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Das Alpine Museum der Schweiz als Symbol und Kompetenzzentrum für das alpine Kulturerbe erhalten
Fournier Jean-René · 1VP-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion
Le président (Fournier Jean-René, premier vice-président): L'auteur de l'interpellation est partiellement satisfait de la réponse écrite du Conseil fédéral. Il demande l'ouverture de la discussion. - Ainsi décidé.
Engler Stefan · Mit-M · Ständerat · Graubünden · CVP-Fraktion
Ich bedanke mich beim Bundesrat für die Beantwortung der aufgeworfenen Fragen. Um meine Interessenbindung offenzulegen: Ich bin Präsident des Patronatskomitees des Alpinen Museums der Schweiz (Alps).
Vielleicht wundern Sie sich, warum ich mich für eine Institution mit Sitz in Bern engagiere. Was bewegt mich dazu, mich für das Alps, das Haus der Berge in Bern, zu engagieren? Es ist die Überzeugung, dass wir in unserem Land eine Institution benötigen, die sich unabhängig, kompetent und anschaulich mit den Themen der Alpen sowie des Berggebiets und seiner Bevölkerung auseinandersetzt, und zwar aus einer wissenschaftlichen, aus einer ökonomischen, aus einer gesellschaftlichen und aus einer kulturellen Perspektive.
Berge gehören zur DNA unseres Landes. Was die Schweiz schweizerisch macht, sind die Berge. Sie bedeuten für die Schweiz Herkunft, Identität, aber auch aktuellen Lebens- und Wirtschaftsraum. Dass eine Institution wie das Alps die damit verbundenen Kulturgüter, die Kulturgeschichte sowie Gegenwarts- und Zukunftsfragen modern vermittelt, ist beeindruckend und notwendig und dient letztlich dem Zusammenleben in unserem Land.
Man soll sich vom Begriff "Museum" nicht täuschen lassen. Das Alps hat sich seit mehreren Jahren neu orientiert, im Sinne von mehr Wissens- und Kulturvermittlung. Darin hat es sich seit einigen Jahren einen Leistungsausweis erarbeitet, dies durch eine konsequente und erfolgreiche Umsetzung.
Zur Antwort des Bundesrates auf die in der Interpellation aufgeworfenen Fragen: Erfreulich ist, dass der Bundesrat in seiner Antwort anerkennt, dass das Thema der Berge, der Alpenwelt für unser Land ein wichtiges Thema darstellt. Die Relevanz sowohl des Themas der Alpen wie auch der Institution Alps liegt letztlich in der Bedeutung der Berge für die schweizerische Identität und für den nationalen Zusammenhalt über Sprach- und soziale Grenzen hinweg, in der Bedeutung der Berge für die Wirtschaft, ich denke an den Tourismus, die Freizeitlandschaft und Swissness, in der Bedeutung der Berge in einem europäischen Kontext, denken Sie an die transalpinen Verkehrsverbindungen, in der Bedeutung der Berge als Frühwarnsystem für einen globalen Klimawandel und in der Bedeutung der Berge für das schweizerische Kulturschaffen und Kulturerbe. Niemand wird also bestreiten können, dass die Alpen und dass die Berge viel mit uns, mit unserer Lebensart in der Schweiz zu tun haben.
Zweitens ist es erfreulich, der Stellungnahme des Bundesrates entnehmen zu dürfen, dass der Bundesrat den neu verfolgten Netzwerkansatz im Grundsatz unterstützt und bereit ist, ihn in Zukunft zu stärken. Seit 2011 hat sich das Alps mit aktuellen Ausstellungen und zahlreichen landesweiten Kooperationen zu einem Kompetenzzentrum für die Vermittlung von Berggebietsfragen entwickelt. Die Besucherzahlen haben sich in der ganzen Schweiz massiv erhöht. Entsprechend beabsichtigt der Bund, das Alps ab 2019 als nationales Kompetenzzentrum für das alpine Kulturerbe zu unterstützen, was ausserordentlich begrüssenswert ist. Der Bund anerkennt damit die thematisch relevante Orientierung des Alps, und er anerkennt auch die Einzigartigkeit der Institution, indem das Alps künftig als gesamtschweizerisch wirkender Partner für lokale und regionale Akteure im Berggebiet anerkannt wird.
