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Rafforzare la Ginevra internazionale e la Svizzera come sedi della diplomazia internazionale e multilaterale

Sommaruga Carlo · Mit-M · Consiglio nazionale · Ginevra · Gruppo socialista

Il y a 18 mois, je déposais une motion munie de 120 signatures des membres de notre conseil qui vise à renforcer la Genève internationale et la Suisse comme places d'accueil de la diplomatie internationale et multilatérale.

La Suisse, comme place d'accueil, a non seulement Genève, mais également Bâle, Zurich, Berne, Lausanne, Nyon et naturellement des villes comme Montreux ou Davos où se tiennent des conférences, voire où des institutions sont établies. Dès lors, il est important de soutenir cette Suisse internationale.

Naturellement, dans ce dispositif, Genève est un élément extrêmement important et central. Il est tellement central qu'un ancien ambassadeur de Suisse aujourd'hui à la retraite disait: "Genève, c'est Davos tous les jours." En effet, étant donné la densité importante d'organisations internationales et non gouvernementales à Genève, sans oublier les missions diplomatiques qui s'y trouvent, il n'y a pas d'autre lieu au monde avec une telle concentration et de telles synergies. Cela nous permet effectivement de disposer d'un outil extraordinaire pour la promotion de notre diplomatie et de nos compétences en matière de résolution de conflits, ainsi que pour la promotion de la place suisse, même financière.

En automne 2012, un coup de semonce s'est fait entendre dans un ciel relativement serein, quand le siège du Fonds vert de l'ONU que la Suisse convoitait ne fut pas attribué à Genève, mais à Séoul. C'est à la suite de cette situation que cette motion a été déposée. Depuis, il faut dire que le Conseil fédéral a, en bonne intelligence avec le canton et la Ville de Genève, largement démontré son soutien en faveur de la Genève internationale, non seulement avec des mots, mais également avec des moyens financiers.

Je parle des moyens financiers parce qu'effectivement la Genève internationale a aussi un coût pour la Suisse, mais un coût qui se justifie par les avantages que nous pouvons en tirer du point de vue politique et économique. Ce sont les rénovations de bâtiments d'organisations comme l'ONU, le BIT et d'autres encore, qui nécessitent des coups de pouce de la Confédération. Celle-ci a déjà annoncé qu'elle le ferait, et cela va dans le sens de ce que demande cette motion.

La Genève internationale, ce ne sont pas seulement des bâtiments. Il s'agit aussi de lieux de rencontre. A ce niveau-là, la Genève et la Suisse internationales jouent un rôle important au niveau de la gouvernance mondiale. Des réflexions sont déjà menées, notamment pour ce qui concerne la gouvernance d'Internet, laquelle pourrait même s'établir un jour, si tout se passe bien, à Genève.

Dans ces circonstances, il apparaît aujourd'hui important que notre conseil puisse donner également une impulsion à cette Genève internationale en soutenant le Conseil fédéral dans ses démarches et faire en sorte qu'il nous y associe avec un message ou un rapport, et que l'on puisse aussi distinguer avec plus de clarté ce qu'il en est de l'impact financier. La motion parle de crédit-cadre; il ne s'agit pas d'un élément central en tant qu'instrument. Ce qui importe, c'est de disposer d'une planification financière. L'auteur et les signataires de cette motion s'en contenteraient, bien entendu, cette question pouvant être d'ailleurs réglée ultérieurement.

Dès lors, aujourd'hui, je vous demande un large soutien à cette motion, qui est un soutien à la Genève internationale. Il s'agit aussi d'un soutien au Conseil fédéral dans son travail de promotion de la Genève et de la Suisse internationales ainsi que du rôle de la Suisse au niveau de la diplomatie internationale.

Mörgeli Christoph · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Bei allem Verständnis für das regionale Beutejägersystem, das in diesem Parlament herrscht: Dieser Vorstoss ist nun wirklich unnötig. Dieser Vorstoss erzeugt bürokratische Hektik und mehr Papier; aber natürlich, und das ist in erster Linie der Fall, verlangt er mehr Geld. Es heisst denn, es seien die dafür nötigen Finanzmittel bereitzustellen. Es heisst auch, es gehe mit diesem Vorstoss um die Fähigkeit der Schweiz, internationale Konferenzen zu organisieren, und um die Gewährleistung der Sicherheit der Botschaften und der internationalen Organisationen. Wenn sich nun Kollege Sommaruga für eine erneuerte, moderne und zeitgemässe Luftwaffe, die eben auch diesem internationalen Genf und den Konferenzen, die abgesichert werden müssen, zugutekäme, ins Zeug gelegt hätte, dann wäre er vielleicht glaubwürdig gewesen, sodass wir uns eine Unterstützung hätten überlegen können. So aber geht es um Geld, Geld und nochmals Geld.

