18.022
Armeebotschaft 2018
Carobbio Guscetti Marina · 1VP-F · Nationalrat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion
1. Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2018
1. Arrêté fédéral relatif au programme d'armement 2018
Art. 2
Antrag der Mehrheit
Festhalten
Antrag der Minderheit I
(Gmür Alois, Crottaz, Flach, Fridez, Galladé, Glanzmann, Glättli, Mazzone, Paganini, Quadranti, Seiler Graf, Sommaruga Carlo)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit II
(Fridez, Crottaz, Galladé, Glättli, Mazzone, Seiler Graf, Sommaruga Carlo)
... Gesamtkredit von 748,4 Millionen Franken bewilligt.
(Beim Verpflichtungskredit "Modulare Bekleidung und Ausrüstung" wird die Beschaffung des ballistischen Körperschutzes auf 99,6 Millionen halbiert. Dadurch reduziert sich dieser Verpflichtungskredit auf 277,4 Millionen und der Gesamtkredit auf 748,4 Millionen.)
Art. 2
Proposition de la majorité
Maintenir
Proposition de la minorité I
(Gmür Alois, Crottaz, Flach, Fridez, Galladé, Glanzmann, Glättli, Mazzone, Paganini, Quadranti, Seiler Graf, Sommaruga Carlo)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité II
(Fridez, Crottaz, Galladé, Glättli, Mazzone, Seiler Graf, Sommaruga Carlo)
Un crédit d'ensemble de 748,4 millions de francs est accordé ...
(Le montant du crédit d'engagement "Habillement et équipement modulaires" destiné à l'acquisition de la protection corporelle balistique est réduit de moitié pour être ramené à 99,6 millions. Cette réduction entraîne une diminution du crédit d'engagement, qui est ramené à 277,4 millions, et du crédit d'ensemble, ramené à 748,4 millions.)
Gmür Alois · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · CVP-Fraktion
Meine Minderheit I will beim ballistischen Körperschutz dem Ständerat entgegenkommen. Der Ständerat hat bei der Erstberatung den Kredit für den ballistischen Körperschutz halbiert. Ich bin der Ansicht, dass dieser Beschluss bezüglich des Körperschutzes der Armeeangehörigen sehr riskant war. Der Ständerat hat unterdessen eingesehen, dass es wichtig ist, alle Armeeangehörigen mit einem ballistischen Körperschutz auszurüsten. Zusätzliche 15 000 Ausrüstungen als Reserve anzulegen, hält er nicht für nötig. Meine Minderheit I ist der Ansicht, dass mit gegen 85 000 Ausrüstungen alle Armeeangehörigen mit einem ballistischen Körperschutz ausgerüstet werden können. Das ist das Wichtigste. In diesem Bereich grosse Reserven zu haben ist übertrieben.
Ich bitte Sie deshalb, meine Minderheit I zu unterstützen und den Kredit wie der Ständerat um 15 Prozent von 199,2 Millionen auf 170 Millionen Franken zu kürzen. Die Vollausrüstung der Armee ist damit gewährleistet. Mehr braucht es nicht.
Fridez Pierre-Alain · Mit-M · Nationalrat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
Ma minorité propose d'en rester à la première décision du Conseil des Etats, soit à une réduction de moitié du crédit destiné à l'habillement et à l'équipement modulaires, car notre réflexion reste la même qu'en première lecture.
Premièrement, il n'y a pas d'ennemi identifiable en vue pour notre pays. Ensuite, le Parti socialiste pense que la dotation de l'armée prévue dans le cadre du projet DEVA est trop importante. Pour nous, un effectif de 60 000 hommes serait suffisant, au lieu de l'effectif prévu de respectivement 100 000 et 140 000 hommes avec la réserve. Par ailleurs, face aux vrais dangers qui menacent le pays, notamment le terrorisme, ce n'est pas l'armée qui est en première ligne, mais les policiers; or, il nous en manque plusieurs milliers. Pour y remédier, il faut des moyens. Enfin, le risque existe que les gilets de protection, vu leur surnombre, se retrouvent stockés dans des hangars, ce qui serait coûteux et inutile.
