98.075
Convention de La Haye sur la protection des enfants
Jutzet Erwin · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo socialista
Das Haager Adoptionsübereinkommen vom 29. Mai 1993 will sicherstellen, dass internationale Adoptionen zum Wohle des Kindes geschehen und dessen Grundrechte gewahrt werden. Es geht insbesondere auch darum, die Entführung von Kindern und den Handel mit Kindern zu verhindern.
Diesem Zweck dient ein institutionalisiertes System der Zusammenarbeit zwischen den Vertragsstaaten. Es geht um eine Art Rechtshilfeabkommen. Umgesetzt wird dabei die Zusammenarbeit über zentrale Behörden in jedem einzelnen Staat. Das Abkommen sieht eine Aufgabenteilung zwischen dem Heimat- und dem Aufnahmestaat vor. Es verpflichtet die Vertragsstaaten, die vertragskonformen Adoptionen anzuerkennen. Nicht geregelt wird im Übereinkommen die Frage, von wem und nach welchem Recht eine Adoption auszusprechen sei. Grundsätzlich hat der Heimatstaat den Vorrang, wenn er die Zuständigkeit beansprucht.
Für die Umsetzung des Übereinkommens schlägt uns der Bundesrat ein Gesetz vor. Dieses regelt namentlich die Zuständigkeiten und das Verfahren. Zudem werden Massnahmen zum Schutze des Kindes bei internationalen Adoptionen vorgesehen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um Kinder aus den Vertragsstaaten handelt oder nicht. Schliesslich schlägt der Bundesrat auch Anpassungen des Adoptionsrechtes im ZGB vor.
Die Kommission für Rechtsfragen schlägt Ihnen einstimmig die Annahme des Gesetzentwurfes mit den von ihr beantragten Änderungen und Ergänzungen vor. Auf diese werde ich bei den einzelnen Artikeln zu sprechen kommen.
Ménétrey-Savary Anne-Catherine · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo ecologista
L'objectif principal de la Convention de La Haye sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale ainsi que de la loi fédérale qui l'accompagne est de prévenir le trafic d'enfants. Il s'agit de mettre si possible un terme aux voyages de futurs parents partant acheter des enfants à l'étranger. On nous a même fait remarquer en commission qu'on peut aussi acheter des enfants sur Internet, notamment des enfants roumains pour 18 000 francs s'ils sont bien portants, pour 12 000 francs s'ils sont malades. Ce sont des situations totalement indignes et inacceptables auxquelles il faut mettre un terme.
Par ailleurs, on sait qu'il existe des intermédiaires peu scrupuleux qui se muent en importateurs d'enfants. A cet égard, d'ailleurs, je le dis en passant, nous avons constaté que l'ordonnance sur l'activité d'intermédiaires en matière d'adoption désigne ces bureaux de médiation comme des offices de placement. Cette expression nous paraît malencontreuse, car elle prête à confusion.
La Convention de La Haye vient au moment opportun, car l'adoption d'enfants étrangers est actuellement en forte augmentation. Elle représente les deux tiers des adoptions en Suisse. Cette tendance à la hausse inquiète certains collègues de la commission. Ils ont tenu à exprimer leur réticence face au développement de ce mode d'adoption et à la recherche d'enfants de cultures très différentes de la nôtre, parce qu'on peut craindre qu'on ne fasse ainsi des déracinés et des enfants qui auront toute leur vie des problèmes d'identité.
La Convention de La Haye et la loi qui l'accompagne veulent justement introduire suffisamment de garanties pour éviter que les adoptions ne se fassent à la légère. Dans la consultation qui a précédé l'élaboration du projet que nous discutons aujourd'hui, plusieurs voix se sont fait entendre pour déplorer la lenteur des procédures et la complication résultant du fait que les instances cantonales et fédérales se superposent. C'est un fait, et la commission l'a admis, qu'avec cette loi les adoptions ne seront pas plus simples, ni plus rapides, mais elles seront plus sûres. L'objectif n'est pas la rapidité et encore moins la précipitation. Les échecs dans l'adoption sont toujours dommageables, même si généralement on trouve d'autres familles d'adoption. On nous a, par exemple, signalé le cas d'une mère adoptive qui ne supportait pas l'odeur de son enfant africain. Est-ce que cela fait partie des impondérables ou de l'imprévisible? Je ne le sais pas, mais cela ne peut qu'alimenter nos craintes.