Ich verstehe nicht, warum der Bundesrat die Annahme dieser Motion beantragt, obwohl er ausdrücklich schreibt, dass er gegen den mit der Motion geforderten Rahmenkredit ist. Aber es ist lange her, seit der Bundesrat einen linken Vorstoss nicht entgegengenommen hat. (Heiterkeit)

Natürlich wird es nicht explizit gesagt, aber es geht um die Finanzen. Der Bundesrat und, wenn wir ehrlich sind, wir alle hier drin wissen ganz genau: Die Finanzplanung lässt noch mehr nicht mehr zu. Der Bund leistet Gewaltiges für das internationale Genf. Die Immobilienstiftung des Bundes hat weit über eine Milliarde Franken für die internationalen Bauten bezahlt. Wir unterstützen die entsprechenden Organisationen für Forschung von EDA und VBS, wir unterstützen gewaltig das Institut de hautes études internationales et du développement. Baulich sind die Gebäude schlecht dran, das geben wir zu. Man hat es bei den Organisationen eben verpasst, die Rückstellungen vorzunehmen, sodass jetzt gewaltige Bauausgaben anstehen. Man hat auf Folgendes vertraut: "Die Schweiz wird dann schon bezahlen, besonders wenn wir in erpresserischer Weise sagen, dass wir sonst einfach wegziehen."

Es kommen für den Uno-Hauptsitz Kosten in der Höhe von etwa 620 Millionen Franken auf uns zu. Die Internationale Arbeitsorganisation dürfte 200 Millionen Franken kosten, die Renovierung der WHO-Gebäude 100 Millionen und diejenige der Gebäude der Internationalen Fernmeldeunion 70 Millionen Franken. Wir anerkennen, dass der Kanton Genf nach dem Kanton Zürich am meisten für den Finanzausgleich leistet. Wir anerkennen, dass Genf einige Personen beigetragen hat, welche die Schweizer unterhalten haben und noch unterhalten: Frau Calmy-Rey und Jean Ziegler. Aber Genf hat auch eine gewaltige Verschuldung: Genf hat pro Einwohner doppelt so viele Ausgaben wie etwa der Kanton Aargau. Genf hat am meisten Beamte im Verhältnis zu seinen Einwohnern im ganzen Land. Und ich erinnere Herrn Kollege Sommaruga: Die internationalen Organisationen sind nicht nur, aber auch eine wenig effiziente Bürokratie. Sie belasten die Infrastruktur, sie belasten die Genfer Bevölkerung, und sie bezahlen keine Steuern. Ich würde mich als Genfer nicht so sehr um die internationalen Organisationen, sondern vielmehr um die Rettung des Privatbankenplatzes sorgen. Mit Ihrer Weissgeldstrategie und Ähnlichem gefährden Sie aber Tausende von Arbeitsplätzen und sehr viel Geld, das Sie bis jetzt in Genf ziemlich einfach generiert haben.

Nein, der Bund leistet in diesem Bereich mehr als genug. Wir erwarten ja nicht, dass Sie Danke sagen, aber wir erwarten, dass Sie nicht masslos immer mehr fordern.

Sagen Sie Nein zur Motion Sommaruga Carlo!

Burkhalter Didier · BPR-M · Consiglio federale · Neuchâtel

Ich werde auf Deutsch starten. Handelt es sich wirklich um eine "regionale Beute", wie gerade gesagt wurde? Handelt es sich wirklich um eine Diskussion über einen linken Vorstoss, wie auch gesagt wurde? Ernster betrachtet und sehr nüchtern analysiert: Es handelt sich um die internationale Schweiz, vertreten durch Genf; das ist keine "regionale Beute". Das Problem ist vielleicht, dass während Jahren von vielen Leuten in der Schweiz, auch im Parlament, immer der Eindruck erweckt wurde, Genf sei nicht wirklich in der Schweiz, Genf sei ausserhalb; das ist nicht der Fall. Genf gehört ganz klar zu den Stärken der Schweiz. Wir, die ganze Schweiz, haben mit Genf eigentlich eine grosse Chance. Aber man kann politisch darüber diskutieren, ob alles, was gemacht wird, richtig ist oder nicht. Das ist normal, darüber kann man immer diskutieren. Dass man aber sagt, es sei eine "regionale Beute", hat mich wirklich erstaunt. Ich bin immer weniger erstaunt, weil ich in der Welt sehr vieles sehe, aber das hat mich wirklich erstaunt, das muss ich sagen. Ich glaube, da müssen wir noch mehr diskutieren, Herr Nationalrat Mörgeli. Ich bin wirklich bereit, das zu tun. Es ist keine Beute und noch weniger eine regionale.