La Société suisse des officiers a pris position sur le sujet. Elle considère que tous les membres des forces armées en mission - je dis bien en mission - doivent être équipés de gilets de protection. La mission suggère que l'on fasse face à un ennemi potentiel.
Il faut le répéter ici: ces gilets ne constituent pas une composante de l'équipement individuel et ne sont distribués à la troupe qu'en cas d'engagement. D'ailleurs, la Société suisse des officiers rejoint la position défendue par la minorité I (Gmür Alois) et demande de s'en tenir à la dernière décision du Conseil des Etats et de renoncer à une réserve de 15 000 équipements.
En cas de mobilisation urgente, on parle d'appeler 35 000 hommes. Avec la décision prise par le Conseil des Etats, en première lecture, on disposerait d'au moins 50 000 gilets. Comme il a été dit précédemment, tout le monde ne serait pas en première ligne ou une cible potentielle.
Je vous propose d'en rester à la sage décision initiale du Conseil des Etats qui permettrait, de notre point de vue, de disposer d'un nombre suffisant de gilets pour la protection de nos soldats véritablement mis en situation de risque. Merci de suivre ma proposition de minorité.
Seiler Graf Priska · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion
Die SP-Fraktion bleibt dabei: Mit der Beschaffung von 100 000 Schutzwesten für den ballistischen Körperschutz wird weit übers Ziel hinausgeschossen. Es gibt kein einigermassen realistisches Szenario, in welchem wirklich alle Angehörigen der Armee gleichzeitig all diese Schutzwesten brauchen, also vom Küchenchef bis zum Cyberabwehrsoldaten. Das gibt es wirklich schlicht nicht, seien wir doch ehrlich! Eine Vorbereitung darauf ist reiner Luxus und hat auch gar nichts damit zu tun, was unter Vollausrüstung der Armee gemeint ist. Es werden nie sämtliche Angehörigen der Armee im Schussfeld eingesetzt. Viele werden auch in weit weniger gefährlicher Umgebung gebraucht.
Die Sicherheit der Armee hängt nicht von möglichst vielen Infanteristen ab. Selbst bei professionellen Polizeikorps hat nicht jeder einzelne Polizeiangehörige dieses Niveau in Bezug auf Schutzwesten. Dieser Posten ist und bleibt - seien wir doch ehrlich! - eine typische Verlegenheitsbeschaffung. Der Schutz der Angehörigen der Armee ist auch mit einer Halbierung beim ballistischen Körperschutz genügend gewährleistet. Wir halten darum an unserer Forderung fest.
Ich bitte Sie, die Minderheit II (Fridez) zu unterstützen. In zweiter Priorität unterstützen wir aber auch den Minderheitsantrag I (Gmür Alois), der die Streichung der Reserven beim ballistischen Körperschutz verlangt und inhaltlich dem Kompromissantrag des Ständerates entspricht.
Paganini Nicolo · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · CVP-Fraktion
Bei der Armeebotschaft 2018 befinden wir uns ja wirklich auf der Zielgeraden, ja eigentlich kurz vor der Ziellinie. Es verbleibt eine Differenz zum Ständerat bei der Beschaffung des ballistischen Körperschutzes, den sogenannten leichten und schweren Schutzwesten.
Die CVP-Fraktion ersucht Sie, bei Artikel 2 des Bundesbeschlusses über das Rüstungsprogramm 2018 die Minderheit I (Gmür Alois) zu unterstützen und damit dem Ständerat zu folgen. Die Minderheit II (Fridez) lehnen wir ab.
