15.3503
Unternehmen und Arbeitnehmer entlasten. Senkung der EO-Sätze
Hêche Claude · P-M · Ständerat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
Le président (Hêche Claude, président): Madame Keller-Sutter est partiellement satisfaite de la réponse écrite du Conseil fédéral. Elle demande l'ouverture de la discussion. - Ainsi décidé.
Keller-Sutter Karin · Mit-F · Ständerat · St. Gallen · FDP-Liberale Fraktion
Ich habe mich, wie der Präsident das ausgeführt hat, von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt erklärt. Dieser Vorstoss meinerseits wurde eigentlich durch zwei Gründe ausgelöst: Einerseits wurde in der Medienmitteilung über das Betriebsergebnis des Fonds der Erwerbsersatzordnung 2014 gesagt, der Bestand der flüssigen Mittel und Anlagen sei 2014 gestiegen, habe aber noch nicht die im Gesetz vorgeschriebenen 50 Prozent einer Jahresausgabe erreicht, die es eben braucht, um den Beitragssatz der Erwerbsersatzordnung abzusenken. Aufgrund der publizierten Zahlen durfte man erwarten, dass 2015, also Ende dieses Jahres, die gesetzlichen Vorschriften erfüllt sein werden, um den EO-Beitragssatz zugunsten der Beschäftigten und auch der Betriebe abzusenken, wie ich das im vorliegenden Vorstoss gefordert habe.
Hinzu kommt der zweite Grund, dass Ende 2015 die auf fünf Jahre befristete Erhöhung des Beitragssatzes von 0,3 auf 0,5 Prozent auslaufen würde. Diese Erhöhung wurde ja wegen der Finanzierung der Mutterschaftsversicherung gemacht. Der Bundesrat musste also ohnehin Ende 2015 einen Entscheid fällen, ob er die 0,5 Prozent weiterführt oder ob er allenfalls eine Absenkung ins Auge fasst. Die Absenkung des EO-Satzes ist sicherlich eine gute Gelegenheit, um die von der Frankenstärke belastete Wirtschaft zu entlasten. Wir haben ja in diesem Parlament und auch in den Kommissionen allerlei Berichte zum Bürokratieabbau und auch zu anderen Massnahmen, die eben unsere Wirtschaft in der aktuellen Lage entlasten sollen. Da scheint mir das nun wirklich ein offensichtlicher Gegenstand zu sein, den man als willkommene Entlastung bezeichnen kann, und zwar für die Arbeitnehmer wie für die Arbeitgeber.
Der Bundesrat kommt der Forderung nun nach: Er hat mit der Beantwortung meines Vorstosses am 2. September auch entschieden, den Beitragssatz für die nächsten fünf Jahre von 0,5 auf 0,45 Prozent abzusenken, was in den nächsten Jahren einer Entlastung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber von etwa einer Milliarde Franken entspricht. Positiv finde ich, dass der Fondsstand damit nicht auf Vorrat geäufnet wird, was bekanntlich ja auch neue Begehrlichkeiten weckt. Wir wissen ja, dass es Pläne für die Einführung eines Vaterschaftsurlaubes gibt, über die wir in diesem Rat noch nicht entschieden haben. Dann wissen wir auch, dass es in Zusammenhang mit der AHV-Revision Pläne gibt, die Auswirkungen des AHV-Ausbaus, der über Lohnprozente finanziert werden soll, im Gegenzug über die Absenkung des EO-Satzes etwas zu mildern.
Ich bin deshalb dankbar, dass der Bundesrat bereit ist, den Satz abzusenken. Ich bin der Auffassung, dass neue politische Begehrlichkeiten und Projekte, wenn es solche gibt, in ihrer vollen Tragweite und mit allen finanzpolitischen Konsequenzen auf dem Tisch liegen müssen. Man muss in Kenntnis der finanziellen Gegebenheiten darüber entscheiden. Das ist meines Erachtens ein transparentes Vorgehen. Der Bundesrat ist meinem Wunsch also gefolgt, wenn auch nicht ganz so weitgehend, wie ich mir das vorgestellt habe. Aufgrund der Zahlen, die im Bericht des Bundesrates über die Finanzierungsperspektiven der Sozialversicherungen bis 2035 publiziert wurden - das war im November 2013 -, wäre eine weiter gehende Absenkung möglich gewesen. 2035 würde der Stand des Fonds 395 Prozent des Umlageergebnisses betragen.
