09.3974
Auslandschweizer-Ausbildungsgesetz. Revision
Forster-Vannini Erika · P-F · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion
Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten. Die Kommission beantragt einstimmig, die Motion anzunehmen. Der Bundesrat beantragt ebenfalls die Annahme der Motion.
Maissen Theo · Mit-M · Ständerat · Graubünden · Fraktion CVP/EVP/glp
Mit der Motion der FK unseres Rates 09.3465 vom 5. Mai 2009 wurde der Bundesrat beauftragt, dem Parlament gleichzeitig mit dem Voranschlag 2010 und dem Finanzplan 2011-2013 einen Bericht betreffend die Schweizer Schulen im Ausland zu verfassen. Es ging dabei um die folgenden Fragen: Mittelverwendung, Konzept der künftigen Ausrichtung, Anschluss an die Berufsbildung in der Schweiz, Bedeutung der kulturellen Präsenz der Schweiz im Ausland, Wahrung der sogenannten Swissness, Länderprofil, Standorte der Schulen, Umsetzung der Subventionsrichtlinien sowie Aufsicht und Oberaufsicht über diese Schulen im Ausland. Mit dem Bericht "Schweizer Schulen im Ausland. Rückblick und Ausblick" vom 19. August 2009 hat der Bundesrat die Motion der FK erfüllt. Der Bericht umfasst eine Darstellung des bestehenden Fördermodells; es werden die gesetzlichen Voraussetzungen sowie die pädagogischen, organisatorischen und politischen Auswirkungen erläutert, und es werden Handlungsalternativen aufgezeigt.
Der Bund unterstützt heute weltweit 17 Schweizer Schulen im Ausland mit einem jährlichen Kredit von 20 Millionen Franken. Zudem fördert der Bund über Kooperationen mit deutschen und französischen sowie internationalen Schulen an 18 weiteren Standorten die Ausbildung junger Auslandschweizerinnen und -schweizer mittels Kursbeiträgen und Beiträgen für Ausbildungsmaterial. Die Schweizer Schulen sind private Bildungseinrichtungen, die von entsprechenden Vereinen mit einem ehrenamtlichen Vorstand getragen werden. Es sind Begegnungsschulen, in denen Kinder aus der Schweiz und aus dem Gastland von schweizerischen und einheimischen Lehrkräften gemeinsam unterrichtet werden. Die Absolventen der Schulen haben deshalb die Möglichkeit, ihre weitere Ausbildung an Bildungseinrichtungen in der Schweiz oder im Gastland fortzusetzen. Die Schweizer Schulen erfreuen sich in ihrem jeweiligen Gastland einer hohen Wertschätzung, und sie spielen eine wichtige Rolle für die kulturelle Präsenz der Schweiz im Ausland.
Der Bericht des Bundesrates stellt nun drei Alternativen zum geltenden Fördermodell vor, die alle eine Revision des geltenden Bundesgesetzes vom 9. Oktober 1987 über die Förderung der Ausbildung junger Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer voraussetzen.
Als erstes Modell wird eine Einstellung jeglicher Bundeshilfe zur Diskussion gestellt mit den Argumenten, die für einen schrittweisen Ausstieg ins Feld geführt werden können, und den Gegenargumenten, die für ein weiteres Bundesengagement sprechen.
Das zweite Modell, das im Rahmen der Aufgabenüberprüfung des Bundes entwickelt wurde, setzt sich die Halbierung des Budgetkredits von gegenwärtig 20 Millionen auf 10 Millionen Franken zum Ziel. Ermöglicht würde die Einsparung durch einen weitgehenden Abbau der gesetzlichen Auflagen zur Wahrung der Swissness. Die Schweizer Schulen müssten mit weit tieferen Bundesbeiträgen als bisher zurechtkommen und würden als Schweizer internationale Schulen über einen grossen betriebswirtschaftlichen Handlungsspielraum verfügen. Zudem würden die Kooperationen mit den Auslandschulen anderer Länder ausgebaut.