Cela dit, il convient de prêter attention au fait que, au-delà d'un certain seuil de difficultés, le danger existe que les parents qui souhaitent adopter un enfant passent par des filières non réglementées par la convention, ce qui serait aussi regrettable. Donc, notre marge de manoeuvre est relativement limitée.
Je voudrais signaler, pour terminer, que les travaux de la commission ont été constamment influencés par la nécessité d'harmoniser les procédures d'adoption, qu'il s'agisse d'adoption d'enfants étrangers avec des pays signataires de la convention, d'adoption d'enfants étrangers avec des pays qui ne sont pas signataires de la convention ou d'adoption en Suisse. C'est pourquoi les dispositions de la loi que nous avons introduites ici sont aussi reportées dans le Code civil; nous en parlerons tout à l'heure.
Sur trois points, les dispositions prévues par le projet et décidées par le Conseil des Etats ont été modifiées par notre commission: le statut des intermédiaires dans l'adoption - qui passe à la Confédération -, la protection du statut de l'enfant, et la garantie pour l'enfant d'avoir un droit à l'information sur ses origines - nous y reviendrons dans l'examen de détail.
Metzler Ruth · BR-F · Consiglio federale · Appenzello Interno
Die Motivationen für eine Ratifikation der Haager Konvention durch die Schweiz beruhen zum einen auf der Überlegung, dass internationale Adoptionen in der Schweiz an Zahl und Bedeutung die nationalen Kindesannahmen bei weitem übertreffen. Die schweizerische Adoptionspolitik hat sich daher auch an den Gegebenheiten der internationalen Verhältnisse zu orientieren. Zum anderen lassen sich eine effiziente Zusammenarbeit und eine ebenso effiziente Eindämmung von Missbräuchen auf internationaler Ebene nur auf staatsvertraglichem Wege regeln. Tatsache ist, dass die schweizerischen Behörden heute nur über sehr beschränkte Möglichkeiten verfügen, um zu kontrollieren, ob die Bedingungen für die Aufnahme eines ausländischen Kindes in der Schweiz in dessen Heimatstaat korrekt waren. Gerade hier aber wird der neue Staatsvertrag Abhilfe schaffen können, da eine enge Zusammenarbeit zwischen den Behörden der Herkunftsstaaten und jenen der Aufnahmestaaten vorgesehen ist. Mit den staatsvertraglichen Mechanismen lassen sich unsaubere Machenschaften nicht restlos unterbinden, diese werden aber zweifellos erheblich erschwert. Dadurch werden Adoptionen im Verhältnis zu Vertragsstaaten so nicht unbedingt einfacher und leichter, wohl aber sicherer und vertrauenswürdiger.
Bei der Umsetzung des Staatsvertrages in der Schweiz ist der Bundesrat insbesondere zwei Leitlinien gefolgt:
1. Es geht darum, effiziente Abläufe zu schaffen und dabei bestehende Verfahren, soweit sie sich bewährt haben, zu nutzen. Dies lässt sich dadurch erreichen, dass ein Bundesgesetz die Verfahrensabläufe klarstellt und das notwendige Zusammenspiel von multilateraler Konvention, nationalen Gesetzen - ZGB und IPRG also - und Verordnungen ordnet. Der Bundesrat will die Zuständigkeit für internationale Adoptionen auf kantonaler Ebene konzentrieren und damit straffen, die bestehenden Synergien aber gleichzeitig sinnvoll einsetzen. Insbesondere betrifft das auch die Position und den Aufgabenbereich der Adoptionsvermittlungsstellen, wo der Ständerat - im Sinne einer Klarstellung - eine Modifikation des bundesrätlichen Entwurfes beschlossen hat.