Bei der ersten Beratung in unserem Rat hat sich die CVP-Fraktion mit der Ratsmehrheit für die Version des Bundesrates ausgesprochen; dies aber mit dem klaren Hinweis darauf, dass wir eine Differenz zum Ständerat schaffen wollen und dieser die Möglichkeit haben soll, eine sinnvollere Lösung als die rasenmähermässige Halbierung zu präsentieren. Nun, der Ständerat hat unserer Ansicht nach einen vernünftigen Weg gefunden. Mit der Kürzung der Mittel für den ballistischen Körperschutz um 15 Prozent kommt er uns weit entgegen, und die Kürzung lässt sich von der Sache her rechtfertigen. Bei den Schutzwesten handelt es sich nicht um persönliche Ausrüstung, sondern um Korpsmaterial. Die Westen sind also eingelagert und werden bei Bedarf an die Truppen abgegeben. Die CVP-Fraktion will die nötigen Mittel bereitstellen, um die Angehörigen der Armee, die im Ernstfall bereit sein müssen, ihr Leben für die Schweiz einzusetzen, korrekt ausrüsten zu können. Mit der Version der Minderheit II (Fridez) kann dies nicht sichergestellt werden.
Wir streiten ja hier um 30 bis 100 Millionen Franken bei einem Gesamtvolumen allein des Rüstungsprogramms von 850 Millionen Franken. Mit den von der Minderheit I (Gmür Alois) beantragten 170 Millionen Franken für die Schutzwesten bzw. 818 Millionen Franken für das gesamte Rüstungsprogramm kann die korrekte Ausrüstung erfolgen. Kein Angehöriger der Armee wird wegen dieser Kürzung ungeschützt im Feld verbluten müssen. Vielmehr verzichten wir auf eine aus unserer Sicht nicht nötige Reserve. Die Ständeratslösung stellt sicher, dass auf jeden Fall 85 000 Armeeangehörige mit dem ballistischen Körperschutz ausgestattet werden können. Dass der Vorsteher VBS sowohl im Ständerat wie auch in der SiK-NR signalisiert hat, dass der Bundesrat mit der ständerätlichen Lösung leben kann, und selbst die Schweizerische Offiziersgesellschaft diese Auffassung teilt, bestärkt uns darin, dass dieser Weg richtig ist.
Ich ersuche Sie deshalb abschliessend nochmals, die Minderheit I (Gmür Alois) zu unterstützen, die Minderheit II (Fridez) abzulehnen und damit dem Ständerat zu folgen.
Carobbio Guscetti Marina · 1VP-F · Nationalrat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion
La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): Il gruppo verde liberale e il gruppo borghese democratico sostengono la proposta della minoranza I (Gmür Alois).
Mazzone Lisa · Mit-F · Nationalrat · Genf · Grüne Fraktion
Nous avons affaire ici à une longue histoire qui concerne les gilets de protection, à laquelle nous espérons trouver un épilogue raisonnable.
Vous l'avez entendu: il y a, d'une part, la proposition de la minorité II (Fridez), que le groupe des Verts soutiendra en priorité. Elle nous semble raisonnable, d'abord parce que c'était la version initiale du Conseil des Etats, la chambre de réflexion, qui est aussi attachée à trouver des solutions qui entrent dans les impératifs budgétaires. Evidemment, elle nous semble raisonnable parce que, comme on l'a dit et répété lors des débats précédents déjà, chaque membre de l'armée n'a pas besoin d'un gilet de protection, étant entendu qu'une situation dans laquelle l'ensemble des membres de l'armée sont mobilisés simultanément est absolument improbable et inimaginable. Par ailleurs, suivant la fonction qu'on occupe dans l'armée, on ne se trouve pas dans une situation de besoin de protection similaire.
Nous défendons cette proposition parce que nous estimons être dans le cadre d'un débat budgétaire, qui nous occupe depuis trois jours, dans lequel chaque franc est compté et dans lequel on essaie de ne pas être trop dépensier - d'une manière qui nous semble parfois inappropriée. Par contre, quand on parle d'armée, rien n'est trop beau, ni trop grand, et on est prêt à jeter de l'argent par les fenêtres.
D'autre part, la seconde proposition, celle de la minorité I (Gmür Alois), correspond à la solution de compromis du Conseil des Etats. Cette proposition vise à supprimer la réserve prévue. Le Conseil fédéral nous l'a dit lui-même en commission, il peut se passer de cette réserve. Donc, il me semble que tout ce dont on peut se passer tient plutôt du luxe.
