07.416
Congedo in caso d'adozione
Intervento procedurale
Antrag der Mehrheit
Der Initiative Folge geben
Antrag der Minderheit
(Triponez, Baettig, Bortoluzzi, Cassis, Dunant, Füglistaller, Gysin Hans Rudolf, Kleiner, Scherer Marcel, Stahl)
Der Initiative keine Folge geben
Proposition de la majorité
Donner suite à l'initiative
Proposition de la minorité
(Triponez, Bärtig, Bortoluzzi, Cassis, Dunant, Füglistaller, Gysin Hans Rudolf, Kleiner, Scherer Marcel, Stahl)
Ne pas donner suite à l'initiative
Bugnon André · P-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Il y a une proposition de minorité Triponez qui sera défendue par Monsieur Scherer.
Scherer Marcel · Mit-M · Consiglio nazionale · Zugo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Wir haben hier die parlamentarische Initiative Maury Pasquier, die den Mutterschaftsurlaub auch für Adoptionen gewähren möchte. Ich bitte Sie, dieser parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben, und zwar aus folgenden Gründen:
Wenn ein Elternpaar ein Kind adoptieren will, soll es sich doch bitte auch Zeit für die Adoption und für das Kind nehmen. Es muss nicht staatlich vorgeschrieben werden, dass diese Eltern zusätzlich Urlaub bekommen. Und lassen Sie mich noch die Bemerkung anbringen: Es müssen nicht immer staatliche Ferien sein. Wenn Eltern Kinder adoptieren wollen, können sie ihre Ferien in dieser Zeit nehmen.
Ich bitte Sie also, dieser Initiative zum Adoptionsurlaub unbedingt keine Folge zu geben.
Meyer-Kaelin Thérèse · Mit-F · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo PCD/PEV/glp
Le 15 février dernier, la commission a examiné l'initiative parlementaire déposée par Madame Maury Pasquier, ancienne conseillère nationale, qui est actuellement conseillère aux Etats. Le texte est le suivant: "Dans le cadre de la loi sur les allocations pour perte de gain et par analogie avec ce qui existe pour les mères qui accouchent, le père ou la mère d'un enfant de moins de 8 ans accueilli en vue d'adoption bénéficie d'indemnités à condition d'être en possession d'une autorisation, à l'exclusion de l'adoption d'enfants du conjoint."
Ceux qui étaient présents lors du débat sur le projet de congé-maternité se souviennent que nous avions déjà eu une grande discussion à ce sujet. Finalement, le Conseil des Etats, lui, désirait introduire tout de suite un congé d'adoption. Notre conseil, qui avait été échaudé par plusieurs refus d'un congé-maternité par le peuple, n'a pas voulu charger le bateau. Il a préféré fixer des limites plus modestes en disant qu'un tiens vaut mieux que deux tu l'auras, et il avait momentanément abandonné l'idée d'introduire un congé d'adoption lors de l'examen de la loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité.
Donc, par la suite Madame Maury Pasquier a présenté une nouvelle fois sa proposition. Il est clair que la situation des parents naturels n'est pas tout à fait la même que celle des parents adoptifs, puisqu'une mère qui accouche et allaite son enfant a besoin de repos et de temps pour s'en occuper. Mais il a été constaté que, lors d'une adoption, il faut aussi entourer l'enfant au moment de son arrivée. Le temps donné par les parents adoptifs va aider le développement et l'accueil de ce nouvel enfant dans la famille. Madame Maury Pasquier a nettement spécifié qu'elle ne voulait pas de congé-maternité ou de congé d'adoption pour l'adoption d'enfants du conjoint, parce que ceux-ci sont souvent déjà dans la famille et qu'ils n'ont donc pas besoin d'un temps de présence accru lors de leur arrivée.
La commission a pensé qu'elle pouvait demander cette adjonction, justement pour entourer ces familles. Parfois, il y a déjà le chagrin de ne pas avoir d'enfants naturels et, lorsqu'on a l'occasion et la joie d'accueillir un enfant, il faut pouvoir lui consacrer un peu de temps.
A côté des 73 000 naissances répertoriées dans notre pays en 2002, il y a eu 800 adoptions, dont seulement 500 ne concernent pas des enfants de conjoints. Donc, cela fait un petit nombre de cas en Suisse. Cette réglementation qui serait à élaborer, si vous donnez suite à cette initiative parlementaire aujourd'hui, ce que j'espère, n'instaurerait pas un congé aussi long que le congé-maternité de 14 semaines; il s'agirait d'avoir un congé de 4 ou 5 semaines sur le modèle des articles qui avaient été proposés lors de l'adoption de la loi.
Notre commission, par 13 voix contre 10, vous propose de donner suite à cette initiative parlementaire qui, du point de vue financier, n'a pas un grand impact, puisqu'il serait seulement de l'ordre de 5 ou 6 millions de francs par an.
En revanche, une minorité estime que la maternité et l'adoption se distinguent sur plusieurs points importants. Comme dans l'adoption il n'y a pas d'accouchement proprement dit, il n'y a pas besoin d'octroyer un congé d'adoption.
La majorité de la commission vous demande de la suivre pour envisager un congé d'adoption beaucoup plus court que le congé-maternité instauré. Elle vous présenterait alors un projet de loi rédigé de toutes pièces au cas où vous donneriez suite à cette initiative parlementaire. Aujourd'hui, je vous encourage vraiment à dire oui à ce projet. Il ne concerne que quelques millions de francs, mais ils vont soutenir des familles qui accueillent des enfants qui ont besoin de tout leur amour et de toute leur affection.