2. Es geht darum, keine unnötigen Unterschiede zu schaffen, je nachdem, woher das zu adoptierende Kind stammt. Auch nach einer Ratifikation des Haager Übereinkommens durch die Schweiz wird es weiterhin Fälle geben, in denen in der Schweiz Kinder aus Nichtvertragsstaaten adoptiert werden sollen. Da ist nicht einzusehen, weshalb das Kindeswohl - das allen Adoptionen zugrunde liegen muss - unterschiedlichen Parametern folgen soll, je nachdem, ob das Kind aus der Schweiz oder aus dem Ausland, aus einem Vertragsstaat der Haager Konvention oder aus einem Nichtvertragsstaat stammt. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb der Bundesrat Ihnen, zusätzlich zum Bundesbeschluss über die Genehmigung des Staatsvertrages, auch den Erlass eines Bundesgesetzes vorschlägt. So wird erreicht, dass zwischen den verschiedenen Adoptionskategorien keine allzu grossen Regelungsdivergenzen entstehen.
Im Zuge der Neuorientierung im schweizerischen Adoptionswesen soll auch das ZGB punktuell modifiziert werden. Es betrifft dies zwei Punkte: Die Behandlung internationaler Adoptionen soll künftig bei einer einzigen kantonalen Behörde konzentriert werden, und die heute zweijährige Probezeit soll auf ein Jahr verkürzt werden. Der Ständerat und Ihre Kommission sind dem bundesrätlichen Konzept gefolgt und haben das Gesamtpaket - also Ratifikation des Übereinkommens, Erlass eines Einführungsgesetzes und Modifikation des ZGB - einstimmig gutgeheissen.
Ich bitte Sie, auf diese Vorlage einzutreten.
Seiler Hanspeter · P-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
1. Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
1. Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
Detailberatung - Examen de détail
Titel und Ingress, Art. 1
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 2
Antrag der Kommission
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 2
....
f. die Tätigkeit von Vermittlungsstellen bei den internationalen Adoptionen zu bewilligen und die Aufgaben festzulegen, die ihnen übertragen werden können.
Art. 2
Proposition de la commission
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2
....
f. autoriser l'activité d'intermédiaires dans l'adoption internationale et déterminer les tâches qui peuvent leur être confiées.
Jutzet Erwin · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo socialista
Die Kommission schlägt Ihnen in Absatz 2 eine neue Litera f vor. Es geht um die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen in Bezug auf die Tätigkeit von Vermittlungsstellen bei internationalen Adoptionen.
Die Kommission beantragt Ihnen, die Kompetenz für die Bewilligung von solchen Vermittlungsstellen dem Bund zu übertragen. Gleichzeitig soll der Bund auch die Aufgaben festlegen, die diesen Vermittlungsstellen übertragen werden können. Bereits die Expertenkommission für das neue Adoptionsrecht machte vor etwa dreissig Jahren diesen Vorschlag. Man hat dann aber den Kantonen die Kompetenzen belassen.
Es gilt zu unterstreichen, dass wir weiterhin eine dezentrale, duale Struktur haben werden, wenn es darum geht, die so genannte "enquête sociale" durchzuführen und im einzelnen Fall die Adoption auszusprechen. Bei der Bewilligungserteilung für Vermittlungsstellen soll aber die zentrale Behörde des Bundes zuständig sein. Es geht hier um internationale Adoptionen, und hier ist eben der Bund Ansprechpartner, es sind nicht die einzelnen Kantone. Die heutigen Vermittlungsstellen werden zwar in einem Kanton bewilligt, können dann aber aufgrund der Freizügigkeit Adoptionen in allen anderen Kantonen vermitteln.
Ein weiterer Grund für die Zentralisierung liegt darin, dass man den Vermittlungsstellen auch Aufgaben zuteilen kann, z. B. die Verhältnisse im Ausland, in einem bestimmten Land, genau zu prüfen.