C'est pourquoi je vous invite à soutenir, évidemment en priorité, la proposition de la minorité II (Fridez) et, en deuxième choix, la proposition de la minorité I (Gmür Alois) et à ne pas nous obstiner à maintenir une position qui ne passera pas à la chambre des sages qu'est le Conseil des Etats.
Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Um was geht es heute? Es geht um den Schutz der Angehörigen der Armee, es geht um diese Schutzwesten. Sie alle hier drin in diesem Saal haben einmal gesagt: Wir wollen eine Vollausrüstung der Armee, die Weiterentwicklung der Armee - auch die Minderheit I (Gmür Alois) wollte das. Heute sind wir bei der Bereinigung der beiden Differenzen.
Die Minderheit II (Fridez) wird die SVP-Fraktion nicht unterstützen. Mit der Minderheit II wird es so sein: Wenn wir einen grösseren Einsatz mit der Armee hätten, wäre der Bestand an Schutzwesten bereits im Einsatz, und man hätte nicht genügend davon. Deshalb ist die Minderheit II auch nicht sinnvoll; das entspricht ja der ursprünglichen Version des Ständerates.
Hingegen gibt die Minderheit I jetzt vor, dass man hier eine gute Lösung gefunden habe. Ich glaube, ehrlich gesagt, Sie wissen das ganz genau: Eine Vollausrüstung heisst eben eine Vollausrüstung für 100 Prozent. Wenn Sie das abdecken wollen, müssen Sie etwas mehr haben. Deshalb ist eben auch diese Minderheit I nicht zielführend.
In diesen Rüstungsprogrammen diskutieren wir ja in der Kommission und auch hier im Saal natürlich immer inhaltlich. Aber am Schluss kommen immer zwei Dinge heraus. Es kommen immer, vor allem von der linken Seite, Kürzungsanträge, sodass die Armee ihren Auftrag nicht erfüllen könnte - deshalb jetzt auch die Minderheit II. Dann kommen noch die, ich sage jetzt einmal, Finanzpolitiker, die irgendwo eine Möglichkeit zu einer Reduktion suchen. Es war der Ständerat, der hier etwas mutig vorgeprescht ist. Dann hat er realisiert, dass er eigentlich eine Vollausrüstung der Armee will, er musste zurückbuchstabieren. Jetzt versucht er, sich uns irgendwo anzunähern, ohne eigentlich ehrlich zu sagen, dass er falsch entschieden hat. Jetzt begründet er seinen Beschluss neu, indem er sagt: Ja, 15 Prozent der Angehörigen der Armee werden dann keinen Dienst leisten. Das ist etwa, wie wenn Sie drei Monate Winter haben und Winterreifen für einen Monat kaufen. Das können Sie auch machen, aber Sie sind dann nicht für die ganze Zeit abgesichert. Wir von der SVP machen das nicht: Wir wollen eine Vollausrüstung der Armee, und das heisst eine hundertprozentige Ausrüstung, und das heisst auch Reserven. Das haben ja die Fachleute, die jetzt hinten in diesem Saal sitzen, und der Bundesrat immer gesagt. Weiter geht es hier um eine Investition für die nächsten zwanzig Jahre, und ich glaube, die Sicherheit und der Schutz unserer Angehörigen der Armee sollten das oberste Ziel sein.
Deshalb wird die SVP-Fraktion bei der Mehrheit bleiben.
Müller Walter · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · FDP-Liberale Fraktion
Die Botschaft der SP ist eigentlich einfach und klar: Nicht alle Armeeangehörigen sind es wert, geschützt zu werden. Ich frage Sie: Ist das eine soziale Massnahme oder eher eine asoziale Massnahme?
Auch die Botschaft des Antrages der Minderheit I (Gmür Alois) ist klar: Wir wollen diese Vollausrüstung nicht mehr; wir stehen nicht mehr dazu.