Der Bundesrat sagt in der Antwort auf meinen Vorstoss, es treffe zu, dass der Fondsstand bei einer Absenkung auf 0,4 Prozent vermutlich in den nächsten zwei Jahren knapp unter 50 Prozent fallen würde. Zu diesem Ergebnis kommt auch der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Herr Daniel Lampart. Er schrieb in einem Artikel vom 18. August 2015, dass bei der AHV für den Rentenausbau nur 0,2 Lohnprozente notwendig seien, wenn die EO-Beiträge gesenkt würden. Ich berufe mich ja selten auf den Chefökonomen des SGB und bemühe ihn ja nicht oft als Kronzeugen, aber dieses Mal haben Herr Lampart und ich wohl gleich gerechnet, dies auch aufgrund des gleichen Zahlenmaterials. Das Bundesamt für Sozialversicherungen geht in seiner Mitteilung vom 2. September 2015 davon aus, dass bei einer Senkung um 0,05 Prozentpunkte bei der Erwerbsersatzordnung immer noch 0,25 Lohnprozente für die AHV nötig wären. Das ist sozusagen die Gegenprobe. Damit hätten eigentlich 0,1 Prozentpunkte drinliegen müssen. Ich habe festgestellt, dass das Bundesamt seine Projektionen laufend anpasst bzw. auch etwas verschlechtert hat. Warum das so ist, kann ich aufgrund der verschiedenen Zahlen nicht nachvollziehen. In dieser Hinsicht bin ich von der Antwort des Bundesrates nicht ganz befriedigt. Aber vielleicht können wir diesen Zahlensalat bei Gelegenheit einmal diskutieren.
Ich freue mich aber insgesamt darüber, dass der Bundesrat bereit ist, diesen - wenn auch nicht sehr grossen - Schritt zu tun und ein Zeichen zu setzen, auch gegenüber den Betrieben und den Arbeitnehmern in unserem Land, die mit dieser Absenkung immerhin etwas entlastet werden.
Berset Alain · BR-M · Bundesrat · Freiburg
Effectivement, le Conseil fédéral a décidé il y a quelques jours de diminuer le taux de cotisation de 0,5 à 0,45 pour cent. Avec ce taux et selon les projections dont il dispose, il peut garantir, toutes choses égales par ailleurs, le respect des obligations légales d'en rester aux environs de 50 pour cent de couverture du fonds, voire peu au-dessus.
Par contre, et je ne crois pas qu'il y ait une salade de chiffres à ce sujet, il a montré de manière relativement claire qu'une diminution du taux au-dessous de 0,45 pour cent aurait très rapidement des conséquences très négatives sur le fonds. Avec 0,4 pour cent, Madame Keller-Sutter l'a dit, on passerait au-dessous des 50 pour cent de couverture déjà dans une année et, attention, le fonds serait à peu près vide en 2020. Si on allait encore au-delà, à savoir à 0,3 pour cent - c'était également un des éléments que l'interpellation nous demandait d'évaluer -, le fonds serait vide en 2017.
Dans cette situation, il est dans l'intérêt de tous, et évidemment aussi des employeurs, d'éviter une politique de "stop and go". Si nous étions descendus plus bas, à 0,4 pour cent, la prochaine hausse était garantie assez rapidement. On n'aurait pas pu tolérer de ne pas respecter la loi très longtemps et de vider le fonds à l'horizon 2020; et 2020, c'est après-demain. Donc, nous avons vraiment choisi le niveau le plus bas possible, qui permet de respecter les prescriptions légales, tout en diminuant le taux de cotisation, Madame Keller-Sutter l'a rappelé dans son intervention, ce qui représente environ 190 millions de francs par année pour les employeurs et les salariés, c'est-à-dire pas loin de 1 milliard de francs sur cinq ans.
Je n'irai pas plus loin et n'établirai pas un lien trop étroit avec le débat sur la réforme de la prévoyance vieillesse 2020 - premier et deuxième piliers -, qui vous occupera prochainement (objet 14.088). Dans ce projet de réforme, votre commission vous proposera, contre l'avis du Conseil fédéral, de prévoir des mesures de compensation permettant de maintenir le niveau des prestations, au moyen d'un prélèvement sur les salaires, non seulement dans le deuxième pilier, mais aussi partiellement dans le premier. On ne peut donc pas parler, au sujet du projet du Conseil fédéral, d'une augmentation des cotisations prélevées sur les salaires. Il y aura même au contraire une légère diminution si on regarde les chiffres. Ce sera surtout un transfert d'un pilier à un autre. Il n'y aura par conséquent pas de nouvelles cotisations selon le projet du Conseil fédéral. Je souhaitais le dire ici.
Je suis très heureux que le Conseil fédéral ait pu partiellement satisfaire à vos revendications, Madame Keller-Sutter. Vous avez dit: "C'est un petit pas, on peut en faire de plus grands." Je vous dis: "C'est le seul pas raisonnable qu'il est possible de faire." Tous les autres pas n'auraient pas été aussi raisonnables et nous auraient conduits au-devant de grandes difficultés. Le Conseil fédéral a saisi l'occasion de votre interpellation et de votre intervention au conseil, Madame Keller-Sutter, pour faire le pas qui paraît non seulement raisonnable et possible, mais qui garantira aussi une certaine stabilité durant les prochaines années.