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AC040086

Anhörung des Angeschuldigten im Zusammenhang mit der Erstellung eines Gutachtens

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AC040086/U/mb

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Bernhard Gehrig, die Kassationsrichterin Sylvia Frei, die Kassationsrichter Paul Baumgartner und Rudolf Ottomann sowie der Sekretär Lukas Künzli

Zirkulationsbeschluss vom 16. Dezember 2004

in Sachen

X.,

Angeklagter, Appellant und Beschwerdeführer verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Albrecht Metzger, Metzger + Wüst, Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich, 8001 Zürich, Anklägerin, Appellatin und Beschwerdegegnerin vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. Rolf Jäger,

betreffend fahrlässige Tötung etc.

Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil der II. Strafkammer des Ober- gerichts des Kantons Zürich vom 6. Mai 2004 (SB030305/U/hp)

Erwägungen

I.

1. Die I. Abteilung des Bezirksgerichts Dielsdorf sprach den geständigen Beschwerdeführer mit Urteil vom 18. Juni 2003 anklagegemäss der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB, der groben Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 34 Abs. 1 SVG, Art. 7 Abs. 1 Abs. 1 VRV, des Fahrens in angetrunkenem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG sowie des Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs im Sinne von Art. 93 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 29 SVG, Art. 57 Abs. 1 VRV, Art. 34 Abs. 2 lit. b und lit. c VTS, Art. 53 Abs. 1 VTS, Art. 56 Abs. 1 und 3 VTS, Art. 67 Abs. 1 und 2 VTS, Art. 219 Abs. 2 lit. a und lit. f VTS schuldig und bestrafte ihn mit 16 Monaten Gefängnis und einer Busse von Fr. 3'000.–. Das Bezirksgericht schob den Vollzug der Freiheitsstrafe nicht auf. Mit Beschluss gleichen Datums zog es zudem den sichergestellten Personenwagen "VW Golf" definitiv ein und überliess ihn zur gutscheinenden Verwendung der Kantonspolizei Zürich (vgl. OG act. 33).

2. a) Gegen das Urteil des Bezirksgerichts liess der Beschwerdeführer die Berufung erklären. Im Anschluss an die Berufungsverhandlung vom 2. September 2003 beschloss die II. Strafkammer des Obergerichts die Einholung eines ärztli- chen Gutachtens über den körperlichen und geistigen Zustand des Beschwerde- führers, dessen Zurechnungsfähigkeit zur Zeit der Tat sowie über die Zweckmä- ssigkeit einer Massnahme nach Art. 44 StGB. Gleichzeitig bestellte sie Dr. med. Munira Haag-Dawoud, Abteilungsleiterin der Verkehrsmedizin und klinischen Fo- rensik am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich, als Gutachterin. Den entsprechenden Beschluss vom 2. September 2003 teilte das Obergericht den Parteien schriftlich mit (vgl. OG Prot. S. 20 bzw. OG act. 43-44).

b) Mit Brief vom 9. September 2003 erfolgte die Beauftragung der Gutachte- rin. Der Referent der II. Strafkammer des Obergerichts ersuchte Dr. Haag-

Dawoud, den von ihm beigelegten Fragenkatalog gestützt auf das Gutachten zu erstellen (vgl. OG act. 45 und 46). Vom Gutachtensauftrag sowie dem dazugehö- renden Fragenkatalog machte das Obergericht den Parteien keine Mitteilung.

c) Dr. Haag-Dawoud stellte das Gutachten am 18. November 2003 fertig (vgl. OG act. 47). Da sich den Ausführungen der Gutachterin die Empfehlung in Bezug auf einen allfälligen Strafaufschub nicht mit hinreichender Deutlichkeit ent- nehmen liess, ersuchte die II. Strafkammer des Obergerichts mit Schreiben vom 11. Dezember 2003 Dr. Haag-Dawoud, das Gutachten in diesem Punkt entspre- chend zu ergänzen (vgl. OG act. 50). Dieser Aufforderung kam die Gutachterin mit ihrer Eingabe vom 23. Dezember 2003 nach (vgl. OG act. 51).

