16.3329

Esigere dall'Interprofessione Latte una reale gestione dei quantitativi in materia di produzione lattiera

Nicolet Jacques · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Déposée en avril 2016, cette motion charge le Conseil fédéral d'exiger de l'Interprofession du lait une gestion des quantités en matière de production laitière. Pour mémoire, l'Interprofession du lait est une association au sens du Code civil suisse, qui regroupe les producteurs de lait, les transformateurs et les commerçants. Par cette motion, je ne demande pas que de l'argent soit versé, mais simplement que l'Interprofession du lait soit soumise à des règles portant sur les quantités et sur des prix contractuels et annuels permettant au secteur laitier de retrouver de la stabilité.

Dans son avis, le Conseil fédéral répond qu'il n'a pas d'instruments légaux pour contraindre l'Interprofession du lait à respecter un cadre donné. Parallèlement, je constate que l'Interprofession du lait a demandé au Conseil fédéral de lui accorder la force obligatoire en matière de contrats-types de segmentation. Le Conseil fédéral a donc, à sa séance du 15 novembre 2017, accordé la force obligatoire à l'Interprofession du lait et s'est fendu d'un communiqué. Mais accorder ce droit à l'Interprofession du lait n'est qu'un écran de fumée et un outil de marketing offert à la grande distribution. La force obligatoire ne porte que sur l'obligation contractée pour la segmentation du secteur laitier sans aucune contrainte ni référence au volume et au prix payé.

Dès lors, si le Conseil fédéral peut décréter la force obligatoire pour le prélèvement de cotisations et pour la définition de la segmentation auprès de l'Interprofession du lait, il est en mesure également d'accepter ma motion. Je vous demande à toutes et à tous de la soutenir. Son but est précisément la fixation de règles à l'Interprofession du lait portant sur les quantités et sur des prix contractuels annuels permettant à ce secteur de retrouver un petit peu de stabilité.

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Consiglio federale · Berna

Herr Nationalrat Nicolet, dem Parlament soll keine Änderung des Landwirtschaftsgesetzes beantragt werden, die es dem Bundesrat erlauben würde, der Branchenorganisation Milch entsprechende Vorschriften zu machen oder selbst in die Steuerung der Milchmengen einzugreifen. Mit der Aufhebung der Milchkontingentierung im Jahr 2009 hat sich der Bund aus der Steuerung der Milchmengen zurückgezogen.

Es besteht im Landwirtschaftsgesetz keine Grundlage - noch einmal -, um der Branchenorganisation Milch vorzuschreiben, dass sie eine Mengensteuerung umsetzt. Der Bundesrat hat auch nicht die Absicht, dem Parlament eine Änderung vorzuschlagen, um der Branchenorganisation Milch entsprechende Vorschriften machen zu können. Mit der Aufhebung der Milchkontingentierung - ich wiederhole das absichtlich - hat sich der Bund aus der Steuerung der Milchmengen zurückgezogen.

Der Bund hat im November 2017 - Sie haben das eben auch gesagt - die Bestimmungen des Standardvertrages der Branchenorganisation Milch für den Erst- und den Zweitmilchkauf und die Segmentierung für vier Jahre für alle Käufer und Verkäufer von Rohmilch allgemeinverbindlich erklärt. Das bedeutet, dass für alle Käufer und Verkäufer von Rohmilch schriftliche Verträge abgeschlossen werden müssen. Die Milchmenge muss im Vertrag nach ihrem Verwendungszweck in Segmente unterteilt werden. Im Vergleich zum bisherigen Standardvertrag der Branchenorganisation Milch gibt es eine wichtige Änderung, nämlich die, dass die Milchkäufer ihrem Verkäufer bis am 20. Tag des Monats die Konditionen über Menge und Preis für den kommenden Monat mitteilen müssen. Die Milchverkäufer, also insbesondere auch die Milchproduzenten, haben dank dieser ergänzenden Vorschrift eine verbindlichere Entscheidungsgrundlage für eine allfällige Anpassung der Milchmengen.

Mit der Allgemeinverbindlicherklärung des Standardvertrages der Branchenorganisation Milch gelten für alle Akteure beim Handel mit Rohmilch die gleichen Rahmenbedingungen. Diese Erklärung leistet aus Sicht des Bundesrates einen wichtigen Beitrag, um die Verbindlichkeit und Transparenz auf dem Milchmarkt zu verbessern und die Position der Milchverkäufer zu stärken. Aber noch einmal: Der Bund hält sich so weit wie irgendwie möglich aus der Steuerung heraus.

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Aebi Andreas · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Herr Bundesrat, der Milchpreis in Deutschland ist etwa 35 Rappen, und die Milch wird im Laden für 80 bis 85 Rappen verkauft. Bei uns ist der Preis für Industriemilch 48 bis 50 Rappen, und sie wird für Fr. 1.60 verkauft. Sehen Sie hier nicht das Hauptproblem unserer Landwirtschaftspolitik?

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Consiglio federale · Berna

Sie wissen, Herr Aebi, dass wir diesen Punkt nicht zum ersten Mal miteinander besprechen. Sie wissen, dass ich die Wertschöpfungskette der Milch zu verstehen versuche. Sie wissen, dass es auch in meiner Einschätzung zwischen den Produzenten, die Einzelkämpfer sind, und den etwas besser organisierten Weiter- und Wiederverwertern ein Ungleichgewicht gibt. Es ist dies allerdings eben auch eine marktgemachte Struktur. Damit bestätige ich Ihnen, dass wir es mit einem nicht ganz einfachen Problem zu tun haben.

Votazione

Le président (de Buman Dominique, président): Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 115 Stimmen

Dagegen ... 58 Stimmen

(4 Enthaltungen)