Die Kommission schlägt Ihnen diese Änderung ohne Gegenstimme vor. Diese Änderung bewirkt ebenfalls eine Änderung von Artikel 269c ZGB. Der Bundesrat möchte es offenbar bei dieser Änderung des ZGB bewenden lassen. Die Kommission hat diese Frage eingehend diskutiert und ist zum Schluss gekommen, Ihnen vorzuschlagen, Artikel 2 Absatz 2 Litera f des Bundesgesetzes zum Haager Adoptionsübereinkommen so stehen zu lassen. Es gibt einen praktischen Grund, dass die vorgeschlagenen Bestimmungen in diesem Gesetz bleiben sollen. Es geht nicht nur darum, dass "doppelt genäht" besser hält, sondern hier ist eben die Sedes Materiae für internationale Adoptionen. Es ist ein Service für den Bürger, wenn er nicht noch andere Gesetze konsultieren muss, sondern eben weiss, dass alles hier geregelt ist.
Nebst den praktischen Gründen gibt es auch materiellrechtliche Gründe, dass wir es hier regeln und nicht nur im ZGB. Nach der Revision von Artikel 269c ZGB regelt der Bund nur die Aufsicht über die Vermittlungsstellen. In Wirklichkeit hat er aber ein Monopol über die Bewilligung für diese Vermittlungsstellen. Das kommt in Artikel 269c nicht zum Ausdruck. Ein Weiteres kommt dazu: Gemäss dem Antrag der Kommission kann der Bund, anders als gemäss Artikel 269c, diesen Vermittlungsstellen auch Aufgaben übertragen.
Ich bitte Sie deshalb namens der einstimmigen Kommission, diesen Text so zu belassen.
Ménétrey-Savary Anne-Catherine · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo ecologista
Je voudrais juste apporter quelques compléments. Je crois que la question de l'activité des organes de médiation ou des intermédiaires dans l'adoption est une question assez importante. Leurs tâches sont très disparates, mais elles sont appréciées et, tenant compte de ce constat, la commission n'a pas voulu changer ce système. Je crois que c'est important de le préciser.
Il se trouve simplement que, dans le projet de loi tel que vous l'avez reçu, l'activité d'intermédiaire n'apparaît pas, n'est pas reconnue en tant que telle. Elle surgit brusquement à l'article 5, un peu comme un lapin d'un chapeau, et déjà le Conseil des Etats avait estimé que c'était important de mentionner les intermédiaires dans la loi et pas seulement dans le Code civil, à l'article 269c, comme il est proposé de le faire aussi.
Certains intermédiaires se limitent à la relation avec les pays d'origine des enfants, mais d'autres peuvent être chargés de réaliser l'enquête sociale sur les futurs parents ou un accompagnement éducatif des parents. Cette tâche nécessite des compétences, des qualifications qu'il faut absolument préciser, et c'est pourquoi, à l'article 2 alinéa 2 lettre f, nous proposons que la Confédération non seulement détermine les tâches, mais qu'elle accorde aussi les autorisations en ajustant les compétences aux tâches. Le prolongement dans l'article 269c du Code civil se justifie par le fait que cette exigence doit être posée à l'égard de toutes les formes d'adoption.
Je voudrais insister encore sur l'importance qu'il y a à ce que cette disposition figure aux deux endroits, dans la loi de même que dans le Code civil. Nous avons, en commission, plusieurs fois discuté de la fonction pédagogique d'une loi. Il nous paraît nécessaire que les gens qui se réfèrent à une loi y trouvent des réponses à leurs questions et ne soient pas toujours renvoyés à d'autres textes de loi. Cela nous paraît aussi très dommageable que la loi fasse simplement une allusion à des intermédiaires, sans préciser ce qu'on entend par là et comment ils fonctionnent.
C'est dans ce sens-là que la commission vous propose d'approuver non seulement, dans la loi, l'article 2 alinéa 2 lettre f, mais également la modification de l'article 269c du Code civil.