Ist es ein linker Vorstoss? Es gab 120 Unterschriften für die Motion, und diese kommen von allen Seiten. Genf ist nicht links oder rechts; die internationale Schweiz, vertreten durch Genf, ist etwas, was gesamtschweizerisch ist und im gesamtschweizerischen Interesse steht. Es wäre vernünftig, so zu agieren, vielleicht etwas nüchterner zu sein und nicht wieder mit irgendwelchen Grabenkämpfen zu beginnen.

La stratégie du Conseil fédéral par rapport à cette motion est la suivante. Là aussi, on a été surpris que le Conseil fédéral la soutienne. Mais enfin, c'est à peu près normal. La seule raison pour laquelle on avait un peu de peine à la soutenir, et c'est vrai, Monsieur Mörgeli, da haben wir etwas gestaunt, das war das Finanzinstrument, das vorgeschlagen wurde.

Eigentlich ist das sekundär, wie gesagt worden ist. Dann haben wir auch gesagt, wie wir das erledigen und lösen werden. Wir müssen nicht unbedingt nur über die praktischen Details streiten, sondern wir müssen "the big picture" sehen, und "the big picture" ist klar. Das wollen Sie vielleicht nicht, aber darüber kann man diskutieren.

Jusqu'à présent, la Suisse internationale a connu un grand succès par le biais de Genève. Un grand succès, qui pourrait ne pas durer. Ces derniers temps, on a tout fait pour que ça continue, parce que d'abord, c'est dans l'intérêt de la Suisse, et parce qu'ensuite, c'est aussi dans l'intérêt de la défense des valeurs de la Suisse dans le monde, comme elle découle de la Constitution fédérale.

Je crois qu'il faut sans cesse rappeler que notre Constitution, notre texte de base, qui a été voulu par nos concitoyens, dit clairement que nous devons nous battre pour améliorer la situation non seulement chez nous, mais également dans le monde, en termes de paix, de droits de l'homme, de démocratie, de lutte contre la pauvreté et de lutte pour l'environnement. C'est dans le texte même de la Constitution. Et comment peut-on le faire mieux qu'avec une telle plate-forme qui est celle qui est au coeur de la Suisse - même si c'est du côté ouest? C'est le coeur même de la Suisse, l'esprit même de la Suisse que d'essayer de défendre ces valeurs constitutionnelles.

On a la possibilité de le faire avec des éléments de "hardware", comme on l'a dit, à savoir les bâtiments. Et cela a un coût, en effet, et ce depuis longtemps; et cela pose des problèmes. Le fait qu'on ait en Suisse le Palais des Nations peut sembler n'être rien. Mais il y a beaucoup de personnes qui trouvent remarquable qu'il existe en Suisse quelque chose qui offre la possibilité d'accroître la chance un jour d'avoir la démocratie et la paix. Cela est reconnu dans le monde entier.

Vous n'imaginez pas le nombre de fois, au cours des visites que je fais à l'étranger, où il apparaît que les gens connaissent la Suisse pour cela et attendent de la Suisse quelque chose à cause de cela, parce que cela contribue au rayonnement de la paix, de la démocratie et des droits de l'homme - même si tout n'est pas parfait, je le sais. Mais c'est une réalité unique au monde! Si vous parlez de la Suisse, vous constaterez que la Suisse est connue et qu'elle suscite beaucoup d'espoirs grâce à cette réalité. Et de dire que c'est une "regionale Beute", c'est quelque chose qui est "international falsch"!

Das ist international einfach falsch. Aber nochmals: Ich bin gerne bereit, mit Ihnen zu diskutieren, denn das finde ich sehr wichtig.

