12.4209

Prestazioni complementari. Impiego vincolato per legge?

Schenker Silvia · Mit-F · Consiglio nazionale · Basilea-Città · Gruppo socialista

Ich habe diesen Vorstoss eingereicht, weil ich in meiner beruflichen Tätigkeit öfters mit dieser Problemstellung konfrontiert wurde und werde. Es ist ein Anliegen der Alters- und Pflegeheime, das ich ins Parlament getragen habe. Worum geht es?

Ein grosser Teil der Bewohnerinnen und Bewohner in einem Alters- und Pflegeheim oder in einem anderen Heim muss für die Finanzierung des Heimaufenthaltes Ergänzungsleistungen beanspruchen. Neben der AHV- oder IV-Rente und der, falls vorhanden, Pensionskassenrente braucht es einen Zuschuss durch die Ergänzungsleistungen. Es gibt nun Fälle, dass sich Angehörige oder Bekannte um die Finanzen kümmern, aber diese Angelegenheiten weniger gut regeln, als es notwendig wäre; so kommt es vor - das berichten mir die Heime -, dass Rechnungen nicht bezahlt werden. Ich stelle das auch in meinen Abklärungen auf der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde, bei der ich arbeite, selber fest. Wenn die Ergänzungsleistungen zwar bezogen, aber nicht ans Heim überwiesen werden, dann werden diese Ergänzungsleistungen eigentlich nicht für den richtigen Zweck verwendet.

Ich muss sagen, dass ich von der Antwort des Bundesrates enttäuscht bin. Ich verlange mit meinem Postulat einen Bericht, in welchem Massnahmen vorgeschlagen werden, die sicherstellen, dass die Ergänzungsleistungen dort hinfliessen, wo sie hingehören. Der Bundesrat hält in seiner Antwort in erster Linie die finanzielle Eigenständigkeit der versicherten Personen hoch. Wenn dies nicht mehr der Fall sei, könne ja eine Beistandschaft errichtet werden und der Beistand regle dann die Angelegenheiten. Nun ist es so - wie ich vorhin gesagt habe -, dass ich genau bei einer solchen Behörde arbeite, die für die Errichtung von Beistandschaften zuständig ist. Ich kann Ihnen sagen, es kommt immer wieder vor, dass eine Beistandschaft erst dann in Erwägung gezogen und errichtet wird, wenn schon offene Heimrechnungen vorhanden sind. Die Leidtragenden in diesen Situationen sind primär die Alters- und Pflegeheime oder die anderen Heime. Sie pflegen die Betagten oder die Behinderten, sie erbringen Leistungen, sie nehmen uns die Sorge für diese behinderten oder betagten Mitmenschen ab, und sie bekommen dann ihre Rechnungen unter Umständen nicht bezahlt.

Enttäuscht bin ich vom Bundesrat, weil ich den Eindruck habe, er habe gar nicht versucht, diese Dimension des Problems zu erforschen. Er schreibt, er habe keine Kenntnis davon, dass in grossem Umfang Ergänzungsleistungen zweckentfremdet würden. Ich hätte erwartet, dass der Bundesrat zumindest beim einen oder anderen Kanton nachfragt und sein Argument mit Zahlen hinterlegt.

Im Bereich der Prämienverbilligung haben wir eine Regelung für ein ähnlich gelagertes Problem gesucht und gefunden. Auch dort kam es vor, dass Prämienverbilligungen zwar beansprucht, aber nicht für die Bezahlung der Prämien benutzt wurden. Dann haben wir die gesetzliche Möglichkeit geschaffen, die Prämienverbilligung direkt den Krankenkassen zukommen zu lassen. Warum das dort möglich war und so etwas hier nicht einmal geprüft wird, verstehe ich nicht.

Ich bitte Sie, mein Postulat anzunehmen und so dem Bundesrat die Möglichkeit zu geben, sich der Sache noch einmal vertieft anzunehmen.

Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo

Le postulat qui vient de vous être présenté entend charger le Conseil fédéral de présenter dans un rapport les mesures qui permettraient d'affecter les prestations complémentaires versées pour un séjour dans un home à des soins précis, afin de garantir que les homes soient payés pour les prestations qu'ils fournissent.

Est inclus dans le droit des assurances sociales en vigueur le droit aux prestations d'assurances sociales, y compris aux prestations complémentaires, qui est incessible. En effet, la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales n'autorise pas le versement en main de tiers. Cette règle s'applique à l'ensemble des prestations d'assurance sociale. Le versement à un tiers ne peut intervenir qu'à des conditions très strictes, lorsque l'assuré n'utilise pas les prestations de manière conforme au but. Ce tiers doit être une personne ou une autorité qui a une obligation légale ou morale à l'égard de l'assuré ou qui l'assiste en permanence.

Un home ne remplit pas cette condition. Il ne peut donc pas en tant que tel percevoir directement les prestations d'assurance sociale destinées à l'assuré. Les prestations complémentaires ne permettant pas de couvrir à elles seules les frais de home, il faudrait donc prévoir que d'autres prestations de sécurité sociale - par exemple la rente AVS ou la rente du deuxième pilier -, soient du moins en partie versées au home, ce qui n'est pas souhaitable. Nous considérons qu'un versement direct au home représenterait une forte ingérence dans la responsabilité, dans l'autonomie financière des assurés et que cela dépasserait le principe de proportionnalité.

Il faut dire que nous n'avons pas connaissance d'une utilisation fréquente des prestations complémentaires à des fins contraires à leur but. Et pour les cas où cela peut arriver, il reste toujours possible d'instituer une curatelle, solution qui permet justement d'éviter le risque pour les homes de non-paiement de frais de soins. Le Conseil fédéral estime donc qu'il existe aujourd'hui suffisamment de moyens légaux pour éviter ou pour contrôler la problématique soulevée par le postulat. Avec cette argumentation, il considère qu'il n'est pas indiqué de prévoir d'autres dispositions et vous invite à rejeter le postulat.

Votazione

Präsident (Lustenberger Ruedi, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 76 Stimmen

Dagegen ... 103 Stimmen

(0 Enthaltungen)