06.3185
Motivation der Kantone für verbrauchsabhängige Motorfahrzeugsteuern
Brändli Christoffel · P-M · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten. Die Kommission beantragt, die Motion abzulehnen. Der Bundesrat beantragt ebenfalls die Ablehnung der Motion.
Forster-Vannini Erika · 2VP-F · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion
Zwar teilen wir die Meinung des Motionärs, dass es richtig sei, die Motorfahrzeuge zu ökologisieren. Wie Sie wissen, sind ja auch einige Kantone daran, sich Überlegungen in dieser Hinsicht zu machen, und auch aufseiten des Bundes machen wir uns zumindest in der UREK-SR Überlegungen zu einer Standesinitiative Bern, mit der eine Änderung der Automobilsteuer im Sinne eines Bonus-Malus-Systems verlangt wird. Wir teilen die Stossrichtung, lehnen aber die Motion schon aus formalen Gründen ab: Zum einen wird verlangt, dass der Bundesrat die Kantone zu verbrauchsabhängigen Motorfahrzeugsteuern motiviert; das ist leider nicht motionsfähig. Zum anderen ist es wirklich Sache der Kantone, sich im Sinne dieser Motion zu bewegen. Weil wir aber der Motion inhaltlich viel abgewinnen können, hat der Präsident im Namen der UREK der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren einen Brief geschrieben und sie aufgefordert, im Sinne dieser Motion die kantonale Motorfahrzeugsteuer zu ökologisieren.
Wir beantragen Ablehnung der Motion.
Recordon Luc · Mit-M · Ständerat · Waadt · Grüne Fraktion
Je comprends la position de la commission. Il est vrai que depuis le dépôt des premières interventions au Conseil national - j'en avais déposé une -, l'évolution sur la fiscalité écologique des véhicules a été ici grande. Il y a une prise de conscience dans les cantons, il y a du travail, il y a ce qui se fait au niveau des compétences propres de la Confédération. Maintenant, je ne suis pas absolument sûr que cela suffise. Il me semble que ce qui se fait dans les cantons est très variable. Ce que j'aurais souhaité personnellement, c'est qu'on veille, éventuellement dans le cadre d'une intervention fédérale limitée, à simplement poser le principe du bonus-malus, à simplement dire aux cantons qu'avec la neutralité des coûts - c'était mon idée de base - ils doivent concevoir la fiscalité des véhicules de façon à favoriser ceux qui sont peu polluants et à défavoriser ceux qui sont trop polluants. Alors peut-être que cela viendra trop tard, qu'on aura des "guerres de retard", mais je pense que si on posait simplement le principe, cela pourrait jouer.
Je ne m'oppose pas au rejet de la motion, mais je pense qu'on doit garder l'oeil ouvert et si l'on constate que trop de cantons restent sourds à cette incitation, alors il faudra peut-être mettre en place une règle de base au niveau fédéral pour ce qui est de la fiscalité cantonale, mais juste une règle d'harmonisation.
Leuenberger Moritz · BR-M · Bundesrat · Zürich
Zwei Bemerkungen: Erstens gilt, wenn wir mit der Ablehnung einverstanden sind, wieder dasselbe wie vorhin: Wir haben ja ein Bonus-Malus-Modell verabschiedet, und die Empfehlung, die Motorfahrzeugsteuern entsprechend der Umweltbelastung der Automobile zu gestalten, sollte durch die Ablehnung nicht desavouiert werden.
Zweitens, zu Herrn Recordon: Die Frage des Bonus-Malus-Modells müssen wir auf eidgenössischer Ebene angehen, während wir jene der Motorfahrzeugsteuern auf kantonaler Ebene angehen müssen. Wir möchten die Kantone animieren, hier Unterschiede zu machen. Wichtig ist aber, dass wir dieselben Bewertungsmassstäbe sowohl beim Bonus-Malus-Modell als auch bei den Motorfahrzeugsteuern haben. Von daher möchten wir nur bezüglich der Bewertungsmassstäbe aktiv werden, damit das dann auch aufgeht und einen Synergieeffekt hat.
Brändli Christoffel · P-M · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Abgelehnt - Rejeté