d) Das Gutachten vom 18. November 2003 (OG act. 47) sowie das ergän- zende Gutachten vom 23. Dezember 2003 (OG act. 51) liess die II. Strafkammer des Obergerichts den Parteien mit Verfügung vom 12. Januar 2004 zur Stellung- nahme zukommen (vgl. OG act. 52). Der Verteidiger des Beschwerdeführers nahm mit Eingabe vom 2. Februar 2004 Stellung (vgl. OG act. 57), die Staatsan- waltschaft mit Eingabe vom 31. Januar 2004 (vgl. OG act. 56). Das Obergericht erachtete die Sache nach Eingang der beiden Stellungnahmen als spruchreif.

e) Mit Urteil vom 6. Mai 2004 bestätigte die II. Strafkammer des Oberge- richts den erstinstanzlichen Entscheid im Schuldpunkt. Sie bestrafte den Be- schwerdeführer neu mit 15 Monaten und 10 Tagen Gefängnis als Zusatzstrafe zum Strafbescheid des Untersuchungsamtes Altstätten vom 25. September 2003. Weiter ordnete die Vorinstanz eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (während des Strafvollzugs) an. Ferner bestätigte sie mit Be- schluss gleichen Datums den vorinstanzlichen Entscheid betreffend die Sicher- stellung des Personenwagens (vgl. OG act. 58 bzw. 60).

3. Gegen das obergerichtliche Urteil hat der Beschwerdeführer durch seinen (erbetenen) Verteidiger rechtzeitig kantonale Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet und begründet. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids hin- sichtlich Dispositiv-Ziffer 3 Satz 2 (Nichtaufschiebung des Strafvollzugs zwecks Durchführung der ambulanten Massnahme) (vgl. KG act. 1 S. 2). Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet (KG act. 11), die Staatsanwaltschaft (Be- schwerdegegnerin) auf eine Beschwerdeantwort (KG act. 12).

4. Der Beschwerdeführer legte gegen das Urteil des Obergerichts auch die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ein (vgl. KG act. 8).

II.

1. a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV bzw. seines Mitwirkungsrechts nach § 14 StPO, weil ihm das Obergericht die an die Gutachterin gestellten Fragen nicht vorweg zur Stel- lung von Ergänzungsfragen vorgelegt habe (vgl. KG act. 1 S. 3, Ziffer 2; S. 4, Zif- fer 6).

b)aa) Die geltend zürcherische Strafprozessordnung enthält zur Frage, in- wieweit der Angeschuldigte bereits bei der Erstellung der Fragen an den Gutach- ter mitwirken darf, keine ausdrückliche Regelung (vgl. § 109ff. StPO; vgl. HELFENSTEIN, Der Sachverständigenbeweis im schweizerischen Strafprozess, Dissertation Zürich 1978, S. 150f. m.H.). § 14 Abs. 1 StPO statuiert, dass ihm - dem Angeschuldigten - und seinem Verteidiger Gelegenheit geboten werden muss, allfälligen Einvernahmen des Sachverständigen beizuwohnen und an ihn Fragen zu richten, welche zur Aufklärung der Sache dienen können. Wird keine Einvernahme mit dem Sachverständigen durchgeführt, mithin die zu beantwor- tenden Fragen schriftlich gestellt, muss der Angeschuldigte jedenfalls Gelegenheit haben, Ergänzungsfragen an den Sachverständigen betreffend das (in Schriftform erstattete) Gutachten zu stellen (vgl. DONATSCH, in Donatsch/Schmid, Kommentar StPO ZH, Zürich 1997, N 3 zu § 127, vgl. auch N 24 zu § 115). Ein Parteirecht des Angeschuldigten darauf, bereits bei der Erstellung der schriftlichen Gutach- terfragen angehört zu werden, lässt sich aus § 14 Abs. 1 StPO somit nicht ablei- ten (vgl. auch HELFENSTEIN, a.a.O., S. 151).

