00.3621, 00.3622, 00.3627, 00.3628, 00.3654, 00.3746, 01.3020, 01.3112
Interpellation Theiler Georges. Test de l'ESB / Interpellation Cuche Fernand. ESB. Mesures urgentes et complémentaires / Motion Bigger Elmar. Interdiction des farines animales. Coûts supplémentaires / Interpellation groupe écologiste. Mesures contre l'ESB / Postulat Triponez Pierre. Interdiction totale des farines animales / Motion Sommaruga Simonetta. Améliorer la santé des animaux au lieu de dépenser des millions pour l'ESB / Interpellation Cuche Fernand. Crise de l'ESB. De nouvelles mesures sont indispensables / Motion Theiler Georges. ESB. Tests de contrôle
Theiler Georges · Consiglio nazionale · Lucerna · Gruppo radicale liberale
Ich gestatte mir, zu beiden Vorlagen zu sprechen, zur Interpellation 00.3621 "BSE-Test" - zu den dringlichen zusätzlichen Massnahmen - und dann auch zur Motion 01.3112 "BSE. Kontrolltests". Denn die Thematik ist genau die gleiche, ich weiss nicht, warum das separat behandelt wird.
Ich habe die dringlichen zusätzlichen Massnahmen Ende November 2000 zur Diskussion gestellt, damals dringlich. Wir haben das so nicht behandelt. Weil die Situation sich nicht verändert und gebessert hat, hat mich das dann veranlasst, im März 2001 die Motion bezüglich der BSE-Tests einzureichen.
Die BSE-Problematik umfasst drei verschiedene Bereiche. Auf der einen Seite ist es der veterinärmedizinische Bereich, die Seuchenbekämpfung. Hier haben wir im Futtermittelbereich bereits sehr viel getan. Der zweite Bereich ist der humanmedizinische. Es geht hier um die Frage der Übertragbarkeit auf den Menschen. Das ist auch die Frage, welche die Menschen in unserem Land natürlich am meisten beschäftigt. Die neue Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ist ein Phänomen, das im Steigen begriffen ist, das wir uns wissenschaftlich schlecht oder gar nicht erklären können. Es geht aber letztlich um den dritten Bereich, das ist der ökonomische. Wir haben in diesem Land Produzenten, die unter dieser Situation leiden, wir haben den Handel, der stagniert, wir haben die Verarbeitung. Alles wird davon gelenkt, dass der Konsument völlig verunsichert ist. Man muss alles tun, um dem Konsumenten diese Verunsicherung zu nehmen.
Wir haben die wichtige Aufgabe, alle drei politischen Bereiche in ihrer Gesamtheit auszuleuchten. Ich habe hie und da den Eindruck - Herr Bundesrat, Sie entschuldigen, wenn ich das sage -, dass der Bundesrat das Problem immer nur von der veterinärmedizinischen Seite her betrachtet. Es scheint mir, mit dieser Art werde man der Problematik, die dahinter steckt, nicht oder nur wenig gerecht. Warum? Es ist so, dass letztendlich der Mensch in dieser Kette im Mittelpunkt steht. Der Mensch ist sehr sensibel, was die Gesundheit und mögliche Gefahren für seine Gesundheit anbelangt.
Ich stelle fest, dass der Bundesrat in der Zwischenzeit sehr viel gemacht hat, um das Problem in den Griff zu bekommen. Ich anerkenne das ausdrücklich. Das Tiermehl-Fütterungsverbot wurde sehr früh erlassen. Auch die Information ist gut gelaufen. Aber es gibt immer noch Probleme. Das Problem ist nach wie vor, dass die Fälle nicht weg sind. Die Seuche ist nicht einfach bekämpft, sie ist nicht ausgerottet. Es ist nach wie vor das Problem vorhanden, dass der Konsum stagniert. Das betrifft die Produzenten und all jene, die ich erwähnt habe. Auch die Problematik bezüglich der Übertragung auf den Menschen ist in keiner Art und Weise beantwortet. Da ist die Wissenschaft gefordert. Wie gesagt haben die Fälle auch nicht entscheidend abgenommen.
In der EU ist in der Zwischenzeit sehr viel gelaufen, dort wurden diese Tests eingeführt. Wir in der Schweiz haben dies nicht getan. Migros und Coop haben es getan; sie haben es mit unterschiedlichem Erfolg durchgezogen. Es gibt Einzelne, die das freiwillig tun. Wir haben jetzt aber irgendwo eine Lücke, in der diese Tests nicht durchgeführt werden. Ich meine, diese Lücke müsste nun endlich geschlossen werden. So werden wir auch die Möglichkeit haben, überhaupt einmal festzustellen: Zu diesem Zeitpunkt wurden die Tests eingeführt; wir sind sicher, dass kein entsprechendes Fleisch mehr in den Konsum gelangt ist.
Ich halte an meiner Motion fest; ich bitte Sie, sie zu unterstützen.
Cuche Fernand · Consiglio nazionale · Neuchâtel · Gruppo ecologista
Voilà un sujet qui nous rassemble à intervalles réguliers et de façon chronique, soit en plénum, soit devant le Palais fédéral, soit devant des centrales de distribution.
Je reviens sur l'analyse faite par M. Theiler pour lui dire que, contrairement à ce qu'il a déclaré, tout n'a pas été fait par les autorités fédérales. J'aurai l'occasion d'y revenir à l'occasion du traitement d'autres interventions parlementaires sous forme de motions ou d'interpellations.
Je pense qu'il y a un premier élément de réponse en ce qui concerne la question de M. Theiler au sujet des deux vaches atteintes d'ESB nées après 1996. Il est important de rappeler que, si l'interdiction des farines de viande dans l'alimentation des ruminants a été décidée à partir de 1990, on a toléré que les stocks concentrés dans les fermes ou dans les moulins soient consommés. Ce n'est qu'à partir du 1er mars 2001 que la tolérance zéro a été exigée en ce qui concerne la présence de traces de farines de viande qui peuvent être contaminées dans l'alimentation des bovins. Le fait d'avoir tardé à prendre cette mesure - nous l'avons maintes fois dénoncé au plénum et de façon syndicale - est en quelque sorte la réponse à cette deuxième interrogation. Le Conseil fédéral lui-même, dans sa réponse, amorce une explication dans ce sens-là puisqu'il dit au chiffre 2: "La quantité de matériel infectieux nécessaire pour infecter un bovin est si faible qu'une contamination des aliments pour animaux par moins d'un gramme de matériel infectieux peut déjà être dangereuse. Les recherches épidémiologiques sur ces deux cas sont encore en cours et n'ont pas encore donné des résultats concluants. Même si, d'après les connaissances actuelles, l'alimentation joue un rôle central, d'autres voies d'infection possibles ne sont pas écartées."