Metzler Ruth · BR-F · Consiglio federale · Appenzello Interno
Gemäss dem neuen Buchstaben f in Absatz 2 soll die zentrale Behörde des Bundes für die Bewilligung von Vermittlungsstellen bei internationalen Adoptionen zuständig sein und bestimmen, welche Aufgaben den Vermittlungsstellen übertragen werden können. Heute liegt die Zuständigkeit für Bewilligung und Aufsicht von Vermittlungsstellen bei den Kantonen. Unseres Erachtens kann das auch so bleiben. Sollte aber die Zuständigkeitsordnung tatsächlich geändert werden, muss die Regelung im ZGB erfolgen; ein entsprechender Antrag zu Artikel 269c ZGB liegt auch bereits vor. Nach Auffassung des Bundesrates ist bis heute nicht überzeugend begründet worden, dass eine Übertragung der Zuständigkeit für Bewilligung und Aufsicht auf den Bund wirklich notwendig ist. Auch wäre der Antrag mit Folgekosten verbunden, insbesondere weil eigens eine eidgenössische Rekurskommission geschaffen werden müsste, damit ein EMRK-konformer Rechtsschutz gewährleistet wäre. Sollte an der Kompetenzübertragung festgehalten werden, so bitte ich Sie, zu beachten, dass die von der Kommission beschlossene gesetzestechnische Lösung in jedem Fall unglücklich ist, weil meines Erachtens eine solche Regelung in das ZGB und nicht in das Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen gehört.
Ich bitte Sie deshalb, den Antrag der Kommission abzulehnen.
Seiler Hanspeter · P-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission .... 123 Stimmen
Für den Antrag des Bundesrates .... 2 Stimmen
Art. 3-7
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 8
Antrag der Kommission
Abs. 1
....
b. Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 2, 3
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 8
Proposition de la commission
Al. 1
....
b. Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2, 3
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Jutzet Erwin · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo socialista
Die Kommission hat sich von der Verwaltung überzeugen lassen, dass der Entwurf des Bundesrates kohärent ist und dem Anliegen des Ständerates, nämlich den Pflegekindern bei einem Scheitern der Adoption ein Aufenthaltsrecht zu gewähren, ebenfalls nachkommt. Es ist unbestritten, dass alle Pflegekinder einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung haben. Die Frage, ob die Eltern die zivilrechtlichen Voraussetzungen für die Aufnahme von Pflegekindern erfüllen, obliegt nicht der Fremdenpolizei, sondern den dafür zuständigen Behörden.
Wir beantragen Ihnen also Zustimmung zur Version des Bundesrates.
Ménétrey-Savary Anne-Catherine · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo ecologista
Dans la discussion en commission, de même que dans la consultation préalable à l'élaboration de cette loi, plusieurs personnes ont insisté sur la précarité du statut de l'enfant, surtout lorsque l'adoption n'a pas lieu. Cette précarité est très liée à la question d'un permis de séjour ou d'établissement.
Dans son article 5, la convention elle-même dit que l'adoption est autorisée si on a "constaté que l'enfant est ou sera autorisé à entrer et à séjourner de façon permanente" dans l'Etat d'accueil. Ceci signifiait qu'il devait y avoir un permis d'établissement. C'est ce que le Conseil des Etats a souhaité. Comme vient de le dire M. Jutzet, l'administration a préféré introduire cette modification dans la loi fédérale sur le séjour et l'établissement des étrangers plutôt que dans la loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale.
Il y a deux considérations qui motivent cette modification. D'une part, on ne voudrait pas donner une prime aux adoptions irrégulières ou illégales et, d'autre part, on ne voudrait pas créer d'inégalités de traitement vis-à-vis des enfants biologiques d'un couple étranger. Ces soucis ont donné lieu à une grande discussion dans la commission, justement parce qu'on voulait éviter cette précarité du statut de l'enfant placé en vue d'adoption, et encore davantage du statut des enfants qu'on fait venir dans notre pays peut-être de manière irrégulière et sans qu'ils y soient pour quelque chose.
