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Massnahmen im Zusammenhang mit den bevorstehenden Prämienerhöhungen der Krankenkassen

Inderkum Hansheiri · 2VP-M · Ständerat · Uri · Fraktion CVP/EVP/glp

Ich frage die Interpellantin an, ob sie von der schriftlichen Antwort des Bundesrates befriedigt ist oder ob sie Diskussion beantragt.

Forster-Vannini Erika · 1VP-F · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion

Nein, ich bin leider nicht zufrieden. Deshalb beantrage ich eine kurze Diskussion.

Inderkum Hansheiri · 2VP-M · Ständerat · Uri · Fraktion CVP/EVP/glp

Frau Forster beantragt Diskussion. - Sie sind damit einverstanden.

Forster-Vannini Erika · 1VP-F · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion

Ich stelle fest, dass meine zweite Frage betreffend Notwendigkeit von aufsichtsrechtlichen Massnahmen zur Beeinflussung von Kostenwachstum und Prämienentwicklung in der sozialen Krankenversicherung nicht beantwortet worden ist. Der Verzicht auf spezifische aufsichtsrechtliche Massnahmen wird auch nicht näher begründet. Die Ausführungen zur Risikoselektion überzeugen mich auch nicht. Risikoselektion unbesehen als Teil des Wettbewerbs anzusehen, halte ich in einem System des staatlich regulierten Wettbewerbs mindestens für oberflächlich. Wenn der Bundesrat schreibt, die Vorgaben des KVG würden dazu führen, "dass sich jeder Versicherer um eine gute Risikostruktur bemüht und dass es Versicherer gibt, die billigere Prämien als andere Versicherer anbieten", so gebe ich ihm Recht. Das KVG ist aber klar eine soziale Krankenversicherung und hat nicht Risikoselektion, sondern Wettbewerb über Leistung und Qualität zum Ziel.

Es ist für mich in diesem Zusammenhang absolut unbegreiflich, dass der Bundesrat nicht gegen die Zahlungen an Vermittlungsorganisationen einschreitet. Diese Zahlungen blähen nicht allein die Verwaltungskosten auf, sie halten ein parasitäres System aufrecht, welches der sozialen Krankenversicherung Mittel entzieht. Dank der Transparenz der Jahresberichte der grossen Kassen mit ihren billigen Tochtergesellschaften lässt sich herauslesen, wie dieses System funktioniert und wie es finanziert wird: Wir beobachten ein gewolltes Ausbluten alter Billigkassen durch die Gründung neuer Billigkassen und das Verschieben der in den alten Billigkassen Versicherten über Vermittler in die neuen Billigkassen.

Jeder in diesem Land zahlt an dieses Spiel, weil der unzureichende Risikoausgleich dieses System belohnt.

Ich bin aus diesen Gründen nicht zufrieden mit der Antwort und hoffe, dass der Bundesrat vielleicht meine Bemerkungen noch einmal nachlesen wird.

Couchepin Pascal · BR-M · Bundesrat · Wallis

Tout le monde sait qu'en 2010, il faudra s'attendre à une hausse des primes sensiblement plus importante que les années précédentes. Des mesures spécifiques sont prévues. Dans le domaine de la surveillance, il n'y a pas de mesures particulières qui ont été prévues. Par contre, entre-temps, on a, le 22 mai 2009, adopté un message, qui contient une série de mesures urgentes qui seront soumises au Parlement - vous les connaissez. Le Département fédéral de l'intérieur, on en a discuté tout à l'heure, est en train d'élaborer toute une autre série de mesures concernant le domaine des médicaments.

En ce qui concerne la sélection des risques, il est dans l'ordre des choses que chaque assureur s'efforce d'assurer les personnes qui consomment peu de prestations et de proposer des primes plus avantageuses. La LAMal freine cependant cette sélection de risques en instaurant le système de la compensation des risques en faveur des assureurs qui comptent un plus grand nombre de femmes et de personnes âgées. De plus, comme vous l'avez décidé et comme nous l'avons accepté, à partir de 2012 le risque de maladie sera davantage pris en compte grâce à l'introduction du critère du séjour dans un hôpital ou dans un EMS. Ce système réduit ainsi la tentation des assureurs de pratiquer la sélection des risques.

Les coûts de publicité et les honoraires des intermédiaires sont compris dans les frais administratifs de l'assureur et l'office compétent contrôle ces frais dans le cadre de la procédure d'approbation des primes. Le Conseil fédéral estime que ce contrôle est suffisant.