Die vorliegende Botschaft steht unter dem Titel "Umsetzung der WEA", insbesondere auch die noch verbleibende Differenz beim ballistischen Körperschutz. So steht in der Botschaft: "Am 1. Januar 2018 hat die Umsetzung der WEA begonnen. Ein wichtiges Element der WEA ist die Erhöhung der Bereitschaft der Armee. Dazu soll die Mobilmachung verbessert und die Truppe modern und in einem Umfang ausgerüstet werden, der es ihr erlaubt, die geforderten Leistungen zu erbringen." Das hat mich dann dazu gebracht, den einfachen Vergleich zwischen den damaligen Zielsetzungen respektive Versprechungen - wir haben das dem Volk so versprochen - und den vorliegenden Beschlüssen des Ständerates zu machen.
Gefunden habe ich eine Broschüre zur Weiterentwicklung der Armee. Hier steht ziemlich plakativ: "Unsere Schweizer Armee von morgen: flexibel einsatzbereit, gut ausgebildet, vollständig ausgerüstet, regional verankert". Des Weiteren kann man in der Broschüre nachlesen, dass das Parlament am 18. März 2016 - da waren die meisten von Ihnen dabei - der Weiterentwicklung der Armee mit einem Soll-Bestand von 100 000 Angehörigen und einem Effektivbestand von 140 000 deutlich zugestimmt hat. Zum Effektivbestand kann man in der Broschüre auch nachlesen - Sie können das gerne machen -, dass, weil erfahrungsgemäss nicht alle Eingeteilten einrücken können, der Effektivbestand um einen Faktor von rund 1,4 höher angesetzt wird als der Soll-Bestand. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Formationen gemäss Doktrin trainieren oder eingesetzt werden können.
Interessant wird nun der direkte Vergleich, wenn man die Begründungen für die Kürzung beim ballistischen Körperschutz durch den Ständerat liest. Ich zitiere aus dem Amtlichen Bulletin: "Wie uns vom VBS auch mitgeteilt wurde, sollen wegen der unterschiedlichen Taillenweiten 115 000 Ausrüstungen beschafft werden. Des Weiteren kann aus der Erfahrung mit anderen Artikeln abgeleitet werden, dass etwa 15 Prozent der aufgebotenen Armeeangehörigen gar nicht im Einsatz sein werden. Diese 15 Prozent benötigen folglich auch keine vollständigen und neuen Systeme des ballistischen Körperschutzes. Mit dem Antrag Ihrer Kommission" - also eben der ständerätlichen Kommission - "kann sichergestellt werden, dass in jedem Fall 85 000 Armeeangehörige mit dem neuen ballistischen Körperschutz ausgerüstet werden. Dies entspricht grundsätzlich jener Anzahl der tatsächlich in Ausbildung und Einsatz stehenden Armeeangehörigen gemäss dem Leistungsprofil der Armee sowie dem Ausbildungs- und dem Bereitschaftssystem." (AB 2018 S 767)
Da staune ich dann schon ein wenig, wenn ich das, was im Ständerat zu diesem Problem gesagt wurde, mit dem vergleiche, was man daraus schliesst. Da wird eigentlich die Armee mit 100 000 Angehörigen ganz klar auf eine Armee mit 85 000 Angehörigen heruntergestuft. Nach der Version des Ständerates wird sozusagen mit einem einfachen Parlamentsbeschluss durch die Hintertüre die Armee verkleinert.
Ich bitte Sie, die Versprechen, die Sie abgegeben haben, und die Voraussetzungen, die wir zur Weiterentwicklung der Armee gemeinsam beschlossen haben, zu beachten, das heisst der Mehrheit zuzustimmen und die Minderheitsanträge abzulehnen.
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
Cela a été rappelé: le Conseil fédéral demande un crédit d'engagement de 199,2 millions de francs pour l'acquisition de l'équipement de protection corporelle balistique. Celui-ci vise à protéger les militaires contre les tirs et les éclats. Il sera remis à la troupe dans les écoles ainsi que lors des cours de répétition et des engagements. Il est prévu - cela a également été rappelé - d'équiper 100 000 militaires d'une telle protection et, pour ce faire, il conviendrait d'acheter 115 000 équipements afin d'avoir toutes les tailles à notre disposition et de pouvoir assurer leur entretien.