L'administration nous a convaincus qu'il n'était jamais arrivé qu'on renvoie un enfant étranger, même si l'adoption n'avait pas lieu.
On peut considérer que cette garantie est insuffisante, mais néanmoins la commission s'est ralliée à cette manière de voir, non sans une certaine perplexité, puisque la solution proposée par l'administration a été acceptée par 10 voix sans opposition et avec 7 abstentions.
Seiler Hanspeter · P-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Angenommen - Adopté
Art. 9-18
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 19
Antrag der Kommission
Abs. 1
.... in einem Heim unter. Erfordert es das Kindeswohl, so kann es auch bei der Aufnahmefamilie bleiben, bis eine Lösung gefunden wird.
Abs. 2, 3
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 19
Proposition de la commission
Al. 1
.... dans un établissement. Si le bien de l'enfant l'exige, elle peut également le laisser dans la famille qui l'a accueilli, dans l'attente d'une solution.
Al. 2, 3
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Jutzet Erwin · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo socialista
Die Kommission hat hier eine Präzisierung angebracht. Es geht um Massnahmen, die bei einer Aufnahme ohne Bewilligung zu treffen sind. Konkret: Ein Ehepaar holt ohne Bewilligung ein Kind vom Ausland zur Adoption in die Schweiz. Diese Eltern sollen nicht besser gestellt werden als jene, welche den vielleicht mühsamen offiziellen Weg über Vermittlungsstellen und über die Behörden des Heimat- und Aufenthaltsstaates über sich ergehen lassen bzw. sich da durchringen.
Immerhin soll nicht der Gedanke des Sanktionierens dieses illegalen Tuns im Vordergrund stehen, sondern das Kindeswohl. Dieses kann es aber erfordern, dass solche Kinder den "Pflegeeltern" nicht weggenommen werden, um fremdplatziert zu werden. Der bundesrätliche Entwurf sah diese Möglichkeit implizit auch vor. Die Kommission möchte diesen Fall aber im Gesetz klar präzisieren, um allfälligen Missverständnissen vorzubeugen. Wichtig ist dabei die Präzisierung "bis eine Lösung gefunden wird", d. h., dass es sich grundsätzlich um ein vorübergehendes Verbleiben bei den "Pflegeeltern" handeln soll. Es gilt also weiterhin, dass sich das Schaffen eines Fait accompli nicht lohnen soll.
Seiler Hanspeter · P-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Angenommen - Adopté
Art. 20-28
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Änderung bisherigen Rechts
Modification du droit en vigueur
Ziff. 1
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. 2
Antrag der Kommission
Art. 264
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 268b Titel
Dbis. Adoptionsgeheimnis
Art. 268c Titel
Dter. Auskunft über die Personalien der leiblichen Eltern
Art. 268c Abs. 1
Hat das Kind das 18. Lebensjahr vollendet, so kann es jederzeit Auskunft über die Personalien seiner leiblichen Eltern verlangen; vorher kann es Auskunft verlangen, wenn es ein schutzwürdiges Interesse hat.
Art. 268c Abs. 2
Bevor die Behörde oder Stelle, welche über die gewünschten Angaben verfügt, Auskunft erteilt, informiert sie wenn möglich die leiblichen Eltern. Lehnen diese den persönlichen Kontakt ab, so ist das Kind darüber zu informieren und auf die Persönlichkeitsrechte der leiblichen Eltern aufmerksam zu machen.
Art. 268c Abs. 3
Die Kantone bezeichnen eine geeignete Stelle, welche das Kind auf Wunsch beratend unterstützt.
Art. 269c Titel
F. Adoptivkindervermittlung
Art. 269c Abs. 1
Der Bund übt die Aufsicht über die Vermittlung von Kindern zur späteren Adoption aus.
Art. 269c Abs. 2
Wer diese Vermittlung berufsmässig oder im Zusammenhang mit seinem Beruf betreibt, bedarf einer Bewilligung des Bundes; die Vermittlung ....
