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RRB Nr. 1551/2021

Kantonsschule Zürich Nord, Gesamtinstandsetzung, gebundene Ausgabe

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 15. Dezember 2021

1551. Kantonsschule Zürich Nord, Gesamtinstandsetzung (gebundene Ausgabe)

Erwägungen

A. Ausgangslage Die Schulanlage der Kantonsschule Zürich Nord in Zürich Oerlikon wurde 1975 erbaut und ist die derzeit grösste im Kanton. Sie wird von rund 2200 Schülerinnen und Schülern besucht und umfasst unter anderem drei Schultrakte, eine Mensa, Sporthallentrakte und das heutige Schulverwaltungsgebäude an der Birchstrasse 95. Nach über 45-jähriger Nutzungsdauer sind die Gebäude instandsetzungsbedürftig. Mit Beschluss Nr. 921/2017 hat der Regierungsrat für die Projektierung der notwendigen Gesamtinstandsetzung eine Ausgabe von Fr. 6 817 000 bewilligt. Ebenfalls bewilligte der Regierungsrat mit Beschluss Nr. 1360/2021 die Ausgaben für die Provisorien, die für die vorliegende Instandsetzung und für die Instandsetzung der Kantonsschulen Rämibühl sowie Freudenberg und Enge notwendig sind. Die Gebäudehülle und der Innenausbau haben das Ende ihrer Lebensdauer grösstenteils erreicht. Um die pädagogischen und organisatorischen Anforderungen der Schule langfristig abdecken zu können, drängt sich mit der anstehenden grosszyklischen Instandsetzung eine neue Aufteilung der Nutzflächen auf. Damit die heutigen Anforderungen ohne Erweiterung des bestehenden Gebäudevolumens erfüllt werden können, wird das zur Schulanlage gehörende Gebäude an der Birchstrasse 95 in die Nutzungsplanung einbezogen.

B. Projektbeschrieb Umfang der Arbeiten Die Schul- und Sporttrakte sowie die Mensa werden im Innern bis auf den Rohbau zurückgebaut und instand gesetzt. Sämtliche Elektroinstallationen sowie alle Anlagen im Bereich Heizung, Lüftung, Kälte und Sanitär werden vollständig ersetzt. Alle diese Bauteile haben die ordentliche Betriebsdauer weit überschritten und konnten in den letzten Jahren nur noch mit grossem Aufwand funktionstüchtig gehalten werden. Die bestehende Fernwärmeübergabestation wird vollständig erneuert.

Aus finanziellen Überlegungen und aus Gründen des Denkmalschutzes werden die Fassaden beibehalten und instand gesetzt. Dennoch wird die Gebäudehülle umfassend gedämmt: Die Dächer erhalten eine zusätzliche Dämmung und werden gesamthaft erneuert, die Fenster werden ersetzt und die Fassaden erhalten innenseitig eine Wärmedämmung. Ebenso werden die sechs Sporthallen instand gesetzt. Innenausbau Da die Zahl der Schülerinnen und Schüler statt der ursprünglich vorgesehenen 1500 seit Langem über 2000 beträgt, ist die bauliche Struktur stark abgenutzt. Die Schule umfasst 58 allgemeine Unterrichtszimmer, 15 Unterrichtszimmer für Naturwissenschaften, 27 weitere Räume für Naturwissenschaften (Praktikumszimmer, Sammlungen, Werkstätten usw.) sowie eine Vielzahl weiterer Unterrichts- und übriger Räume für andere Fachschaften (z. B. Informatik, Musik oder Bildnerisches Gestalten). Für alle diese Räume ist ein neuer Innenausbau nach dem heutigen Stand der Vorschriften und der Unterrichtstechnik zu erstellen (einschliesslich Brandschutz und hindernisfreies Bauen). Verbesserung der Raum- und Flächenausnutzung Ein Teil der Unterrichtsflächen wird innerhalb des vorhandenen Gebäudevolumens neu angeordnet und betrieblich optimiert. So werden die Naturwissenschaften zentral im Erdgeschoss angeordnet. Im ersten Obergeschoss werden die Schulleitung, die Verwaltung, der Lehrpersonenbereich, die Media-/Bibliothek und die Aufenthaltsräume angesiedelt. Durch den Umzug des Rektorats und der Verwaltung in das Hauptgebäude, mit dem eine Vielzahl an betrieblichen Vorteilen einhergeht (u. a. räumliche Nähe), wird das Gebäude an der Birchstrasse 95 frei. Hier entstehen für die Fachschaft Musik alle erforderlichen Räume einschliesslich besonderer Anforderungen im Bereich Akustik und Schalldämmung. In dieses Gebäude werden auch einzelne Informatikunterrichtsräume verlegt. Energieeinsparung, Umwelt Die baulichen Massnahmen, namentlich im Bereich der Gebäudehülle bzw. Wärmedämmung, haben positive Auswirkungen auf die Energiebilanz. Es ergibt sich eine Senkung des Energiebedarfs um rund 80%. Die Photovoltaikanlagen auf dem Dach mit einer Leistung von 570 kWp werden durch eine Aufständerung in eine höhere Position über der Dachoberfläche angehoben. Dies ermöglicht die Förderung der Biodiversität durch Pflanzungen und Rückzugsorte für Vögel und Insekten auf den Flachdächern.

