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Mantenimento del figlio. Modifica dell'articolo 277 CC tesa ad eliminare la disparità di trattamento tra genitori di giovani in formazione e non

Wehrli Laurent · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo liberale radicale

Cette motion vise à rétablir une égalité de traitement, et donc à éviter une discrimination, en particulier dans le cadre du devoir d'entretien des parents.

Comme vous le savez certainement, lorsque vous avez des enfants en formation, vous avez une responsabilité d'assumer leur entretien, quels que soient vos revenus, durant leur première formation ou jusqu'à ce qu'ils aient 25 ans. L'idée, avec cette motion, est de pouvoir rétablir l'égalité de traitement lorsqu'il s'agit d'enfants qui ne se forment pas et qui pourraient dépendre notamment des services sociaux ou de l'aide cantonale, voire percevoir d'autres aides. Dans un tel cas de figure, les parents, s'ils disposent d'un revenu annuel de plus de 180 000 francs et vivent en couple marié, se retrouvent obligés de participer à l'entretien des enfants, tandis que s'ils gagnent moins que cette somme annuelle, ils ne sont pas engagés à contribuer à leur entretien, l'Etat se substituant à eux.

Il y a donc une discrimination entre la situation à laquelle sont confrontés des parents qui ont des enfants qui se forment, ceux-ci étant contraints, quel que soit leur revenu, de participer à leur entretien, et celle, certes très malheureuse, des parents d'enfants qui ne se forment pas - à l'exception des parents mariés ayant un revenu supérieur à 180 000 francs. Ces derniers ne sont pas tenus de contribuer à cet entretien.

Or cette motion vise justement à rétablir cette égalité de traitement. Elle vise aussi très clairement - et je crois que c'est aussi ce à quoi aspirent ceux qui sont en charge des affaires sociales dans les cantons, et j'en veux pour preuve les discussions que j'ai eues avec plusieurs conseillers d'Etat en charge de ces questions - à pouvoir inciter les jeunes à se former et à permettre un vrai travail conjoint entre l'Etat et les parents qui restent in fine responsables de leur famille, afin qu'ils incitent justement ces jeunes à se former et à pouvoir ainsi mieux entrer dans la vie professionnelle et dans la vraie vie.

Dans ce cadre-là, il ne s'agit aucunement de diminuer le soutien aux jeunes; au contraire, il s'agit de le renforcer. Il s'agit, en rétablissant cette égalité de traitement, d'inciter encore plus les jeunes à se former. Et en cela, je ne peux que vous proposer d'accepter cette motion, afin de modifier l'article 277 du Code civil pour rétablir cette égalité de traitement et renforcer la capacité de tous, parents et autorités, à inciter les jeunes à se former, un objectif qui, j'en suis convaincu, sera partagé par la majorité d'entre vous.

Sommaruga Simonetta · BR-F · Consiglio federale · Berna

Die Motion verlangt eine Änderung von Artikel 277 ZGB, um die Ungleichbehandlung von Eltern mit Kindern in Ausbildung und Eltern mit Kindern, die bei Erreichen ihrer Volljährigkeit nicht mehr in Ausbildung sind, zu beseitigen.

Gemäss dem heute geltenden Gesetz dauert die Unterhaltspflicht der Eltern grundsätzlich nur bis zur Volljährigkeit des Kindes, das heisst bis zum achtzehnten Lebensjahr. Nachher besteht nur dann ein Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern, wenn sich der junge Erwachsene in Ausbildung befindet. Ist ein junger Erwachsener nicht in Ausbildung und dennoch bedürftig, dann besteht mit anderen Worten eben kein Rechtsanspruch auf Bezahlung von Unterhalt mehr gegenüber den Eltern.

Die Motion sagt es absolut richtig, in diesem Fall kann nur die viel eingeschränktere Unterstützungspflicht der Eltern zum Tragen kommen. Diese setzt dann auch noch voraus, dass die Eltern - das Gesetz sagt es so - "in günstigen Verhältnissen" leben. Wenn die Eltern nicht in solchen günstigen Verhältnissen leben, was oft der Fall ist, dann muss in der Regel das Gemeinwesen über die Sozialhilfe für die Lebenskosten des Kindes aufkommen.

Nun, die Motion schlägt vor, diese Voraussetzung zu streichen und die Unterstützungspflicht der Eltern zugunsten junger Erwachsener in eine Unterhaltspflicht umzuwandeln oder aber die Unterhaltspflicht, man kann es auch so sagen, über die Volljährigkeit hinaus auf alle jungen Erwachsenen auszudehnen, unabhängig davon, ob sie in Ausbildung sind oder nicht. Die einzige Voraussetzung wäre dann noch die Bedürftigkeit. Damit zielt der Vorstoss im Ergebnis natürlich auf eine Entlastung der Sozialhilfe, weil dann die Eltern zur Kasse gebeten werden.

Es ist eine Tatsache, dass der Anteil der 18- bis 25-Jährigen, die sozialhilfeabhängig sind, verhältnismässig gross ist. Die Sozialhilfequote der jungen Erwachsenen lag im Jahr 2013 mit 3,9 Prozent über der gesamtschweizerischen Sozialhilfequote von 3,1 Prozent. Das nimmt der Bundesrat sehr ernst. Je länger nämlich junge Erwachsene Sozialhilfe beziehen, desto schwieriger wird es, sie wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Es ist absolut unbestritten, dass hier Handlungsbedarf besteht. Nach Ansicht des Bundesrates lässt sich das Problem jetzt aber nicht mit einer Übertragung der Kostenlast vom Gemeinwesen auf die Eltern lösen. Es wäre dann einfach eine andere Kasse. Es ist aus Sicht des Bundesrates vielmehr notwendig, die betroffenen jungen Erwachsenen dabei zu unterstützen, unabhängig zu werden, damit sie eben auch für den eigenen Unterhalt aufkommen können. Das Parlament hat ja im Dezember 2014 respektive im Juni 2015 die Motion 14.3890, "Strategie zur Reduktion der Abhängigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen von der Sozialhilfe", angenommen.

Es gibt eine Studie des Bundesamtes für Sozialversicherungen im Rahmen des Nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung von Armut, die untersuchen wird, mit welchen Massnahmen eine Reduktion der Abhängigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen von der Sozialhilfe erreicht werden kann. Es ist vorgesehen, dass dieser Bericht Ende dieses Jahres fertiggestellt wird. Bis zum Vorliegen dieses Berichtes erachtet es der Bundesrat nicht als opportun, das bestehende System grundsätzlich infrage zu stellen.

Ich denke, wir haben das gleiche Ziel: Wir möchten, dass diese jungen Menschen nicht bedürftig bleiben, nicht sozialhilfeabhängig bleiben, aber auch nicht vom Geld der Eltern abhängig bleiben, sondern dass sie sich selbstständig machen können. Das muss unser Ziel sein. Nur einen Wechsel der Kasse vorzunehmen scheint mir im jetzigen Zeitpunkt, vor allem bevor dieser Bericht vorliegt und auch entsprechende Massnahmen diskutiert werden können, etwas voreilig.

In diesem Sinne bitte ich Sie, die Motion abzulehnen.

Votazione

Präsident (Stahl Jürg, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 118 Stimmen

Dagegen ... 60 Stimmen

(7 Enthaltungen)