Art. 269c Abs. 3
Unverändert
Art. 269c Abs. 4
Verfügungen der Aufsichtsbehörde können mit Beschwerde bei der Rekurskommission für die Adoptionsvermittlung angefochten werden.
Art. 316 Abs. 1bis
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 12cbis Titel
Schlusstitel
4. Adoptionsvermittlung
Art. 12cbis Abs. 1
Die von der kantonalen Aufsichtsbehörde erteilten Bewilligungen bleiben bis zu ihrem Ablauf gültig.
Art. 12cbis Abs. 2
Die kantonalen Aufsichtsbehörden über die Adoptionsvermittlungsstellen übermitteln der Aufsichtsbehörde des Bundes unverzüglich alle die Aufsicht und die Bewilligungsverfahren betreffenden Akten, die innerhalb der letzten fünf Jahre vor Inkrafttreten der Änderung von Artikel 269c vom .... angelegt worden sind.
Ch. 2
Proposition de la commission
Art. 264
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Art. 268b titre
Dbis. Secret de l'adoption
Art. 268c titre
Dter. Information sur l'identité des parents biologiques
Art. 268c al. 1
A partir de 18 ans révolus, l'enfant peut obtenir les données relatives à l'identité de ses parents biologiques; il a le droit d'obtenir ces données avant ses 18 ans lorsqu'il peut faire valoir un intérêt légitime.
Art. 268c al. 2
Avant que l'autorité ou l'office qui détient les données demandées les communique à l'enfant, elle en informe les parents biologiques, dans la mesure du possible. Si ces derniers refusent de rencontrer l'enfant, celui-ci doit en être avisé et doit être informé des droits de la personnalité des parents biologiques.
Art. 268c al. 3
Les cantons désignent un office approprié chargé de conseiller l'enfant, à sa demande.
Art. 269c titre
F. Placement d'enfants en vue d'adoption
Art. 269c al. 1
La Confédération exerce la surveillance sur le placement d'enfants en vue de leur adoption future.
Art. 269c al. 2
.... une autorisation de la Confédération; le placement ....
Art. 269c al. 3
Inchangé
Art. 269c al. 4
Les décisions de l'autorité de surveillance peuvent faire l'objet d'un recours à la commission de recours pour l'activité d'intermédiaire en vue de l'adoption.
Art. 316 al. 1bis
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Art. 12cbis titre
Titre final
4. Activité d'intermédiaire en vue de l'adoption
Art. 12cbis al. 1
Les autorisations données par l'autorité cantonale de surveillance restent valables jusqu'à leur expiration.
Art. 12cbis al. 2
Les autorités cantonales de surveillance sur les intermédiaires en vue de l'adoption transmettent immédiatement à l'autorité fédérale de surveillance tous les dossiers concernant la surveillance et les procédures d'autorisation, déposés dans les cinq dernières années précédant l'entrée en vigueur de la modification de l'article 269c du ....
Ménétrey-Savary Anne-Catherine · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo ecologista
Il s'agit ici de modifier les dispositions concernant le secret de l'adoption. Quand on adopte un enfant noir, un enfant asiatique ou un enfant sud-américain, il y a forcément un moment où les problèmes d'identité prennent beaucoup de place. C'est vrai pour tous les enfants, mais là spécialement, quand un enfant constate sa différence, il souhaite bien entendu connaître ses origines. Ces questions qu'un enfant ou un enfant devenu adulte se pose par rapport à ses origines doivent être prises en compte. Il faut bien voir, d'ailleurs, qu'il ne s'agit pas que d'une information sur qui sont ses parents biologiques, mais souvent d'un désir de connaître leur parcours, leur histoire.