A ma connaissance, les autres voies d'infection possibles ne sont pas connues et je reste persuadé que le Conseil fédéral, l'Office vétérinaire fédéral et l'Office fédéral de l'agriculture n'ont pas pris toutes les bonnes décisions au bon moment.
J'aurai l'occasion aussi d'y revenir le dernier vendredi de la session puisque nous aurons à nous prononcer sur la nécessité de créer une commission d'enquête parlementaire.
Intervento procedurale
Le président (Christen Yves, premier vice-président): M. Cuche, vous pouvez rester à la tribune puisque vous allez vous exprimer maintenant sur les interpellations 00.3622 et 01.3020.
Cuche Fernand · Consiglio nazionale · Neuchâtel · Gruppo ecologista
Cela va être le prolongement ou la répétition de ce que j'ai dit tout à l'heure, puisqu'on revient toujours avec les mêmes arguments de façon chronique et récurrente sur la question de l'ESB. Lorsque je disais tout à l'heure qu'on n'avait pas pris toutes les bonnes décisions au bon moment, c'était l'objet de l'interpellation que je déposais en novembre 2000. Je rappelle simplement qu'il a fallu attendre deux ans pour que des graisses d'origine animale, toujours incorporées dans l'alimentation des bovins, soient stérilisées à 133 degrés pendant 20 minutes et sous pression. Elles avaient été considérées comme inoffensives jusqu'à l'application de cette mesure.
Il a fallu, d'autre part, attendre 1999 pour que les farines de sang soient interdites dans l'alimentation des bovins. Enfin - je l'ai dit et je le répète parce que c'est une information qui a de la peine à être saisie - il a fallu attendre quatre ans et demi pour que la tolérance zéro concernant les résidus de farines animales dans les aliments pour ruminants soit appliquée. Elle est entrée en vigueur, comme je l'ai dit, effectivement au 1er mars 2001.
Voilà en substance ce que j'avais à dire sur cette deuxième interpellation. On sait aussi que cette question fait l'objet d'une enquête suite à une plainte déposée par 2200 éleveurs de ce pays. Nous espérons qu'à la fois les interventions de cet après-midi et l'enquête menée par la Confédération permettront d'élucider dans ce cas les responsabilités.
Bigger Elmar · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Für die Stellungnahme zu meiner Motion 00.3627 möchte ich dem Bundesrat bestens danken. Da das Tiermehlverbot ein gesellschaftliches Problem darstellt, hat mich die Stellungnahme des Bundesrates zu meiner Motion sehr erstaunt. Durch die Umstellung auf pflanzliche Eiweissträger sind der Landwirtschaft schon viele Mehrkosten auferlegt worden, da diese Umstellung viel kostenintensiver ist als die bis anhin produzierten hochwertigen Eiweissträger aus Schlachtnebenprodukten. Wie es sich in der Praxis bestätigt hat, werden entgegen der Meinung des Bundesrates die Mehrkosten der Entsorgung der Schlachtnebenprodukte auf den Produzenten abgewälzt. Der Preiszerfall ist offensichtlich, und alle neuen Auflagen bezahlt zuletzt der Produzent. Hinzu kommen die Kosten des BSE-Tests von etwa 100 Franken pro Grosstier, die ebenfalls dem Produzenten auferlegt werden.
Das Tiermehlverbot hat sehr hohe Kosten verursacht. Leider werden durch die allzu ängstliche Vorsicht die wertvollen Eiweissträger des Tiermehls nicht weiterhin im Schweine- und Hühnerfutter verwendet, obwohl nachweisbar weder Schweine noch Hühner BSE-Überträger sind. Gemäss Information unseres Kantonstierarztes hat der Bund die Absicht, die Staatsbeiträge wieder zurückzusetzen. Die Folge ist wiederum - das zeigt sich in der Praxis dauernd -, dass die Kosten auf den Produzenten fallen. Auch wenn der Bundesrat den Vorschlag macht, die Mehrkosten auf Konsumenten, Verarbeiter und Produzenten zu verteilen, ist es zuletzt doch wieder der Produzent, der zur Kasse gebeten wird.
Meines Erachtens kann sich der Bund nicht ohne weiteres von diesem gesellschaftlichen Problem zurückziehen. Überdies ist noch nirgends ein Nachweis vorhanden, dass BSE irgendwie mit der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit in Verbindung gebracht werden kann. Jedenfalls konnten an den in der Schweiz an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit erkrankten Personen keine BSE-Prionen, keine BSE-Prionen "PrPsc" gefunden werden. Mit dem Vorgehen des Bundesrates betreffend das Tiermehlverbot für Wiederkäuer bin ich aber absolut einverstanden. Als Verantwortlicher für das Tiermehlverbot hat meines Erachtens der Bund aber die Finanzierung der daraus entstandenen Mehrkosten zu übernehmen.
Ich bitte den Bundesrat und das Parlament, dieses unerfreuliche, Kosten verursachende, aber gesellschaftliche Problem mit Hilfe des Staates zu lösen. Ich bitte Sie, meiner Motion zuzustimmen.
Cuche Fernand · Consiglio nazionale · Neuchâtel · Gruppo ecologista
On va profiter du fait qu'il y a peu de monde et que les gens ne se précipitent pas pour occuper le terrain!
En ce qui concerne l'intervention de M. Bigger, j'aimerais préciser une chose en ce qui concerne la connaissance que j'ai du problème de l'ESB, en particulier de la transmission à l'homme et de la maladie de Creutzfeldt-Jakob atypique. Si, en Suisse, aucun lien étroit, scientifique entre la consommation de viande de bêtes ayant pu être contaminées par l'ESB et la déclaration de la maladie de Creutzfeldt-Jakob atypique n'a pu être établi, il l'a été par contre en Angleterre, de façon indiscutable sur le plan scientifique. Donc, il ne faut pas minimiser le problème.
En ce qui concerne la motion, et là je m'exprime à titre personnel, je considère que depuis 1995/96, le marché de la viande bovine est sérieusement perturbé non seulement en Suisse mais dans d'autres pays. Je reconnais que l'autorité fédérale a pris un certain nombre de mesures ponctuelles en ce qui concerne l'assainissement du marché. Je rappelle aussi que le marché s'était rééquilibré et que les consommateurs avaient repris confiance dans la consommation de viande bovine jusqu'en septembre 2000, et qu'en octobre 2000, on a assisté à la deuxième crise de l'ESB, qui a entraîné une perte de confiance des consommateurs et une diminution de la consommation de viande bovine de l'ordre de 20 pour cent, et que à nouveau nous sommes retombés dans une situation de crise. Dans cette situation de crise, il est impossible de faire de la gestion de l'offre coordonnée au niveau national, quand tout à coup la profession est victime d'un événement extérieur, dont elle n'est pas responsable.