A côté du "hardware" et des bâtiments, il y a tout le "software", qui est très important. Je ne vais pas entrer dans le détail, on reviendra sur la stratégie. Tous les aspects qui rendent la Genève internationale plus universelle et plus riche encore en plates-formes et en organisations qui peuvent avoir un impact sur le réseau mondial, font partie des réflexions, avec certains points positifs et des difficultés. En ce qui concerne le Parlement, cela répond complètement à la motion. Nous viendrons donc avec un message; le Conseil fédéral a déjà chargé le département de l'écrire.

S'agissant des mesures pour renforcer la compétitivité de la Suisse comme Etat hôte, mesures demandées par la motion, le message sera très probablement soumis au Parlement cette année encore, la décision du Conseil fédéral à ce sujet devant être prise à l'automne. Le message reprendra la stratégie qui est déjà actuelle avec le canton et la Ville de Genève et la détaillera, la chiffrera. En effet, cela a un coût, mais cela a aussi des impacts positifs.

Concernant l'instrument financier, je prends acte de la déclaration qui a été faite par l'auteur de la motion. Nous prenons acte que vous ne tenez pas absolument à l'instrument technique du crédit-cadre. Nous allons en direction d'un plafond de dépenses. Je vous épargne les considérations technico-financières, mais elles sont convaincantes, je vous l'assure. Je prends en revanche vraiment acte du message de flexibilité qui a été donné par l'auteur de la motion et qui correspond bien à l'esprit et à l'intérêt bien compris dans notre pays.

Merci de soutenir cette motion.

Mörgeli Christoph · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Herr Bundesrat, ich habe eine ganz konkrete Frage. Sie haben gesagt, wir alle hätten etwas vom internationalen Genf. Erklären Sie einem durchschnittlichen Appenzell-Innerrhodner, was er davon hat, wenn im internationalen Genf ein Vertreter aus einer afrikanischen Diktatur im Rahmen des Uno-Menschenrechtsrates festhält, dass die Schweiz die Menschenrechte verletze.

Burkhalter Didier · BPR-M · Consiglio federale · Neuchâtel

Ich beantworte Ihre Frage gerne; ich habe gedacht, vielleicht fragen Sie einmal auf Französisch, aber das ist nicht der Fall.

Ich beantworte diese Frage gerne auch im Hinblick auf die Kohäsion der Schweiz: Ich habe vor einem Monat die Gelegenheit gehabt, die Landsgemeinde in Appenzell zu besuchen. Ich würde nicht sagen, dass es einen durchschnittlichen Appenzeller gibt. Es gibt Appenzeller; das sind fähige Bürger, die selbstständig entscheiden können. Es war mir wirklich ein Vergnügen, und ich glaube auch für die Appenzeller, dass wir einen Dialog führen und auch unsere Unterschiede offen diskutieren konnten. Ich habe dann gesagt: Jetzt bin ich in Appenzell, und in einem Monat wird das 200-Jahr-Jubiläum des Beitritts von Genf zur Schweiz gefeiert - das war am Samstag der letzten Woche -; auch Genf ist in der Schweiz. Ich habe in Appenzell gesagt: Kommen Sie nach Genf! Appenzell: katholisch, konservativ usw. Wie Sie sagen, wahrscheinlich sind nicht alle von Anfang an vom internationalen Genf überzeugt; aber nur am Anfang nicht. Ich habe gesagt: Kommen Sie mal nach Genf - protestantisch, vielleicht etwas fortschrittlich, aber nicht immer, und international orientiert.

Wir haben junge Leute von Appenzell zu den jungen Genfern gebracht und haben diskutiert. So viele Unterschiede gibt es gar nicht. Es ist Appenzell plus Genf, was die Schweiz ausmacht. Es wäre gut, wenn Sie, Herr Mörgeli, einmal den Bürgern überall in der Schweiz auch etwas von Genf erzählen würden und nicht nur vom sogenannten Durchschnittsbürger von Appenzell sprechen würden, der nicht einmal existiert, denn er ist nicht durchschnittlich. Man sollte nicht immer sagen, die Bürger in der Schweiz könnten nichts vom internationalen Genf verstehen. Das ist falsch. Das ist falsch, und das ist antischweizerisch. Genf gehört zur Schweiz. Die internationalen Einflüsse über Genf auf die Schweiz sind für uns alle wichtig: für die Appenzeller, für die Luzerner und sogar für Sie, Herr Mörgeli.

Votazione

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 141 Stimmen

Dagegen ... 29 Stimmen

(10 Enthaltungen)