La convention de La Haye, à l'article 30, précise que les autorités compétentes d'un Etat doivent veiller à conserver les informations sur les origines de l'enfant, sur l'identité de ses parents et aussi conserver les données sur son passé médical. La convention, à l'article 30, dit encore ceci: "Elles assurent l'accès de l'enfant ou de son représentant à ces informations, avec les conseils appropriés, dans la mesure permise par la loi de leur Etat." Une proposition a donc été faite en commission d'inscrire ce droit dans la loi fédérale que nous discutons maintenant. Par souci d'harmonisation, encore une fois, avec les dispositions concernant les autres formes d'adoption, cette disposition a finalement trouvé sa place dans le Code civil, à l'article 268c. Personnellement, ça ne m'aurait pas gênée, pour les raisons que j'ai expliquées tout à l'heure, d'avoir les dispositions aux deux endroits. Peut-être que juridiquement ce n'est pas nécessaire, mais pour la compréhension du problème, ça m'aurait paru bienvenu.
La commission, par ailleurs, a admis que les parents biologiques doivent être informés de la recherche que l'enfant adopté peut faire sur ses origines. On aurait peut-être pu souhaiter que cette recherche se fasse en deux temps: d'une part, savoir qui sont les parents biologiques et, dans un deuxième temps, prendre éventuellement contact avec eux. Ce n'est pas comme ça que les choses sont formulées à l'article 268c du Code civil, mais la commission a adopté néanmoins cet article. On aurait aussi pu souhaiter que les parents adoptifs soient mis au courant de la démarche que fait leur enfant devenu majeur. Là non plus, ce complément n'a pas été pris en compte par la commission.
Je voudrais encore souligner que l'amendement proposé à l'article 268c du Code civil a été formulé de la même manière qu'il apparaît dans la loi sur la procréation médicalement assistée, parce que, là aussi, une harmonisation nous paraissait nécessaire, tout en tenant compte du fait que connaître son père sous forme d'un donneur de sperme n'est pas du tout la même chose que de connaître sa mère biologique, la mère qui a mis l'enfant au monde. Pourtant, cette formulation uniforme a été préférée par la commission.
C'est pourquoi nous vous recommandons d'adopter cette modification.
Intervento procedurale
Angenommen - Adopté
Ziff. 3
Antrag der Kommission
Art. 7 Abs. 3
Streichen
Art. 7a Titel
Pflegekinder
Art. 7a Abs. 1
Pflegekinder haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, wenn:
a. in der Schweiz eine Adoption vorgesehen ist;
b. die zivilrechtlichen Voraussetzungen für die Aufnahme von Pflegekindern zur Adoption erfüllt sind;
c. die Einreise für diesen Aufenthaltszweck rechtmässig erfolgt ist.
Art. 7a Abs. 2
Kommt die Adoption nicht zustande, besteht ein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und fünf Jahre nach der Einreise ein Anspruch auf die Erteilung der Niederlassungsbewilligung.
Ch. 3
Proposition de la commission
Art. 7 al. 3
Biffer
Art. 7a titre
Enfant placé
Art. 7a al. 1
L'enfant placé a droit à la délivrance ou à la prolongation d'une autorisation de séjour si:
a. une adoption est prévue en Suisse;
b. les conditions du Code civil suisse sur le placement des enfants à des fins d'adoption sont remplies;
c. l'entrée en Suisse dans ce but a eu lieu légalement.
Art. 7a al. 2
Si l'adoption prévue n'a pas lieu, l'enfant placé a droit à la prolongation de l'autorisation de séjour et, cinq ans après l'entrée, a droit à l'octroi de l'autorisation d'établissement.
Angenommen - Adopté
Votazione
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes .... 135 Stimmen
(Einstimmigkeit)
Intervento procedurale
2. Bundesbeschluss betreffend das Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption
2. Arrêté fédéral concernant la Convention de La Haye sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Detailberatung - Examen de détail
Titel und Ingress, Art. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Votazione
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes .... 124 Stimmen
(Einstimmigkeit)
Abschreibung - Classement
Antrag des Bundesrates
Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse
gemäss Brief an die eidgenössischen Räte
Proposition du Conseil fédéral
Classer les interventions parlementaires
selon lettre aux Chambres fédérales
Angenommen - Adopté