bb) Der durch den verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) gewährte Minimalstandard besagt, dass die Verfahrensbetei- ligten das Recht auf Stellungnahme zu den Gutachterfragen haben. Es ist jedoch auch nach Art. 29 Abs. 2 BV nicht erforderlich, dass die Gelegenheit zur Mitwir- kung bereits bei der Auftragserteilung bzw. der Formulierung der Fragen einge- räumt wird. Grundsätzlich wird dem Gehörsanspruch ausreichend Rechnung ge- tragen, wenn die Verfahrensbeteiligten vor Ergehen des Endentscheids zum er- statteten Gutachten Stellung nehmen können und dabei Gelegenheit haben, Er- gänzungsfragen zu stellen (vgl. DONATSCH, in Donatsch/Schmid, a.a.O., N 23 zu § 115 m.H., vgl. auch N 3 zu § 127; vgl. Kass.-Nr. 89/362, Beschluss vom 31. Juli 1990, in Sachen StA, E. II/1; vgl. auch Kass.-Nr. 99/324S, Beschluss vom 21. Au- gust 2000, in Sachen F., E. II/2/1; vgl. im Ergebnis ebenso: Bundesgericht,1P.408/2003/err, Urteil vom 30. Oktober 2003, E. 4 [StPO BL]; vgl. auch: BGE 99 Ia 46f. [im Bereich des Verwaltungsverfahrens]; Bundesgericht, I 88/01, Urteil vom 28. August 2003, in Sachen T., E. 3/2 [im Bereich der Sozialversicherung]).

cc) Immerhin postulieren verschiedene Autoren im Interesse der Wahrheits- suche und aus Gründen der Verfahrensökonomie, die Verfahrensbeteiligten von Anfang an zu den dem Gutachter gestellten Fragen anzuhören, jedenfalls sofern dies die Untersuchung nicht erheblich erschwert oder dem Untersuchungszweck nicht zuwiderläuft (vgl. DONATSCH, a.a.O., N 23 zu § 115; vgl. HELFENSTEIN, a.a.O., S. 151 m.H.; vgl. auch SCHMID, Strafprozessrecht, Zürich 2004, N 667 m.H.).

c)aa) Aus dem einleitend geschilderten Ablauf ergibt sich (vgl. vorstehend E. I/2/b-d), dass der Beschwerdeführer bzw. sein Verteidiger noch vor Fällung des Endentscheids Gelegenheit hatten, sich umfassend zum Gutachten bzw. zum er- gänzenden Gutachten zu äussern. Die II. Strafkammer des Obergerichts liess den Parteien mit Verfügung vom 12. Januar 2004 das Gutachten vom 18. November 2003 (OG act. 47) sowie das ergänzende Gutachten vom 23. Dezember 2003 (OG act. 51) zur Stellungnahme zukommen (vgl. OG act. 52). Es war der Vertei- digung unbenommen, in jener Phase des Verfahrens Ergänzungsfragen an die Gutachterin zu stellen und/oder Kritik am Fragenkatalog zu üben. Damit war der Gehörsanspruch des Beschwerdeführers im vorliegenden Fall ausreichend ge- wahrt.

bb) Der Beschwerdeführer wendet insoweit ein, die Gutachterin habe eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 44 StGB als zweckmässig und einen gleichzeitigen Strafvollzug aus therapeutischer Sicht als wenig sinnvoll bezeich- net. Er habe daher gestützt auf das Gutachten davon ausgehen dürfen, dass sich die Vorinstanz für die ambulante Massnahme (unter Aufschub des Strafvollzugs) aussprechen würde. Mithin habe er keinen Anlass gehabt, die Ergänzungsfragen bereits im Rahmen seiner Stellungnahme vom 2. Februar 2004 (OG act. 57) zu stellen (vgl. KG act. 1 S. 4-5, Ziffern 7-8).