C'est dans ce sens-là que, personnellement, je soutiens la motion Theiler, parce que dans cette situation de crise, la Confédération doit assumer pour quelques années encore, d'ici à ce que la confiance soit rétablie et qu'on ait adapté tranquillement l'offre à la demande, les frais supplémentaires d'élimination des déchets carnés.
Je fais une relation aussi avec l'interpellation du groupe écologiste 00.3628 en ce qui concerne l'utilisation des déchets carnés. J'aimerais rappeler que jusqu'à maintenant, nous avons continué de consommer de la viande bovine, considérée par les autorités sanitaire, comme une viande saine. Seuls quelques morceaux pouvant être contaminés, quelques abats, ont été considérés comme morceaux à risque et éliminés par la voie de la destruction. Mais les autres déchets carnés peuvent être considérés comme des morceaux nobles et être recyclés dans l'alimentation des poulets et des cochons à partir du moment où, du point de vue sanitaire, on peut les reconnaître comme des déchets carnés sains.
Il est vrai que ce n'est pas le cas maintenant, mais, pour le groupe écologiste, il est clair qu'à partir du moment où la sécurité sanitaire est assurée en ce qui concerne les déchets carnés, et qu'on peut les qualifier de sains, nous souhaitons qu'ils puissent retourner dans l'alimentation des cochons et de la volaille. Mais en attendant, dans cette situation de crise, l'autorité fédérale doit prendre à sa charge entièrement les coûts supplémentaires de destruction de ces déchets.
Kunz Josef · Consiglio nazionale · Lucerna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Mit der Änderung der Tierseuchenverordnung vom 20. Dezember 2000 hat der Bundesrat das Verfüttern von Mehlen aus tierischer Herkunft an alle Nutztiere verboten. Diese befristete Massnahme wurde mit Recht zum Schutz der Konsumenten und zur Ausrottung von BSE angeordnet. Obschon auch der Bundesrat der Ansicht ist, dass eine Verwertung von tierischen Nebenprodukten im Grundsatz nachhaltig und für eine artgerechte Tierfütterung sinnvoll ist, werden diese wertvollen Eiweisse zurzeit praktisch ausnahmslos vernichtet. Vor allem die wenigen verbleibenden Sterilisationsbetriebe sind aufgrund der angeordneten Massnahmen aus folgenden Gründen gefährdet: Obwohl das Flüssigfutter erlaubt ist und die Warenflüsse klar getrennt sind, weigern sich die Grossverteiler aufgrund des Fütterungsverbotes, Tiere aus diesen Betrieben zu übernehmen. Zum anderen wird den Sterilisationsbetrieben die "grüne Ware" vorenthalten, indem diese von den Grossschlachthöfen direkt in die Tiermehlfabriken geliefert und demzufolge verbrannt wird. Es kann nicht sein, dass diese Betriebe aufgrund der angeordneten Massnahmen in ihrer Existenz gefährdet werden. Vielmehr sollten sie gleichwertig entschädigt werden.
Auch aus seuchenpolitischen Gründen ist es günstiger, diese Betriebe zu erhalten, statt neue, kostspielige Kapazitäten zu schaffen. Auch bei Störfällen in den Tiermehlfabriken haben die Sterilisationsbetriebe eine wichtige Ausgleichsfunktion, indem sie dann die Ware übernehmen.
Auch der Bundesrat ist der Ansicht, dass eine sinnvolle Verwertung der tierischen Nebenprodukte aufrechtzuerhalten ist. Es kann ja auf die Dauer nicht sein, dass zum Beispiel in Metzgereien nicht an die Konsumenten verkaufte Fleischprodukte mit grossen Kosten vernichtet werden müssen, statt dass man sie verfüttern kann. Ich bin überzeugt, dass bei einer klaren Trennung des Warenflusses in der Futtermittelindustrie das Verfütterungsverbot für Schweine und Geflügel bereits heute aufgehoben werden könnte und die wertvollen Eiweisse über diese Kanäle verwertet werden könnten.
Solange aber das Verfütterungsverbot im heutigen Sinne aufrechterhalten wird, sind klar nicht die Produzenten zu belasten, sondern die Mehrkosten sind vom Bund zu tragen.
In diesem Sinne empfehle ich Ihnen, die Motion Bigger zu unterstützen.
Walter Hansjörg · Consiglio nazionale · Turgovia · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
In der Interpellation Cuche (00.3622) und der Motion Bigger kommt zum Ausdruck, dass das Fütterungsverbot für Tiermehl mehr oder weniger unbestritten ist, und damit legen wir natürlich auch fest, wie der Abfall entsorgt werden muss: Er darf nicht mehr in den Futterkreislauf kommen.
Kollege Kunz hat in seinen Ausführungen aufgezeigt, dass das energetisch ein Unsinn ist: Wir vernichten hochwertige Eiweissträger, ohne davon einen Nutzen zu haben. Das Problem ist aber so emotional, dass es letztlich von der Konsumfront her nicht erlaubt ist, Konzessionen zu machen; und wir sind in der Landwirtschaft mehrheitlich davon überzeugt, dass wir diesen beschwerlichen, diesen kostenintensiven Weg beschreiten müssen.
Das Problem stellt sich erst jetzt mit der Frage: Wie verwerten wir diese Schlachtnebenprodukte? Wir haben das Phänomen, dass zurzeit der Konsens besteht, dass der Klärschlamm in Zukunft - und dazu ist vom Bundesamt für Landwirtschaft eine Vernehmlassung durchgeführt worden - nicht mehr in der Landwirtschaft entsorgt werden soll. Das ist letztlich das gleiche Problem: Wir verzichten auf wertvolle Nährstoffe für die Landwirtschaft.
Dann stellt sich das Problem: Wo entsorgen wir das? Ich bin der Meinung, dass wir nicht mehr von "Entsorgung" sprechen sollten, sondern von einer anderen "Energieumwandlung".
Wenn wir die Probleme der Centravo zur Kenntnis nehmen, nämlich dass in der Schweiz wegen der Emissionen, die zum Teil entstehen, wenn solche Schlachtnebenprodukte in Energie umgewandelt werden, niemand solche Standorte will, stellen wir fest: Es ist ein gesellschaftliches Problem, dass sich niemand für diese Entsorgung, für diesen Abfall interessiert.
Mir ist hier ein Anliegen - und darum bin ich an das Rednerpult gekommen -, dass der Bundesrat die Verantwortlichen in der Standortwahl für solche Betriebe unterstützt. Es kann längerfristig wahrscheinlich nicht die Lösung und die Antwort sein, dass wir das Ganze ins Ruhrgebiet exportieren und diese Entsorgung unseren Nachbarn überlassen.