Vous le savez, en première lecture, le Conseil des Etats avait décidé de réduire de moitié le crédit d'engagement, ce que vise la proposition de la minorité II (Fridez), mais au moment de cette décision, il existait certains malentendus concernant les deux modèles de protection corporelle balistique et l'attribution de ce type d'équipement.
Après que des clarifications eurent été apportées, le Conseil des Etats a décidé, en seconde lecture, de retenir un crédit d'engagement de 170 millions de francs. Ce faisant, il marque sa volonté de renoncer à la réserve de roulement. Si l'on renonce à cette réserve, il sera encore possible d'équiper 85 000 militaires, c'est-à-dire 15 000 militaires à l'instruction et, surtout, 70 000 militaires à l'engagement. Cet élément est important, car cela permet de respecter au moins le concept de rotation des engagements, qui est absolument indispensable. Toutefois, comme l'ont relevé les défenseurs de la position de la majorité de la commission, cela constitue une entorse au principe de l'équipement complet de la troupe, que le Parlement avait adopté dans le cadre du projet "Développement de l'armée" (DEVA).
La minorité I (Gmür Alois) demande de suivre le Conseil des Etats. En acceptant cette solution, le Conseil national éliminerait la dernière divergence dans l'arrêté fédéral relatif au programme d'armement 2018. J'ai signalé, lors des débats en commission, que le Conseil fédéral pouvait s'accommoder de cette proposition de compromis, ce que je confirme aujourd'hui.
La minorité II, elle, persiste à demander la réduction de moitié du crédit d'engagement. Pour le Conseil fédéral, cette mesure irait beaucoup trop loin. Il convient de rappeler certaines choses. Il suffit de regarder les images des conflits actuels pour s'en convaincre: chaque soldat ou chaque policier porte un gilet de protection. Tous les soldats de l'armée suisse qui accomplissent, eux aussi, des tâches de protection, que cela soit à titre subsidiaire aux côtés de policiers, par exemple dans le cadre de la protection de conférences ou d'ambassades, doivent être équipés. Ces militaires sont exposés exactement aux mêmes dangers que les autres militaires engagés et doivent donc, eux aussi, être protégés contre les tirs effectués avec des armes de petit calibre et contre les éclats. Quant aux menaces actuelles, elles ne se laissent pas confiner. Les militaires de formation non combattante, tels que les soldats sanitaires et les soldats qui oeuvrent dans la logistique, se déplacent aussi dans les secteurs d'engagement et sont donc également confrontés aux dangers qui s'y trouvent. Il ne serait pas responsable de leur refuser cette protection.
Gouverner, c'est aussi prévoir. Un concept a été défini dans le cadre du DEVA et il faut au moins que l'essentiel de ce concept puisse être appliqué. La proposition de la minorité I le permet et, je l'ai dit, le Conseil fédéral s'y rallie, et vous demande en tout cas de ne pas suivre la proposition de la minorité II (Fridez).
Zuberbühler David · Mit-M · Nationalrat · Appenzell A.-Rh. · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ein Schwerpunkt der Armeebotschaft 2018, welche dieser Rat während der Herbstsession ausführlich diskutiert und beraten hat, betraf das Ziel der Weiterentwicklung der Armee, die Truppe vollständig auszurüsten. Der Bundesrat beantragte deshalb mit dem Rüstungsprogramm einen Verpflichtungskredit für die neue modulare Bekleidung und Ausrüstung. Für diesen Bereich hatte er 377 Millionen Franken vorgesehen. Für 199,2 Millionen Franken wollte unsere Landesregierung beispielsweise jeden Soldaten mit einem sogenannten ballistischen Körperschutz, welcher in einer leichten und einer schweren Version zu beschaffen wäre, ausrüsten.