Fehr Jacqueline · Mit-F · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo socialista
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat die Initiative am 15. Februar 2008 zum zweiten Mal beraten, nachdem die entsprechende Kommission des Ständerates dem ersten Entscheid nicht zugestimmt hatte. Die Initiative verlangt, dass Väter und Mütter, die ein Kind unter acht Jahren im Hinblick auf eine Adoption aufnehmen, grundsätzlich wie die Mütter, die ein Kind gebären, im Rahmen des Erwerbsersatzgesetzes eine Entschädigung erhalten. Der Vorstoss hat seine Wurzeln ziemlich weit in der Vergangenheit, und er ist immer wieder Opfer von taktisch-strategischen Überlegungen geworden. Einmal diente der Adoptionsurlaub als Hauptargument, um eine Vorlage zu bekämpfen - das war die Vorlage für eine Mutterschaftsversicherung von 1999. Einmal diente er als Pfand, um eine Vorlage zu realisieren - das war dann jene Vorlage, die 2004 die Abstimmung passierte. Jetzt steht die Frage des Adoptionsurlaubs zum ersten Mal ganz alleine und isoliert im Raum. Somit können wir uns ihr in aller Ruhe widmen und uns mit dem wirklichen Anliegen auseinandersetzen.
Frau Maury Pasquier verlangt, dass bei Adoptionen von Kindern unter acht Jahren ein bezahlter Urlaub gewährt wird, das jedoch nur für den Fall, dass es sich nicht um Stiefelternadoptionen handelt. Um wie viele Kinder geht es also? Wir wissen, dass es zu rund 800 Adoptionen pro Jahr kommt und davon rund 300 sogenannte Stiefelternadoptionen sind. Das heisst, die verbleibenden Adoptionen, um die es hier geht, betreffen rund 500 Kinder pro Jahr. Das ist eine kleine Zahl, und entsprechend klein sind auch die zu erwartenden Kosten. Die Berechnungen schwanken zwischen 3 und 5 Millionen Franken. Im Vergleich dazu: Die Mutterschaftsversicherung kostet rund 500 Millionen Franken pro Jahr.
Die Finanzen standen denn auch nie und stehen auch heute nicht im Zentrum der Diskussion, weder bei den Gegnern noch bei den Befürwortern. Es geht sehr viel mehr um eine Grundsatzfrage: Soll die Ankunft eines Kindes durch Adoption das Recht auf einen bezahlten Urlaub auslösen? Die Mehrheit der Kommission beantwortet diese Frage mit Ja, und zwar aus folgenden Gründen:
1. Wenn ein Kind in eine Familie kommt, sei es durch Geburt, sei es durch Adoption, führt das zu einer grossen Umstellung in dieser Familie. Diese kann bei Adoptionskindern sogar grösser sein als bei leiblichen Kindern.
2. Damit dieser Start gelingt, braucht es Zeit und Raum. Ein Kind, das adoptiert wird, hat eine meist sehr schwierige Geschichte hinter sich. Es hat seine Eltern verloren und muss sich einer neuen Umgebung anpassen. Das merken wir, wenn wir uns das Schicksal von Kindern vor Augen führen, die adoptiert werden. Da gibt es z. B. ein fünfjähriges Mädchen, dessen Mutter an HIV gestorben ist, oder einen siebenjährigen Knaben, dessen Vater im Gefängnis sitzt und dessen Mutter Selbstmord begangen hat, oder drei- und fünfjährige Geschwister, die aus einem Waisenhaus aus einem anderen Land kommen und hier in der Schweiz adoptiert werden.
Wenn wir uns konkret vor Augen halten, welche Schicksale diese Kinder erlebt haben, dann sehen wir, dass es eine äusserst anspruchsvolle Aufgabe ist, hier für einen guten Start zu sorgen. Oft führen Adoptionen deshalb auch zu einer massiven Reduktion der Erwerbstätigkeit oder zu einem zeitweiligen Ausstieg eines der Adoptivelternteile. Gerade weil diese Familien schon grosse finanzielle Leistungen erbringen, sollten wir sie wenigstens beim Start ein klein wenig unterstützen. Die Mehrheit der Kommission unterstützt deshalb dieses Anliegen und beantragt, Folge zu geben.
Die Minderheit beruft sich darauf, dass der Mutterschaftsurlaub in erster Linie auf die körperliche Leistung der gebärenden Mütter Bezug nimmt und dass der Urlaub in den ersten Wochen nach der Geburt dazu dient, dass sie wieder zu Kräften kommen und ihr Baby in Ruhe stillen können. Der Mutterschaftsurlaub wird also vor allem über die Gesundheit für Mutter und Kind begründet und nicht oder weniger über die psychosoziale Herausforderung der Familiengründung. So weit die Argumente der Gegner.
Vielleicht noch ein Wort zum Verfahren: Die SGK-NR hat der parlamentarischen Initiative in einer ersten Runde mit 12 zu 9 Stimmen Folge gegeben. Die SGK-SR hat dem Folgegeben dann mit 8 zu 3 Stimmen nicht zugestimmt. Deshalb muss das Plenum heute entscheiden.
Die Kommissionsmehrheit beantragt dem Plenum, der Initiative Folge zu geben.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für Folgegeben ... 67 Stimmen
Dagegen ... 70 Stimmen
Schluss der Sitzung um 19.00 Uhr
La séance est levée à 19 h 00