Offizieller Teil mit staatsbürgerlichem Gehalt
In diesem Teil werden die Rechte und Pflichten der zu Staatsbürgern- und Bürgerinnen gewordenen 18-Jährigen gewürdigt. Diese Würdigung kann von Feier zu Feier auf andere Art geschehen, bspw. durch eine Talkshow, durch ein Referat eines Mitgliedes des Stadtrates, mittels Medien usw. Es soll ein würdiger Teil sein, welcher staatsbürgerlich interessierte Jugendliche anspricht. Dieser Teil der Feier soll örtlich an einem anderen Ort durchgeführt werden als der zweite Teil, bspw. im Rathaus oder im Stadthaus, wo die offiziellen Behörden der Stadt Winterthur tagen. Die Organisation dieses Teils liegt beim Stadtrat. Er wird aber die Jungparteien und die politisch ausgerichteten Jugendorganisationen einbeziehen. Zusätzlich zu den Jungbürgerinnen und Jungbürgern werden zu diesem ersten Teil auch jene 18-jährigen Ausländer und Ausländerinnen eingeladen, die zu diesem Zeitpunkt ihr Einbürgerungsgesuch bereits eingereicht haben.
2. Teil: ab 19.45 Uhr:
Volljährigkeitsfest Unterhaltung mit Verpflegung
Die Stadt finanziert auch ein 18-Jährigenfest, zu welchem auch Ausländer und Ausländerinnen mit Aufenthaltsbewilligung B bzw. mit Niederlassung C eingeladen werden. Es wird ein attraktiver Unterhaltungsteil (bspw. politische Satire, Podiumsgespräch, Auftritte oder Präsentationen von Jungparteien) und eine Verpflegung angeboten. Dieser Teil soll die ganze Breite des Publikums der 18-Jährigen ansprechen. Organisiert wird er unter Mithilfe aller Jungparteien und der politisch ausgerichteten Jugendorganisationen. Dieser Teil wird an einem Ort durchgeführt, welcher sich für ein Fest von 18-Jährigen eignet.
2.
Der für eine solche zweiteilige Jungbürgerfeier zur Verfügung zu stellende Betrag wird ordentlich budgetiert. Der Betrag soll im Budget transparent gemacht werden, so dass das Parlament darauf entsprechend Einfluss nehmen kann.
3.
Dieses Konzept einer Jungbürgerfeier wird in der städtischen Erlasssammlung publiziert.
Im Namen des Stadtrates
Der Stadtpräsident: Dr. M. Haas
Der Stadtschreiber: Dr. P. Saile