Ich danke Ihnen, Herr Bundesrat, wenn Sie in der Standortfrage und mit Hilfe von Investitionen für solche neuen hochtechnischen Entsorgungsmöglichkeiten mit Energiegewinnung die verantwortlichen Unternehmen unterstützen.
Cuche Fernand · Consiglio nazionale · Neuchâtel · Gruppo ecologista
Le Conseil fédéral donne une longue réponse détaillée aux nombreuses questions déposées par le groupe (interpellation 00.3628). Je ne veux revenir que sur un élément de la réponse du Conseil fédéral, c'est en page 2. Je cite deux phrases et demie: "Avant même que ne soit diagnostiqué le premier cas d'ESB en Suisse, en 1990, l'objectif de la Confédération était de limiter les dommages que causerait l'épizootie par une recherche, une information et une prévention ciblées." On est donc avant 1990, avant le premier cas.
Je reviens maintenant à la chronologie des mesures prises pour lutter contre l'ESB à l'étranger et vous en déduirez les conséquences pour savoir si l'autorité fédérale, encore une fois, a pris les bonnes décisions au bon moment. L'ESB a été diagnostiquée pour la première fois en novembre 1986 en Grande-Bretagne. Le 15 décembre 1987, les résultats des enquêtes épidémiologiques ont été connus. Le lien avec la consommation de farines de viande et d'os est alors apparu comme la seule hypothèse crédible. De janvier à mai 1988, les autorités britanniques ont conduit une enquête auprès des élevages atteints et des fabriques d'aliments de bétail pour connaître les modalités d'utilisation des farines animales. Les résultats ont vérifié l'hypothèse initiale de contamination par les farines animales. Le 18 juillet 1988, interdiction de nourrir les ruminants avec des farines contenant des dérivés de ruminants, toujours en Grande-Bretagne. L'apparition de l'ESB, et c'est très important, a été signalée officiellement dans tous les cas par le responsable des services vétérinaires britanniques lors de la 56e session générale de l'Office international des épizooties qui s'est tenue en 1988 et selon mes informations, des représentants suisses étaient présents et étaient informés.
Les risques ont fait l'objet d'articles publiés dans les revues anglaises spécialisées, ainsi que d'informations communiquées lors de réunions internationales, notamment par l'Office international des épizooties.
En France, l'importation de farines animales en provenance de Grande-Bretagne a été interdite le 13 août 1989; en Allemagne, l'interdiction a été opérationnelle en mai 1989; aux Pays-Bas, le 1er août 1989; la Norvège a interdit l'utilisation de farines animales pour l'alimentation des ruminants le 28 juin 1990. En Suisse, ce n'est que le 13 juin 1990 que l'Office vétérinaire fédéral, se fondant sur la loi sur les épizooties, émet une ordonnance interdisant temporairement l'importation de ruminants et de produits issus de ces animaux en provenance de Grande-Bretagne.
En résumé, en Grande-Bretagne, c'est le 18 juillet 1988 qu'on interdit l'utilisation de farines de viande dans l'alimentation. En Suisse, ce n'est que le 11 décembre 1990 que les autorités fédérales décident d'interdire l'utilisation de farines de viande dans l'alimentation des ruminants. Et, je vous le rappelle, la tolérance zéro, au vu des risques de contamination de l'alimentation des bovins par des mécanismes de contamination croisée, n'a été imposée qu'à partir du 1er mars 2001.
Je vous laisse le soin de méditer sur ces décisions.
Triponez Pierre · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo radicale liberale
Mit meinem am 11. Dezember 2000 eingereichten Postulat habe ich verlangt, dass die durch das totale Fütterungsverbot von Tiermehlen entstehenden Mehrkosten für die Entsorgung tierischer Reststoffe ganz von der öffentlichen Hand übernommen werden. In seiner Erklärung vom 28. Februar 2001 beantragt der Bundesrat, mein Postulat abzulehnen.
Ich bin bereit, meinen bescheidenen Beitrag zur Reduktion des grossen Pendenzenberges an parlamentarischen Vorstössen auch in diesem Bereich zu leisten, und erkläre mich damit einverstanden, die Sache ohne Abstimmung zu erledigen und das Postulat damit zu begraben. Dies tue ich zum einen deshalb, weil der Bundesrat meinem Anliegen durch die inzwischen erfolgte Revision der Tierseuchenverordnung vom 20. Dezember 2000 bereits ein gutes Stück entgegengekommen ist: Er ist bereit, bis zu 75 Prozent der durch BSE bedingten Mehrkosten zu übernehmen. Zum anderen habe ich am 7. März 2001 eine in die gleiche Richtung zielende Motion (01.3047) eingereicht. Diese soll zusammen mit dem Agrarpaket 2007 besprochen und behandelt werden. Wenn ich mein Einverständnis mit der Abschreibung meines Postulates erkläre, heisst das also noch nicht, dass ich mit der Stellungnahme des Bundesrates ganz zufrieden bin. Wir werden aber bei der Behandlung des Teils 4 der "Agrarpolitik 2007" anlässlich der Änderung des Tierseuchengesetzes Gelegenheit haben, nochmals ausführlich auf die Problematik der Entsorgung von Tierabfällen und schliesslich auch der Finanzierung zurückzukommen.
Ich ziehe mein Postulat zurück.
Sommaruga Simonetta · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo socialista
Der Rinderwahnsinn hat in den letzten Jahren tatsächlich sehr viele Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch die Landwirtschaft, die Produktion verunsichert. In Bezug auf BSE sind auch noch viele Fragen offen, z. B. die Übertragungswege. Wir haben keine schlüssigen Antworten. Die Bevölkerung erwartet jetzt aber von der Politik echte Lösungen und nicht Scheinlösungen. BSE-Tests sind aber nichts anderes als solche Scheinlösungen. Sie sind kein Instrument, um das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten wiederzugewinnen, weil sie keine echte Sicherheit bieten, keine echte Sicherheit vermitteln können und weil sie auch nichts zur längerfristigen Vertrauensbildung und zur Verbesserung der Sicherheit von Fleisch beitragen. Ich bitte deshalb den Bundesrat, Massnahmen umzusetzen, die zu einer nachhaltigen, zu einer natur- und artgerechten Fleischproduktion beitragen. Ich habe deshalb fünf verschiedene Forderungen gestellt, wobei ich die erste Forderung zurücknehme. Sie hat sich erübrigt; es gibt bereits heute ein befristetes Verbot von Tier- und Fleischmehl.