Nun geht das deutlich über die alte Museumsförderung des Alps mit Standort Bern hinaus und ist neu verstärkt zum Nutzen der ganzen Schweiz. Die Netzwerkförderung des Bundes ergänzt somit ideal die bestehende Museumsförderung des Kantons und der Stadt Bern, aber auch des Schweizer Alpen-Clubs, des SAC. Netzwerk und örtliches Museum bilden künftig die duale Struktur des Alps mit entsprechender finanzieller Verantwortung. Das macht die Zuständigkeiten auch klarer - wäre da nicht noch die Frage der künftigen Finanzierung.
Auf strategischer Ebene hat die Trägerstiftung einen wesentlichen Schritt gemacht, indem sie bereit ist, sich im Sinn der Definition des Netzwerks neu auszurichten. Was jedoch noch nicht geklärt ist, ist die Finanzierung dieses Schrittes. Hier übt der Bundesrat in seiner Stellungnahme zur Interpellation vornehme Zurückhaltung. Er gibt kein Signal ab, die dafür benötigten Mittel auch zur Verfügung zu stellen. Netzwerke haben aber eine neue, andere Aufgabe als die klassischen Museen. Sie sind einzigartige, nationale Kompetenzzentren, die mit dem Auftrag der Kontinuität landesweit wirken. Deshalb ist der Bund in die bestehenden Netzwerke - beispielsweise Memoriav, das ist das Netzwerk für das audiovisuelle Erbe, oder die Fotostiftung Schweiz - als Geldgeber wesentlich involviert. Hier besteht beim Alps akuter Handlungsbedarf, will man nicht riskieren, dass es seine Türen schliessen muss.
Wenn der Bundesrat in der Stellungnahme zur Interpellation keinen Hinweis darauf macht, dass er von sich aus bereit ist, die dafür zusätzlich benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen, werden wir, das Parlament, dafür in die Verantwortung genommen. Wir müssen uns die Frage stellen: Wollen und können wir uns ein Haus der Berge in der Schweiz - im Alpenland Schweiz - in Zukunft leisten oder nicht?
Es gibt keinen Zweifel, dass wir uns das leisten können. Die Frage ist, ob wir uns das leisten wollen. Wir werden im Rahmen des Budgetprozesses sehen, ob eine Mehrheit dafür zu gewinnen ist, das Haus der Berge in der Schweiz zu erhalten. Erst mit der fortgesetzten und konzentrierten Förderung als Netzwerk wird man nämlich die Zweckbestimmung des Alps auch realisieren können. Erst dann wird man dieses Haus aufgabengerecht und zielorientiert mit grossem Mehrwert für das Land weiterführen können. Immer vorausgesetzt, der Bundesrat macht das mit dem Budget 2019 nicht von sich aus, werden wir im Rahmen der Budgetberatung vor die Frage gestellt: Wollen wir das Alps sterben lassen, oder leisten wir uns als Alpenland ein Haus der Berge? Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen kann, in den beiden Räten eine Mehrheit dafür zu gewinnen.
Nochmals besten Dank für die Beantwortung der Interpellation. Affaire à suivre!
Fetz Anita · Mit-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Lieber Kollege Engler, ich habe alles Verständnis für Ihr Anliegen. Ich könnte jetzt hier die gleiche Geschichte zum Schweizerischen Architekturmuseum in Basel erzählen, dem die Mittel auch massiv gekürzt wurden, oder zum Haus der elektronischen Künste, das genau jene Netzwerkstrategie verfolgt, die das Alpine Museum jetzt auch verfolgen will, und das genau deswegen weniger Geld bekommen hat.
Was ich hier einfach sagen will: Sie kündigen hier einen Antrag zum Budget an. So habe ich Ihr Votum verstanden. Nichts gegen das Haus der Berge, es ist aber klar: Sobald man dort mehr aufstockt, heisst das weniger Geld für die anderen. Das muss hier drin auch gesagt werden. Wenn ich überall ein bisschen mehr geben könnte, dann fände ich noch ganz viele andere Museen ganz toll. Die meisten sind auch toll. Aber es geht halt nicht, nur beim einen zu geben. Damit haben die anderen, die auch schon massive Kürzungen erfahren mussten, noch weniger. Das wollte ich Ihnen einfach schon mal ankündigen.
