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Wann kommt die Botschaft zum Psychologieberufegesetz?

Brändli Christoffel · P-M · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Der Interpellant beantragt auch hier eine kurze Diskussion. - Sie sind damit einverstanden.

Gutzwiller Felix · Mit-M · Ständerat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion

Ich danke auch für die Antwort hierauf. Ich glaube, die Antwort ist zufriedenstellend. Es gibt nun einen festen Zeitfahrplan für die Gesetzgebungsarbeiten. Das ist natürlich für alle Beteiligten sehr wichtig - für die Kantone, aber auch für die betroffenen Berufe. Es stellt uns zufrieden. Ich hoffe, dass der Zeitplan so eingehalten werden kann.

Darf ich hingegen noch die Gelegenheit benutzen, darauf hinzuweisen, dass es auch dringlich ist, hier endlich die Frage der Titel, der Titelgebung, des Titelschutzes, zu regeln? Ich erinnere den Rat daran, dass wir gerade diese Woche im Zusammenhang mit den fachlichen Qualifikationen und dem Titelschutz der Patentanwälte etwas Analoges eingeführt haben. Sie haben in der Debatte festgestellt, dass viele Leute sich Patentanwalt nennen können, dass Ratsuchende nicht ohne Weiteres wissen, was sich dahinter verbirgt; Sie haben deshalb auch entsprechend einen Titelschutz definiert. Auch hier haben wir ein Problem: Wenn man die heutige Landschaft anschaut, findet man in diesem Feld Dutzende von Bezeichnungen, sodass ein Hilfe- oder Unterstützungssuchender nicht weiss, was sich hinter den verschiedenen Psychologentiteln verbirgt. Es ist wirklich sinnvoll und im Interesse des Konsumentenschutzes, die Regelung der Titelfrage und den Titelschutz voranzutreiben. Ich hoffe sehr, dass auch unter dieser Optik die Gesetzesarbeiten in Richtung Psychologieberufegesetz zügig voranschreiten. Ich bin dem Bundespräsidenten dankbar, wenn er darauf ein Auge hat.

Schwaller Urs · Mit-M · Ständerat · Freiburg · Fraktion CVP/EVP/glp

Die Psychologen gehören ja auch zum Verband der freien Berufe, den ich seit zwei Jahren präsidiere. Aber viel älter ist das Anliegen der Psychologen, was das Psychologieberufegesetz anbelangt, vor allem in Bezug auf den Schutz der Berufsbezeichnung. In der Tat habe ich festgestellt, dass unser früherer Kollege Wicki bereits vor acht Jahren eine Motion mit dem gleichen Anliegen eingereicht hat, eine Motion, welche in beiden Räten angenommen worden ist, in diesem Rat sogar mit 36 zu 0 Stimmen.

Erlauben Sie mir, nur kurz folgendes Anliegen noch einmal zu deponieren: Ich glaube, das Anliegen oder die Forderung der Psychologen ist begründet. Menschen im psychischen Ausnahmezustand sind vielfach keine kritischen Konsumenten, und sie sind für unrealistische Versprechungen und obskure Angebote besonders anfällig. Auf dem "Psychomarkt", wenn Sie mir diesen Ausdruck erlauben, herrscht ein enormer Wildwuchs; werfen Sie nur einen Blick in gewisse Zeitungen, auch hier im Vorraum. Die Schweiz riskiert damit, zu einem Sammelbecken selbsternannter Psychologinnen und Psychologen zu werden. Wenn ich da von "Kontaktheilen", "Augendiagnose" und was weiss ich lese, dann habe ich doch meine Bedenken. In der Tat haben die umliegenden Staaten den Titelschutz für Psychologen gesetzlich geregelt. Ich glaube, ohne staatliches Label sehen sich gerade auch unsere jungen, sehr gut ausgebildeten Leute mit zusätzlichen Hindernissen konfrontiert, wenn sie dann im übrigen Europa in den Markt einsteigen wollen.

Darum das Anliegen, dass man hier vorwärtsmacht. Ich danke jedenfalls dem Bundesrat, dass er in Aussicht gestellt hat, nächstes Jahr das Parlament mit dieser Vorlage zu befassen.

Ory Gisèle · Mit-F · Ständerat · Neuenburg · Sozialdemokratische Fraktion

Je ne peux que renchérir sur la question qu'a posée Monsieur Gutzwiller et sur les remarques de Monsieur Schwaller.

Nous attendons cette loi depuis 2005 et le temps nous paraît long. Je comprends bien sûr les limitations de l'OFSP et la priorité qui a été donnée à la loi sur les professions médicales, mais je tiens cependant à souligner que la loi sur les professions de la psychologie est vraiment nécessaire, que le besoin s'en fait ressentir dans les milieux de la psychologie. Il faut donc la faire avancer.

Les besoins dans ce domaine ne doivent pas être sous-estimés. Puisque je travaille dans le domaine du handicap, je peux dire qu'il y a à peu près 40 pour cent des rentes d'invalidité qui sont octroyées aujourd'hui pour des pathologies psychiques ou psychosomatiques; cela signifie que ces pathologies sont très fréquentes et qu'elles peuvent conduire à des situations très pénibles. Cette loi est aussi une contribution à l'amélioration de la santé psychique de la population.

Il faut que les professions de la psychologie soient attractives pour les jeunes. Pour cela, il faut qu'elles soient reconnues, non seulement en Suisse mais aussi à l'étranger - et cela pose un problème à l'heure actuelle - et il faut que le niveau de formation et le niveau de formation continue soient élevés. Or, actuellement, l'absence d'une réglementation fédérale dans ce domaine et l'absence aussi d'une réglementation en matière de formation continue et d'accès à celle-ci posent un certain problème aux jeunes qui veulent se lancer dans ces professions.

Il est aussi urgent d'assurer la protection des patients en définissant de manière uniforme, pour l'ensemble du pays, le titre de psychologue qui peut être aujourd'hui utilisé par des personnes qui n'ont pas une formation suffisante. Il faut réserver l'exercice indépendant de la psychologie aux psychologues qui disposent d'un master et d'une formation vraiment approfondie. C'est nécessaire aussi pour garantir la qualité scientifique et médicale de la formation.

Je ne peux donc qu'appuyer l'interpellation Gutzwiller et prier le Conseil fédéral d'avancer aussi rapidement que possible dans ce domaine.