Der Rinderwahnsinn hat natürlich auch seine positiven Seiten. Er bestätigt, dass eine natur- und tiergerechte Landwirtschaft der einzige erfolgreiche und langfristig auch der kostengünstigste Weg für die Schweizer Landwirtschaft ist. Anstatt dass wir jetzt Millionen Franken in die Symptombekämpfung verschleudern, soll der Bundesrat Massnahmen treffen, die zu echtem und langfristigem Vertrauen in die Schweizer Landwirtschaft beitragen.
Die zweite Massnahme, die ich Ihnen vorschlage, betrifft deshalb den Biolandbau. Sie konnten es letzte Woche erneut lesen, und wir haben es durch jahrelange, international anerkannte Forschung bestätigt bekommen, dass der Biolandbau die effizienteste Art von Landwirtschaft ist. Ich bitte deshalb den Bundesrat, noch vermehrt Forschungsgelder zugunsten des Biolandbaus zu verlagern, im Bewusstsein, dass diesbezüglich bereits einiges getan wurde, aber auch im Bewusstsein, dass Forschungsgrundlagen im Biolandbau auch für die konventionelle und die IP-Landwirtschaft wichtige zusätzliche Erkenntnisse bringen und Grundlagen bieten können.
Die dritte Massnahme betrifft das Schliessen von Kreisläufen. Wir haben gesehen, dass viele Lebensmittelskandale mit Fütterung und Futtermitteln zu tun haben. Wir haben auch aus diesen Skandalen gelernt, dass geschlossene Kreisläufe die beste Prävention sind und die grösste Sicherheit bieten können. Ich bitte also den Bundesrat, die hofeigene Fütterung vermehrt zu fördern, weil hier mit geschlossenen Kreisläufen ökologische Lösungen, aber auch im Sinne der Lebensmittelsicherheit bessere Lösungen gefunden werden.
Die vierte Massnahme betrifft den Verzicht auf Gentech-Futtermittel. Der Bundesrat schreibt zwar in seiner Stellungnahme, das hätte nicht unbedingt mit BSE zu tun. Ich muss allerdings sagen, Herr Bundesrat, für nachhaltige Lösungen können wir jetzt eben auch nicht auf BSE fixiert bleiben. Wir müssen überall dort, wo Risiken im Spiel sind, diese möglichst frühzeitig ausschalten. Wir haben letzte Woche in der Kommission im Zusammenhang mit der Gen-Lex ein Moratorium beschlossen. Das umfasst aber die Futtermittel nicht. Ich glaube, es ist deshalb aus landwirtschaftspolitischen Überlegungen angebracht, diesen Verzicht hier freiwillig einzugehen.
Zur fünften Massnahme: Auch hier wissen wir, dass die Konsumentinnen und Konsumenten in Bezug auf die Futtermittel, die ja in den letzten Jahren meistens Ursache für die Lebensmittelskandale waren, vermehrt sensibilisiert sind. Ich möchte deshalb eine Verbesserung der Deklaration, damit die Konsumentinnen und Konsumenten bei den Lebensmitteln vermehrt auch Auskunft über die Tierfütterung erhalten.
Ich werde deshalb an den Forderungen 2 bis 5 meiner Motion 00.3746 festhalten, Ziffer 1 habe ich zurückgezogen.
Glur Walter · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Frau Sommaruga, ich bin sehr froh, dass Sie sich so für die Bauern einsetzen. Ich habe etwas Mühe damit, dass Sie als oberste Konsumentenschützerin die Wahlfreiheit komplett vergessen und nur auf Bio setzen. Nehmen wir den Bio-Eier-Poulet-Skandal der letzten Woche in Deutschland. Das spielt keine Rolle. Sie haben eindrücklich gesagt, dass die Haltung in biologischen Betrieben BSE-mässig weniger betroffen sei. Das spielt keine Rolle. Jetzt habe ich nur eine Frage: Bio-Gemüse wurde bis letztes Jahr voll mit Fleischmehl gedüngt, der Nüsslisalat bis zuletzt. Wenn irgendetwas schädlich ist, dann ist es Fleischmehl, das nicht erhitzt worden ist und als Dünger eingesetzt wird. Deshalb begreife ich nicht, dass Sie voll auf die konventionelle Landwirtschaft abfahren, nur Bio unterstützen. Wenn irgendetwas mit Fleischmehl passiert wäre, dann wäre es bei Bio-Produkten geschehen. Frau Sommaruga, wir müssen langsam anfangen zu unterscheiden.
Sommaruga Simonetta · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo socialista
Wenn ich Ihnen zuhöre, dann müssen Sie meine Motion unbedingt unterstützen, denn ich setze mich hier nicht einfach für den Bio-Landbau ein. Wenn Sie sehen, was ich fordere, dann ist das eine Verlagerung von Forschungsgeldern. Wenn Sie sehen, wie heute die Verhältnisse sind - ungefähr 1 zu 30 -, dann wissen Sie, dass es in der Schweiz noch lange nicht einfach nur noch Bio-Landbau geben wird, wenn wir eine Verlagerung vornehmen.
Was ich Ihnen auch noch zum Beispiel des Düngers mit Fleischmehl sagen möchte: Das ist eben auch der Beweis, dass wir im Bio-Landbau mehr Forschung brauchen und dass wir diese Forschungsgrundlagen ganz sträflich vernachlässigt haben. Der Bio-Landbau als die effizienteste Anbaumethode hat ein Anrecht, auch in dieser Hinsicht Grundlagen zu bekommen.
Ich bin nie für ein 100-Prozent-Bio-Land Schweiz eingestanden, aber ich finde, der Bio-Landbau ist eine wichtige Grundlage für unsere Landwirtschaft. Er soll auch die nötige Beachtung bekommen.
Walter Hansjörg · Consiglio nazionale · Turgovia · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich nehme gerne Stellung zu den Forderungen von Frau Sommaruga, Forderungen, welche die Konsumenteninteressen tangieren. Die Frage ist nun: Kann die Landwirtschaft diese Forderungen überhaupt erfüllen? Es freut mich, dass wir direkt auf diesem Weg sind, dass wir zu diesen vier Forderungen eigentlich Ja sagen können.
Ich muss Ihnen sagen, dass die Forschung betreffend die biologische Produktion gebührend berücksichtigt wird. Diese Forschung richtet sich natürlich nach dem Marktangebot. Je höher das Marktangebot ist, umso mehr werden wahrscheinlich auch hier Gelder eingesetzt. Das Verhältnis von 1 zu 30 ist nach einer Studie der Forschungsanstalten nicht zutreffend, denn es gibt natürlich viele Forschungsarbeiten, die sowohl für die integrierte Produktion als auch für die Bioproduktion gelten. Ich denke da z. B. an Traktorentechnik oder Maschinentechnik, welche für beide Produktionsarten eingesetzt werden können.