Stöckli Hans · Mit-M · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion
Wir sprechen nicht von einer Erhöhung der Beiträge des Bundes, sondern es wurden im Rahmen der neuen Gestaltung Kürzungen im Umfang nicht von 7,5 Prozent, sondern von 75 Prozent vorgenommen, von 1 Million auf 250 000 Franken. Es ist schon etwas schief in der Landschaft, da jetzt von weniger grossen Erhöhungen zu sprechen.
Dieses Museum, diese Institution ist ein Kind des Bundes. Im Jahre 1933 - das steht in der Stellungnahme des Bundesrates - hat der Bund diese Institution mitgestiftet. Es war immer eine Berg-und-Tal-Fahrt mit dieser Institution, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Es ist jetzt das vierte Mal, seit ich im Rat bin - und ich bin noch nicht so lange hier in diesem Saal -, dass wir über diese Institution sprechen.
Jetzt ist die Situation recht düster, wenn nicht wieder entsprechende Ressourcen gesprochen werden. Der Kanton Bern - und ich spreche in meiner Eigenschaft als Vertreter des Kantons Bern - hat sich in der letzten Zeit bereiterklärt, mit dem Bund gleichzuziehen. Die Beiträge des Kantons sind denjenigen des Bundes gleichgesetzt. Der Grosse Rat hat die Regierung mit einer Motion verpflichtet zu intervenieren, damit die Institution nicht geschlossen werden muss. Die Neuausrichtung hat in der letzten Zeit Erfolge gezeitigt: eine massive Erhöhung der Besucherzahl und eine massiv bessere Integration in die ganze Landschaft, insbesondere durch die Vernetzung mit den wichtigen Playern im Bereich des Themas Alpen. Es wäre verdammt schade, wenn diese Arbeit zunichtegemacht würde. Das ist keine Drohung, das ist eine Tatsache.
Ich zitiere aus einem Papier des Regierungsrates des Kantons Bern: "Gelingt die Budgeterhöhung nicht" - also die teilweise Rückgängigmachung der Kürzung -, "wird der Alps-Stiftungsrat die Schliessung der heutigen Institution beschliessen müssen." Es ist also nicht so, dass nur etwas weniger zur Verfügung steht, sondern es ist so, dass wir diese Institution entweder weiterführen können oder dass sie geschlossen werden muss. Diese Fragestellung wird sich im Rahmen des Budgetierungsprozesses klären müssen.
Ich möchte dem Bundesrat danken, dass er bereit ist, die Form der Unterstützung auf neue Grundlagen zu stellen. Das Problem ist nur, dass diese Grundlagen so beschaffen sein müssen, dass sie genügend Mittel vorsehen, um den Betrieb in der heutigen Form weiterführen zu können.
Berset Alain · BPR-M · Bundesrat · Freiburg
Cette discussion ne me surprend pas vraiment parce que, en réalité, il y a toujours des discussions passionnées lorsqu'on parle de ce que nous appelons les "musées de tiers". Ce sont des musées privés, cantonaux ou communaux, qui bénéficient d'un soutien de la Confédération d'un montant global pas si élevé: il se situe à 5 ou 6 millions de francs par année. Cela ne concerne pas beaucoup de musées: pour la prochaine période il s'agit de treize musées sur les plus de 1100 que compte le pays. Evidemment, c'est toujours un sujet qui génère des réactions passionnelles et émotionnelles.
La situation actuelle n'est pas non plus une surprise: elle est la résultante de la mise en place d'un système que, comme nous, vous avez souhaité, de critères objectifs de soutien aux musées de tiers, dont le but est précisément d'éviter le principe de la loterie qui fait que, en fonction des majorités, les montants attribués aux institutions varient.
