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Estremismo islamico. Quali misure e politiche di prevenzione?

Regazzi Fabio · Mit-M · Consiglio nazionale · Ticino · Gruppo PPD

Le postulat, déposé il y a presque deux ans, charge le Conseil fédéral de rédiger un rapport portant sur les mesures envisageables afin de prévenir l'extrémisme islamiste. Le rapport comprendra en particulier:

1. un bilan des recherches scientifiques concernant l'intégration des communautés musulmanes en Suisse et une analyse portant sur les éventuelles améliorations de l'intégration de ces communautés;

2. une analyse de l'efficacité des mesures de prévention de l'extrémisme actuellement mises en oeuvre;

3. des propositions concernant la mise en réseau des centres de compétence scientifique existants, afin d'améliorer la diffusion des connaissances acquises et d'instaurer des partenariats et des collaborations entre les principaux acteurs.

La recherche citée par le Conseil fédéral dans son avis, à savoir celle de l'Université des sciences appliquées de Zurich, "Arrière-plan de la radicalisation djihadiste en Suisse", datant de septembre 2015, est une étude exploratoire sur les processus de la radicalisation djihadiste par le biais d'entretiens. Dans sa conclusion, elle relève des lacunes existant dans notre pays ainsi qu'un manque de coordination supracantonale entre les différentes mesures adoptées, tout en reconnaissant un besoin de soutien et de formation des personnes actives dans les institutions communales et cantonales pour affronter le phénomène du djihadisme.

C'est bien ce que je demande avec le présent postulat. Ces deux aspects fondamentaux de coordination entre les cantons et de formation ne sont nullement pris en compte dans le rapport de la task-force TETRA, qui est elle aussi citée par le Conseil fédéral et qui ne dresse pas, elle non plus, de bilan de l'efficacité des mesures de prévention de l'extrémisme mises en oeuvre actuellement, ce que vise le chiffre 2 de mon postulat.

Pour ces trois raisons principales, je vous invite à soutenir mon postulat. Ce dernier charge le gouvernement de rédiger un rapport d'analyse sur les mesures de prévention mises en oeuvre et de proposer une meilleure mise en réseau des compétences existantes dans le but d'améliorer leur diffusion et d'instaurer des partenariats et des collaborations entre les cantons, les centres de recherche universitaires, les organes de sécurité de l'Etat, les autorités judiciaires, les éducateurs spécialisés, les responsables des associations musulmanes et d'autres acteurs, notamment au niveau communal.

Je vous invite à adopter mon postulat.

Sommaruga Simonetta · BR-F · Consiglio federale · Berna

Was dieses Postulat aufgreift, ist ein wichtiges Thema. Es ist allerdings so, dass seit dem Winter 2015, als das Postulat eingereicht wurde, auch einiges gegangen ist, um dem gewalttätigen islamistischen Extremismus entgegenzuwirken.

Ich komme zum Wichtigsten, zum Bericht des Delegierten des Sicherheitsverbundes Schweiz: Sie kennen den Sicherheitsverbund Schweiz; dort sind die Polizeidirektoren- und die Militärdirektorenkonferenz vertreten, und vonseiten des Bundes sind mein Departement und das VBS dabei. Wir haben in diesem Sicherheitsverbund einen gemeinsamen Delegierten. Er hat einen Bericht zum Thema "Präventionsmassnahmen zur Verhinderung von Radikalisierung" geschrieben. Dabei wurden die bestehenden Präventionsmassnahmen in den Bereichen Bildung, Integration, Sozialwesen, Strafvollzug und Religion erhoben. Der Bericht wurde publiziert, und zwar im Juli 2016. Er gibt einen Überblick über die in den Kantonen und Städten vorhandenen Projekte.

Gestützt auf diese Erkenntnisse ist jetzt der Sicherheitsverbund Schweiz daran, gemeinsam mit Kantonen, Städten und Gemeinden einen Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus zu erarbeiten.

Der Postulant bemängelt das Fehlen koordinierter Präventionsstrategien von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden. Ich muss Ihnen Recht geben. Ich glaube, Sie setzen hier am richtigen Punkt an. Aber das ist genau der Inhalt des Nationalen Aktionsplans; genau mit diesem Ziel haben wir den Auftrag gegeben, einen solchen Nationalen Aktionsplan zu erarbeiten. Dieser beantwortet nämlich genau die Frage, wie die Sicherheitsbehörden, die Justiz, die Sozialbehörden und betroffene Organisationen besser vernetzt werden können, damit die Zusammenarbeit gestärkt und der Informationsfluss gefördert wird. Die Arbeiten an diesem Nationalen Aktionsplan sind in der Schlussphase. Es ist geplant, dass der Nationale Aktionsplan in den verschiedenen Konferenzen und Gremien verabschiedet und noch in diesem Jahr im November, also schon sehr bald, publiziert wird.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Ich war diesen Frühling in Dänemark, in Aarhus. Dort habe ich mir zusammen mit dem Delegierten des Sicherheitsverbundes das Präventionsmodell Dänemarks im Detail angeschaut. Wir sind uns eigentlich einig, dass in dieser frühen Arbeit, in der Prävention - das entspricht dem Inhalt Ihres Postulates - die Vernetzung und der Informationsaustausch das absolute A und O sind. Dazu gehört übrigens auch der Nachrichtendienst. Die Vernetzung, der Informationsaustausch, die Frage, wer diese Personen anspricht, wer die Personen in ihrem Umfeld anspricht - all das ist absolut zentral.

Der Nationale Aktionsplan ist genau auf diese enge interdisziplinäre Zusammenarbeit auf allen drei Staatsebenen - national, kantonal und kommunal - ausgerichtet. Alle Behörden müssen sich hier einbringen. Wenn ich Ihnen beliebt mache, dieses Postulat abzulehnen, dann nicht, weil der Inhalt nicht stimmt oder weil wir das nicht wollen, sondern weil wir der Meinung sind, dass wir mit dem Nationalen Aktionsplan genau diese Arbeit gemacht haben. Wenn der Plan verabschiedet ist, dann beginnt die eigentliche Arbeit, die Umsetzung. Wir haben bereits das letzte Mal im Sicherheitsverbund darüber gesprochen, wie wir die Umsetzung organisieren, um sicherzustellen, dass die Massnahmen, die wir verabschieden, dann auch tatsächlich umgesetzt werden.

In diesem Sinne bitte ich Sie, das Postulat abzulehnen, weil wir genau in diese Richtung arbeiten.

Stahl Jürg · P-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Präsident (Stahl Jürg, Präsident): Aufgrund der Äusserungen der Frau Bundesrätin hat Herr Regazzi sein Postulat zurückgezogen.

Zurückgezogen - Retiré