Anlässlich der Beratung der Armeebotschaft hatte der Ständerat als Erstrat vorgeschlagen, bei der Ausrüstung der Soldaten seien 100 Millionen Franken zu sparen. Er halbierte schliesslich den Kredit für die zu beschaffenden 115 000 Schutzwesten. Der Nationalrat folgte dem Ständerat jedoch nicht: Deutlich, nämlich mit 128 zu 63 Stimmen, unterstützte er den Antrag des Bundesrates, die Truppe sei vollständig auszurüsten. Die Mehrheit des Nationalrates sah die Notwendigkeit als erwiesen an, den einzelnen Armeeangehörigen einen angemessenen Körperschutz zu gewährleisten, zumal unsere Soldaten nur dann schützen und sichern können, wenn auch ihr Eigenschutz sichergestellt ist.
Die Frage der Anzahl Schutzwesten, die angeschafft werden soll, ging damit zurück in den Ständerat, weshalb sich die Armeebotschaft 2018 heute in der ersten Runde der Differenzbereinigung befindet. Die einzige Differenz, die besteht, betrifft nun eben die Vorlage 1, den Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2018. Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerates diskutierte am 17. September 2018 nochmals verschiedene Varianten und kam letztlich zum Schluss, dass sie dem Nationalrat einen Schritt entgegenkommen sollte. Die vom Bundesrat vorgelegte und vom Nationalrat deutlich angenommene Lösung mit einem ballistischen Körperschutz für einen Betrag in der Höhe von 199,2 Millionen Franken ging der ständerätlichen Kommission aber immer noch zu weit. Sie erachtete insbesondere die im Kredit enthaltene Reserve als nicht notwendig. Die SiK-SR beschloss deshalb, den Kredit für den ballistischen Körperschutz zwar nicht zu halbieren, aber doch um 15 Prozent zu kürzen. Sie beantragte der Kleinen Kammer anlässlich der Herbstsession, den Betrag von 199,2 Millionen Franken um 29,2 Millionen auf 170 Millionen Franken zu kürzen. Diesem Antrag ist der Ständerat dann auch gefolgt.
Ich komme nun zur Arbeit unserer Kommission. Da nach der ersten Beratung in jedem Rat in Bezug auf die Beschaffung der ballistischen Schutzwesten keine Einigung zustande gekommen ist, befasste sich die Sicherheitspolitische Kommission Ihres Rates am 30. Oktober 2018 erneut mit der Armeebotschaft 2018 bzw. mit den ballistischen Schutzwesten. Zwei Minderheiten beantragen weiterhin Kürzungen.
Die Minderheit II (Fridez) möchte den Kredit für den ballistischen Körperschutz - so wie ursprünglich vom Ständerat beschlossen - halbieren. Diese Minderheit ist der Ansicht, dass es kein realistisches Bedrohungsszenario rechtfertigt, die gesamte Truppe gleichzeitig mit Schutzwesten auszustatten. Zudem handle es sich bei den Schutzwesten um Korpsmaterial, das nur für den Einsatz abgegeben werde. Dieser Antrag wurde mit 16 zu 9 Stimmen abgelehnt.
Die Minderheit I (Gmür Alois) beantragt, dem in der Herbstsession vom Ständerat beschlossenen Kompromissvorschlag zuzustimmen. Der Vorteil dieser Kreditkürzung um 29,2 Millionen Franken erlaube es, dass sämtliche sich im Einsatz befindenden Angehörigen der Armee mit einer Schutzweste ausgerüstet werden könnten. Den Verzicht auf die 15 000 Schutzwesten umfassende Umlaufreserve erachtet die Minderheit I deshalb als vertretbar. Dieser Antrag wurde mit 13 zu 12 Stimmen abgelehnt.
Die Kommissionsmehrheit hingegen will am Beschluss festhalten, den vollen Betrag von 199,2 Millionen Franken zu sprechen. Für sie überwiegt die Notwendigkeit, jedem einzelnen Armeeangehörigen einen angemessenen Körperschutz zu gewährleisten.
In Bezug auf die persönliche Sicherheit unserer Armeeangehörigen erachtet die Kommissionsmehrheit sogenannte Kompromisse als den völlig falschen Ansatz. Jeder Soldat, der in letzter Konsequenz sein Leben für unser Land hergibt, soll schliesslich wissen, dass er optimal geschützt ist, wenn er für unser Land in einen Konflikt gehen muss.
