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Systematischere Missbrauchsbekämpfung im Bereich der Ergänzungsleistungen

Fournier Jean-René · 1VP-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion

Le président (Fournier Jean-René, président): Vous avez reçu un rapport écrit de la commission. La commission propose, à l'unanimité, de rejeter la motion. Le Conseil fédéral propose également le rejet de la motion.

Graber Konrad · Mit-M · Ständerat · Luzern · CVP-Fraktion

Ich verweise hier im Wesentlichen auf den Bericht des Kommissionspräsidenten, der das Wesentliche der in der Kommission geführten Diskussion beinhaltet und begründet, weshalb Ihre Kommission die Motion einstimmig zur Ablehnung beantragt.

Einige Gründe will ich hier rekapitulieren: Beispielsweise werden die Bestimmungen zur Karenzfrist für ausländische Staatsangehörige und zum gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz in der Vorlage, die wir eben behandelt haben, präzisiert. Die EL-Stellen erhalten den Zugriff auf das zentrale Rentenregister, damit sie prüfen können, ob die EL-Bezügerinnen und -Bezüger auch Leistungen der AHV oder IV erhalten. Das EL-Informationssystem stellt Transparenz über bezogene Ergänzungsleistungen her, was es dann ermöglicht, bezogene Ergänzungsleistungen im Rahmen der Erbteilung ins EL-System zurückzuführen, wie wir das jetzt eben beschlossen haben. Das vorhandene Vermögen wird bei der Berechnung des Anspruchs stärker berücksichtigt - ebenfalls ein Beschluss der Räte. Es werden Verschärfungen beim Vermögensverzicht eingeführt.

Eine weitere wirkungsvolle Möglichkeit ergibt sich nach Ansicht Ihrer Kommission aufgrund des internationalen automatischen Informationsaustauschs, mit dem verheimlichte Vermögenswerte im Ausland aufgedeckt werden können. Das hat auch bereits zu Rückführungen respektive Selbstdeklarationen geführt. Die Änderung des Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2016 regelt, dass für einen EL-Anspruch der Aufenthalt in der Schweiz rechtmässig sein muss. Mit der Revision wurde auch der Datenaustausch zwischen den Migrationsbehörden und den EL-Stellen beschlossen.

Aufgrund all dieser getroffenen Massnahmen sieht die Kommission keinen weiter gehenden Handlungsbedarf. Sie betont aber nochmals, dass sie die Bekämpfung des Missbrauchs bei den Ergänzungsleistungen keineswegs ablehnt, sondern mit den getroffenen Massnahmen unterstützt. Auch deshalb ist die eben in der zweiten Differenzbereinigungsrunde diskutierte Ergänzungsleistungsgesetzgebung erforderlich. Die Motion hat einen starken Zusammenhang mit unseren Beschlüssen, die wir vorhin bestätigt haben.

Ich bitte Sie, hier ebenfalls der Kommission zu folgen und die Motion abzulehnen.

Berset Alain · BPR-M · Bundesrat · Freiburg

Au nom du Conseil fédéral, je vous invite également à rejeter cette motion, non pas parce que la lutte contre les abus n'est pas importante, au contraire, mais parce que, précisément, nous avons déjà des outils qui nous permettent de le faire en Suisse et également avec les pays qui nous entourent. Au niveau européen, dès 2019, soit dans à peine plus d'un mois, la communication des rentes octroyées par un Etat membre se fera de manière automatique; ce sera donc encore une amélioration de la situation. La révision de la loi sur la partie générale du droit des assurances sociales, actuellement en discussion, apportera aussi de nouveaux outils permettant de renforcer la lutte contre les abus, y compris en ce qui concerne les prestations complémentaires.

Il nous semble donc que tout est en route pour lutter contre les abus; les éléments sont connus et les projets avancent bien. Dans ces conditions, c'est plutôt une dilution inutile des moyens que de réaliser des rapports supplémentaires ou des études sur ce qui pourrait être encore théoriquement réalisé. Nous préférons nous concentrer sur le travail concret, améliorer la situation là où c'est nécessaire.

C'est la raison pour laquelle le Conseil fédéral propose de rejeter la motion, tout comme le propose d'ailleurs votre commission.

Fournier Jean-René · 1VP-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion

Abgelehnt - Rejeté