Dann zur Förderung hofeigener Fütterung: Das ist wirklich ein Ziel. Wir wollen im Interesse der Landwirtschaft selbstverständlich die hofeigene und die produktionseigene Fütterung fördern. Dies ist kostengünstiger und hat auch den Vorteil, dass man weiss, woher die Ware kommt.
Dann zum Verzicht auf Gentechfuttermittel: Das haben wir intern in der Landwirtschaft beschlossen. Das wird dort durchgesetzt, wo wir die Produktionsmittel bekommen. Von daher haben ich und auch meine Produzenten kein Problem damit.
Dass die Lebensmittel besser deklariert werden, war schon lange ein Anliegen der Landwirtschaft. Hier sind ja auch noch verschiedene Vorstösse unterwegs. Dass wir uns hier auf eine Deklaration konzentrieren, ist aber wahrscheinlich der wichtigste Punkt. Wir werden noch diese Session einen Vorstoss einreichen, wie wir die Deklaration - vor allem eben die Positivdeklaration - aus der Sicht der Landwirtschaft verbessern können, um auch die Einhaltung der bestehenden gesetzlichen Vorschriften deklarieren zu können. Sie wissen es vielleicht nicht: Was in der Schweiz in Bezug auf die Produktion gesetzlich vorgegeben ist, dürfen wir nicht mehr deklarieren. Nach der heutigen Vorstellung darf nur zusätzlich positiv deklariert werden, was über die gesetzlichen Vorschriften hinausgeht. Von daher kann ich der Motion Sommaruga zustimmen, weil sie von uns erfüllbar ist und weil sie auf dem richtigen Weg ist, auf dem sich die Landwirtschaft hin zu einem Markt bewegen kann, in dem die Konsumenten frei wählen können.
Cuche Fernand · Consiglio nazionale · Neuchâtel · Gruppo ecologista
Concernant les critiques qui ont été émises au sujet de l'agriculture biologique et de l'utilisation d'engrais à base de farines animales: eh bien oui, il faut reconnaître que l'agriculture biologique peut aussi être exposée à des sources de contamination auxquelles elle ne pensait pas. Je pense qu'il est bon, et ça a été souligné notamment par Mme Sommaruga, d'investir des sommes plus importantes dans l'agriculture biologique, notamment à cause des risques que j'ai mentionnés.
Il ne faut pas imaginer que l'agriculteur qui pratique une agriculture biologique vit sur un nuage complètement à l'écart ou hors de portée de tout danger. Si on se réfère aux priorités en matière d'investissements dans le domaine de la recherche de ces dernières décennies, il faut observer que la recherche dans le domaine de l'agriculture biologique et de la lutte biologique pour la protection des cultures n'a pas bénéficié des fonds nécessaires en comparaison de la recherche conventionnelle. Si on investit un peu plus dans l'agriculture biologique, les résultats de la recherche serviront à la grande majorité des agricultrices et des agriculteurs de ce pays qui ont déjà fait l'effort important - ce qui est à souligner - de pratiquer la production intégrée.
Je souligne au passage, à l'intention de Mme Sommaruga, que cette agriculture-là a un prix et que, dans les discussions avec les consommateurs et les distributeurs, il est important de relever qu'une agriculture de qualité exige des prix rémunérateurs.
Le groupe écologiste soutiendra la motion et il est heureux que le président de l'Union suisse des paysans la soutienne aussi.
Intervento procedurale
La présidente (Maury Pasquier Liliane, présidente): M. Cuche souhaite encore ajouter quelque chose à son interpellation 01.3020.
Cuche Fernand · Consiglio nazionale · Neuchâtel · Gruppo ecologista
Je serai très bref. Je ne reviens pas sur les tests dont on a déjà longuement parlé. Je pense que le Conseil fédéral est plutôt satisfait de voir que des bouchers, des abattoirs, des chaînes de distribution ont repris le flambeau. Comme ça, la Confédération n'a pas eu à intervenir financièrement.
Par contre, vous faites une autre déclaration qui nous stupéfie lorsque vous dites que, globalement, le secteur de la viande bovine n'est pas menacé. Eh bien, moi, avec les réactions, les informations et les contacts que j'ai sur le terrain, je constate que le secteur de la viande bovine est menacé. Voilà la remarque que je voulais faire concernant cette deuxième interpellation.
Couchepin Pascal · BR-M · Consiglio federale · Vallese
Tout d'abord une réponse rapide à la dernière intervention de M. Cuche: lorsqu'on dit que le secteur de la viande bovine n'est pas menacé, je ne prétends pas porter un jugement sur la qualité du marché dans ce domaine actuellement. Nous sommes tous conscients que le marché de la viande n'est pas un marché très porteur pour les agriculteurs. Prenez en compte simplement les modifications des habitudes alimentaires. J'ai en tête deux chiffres qui marquent l'évolution des habitudes alimentaires en matière de consommation de viande: en 1988, on était à 13,7 kilogrammes de consommation de viande de boeuf par habitant et, l'an passé, on était tombé en dessous de 10 kilogrammes, ce qui fait donc plus de 30 pour cent de diminution de consommation de viande entre-temps. Je constate aussi une chose qui n'est pas étonnante parce que la viande et le fromage contiennent des protéines d'origine animale: lorsque la consommation de viande diminue, en règle générale il y a une tendance à l'augmentation de la consommation de fromage, et lorsque la consommation de fromage diminue, ce qui est le cas ces dernières semaines, on constate une tendance à la hausse de la consommation de viande. Ce n'est pas surprenant dans la mesure où la viande et le fromage constituent des aliments contenant des protéines d'origine animale et répondent au fond aux mêmes besoins de l'être humain.
Revenons à l'ensemble des interventions parlementaires relatives à l'ESB. Nous prétendons que la Suisse a mené depuis 1990 un combat efficace, sinon couronné d'un succès total, dans la lutte contre l'ESB. Il y a eu l'interdiction de l'affouragement des bovins avec des farines d'origine animale. M. Cuche nous a fait le reproche de n'avoir interdit ces farines qu'après d'autres pays en été 1990. Auparavant déjà, on avait constaté qu'il y avait un problème lié à ces farines et il n'y avait pas d'importations de farines venant d'Angleterre, ce qui justifiait la mesure prise en été 1990 et ne constituait pas une invitation à agir auparavant puisque les farines animales fabriquées en Angleterre n'étaient pas utilisées en Suisse. A l'époque, je crois - je le dis de mémoire - qu'on ne pensait pas que l'extension de la maladie était un problème qui touchait l'ensemble des producteurs de l'île Albion et du continent européen.
Donc, depuis 1990, il y a eu l'interdiction de l'affouragement des bovins, ovins et caprins avec des farines animales. On a mis en place un système complet d'annonce et de surveillance. Toutes ces mesures ont conduit à un net recul du nombre de cas cliniques d'ESB. Nous avons cherché à adapter des mesures aux derniers résultats de la recherche scientifique et nous espérons - ce n'est pas encore demain que cela interviendra, mais dans les années qui viennent - atteindre le but final, c'est-à-dire l'éradication de la maladie en Suisse.