Die Kommissionsmehrheit ist ausserdem der Ansicht, dass der Grundsatz der Vollausrüstung, welcher ein Eckpfeiler der Weiterentwicklung der Armee war bzw. ist, zu respektieren sei, weil damit die maximale Flexibilität bei der Verwendung der Schutzwesten gewahrt werden kann; dies umso mehr, als die Armee mit der neusten Reform weiter verkleinert wurde, nur noch aus 100 000 Armeeangehörigen besteht und im Krisenfall kaum mehr zusätzliche Schutzwesten innert nützlicher Zeit beschafft werden könnten.
Im Namen der Kommissionsmehrheit bitte ich Sie deshalb, am Beschluss unseres Rates festzuhalten bzw. den Antrag der Mehrheit und damit den Entwurf des Bundesrates zu unterstützen.
Bauer Philippe · Mit-M · Nationalrat · Neuenburg · FDP-Liberale Fraktion
Je ne referai pas l'historique du dossier, ni celui de l'élimination de la dernière divergence qui subsiste avec le Conseil des Etats en ce qui concerne le message sur l'armée 2018. D'autres s'en sont déjà chargés, et ce à plusieurs reprises.
Vous l'aurez constaté, aujourd'hui trois positions, je dirai presque trois fronts, s'opposent. La première, celle de la majorité de la Commission de la politique de sécurité, est de dire qu'il convient de tenir les promesses faites lors de l'adoption du DEVA, à savoir d'équiper complètement notre armée. La majorité de la commission estime que nos soldats, nos sous-officiers, nos officiers méritent, ont le droit même d'être protégés, quelle que soit leur fonction, étant entendu qu'ils seront amenés à se déplacer, qu'ils seront même peut-être amenés à combattre pour défendre leur position. La majorité constate aussi que, finalement, les gilets de protection sont certes du matériel de corps, mais du matériel qui ressemble beaucoup à du matériel personnel. C'est en effet de l'équipement qui doit être adapté à la personne, qui sera porté, utilisé. On est loin, simplement, de l'armement collectif que d'autres peuvent utiliser.
La majorité de la commission estime dès lors que le projet du Conseil fédéral d'équiper la totalité de l'armée, de constituer une réserve en raison de la problématique des tailles et de celle des réparations et de permettre l'instruction de notre armée mérite aujourd'hui que nous y consacrions les 199,2 millions de francs que le Conseil fédéral nous demandait dans son message.
Pour la minorité I (Gmür Alois), avec la réduction de 15 pour cent du nombre de gilets, l'armée pourrait, dans le cadre de ses rotations, équiper la totalité de son personnel, étant entendu que nous risquerions de rencontrer un certain nombre de problèmes liés aux tailles - pensez, dans la série des Astérix, à Obélix lorsqu'il demande la taille moyenne! La minorité I estime qu'il serait possible de faire les choses ainsi. Vous l'avez entendu, le Conseil fédéral partage cet avis et estime que, avec certaines réserves, ce sera possible de faire les choses de la sorte.
Enfin, la minorité II (Fridez) propose d'en rester à la première version adoptée par le Conseil des Etats, c'est-à-dire de n'acquérir que la moitié du nombre de gilets de protection prévu, partant du principe que jamais plus de la moitié de ces gilets ne seront utilisés.
Comme je l'ai dit, la majorité de la commission vous recommande aujourd'hui d'en rester à la première version adoptée par votre conseil en date du 13 septembre 2018. Par 13 voix contre 12, la commission vous invite dès lors à rejeter la proposition défendue par la minorité I et, par 16 voix contre 9, celle défendue par la minorité II.
Abstimmung
Erste Abstimmung - Premier vote
Für den Antrag der Minderheit I ... 92 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 81 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Abstimmung
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
Für den Antrag der Minderheit I ... 124 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit II ... 49 Stimmen
(0 Enthaltungen)