Der Einwand ist unbehelflich. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdefüh- rer bzw. sein Verteidiger in jener Phase keine sachliche Notwendigkeit für die Stellung von Ergänzungsfragen sah und seine Mitwirkungsrechte nicht nutzte, kann der Vorinstanz keinen Vorwurf gemacht werden (vgl. den mit dem vorliegen- den Fall vergleichbaren Bundesgerichtsentscheid 1P.408/2003/err, Urteil vom 30. Oktober 2003, E. 4/2). Es bleibt also dabei, dass die Vorinstanz den Ge- hörsanspruch des Beschwerdeführers ausreichend gewahrt hat, indem sie ihm bzw. der Verteidigung noch vor Fällung des Endentscheids Gelegenheit ein- räumte, sich umfassend zum Gutachten bzw. zum ergänzenden Gutachten zu äussern.

cc) Schliesslich drängte sich auch im Interesse der Wahrheitssuche und/ oder aus Gründen der Verfahrensökonomie keine vorgängige Anhörung des Be- schwerdeführers bzw. der Verteidigung zum Fragenkatalog auf. Es darf davon ausgegangen werden, dass der vorinstanzliche Referent aufgrund seiner Tätigkeit als Strafrichter selber wusste, worauf es bei der gutachterlichen Instruktion ankam und bei der Formulierung der Fragen nicht auf die Mitwirkung des Angeschuldig- ten angewiesen war. Inwiefern die Mitwirkung des Angeschuldigten bereits bei der Erstellung der Fragen wesentlich gewesen wäre und/oder einen entscheidenden Informationsgewinn in Bezug auf den zu begutachtenden Sachverhalt bedeutet hätte, ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde auch nicht näher erläutert. Abgesehen davon geht es in Fällen der vorliegenden Art um Gutachterfragen, welche immer wieder in gleicher oder ähnlicher Form gestellt werden und so eine in der Praxis bewährte Standardisierung erfahren haben (vgl. DONATSCH, a.a.O.,

N 21 zu § 115). Das Vorgehen des obergerichtlichen Referenten im Rahmen der Instruktion der Gutachterin gibt daher auch unter den Gesichtspunkten Wahr- heitssuche und/oder Verfahrensökonomie nicht zu Kritik Anlass.

2. a) Der Beschwerdeführer hält weiter dafür, dass ihm das Obergericht auch das Gutachten vom 18. November 2003 sowie das Schreiben vom 11. De- zember 2003 (Aufforderung zur Ergänzung des Gutachtens) vorweg unterbreiten und ihm Gelegenheit zur Stellung von Ergänzungsfragen hätte geben müssen (vgl. KG act. 1 S. 3, Ziffer 2; S. 4, Ziffer 6).

b) Das vorstehend unter E. II/1 Gesagte gilt mutatis mutandis auch in Bezug auf diese Rügen, und es bleibt festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keinen Nichtigkeitsgrund in Form einer Gehörsverweigerung oder einer Verletzung sei- nes Mitwirkungsrechts darzutun vermag.

3. Abschliessend ergibt sich, dass die Verteidigung keinen Nichtigkeitsgrund nachzuweisen vermochte. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

III.

Ausgangsgemäss werden dem Beschwerdeführer die Kosten des Kassa- tionsverfahrens auferlegt (vgl. § 396a StPO).

Dispositiv

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf:

Fr. 1'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: Fr. 197.-- Schreibgebühren, Fr. 171.-- Zustellgebühren und Porti.

3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, das Bezirksgericht Dielsdorf, I. Abteilung, das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdien- ste und das Schweizerische Bundesgericht, je gegen Empfangsschein.

KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH

Der Sekretär:

Disposizioni modificate da allora

Questa decisione interpreta disposizioni il cui atto è stato nel frattempo nuovamente consolidato. Se sia cambiato l’articolo stesso non è registrato.

  • Codice penale svizzero, Art. 44 e Art. 117 — letto nella versione del 1 agosto 2004; l’atto è stato nuovamente consolidato il 1 gennaio 2005, 1 febbraio 2005, 1 gennaio 2006, 1 aprile 2006, 1 luglio 2006, 1 dicembre 2006, 1 gennaio 2007, 1 gennaio 2008, 1 giugno 2008, 1 agosto 2008, 1 ottobre 2008, 5 dicembre 2008, 1 gennaio 2009, 1 febbraio 2009, 1 aprile 2009, 1 gennaio 2010, 1 dicembre 2010, 1 gennaio 2011, 1 luglio 2011, 1 ottobre 2011, 1 gennaio 2012, 1 luglio 2012, 16 luglio 2012, 1 ottobre 2012, 1 gennaio 2013, 19 marzo 2013, 1 aprile 2013, 1 maggio 2013, 1 luglio 2013, 1 gennaio 2014, 1 luglio 2014, 1 gennaio 2015, 1 gennaio 2016, 1 luglio 2016, 1 ottobre 2016, 1 gennaio 2017, 11 luglio 2017, 1 settembre 2017, 12 dicembre 2017, 1 gennaio 2018, 1 marzo 2018, 1 marzo 2019, 1 luglio 2019, 1 novembre 2019, 1 febbraio 2020, 3 marzo 2020, 1 luglio 2020, 1 luglio 2021, 1 gennaio 2022, 1 giugno 2022, 22 novembre 2022, 1 gennaio 2023, 23 gennaio 2023, 1 luglio 2023, 1 agosto 2023, 1 settembre 2023, 6 dicembre 2023, 1 gennaio 2024, 1 luglio 2024, 1 gennaio 2025, 1 agosto 2025, 1 gennaio 2026 e 12 giugno 2026.
  • Ordinanza concernente le esigenze tecniche per i veicoli stradali, Art. 53, Art. 56 e Art. 67 — letto nella versione del 1 giugno 2004; l’atto è stato nuovamente consolidato il 1 gennaio 2005, 1 marzo 2005, 1 ottobre 2005, 1 marzo 2006, 1 ottobre 2006, 1 novembre 2006, 1 febbraio 2007, 1 maggio 2007, 1 luglio 2007, 1 luglio 2008, 1 febbraio 2009, 1 aprile 2010, 1 luglio 2010, 1 gennaio 2011, 1 gennaio 2012, 1 maggio 2012, 1 gennaio 2013, 1 gennaio 2014, 1 aprile 2015, 1 giugno 2015, 1 gennaio 2016, 15 gennaio 2017, 1 febbraio 2017, 1 aprile 2017, 4 aprile 2017, 7 maggio 2017, 1 luglio 2017, 1 settembre 2018, 1 febbraio 2019, 19 febbraio 2019, 1 maggio 2019, 1 gennaio 2022, 1 aprile 2022, 1 giugno 2022, 15 luglio 2023, 1 aprile 2024, 1 settembre 2024, 1 gennaio 2025, 1 marzo 2025, 1 aprile 2025, 1 maggio 2025, 1 luglio 2025, 1 gennaio 2026, 30 aprile 2026 e 1 luglio 2026.