Nous savons tous que les quantités de matériel infectieux qui sont susceptibles de contaminer un bovin sont infimes. Les plus petites traces de matériel infectieux dans le fourrage, même inférieures à 1 gramme, peuvent présenter un danger. Bien que, selon l'état actuel des connaissances, les aliments pour animaux jouent un rôle central, d'autres sources infectieuses potentielles sont également prises en considération. Mais, en dépit de recherches nombreuses, aucune autre voie de transmission de l'ESB n'a pu être prouvée à ce jour.
L'augmentation des cas à l'étranger, depuis fin 2000, n'a rien changé à la situation de l'ESB en Suisse. Avec l'interdiction d'utiliser des farines animales dans l'alimentation des animaux de rente en général, qui avait été décrétée à la fin 2000, tout a été fait, selon l'état actuel des connaissances scientifiques - je le souligne -, pour réduire à un minimum le risque de nouvelles infections des bovins par l'ESB.
Vous le savez, il existe une longue période entre le moment où l'animal est infecté et celui où la maladie apparaît, si bien que l'efficacité des nouvelles mesures ne pourra être jugée qu'après cinq ans environ. Il faut s'attendre, durant ces prochaines années, à constater encore l'existence d'un certain nombre de cas d'ESB chez les bovins.
Il y a trois ans, la Suisse a été le premier pays au monde à lancer un programme de surveillance active de l'ESB. Ce programme permet d'établir aujourd'hui de manière indiscutable que les cas d'ESB sont en régression dans notre pays.
En quoi consiste ce programme? Il consiste à tester systématiquement toutes les vaches décédées ou abattues d'urgence, de même qu'un échantillon de 6000 vaches abattues dans la filière normale. A cela s'ajoutent les tests volontaires - ceux de Migros, de Coop ou d'autres propriétaires d'abattoirs - effectués à l'initiative des distributeurs de viande, soit environ 150 000 tests en 2001.
Quelque 60 pour cent des vaches abattues dans la filière normale ont été testées. Pour 2001, les résultats ont été les suivants. Il y a eu 28 cas positifs chez les vaches décédées ou abattues d'urgence et 14 cas chez les vaches abattues dans la filière normale. Cette année, 8 cas ont été diagnostiqués à ce jour. Durant la période équivalente de l'an passé, nous avions eu 16 cas. On ne peut pas prétendre que nous avons divisé par deux le nombre de bêtes qui sont atteintes de l'ESB, parce qu'on ne peut pas tirer de conclusions sur une période de 6 mois, d'autant plus que dans le passé, il nous est arrivé d'avoir cet espoir et de constater l'année suivante une reprise de l'épidémie. Nous sommes donc très prudents, mais on constate simplement un fait: cette année, le nombre de vaches atteintes d'ESB diagnostiquées a diminué de moitié par rapport à l'année passée. L'innocuité de la viande pour les consommateurs - cela est évidemment essentiel - a été continuellement garantie depuis 1990 et cela par l'obligation d'éliminer les organes à risque de toutes les vaches, comme la cervelle ou différents autres organes.
L'exécution des mesures prises pour protéger le consommateur et l'exécution des prescriptions de police des épizooties font l'objet depuis quelques mois, en complément de la surveillance cantonale, d'une surveillance fédérale accrue, assurée par la nouvelle unité ESB de la Confédération. Le Conseil fédéral a pris une mesure drastique en interdisant au 1er janvier 2001 l'affouragement de tous les animaux de rente en général avec de la farine d'origine animale. Cette nouvelle mesure touche en premier lieu les porcs et la volaille puisque l'interdiction des farines est applicable depuis 1990 déjà à l'alimentation des bovins, des ovins et des caprins.
La nouvelle interdiction ne vise pas à empêcher une hypothétique transmission de l'ESB aux porcs et à la volaille, mais à éviter que d'infimes traces de farine ne contaminent des aliments destinés aux bovins lors de la production, de l'entreposage, du transport ou chez l'agriculteur. Les mêmes mesures sont applicables à l'importation et une réglementation analogue vaut pour les graisses d'extraction. Par contre, Monsieur Eggly, les farines de poisson constituent une exception. Les utiliser pour l'alimentation des porcs, de la volaille et des poissons reste - comme vous le savez - autorisé, à certaines conditions strictes. Une autre exception concerne les aliments liquides donnés aux porcs puisqu'un mélange à des aliments pour bovins peut être exclu - je vous rappelle tout cela, mais je sais que vous connaissez parfaitement tous ces problèmes.
L'interdiction générale d'affourager des animaux de rente avec des farines animales constituant une entrave importante à la liberté du commerce, la Confédération supporte une partie du coût supplémentaire qui en résulte. En 2001, quelque 110 000 tonnes de déchets de viande ont été transformées en un produit intermédiaire puis incinérées. Actuellement, les coûts de l'élimination atteignent chaque année plus de 100 millions de francs, dont 60 pour cent dus à la crise de l'ESB.
En 2001, 27 millions de francs ont été versés pour couvrir une partie de ces coûts supplémentaires. Dans le message "PA 2007", dont vous avez pris récemment connaissance, avec la bienveillance coutumière du Parlement à l'égard des messages relatifs à la politique agricole, le Conseil fédéral propose un nouveau modèle de financement. Les contributions pour payer les frais d'élimination ne sont plus versées comme jusqu'à présent aux entreprises d'élimination, mais directement aux détenteurs d'animaux et aux abattoirs. Le versement des contributions se fera sur la base des indications fournies par la banque de données sur le trafic des animaux, d'où l'importance de mettre en ordre cette banque qui ne nous donne pas entière satisfaction jusqu'à maintenant, c'est le moins qu'on puisse dire.
Les contributions de la Confédération d'un montant de 48 millions de francs au plus par année seront entièrement financées avec les recettes supplémentaires provenant de la mise aux enchères des contingents tarifaires de viande. Une prise en charge totale des coûts n'est pas envisagée. Elle serait contraire au principe de causalité inscrit dans la loi sur la protection de l'environnement et empêcherait toute initiative pour trouver des solutions alternatives plus économiques. Au demeurant, il appartiendra aux Chambres de décider de l'issue de ce débat lors de la discussion relative à "PA 2007".
Mesures de protection du consommateur: selon les connaissances scientifiques actuelles, la viande ne présente pas de danger pour le consommateur et depuis 1990 tous les organes à risque, telles la cervelle et la moelle épinière, sont éliminés de la chaîne de production des denrées alimentaires. Les tests de dépistage ordonnés par la Confédération ne sont pas une mesure destinée à protéger directement le consommateur, mais une mesure de surveillance relevant de la police des épizooties.