Nous avons fait ce travail, et je me souviens très bien de l'intervention de Monsieur Eder dans le débat sur le message culture qui demandait que cela soit mis en place de manière rapide, avec une entrée en vigueur en 2018. Nous l'avons fait. Nous avions dit qu'il s'agissait d'un travail compliqué en raison du grand nombre d'acteurs concernés; mais nous l'avons fait en étroite collaboration avec les cantons. C'est d'ailleurs un représentant d'un canton qui a piloté le groupe de travail lors du dialogue culturel national pour mettre cela en place. Et nous avons réussi à le faire. Il y a eu une mise au concours, des experts ont travaillé et rendu leurs conclusions. Ce travail a abouti à la reconnaissance de treize musées ayant droit au soutien fédéral, sur les plus de 1100 musées que compte le pays. Et, oui, ce n'est pas une surprise, le Musée alpin suisse est l'un des treize musées soutenus. Il est soutenu parce qu'évidemment comme vous l'avez rappelé Monsieur Engler, le Musée alpin suisse porte la réflexion non seulement sur les montagnes, sur nos Alpes - pas seulement les Alpes d'ailleurs, car les montagnes désignent plus que cela, il y a aussi le Jura, dans notre pays, qui pourrait d'ailleurs se sentir floué si on parle de musée alpin - mais également sur ce qu'elles signifient pour nous. Et donc, ce musée est reconnu.
Monsieur Stöckli a parlé d'une diminution de la contribution de 75 pour cent. Ma foi, si je peux le formuler ainsi, ce n'était que la correction inhérente à l'application des critères objectifs décidés par le Parlement. Cette diminution de 75 pour cent permet de rappeler que la subvention précédente de la Confédération pour ce musée représentait une part conséquente de son budget.
En revanche, pour toutes les autres entités, c'est une part plutôt minime qui est à la charge de la Confédération. Mais celle-ci offre une reconnaissance et un soutien à ces musées. C'est la simple application de ces critères objectifs qui a conduit à cela. Nous pouvons concevoir que ce n'est pas facile pour le Musée alpin suisse, c'est clair. C'est la raison pour laquelle nous avons souhaité, d'une part, l'annoncer assez vite, d'autre part, pouvoir accorder un délai de transition.
Cela a engendré pas mal de discussions, que vous connaissez. Il s'agit notamment de la recherche, de manière aussi constructive que possible, d'une solution durable. Il y a eu ensuite la discussion autour de la question du réseau, et celle de savoir - comme vous l'avez demandé - si le Musée alpin suisse devrait devenir un musée de la Confédération. Toutes ces pistes ont été évaluées, analysées. Il nous semble donc que l'idée du transfert dans le domaine de réseau nous paraît pouvoir être creusée. C'est la raison pour laquelle je signerai très prochainement l'ordonnance qui fixe le changement du statut du Musée alpin suisse.
Cela dit - et il faut être clair à ce sujet -, en soi, ce transfert ne modifiera pas le montant de la subvention, qui a été fixé à 250 000 francs par année. Il ne serait pas très juste que le simple transfert conduise à ce que les moyens alloués soient multipliés - juste comme cela. S'il doit y avoir plus de moyens, c'est parce qu'il y a plus de projets; s'il y a plus de moyens, "Mehrmittel", cela signifie qu'il y a une plus-value, une "Mehrwert". Nous sommes très attentifs à une application de principes budgétaires et à des dépenses qui soient tournées vers l'"efficience". On ne peut pas admettre - comme cela - d'allouer plus de moyens sans savoir quelle sera la plus-value qui sera atteinte. C'est une question qui doit encore être examinée en détail. Il incombera au Parlement de décider du budget global. Ensuite, il nous appartiendra, avec l'Office fédéral de la culture, de voir quels moyens pourront être attribués en fonction des projets qui peuvent être développés.
J'aimerais terminer en évoquant encore la question du rattachement au Musée national suisse, parce que c'est une question que vous avez posée sur laquelle je ne me suis pas encore arrêté. Les musées spécialisés, c'est-à-dire focalisés sur un thème unique, comme le Musée alpin suisse, ont été détachés, justement, du groupe Musée national suisse. Un rattachement serait donc artificiel et demanderait une révision de la loi; c'est aussi la raison pour laquelle nous avons écarté cette option et nous sommes concentrés sur l'option du réseau. Nous le faisons de manière aussi constructive que possible, même si le dialogue n'a pas toujours été des plus simples.
Nous devons aussi respecter ici les principes que nous appliquons à d'autres institutions, à d'autres réseaux, aux autres musées. Il y a des moyens, oui, mais ces moyens ne peuvent pas devenir dominants dans le budget d'un réseau ou d'un musée "de tiers", et nous devons encore avoir un débat, une discussion, qui fasse le lien entre les projets et les moyens à disposition.