  • Legge federale sulla circolazione stradale, Art. 29, Art. 34, Art. 90, Art. 91 e Art. 93 — letto nella versione del 1 marzo 2004; l’atto è stato nuovamente consolidato il 1 gennaio 2005, 1 febbraio 2005, 1 dicembre 2005, 1 gennaio 2007, 1 maggio 2007, 1 gennaio 2008, 1 aprile 2008, 1 settembre 2008, 1 gennaio 2009, 1 gennaio 2010, 1 luglio 2010, 1 gennaio 2011, 1 gennaio 2012, 1 maggio 2012, 1 gennaio 2013, 1 luglio 2013, 27 dicembre 2013, 1 gennaio 2014, 1 giugno 2014, 11 giugno 2014, 1 luglio 2014, 1 gennaio 2015, 20 maggio 2015, 1 luglio 2016, 1 agosto 2016, 1 ottobre 2016, 1 settembre 2017, 1 gennaio 2018, 1 gennaio 2019, 1 gennaio 2020, 1 luglio 2023, 1 settembre 2023, 1 ottobre 2023, 1 gennaio 2024, 1 maggio 2024, 1 marzo 2025, 1 aprile 2025 e 1 luglio 2026.
  • Codice di diritto processuale penale svizzero, Art. 14, Art. 109ff e Art. 396a — letto nella versione del 1 aprile 2004; l’atto è stato nuovamente consolidato il 1 gennaio 2007, 1 gennaio 2008, 5 dicembre 2008, 1 gennaio 2009, 1 gennaio 2010, 1 gennaio 2011, 1 luglio 2011, 1 luglio 2012, 1 ottobre 2012, 1 febbraio 2013, 12 marzo 2013, 1 aprile 2013, 1 maggio 2013, 21 gennaio 2014, 1 luglio 2014, 25 novembre 2014, 1 gennaio 2015, 1 gennaio 2016, 1 luglio 2016, 1 ottobre 2016, 1 gennaio 2017, 1 settembre 2017, 1 gennaio 2018, 1 marzo 2018, 1 gennaio 2019, 1 marzo 2019, 1 febbraio 2020, 1 marzo 2021, 1 luglio 2021, 1 luglio 2022, 1 gennaio 2023, 23 gennaio 2023, 1 luglio 2023, 1 agosto 2023, 1 gennaio 2024, 1 luglio 2024 e 1 aprile 2025.
  • Ordinanza sulle norme della circolazione stradale, Art. 7 e Art. 57 — letto nella versione del 14 dicembre 2003; l’atto è stato nuovamente consolidato il 1 gennaio 2005, 1 febbraio 2005, 1 ottobre 2005, 1 marzo 2006, 1 gennaio 2007, 1 maggio 2007, 1 luglio 2007, 1 gennaio 2008, 1 gennaio 2010, 1 aprile 2010, 1 gennaio 2011, 1 luglio 2012, 1 ottobre 2012, 1 gennaio 2013, 1 gennaio 2014, 1 giugno 2015, 1 gennaio 2016, 1 aprile 2016, 1 ottobre 2016, 1 gennaio 2017, 15 gennaio 2017, 7 maggio 2017, 1 febbraio 2019, 1 gennaio 2021, 9 febbraio 2021, 20 maggio 2021, 1 aprile 2022, 15 luglio 2023, 1 aprile 2024, 1 gennaio 2025, 1 luglio 2025, 1 aprile 2026 e 1 luglio 2026.
  • Costituzione federale della Confederazione Svizzera, Art. 29 — letto nella versione del 8 febbraio 2004; l’atto è stato nuovamente consolidato il 2 marzo 2005, 27 novembre 2005, 21 maggio 2006, 1 gennaio 2007, 1 gennaio 2008, 30 novembre 2008, 17 maggio 2009, 27 settembre 2009, 29 novembre 2009, 7 marzo 2010, 28 novembre 2010, 1 gennaio 2011, 11 marzo 2012, 23 settembre 2012, 3 marzo 2013, 9 febbraio 2014, 18 maggio 2014, 14 giugno 2015, 1 gennaio 2016, 12 febbraio 2017, 24 settembre 2017, 1 gennaio 2018, 23 settembre 2018, 1 gennaio 2020, 1 gennaio 2021, 7 marzo 2021, 28 novembre 2021, 13 febbraio 2022, 1 gennaio 2024 e 3 marzo 2024.