Soumettre systématiquement tous les bovins de plus de 30 mois à un test de laboratoire ne contribuerait pas à diminuer les risques. C'est la raison pour laquelle cette mesure n'a pas été ordonnée par la Confédération. Les distributeurs de viande et de produits à base de viande ont toutefois la liberté d'effectuer de tels tests, mais il faut être conscient qu'avec les méthodes actuelles de détection de l'agent infectieux, un résultat négatif ne suffit pas pour affirmer qu'un animal n'est pas infecté par l'ESB.
Le respect de l'interdiction d'utiliser des organes à risque dans la fabrication des produits à base de viande est contrôlé par sondages, au moyen d'un test susceptible de déceler des tissus de cervelle ou de moelle épinière dans les produits à base de viande. Jusqu'à présent, on n'a encore jamais trouvé de produits à base de viande contenant des tissus de cervelle ou de moelle épinière de vache.
Le Conseil fédéral prend position sur les motions de la manière suivante.
Le Conseil fédéral a interdit l'utilisation des farines animales dans l'alimentation des animaux de rente en général; cela satisfait à la revendication de M. Schmied Walter. Toutefois, pour des raisons de proportionnalité, le Conseil fédéral renonce à interdire en outre l'affouragement des porcs avec des aliments liquides.
Le Conseil fédéral satisfait partiellement aux revendications de la motion Bigger. Je constate, Monsieur Bigger, qu'un parti gouvernemental dont vous êtes très proche invite le Conseil fédéral à éviter toutes nouvelles dépenses. Mais, aujourd'hui, j'ai entendu par deux fois déjà des représentants de ce parti souhaiter des augmentations de dépenses de la part de la Confédération. Le Conseil fédéral satisfait partiellement aux revendications de la motion Bigger dans la mesure où la Confédération supporte en partie les coûts supplémentaires de l'élimination des déchets qui résultent de l'interdiction d'utiliser des farines animales dans l'alimentation des animaux de rente en général.
Nous avons ordonné l'application d'un test de laboratoire selon un programme de dépistage par sondages, mais le Conseil fédéral ne peut souscrire au test de laboratoire obligatoire chez toutes les vaches abattues, comme le demande la motion Theiler.
Pour toutes ces raisons, le Conseil fédéral propose le rejet des trois motions précitées.
En ce qui concerne la crise de l'ESB - nouvelles mesures -, j'ajoute simplement ceci. Le 14 février, le 2 mai et le 26 juin 2001, le Conseil fédéral a décidé de consacrer un montant total de 23,5 millions de francs à des mesures destinées à alléger le marché du bétail de boucherie et de la viande. Une convention de prestations, entrée en vigueur le 1er janvier 2002, a été conclue entre l'OFAG et Swiss Granum. Les contributions destinées à soutenir la transformation des oléagineux s'élèvent, pour 2002 et 2003, à 8,5 millions de francs au plus par année.
Mme Sommaruga souhaite, dans sa motion intitulée "Améliorer la santé des animaux au lieu de dépenser des millions pour l'ESB", qu'on mette en place des mesures qui favorisent la production de viande naturelle effectuée dans de bonnes conditions. Elle a exprimé en particulier le souhait que l'on augmente encore la part des crédits consacrée à la recherche dans le domaine de l'agriculture biologique. Il existe à cet effet un excellent institut, qui est une fondation, présidée par M. Stich, ancien conseiller fédéral - ce qui prouve que notre "métier" conduit à une multitude d'activités après notre passage au Conseil fédéral.
Cet institut, qui est le fer de lance - et un fer de lance efficace - de la recherche en matière d'agriculture biologique, est le principal bénéficiaire de notre appui. De 1994 à 2001, les dépenses pour la recherche biologique ont passé de 1,4 à 3 millions de francs, mais on va aller plus loin, parce que je crois que c'est assez important. Nous atteindrons 5 millions de francs en 2005. Donc, 1,4 million de francs en 1994 et, dix ans plus tard, 5 millions de francs. C'est dire qu'il y a quand même une bascule des efforts en faveur de l'agriculture biologique.
D'après des informations qui ne sont pas encore publiées et pas encore chiffrées, je crois pouvoir affirmer que nos efforts produisent des résultats. Il semble que l'on constate une régression du tourisme des achats suisses à l'extérieur et que, d'après certaines enquêtes, les consommateurs suisses reprennent confiance dans les produits de l'agriculture suisse. C'est dire que nous sommes attentifs à ce que cette tendance se poursuive, mais il faudra attendre la publication de données chiffrées pour voir quelle est la portée de ce retournement de situation en faveur de l'agriculture suisse, que nous souhaitons tous.
Bigger Elmar · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Herr Bundesrat, ich bin damit einverstanden, zu sparen. Aber sind Sie auch einverstanden, wenn Sie im Ausland sind, auch für die Schweiz zu sparen, oder sind Sie nur bei unserer Bevölkerung bereit, zu sparen?
Couchepin Pascal · BR-M · Consiglio federale · Vallese
Herr Bigger, ich bin natürlich mit Ihnen einverstanden, dass wir überall sparen sollen, wo es möglich ist. Darum will ich, dass man die Ausgaben nicht erhöht, wo es nicht absolut nötig ist. In diesem Fall sind wir damit einverstanden, mehr auszugeben, um Ihnen zu helfen. Wenn ich "Ihnen" sage, meine ich die Bauern. Aber man kann nicht ständig sagen, dieser Staat gibt zu viel aus, und ganz plötzlich, wenn es um eigene Interessen geht, sagt man, in diesem Fall sollte man eine Ausnahme machen. Ich bin kein Sparfanatiker. Ich denke, man soll so viel ausgeben, wie nötig ist. Darum bin ich vielleicht mehr mit Ihnen einverstanden als Sie selbst. (Heiterkeit)
Maury Pasquier Liliane · P-F · Consiglio nazionale · Ginevra · Gruppo socialista
Les Interpellations 00.3621, 00.3622, 00.3628 et 01.3020 sont liquidées.
00.3627
Abstimmung - Vote
Für Überweisung der Motion .... 47 Stimmen
Dagegen .... 79 Stimmen
00.3654
Zurückgezogen - Retiré
00.3746
Ziff. 1 - Ch. 1
Zurückgezogen - Retiré
Ziff. 2-5 - Ch. 2-5
Abstimmung - Vote
Für Überweisung der Motion .... 65 Stimmen
Dagegen .... 64 Stimmen
01.3112
Abstimmung - Vote
Für Überweisung der Motion .... 51 Stimmen
Dagegen .... 78 Stimmen