Abgrenzungen, ausgeklammerte Gebäude Die 1995 errichtete Aula, das Gewächshaus und die Tiefgarage sind nicht Teil des Vorhabens, da diese erst später erstellt oder bereits instand gesetzt wurden. Dies gilt auch für die Umgebung zwischen dem Gebäude Birchstrasse 95, der Aula und der Tiefgarage.

C. Finanzierung Die Kosten für die Gesamtinstandsetzung der Kantonsschule Zürich ­Nord belaufen sich auf Fr. 123 200 000 (Stand Kostenvoranschlag vom 30. März 2021; Preisstand 1. April 2019, 1046,3 Punkte, Basis 1939, Zürcher Index der Wohnbaupreise) und weisen eine Genauigkeit von ±10% auf. Sie setzen sich wie folgt zusammen: Tabelle 1: Baukostenplan (BKP) BKP-Nr. Arbeitsgattung Kosten in Franken 0 Grundstück 1 Vorbereitungsarbeiten 15 250 000 2 Gebäude 72 459 000 3 Betriebseinrichtungen 6 682 000 4 Umgebung 6 547 000 5 Baunebenkosten 3 105 000 6 Reserve 10 389 000 9 Kunst am Bau 416 000 9 Ausstattung (einschliesslich Reserve) 8 352 000 Total (einschliesslich 7,7% MWSt) 123 200 000

Die Kapitalfolgekosten betragen jährlich Fr. 4 731 753, die sich aus Fr. 4 269 753 für Abschreibungen und Fr. 462 000 für Zinsen zusammensetzen, wobei der kalkulatorische Zins 0,75% beträgt. Tabelle 2: Kapitalfolgekosten Investitionskategorie Kostenanteil Nutzungsdauer Kapitalfolgekosten/Jahr (in Franken) (Bauteilgruppe) in Franken in % Jahre Abschreibung kalk. Zinsen Total Hochbauten Rohbau 1 14 245 949 11,56 80 178 074 53 422 231 496 Hochbauten Rohbau 2 15 324 597 12,44 40 383 115 57 467 440 582 Hochbauten Ausbau 42 856 322 34,79 30 1 428 544 160 711 1 589 255 Hochbauten Installationen 41 959 390 34,06 30 1 398 646 157 348 1 555 994 Hochbauten Kunst am Bau 461 742 0,37 10 46 174 1 732 47 906 Hochbauten Ausstattung 8 352 000 6,78 10 835 200 31 320 866 520 Total 123 200 000 100 4 269 753 462 000 4 731 753

In den Gesamtkosten von Fr. 123 200 000 sind die mit RRB Nr. 921/ 2017 bewilligten Projektierungskosten von insgesamt Fr. 6 817 000 enthalten. Der Beschluss ist bezüglich der Ausgabe aufzuheben.

Bei den Instandsetzungsmassnahmen handelt es sich um Ausgaben, die zur Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz nötig sind. Diese sind als gebundene Ausgaben im Sinne von § 37 Abs. 2 lit. b des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung (CRG, LS 611) zu bewilligen. Für das Projekt ist somit gemäss § 36 lit. b CRG eine gebundene Ausgabe von Fr. 123 200 000 durch den Regierungsrat zu bewilligen. Die Ausgaben für die Ausstattung des Projekts von Fr. 8 352 000 gehen zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen. Die Finanzierung des Bauprojekts über Fr. 114 848 000 erfolgt über die Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen. Für das Vorhaben sind im Budget 2021, im Budgetentwurf 2022 und im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2022–2025 folgende Beträge eingestellt: Tabelle 3: Verteilung pro Jahr (gemäss KEF/Budget) Investitionen (in Franken) 2021 2022 2023 2024 2025 2026 ff. Leistungsgruppe Nr. 8750 500 000 100 000 5 000 000 10 000 000 39 000 000 61 200 000 Leistungsgruppe Nr. 7301 8 400 000

Für die Projektierung wurden gestützt auf die Ausgabenbewilligung gemäss RRB Nr. 921/2017 bis Ende 2020 bereits Fr. 5 586 440.40 ausgegeben. Es sind durch die Gesamtinstandsetzung, die keine Volumenerweiterung umfasst, keine personellen und betrieblichen Folgekosten zu erwarten. Die betrieblichen Kosten werden durch den künftig besseren Gebäudezustand sinken.

Dispositiv

Auf Antrag der Baudirektion und der Bildungsdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Gesamtinstandsetzung der Kantonsschule Zürich Nord wird eine gebundene Ausgabe von Fr. 123 200 000 bewilligt. Davon gehen Fr. 114 848 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen, und Fr. 8 352 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen.

II. Dieser Betrag wird nach Massgabe des Zürcher Indexes der Wohnbaupreise gemäss folgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Indexstand April 2019)

III. RRB Nr. 921/2017 wird bezüglich der Ausgabenbewilligung von Fr. 6 817 000 für die Projektierung aufgehoben.

IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Bildungsdirektion und die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli

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