Zum dritten Konzept, wie es im Bericht dargestellt wird: Dieses setzt sich die Aktualisierung und Optimierung des geltenden Bundesgesetzes zum Ziel. Die schweizerische Bildungspräsenz im Ausland soll mit den zur Verfügung stehenden 20 Millionen Franken verstärkt werden. Dazu ist eine breitere Vielfalt an Fördermöglichkeiten erforderlich. Auch in Zukunft sollen Schweizer Schulen im Ausland ebenso wie Schweizer internationale Schulen unterstützt werden können, zumindest dort, wo dies aufgrund von aussenpolitischen, aussenwirtschaftspolitischen und kulturpolitischen Kriterien als wünschbar erscheint. Die Berücksichtigung der dualen Berufsbildung sowie die Kooperation mit anderen Ländern und privaten Bildungsanbietern gehören zu den weiteren im Rahmen dieses Förderungskonzeptes ins Auge gefassten Massnahmen.
Mit der vorliegenden Motion der WBK-NR vom 16. Oktober 2009, die im Nationalrat am 7. Dezember 2009 angenommen wurde, wird nun der Bundesrat beauftragt, eine Revision des Bundesgesetzes über die Förderung der Ausbildung junger Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer im Sinne des dritten Konzeptes gemäss dem Bericht des Bundesrates, wie ich es Ihnen dargestellt habe, vorzulegen. Die Kommission Ihres Rates hat am 2. Februar 2010 einstimmig beschlossen, Ihnen zu beantragen, die Motion des Nationalrates anzunehmen; der Bundesrat unterstützt das im gleichen Sinne.
Burkhalter Didier · BR-M · Bundesrat · Neuenburg
Au nom du Conseil fédéral, j'aimerais dire qu'en effet tout le monde s'accorde sur le bien-fondé de cette motion, que ce soit le Conseil national ou la commission compétente du Conseil des Etats: c'est l'unanimité. Ce que veut la motion, c'est au fond élaborer une révision de la loi concernant l'instruction des Suisses de l'étranger.
Puisque tout le monde est d'accord sur ce point, je n'ai pas besoin d'en parler longuement, mais j'aimerais quand même indiquer à peu près la direction où vont les choses. Le but premier n'a pas changé. Il s'agit toujours de promouvoir l'instruction des jeunes Suissesses et Suisses de l'étranger; mais il s'agit aussi de mieux intégrer les aspects de politique étrangère, de politique économique et culturelle dans les critères de soutien aux écoles. Par exemple, nous prévoyons de soutenir des institutions de formation du type "école internationale suisse" lorsque le site de l'école et la qualité de ladite école le justifient. Celles-ci ont en général l'anglais en tant que langue d'enseignement et sont axées sur un public international. L'objectif serait d'y inclure un cursus scolaire compatible avec le système suisse, par exemple des cours donnés également en français et en allemand.
La coopération avec des écoles privées, par exemple françaises ou allemandes, travaillant au niveau international, serait encouragée, pour autant bien sûr que ces écoles offrent des prestations supplémentaires dans l'intérêt de notre pays. Il va de soi que si je mentionne le français et l'allemand, je n'oublie pas pour autant les autres langues nationales. Mais c'est pour chercher un certain nombre de priorités, ici ou là, que nous devons nous concentrer sur l'une ou l'autre des solutions.
Par ailleurs, la formation duale devrait être mieux prise en compte. Et puis, enfin, j'aimerais signaler le fait que l'amélioration de la planification serait positive. Cela va d'ailleurs dans le sens de la motion Segmüller 09.3550, "Garantir à plus long terme les aides financières de la Confédération en faveur des écoles suisses à l'étranger", qui suggère de fixer à l'avenir le montant des aides financières en faveur des écoles suisses à l'étranger pour toute la législature. C'est une idée que l'on peut en effet examiner sérieusement.
C'est dans cet esprit-là que nous vous demandons nous aussi de bien vouloir adopter cette motion.
Forster-Vannini Erika · P-F · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion
Angenommen - Adopté