Oggetto parlamentare: Ziviles Bauprogramm 2003 (02.051)

02.051

Programme 2003 des constructions civiles

Dormond Marlyse · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo socialista

La commission a traité l'arrêté en question lors de sa séance du 5 septembre 2002. Elle a pu compter sur le concours des représentants de l'administration qu'elle remercie de leur précieuse collaboration.

Les travaux de la commission ont mis principalement l'accent sur les deux objets dont les montants sont supérieurs à 10 millions de francs et sur les travaux prévus à Macolin.

En ce qui concerne le projet d'agrandissement et de rénovation du bâtiment de l'Office fédéral de topographie à Wabern, les informations contenues dans le message du Conseil fédéral, ainsi que les précisions apportées lors de notre séance, ont très vite convaincu les membres de la commission de la réelle nécessité de le réaliser. En effet, les nouvelles tâches confiées à l'Office fédéral de topographie et l'augmentation du personnel qui en découle font que ce bâtiment ne correspond plus aux besoins de l'office.

Le projet de construction d'une plate-forme douanière commune entre l'Allemagne et la Suisse à Rheinfelden est issu d'un concours de la fin des années quatre-vingt. Mais ce n'est qu'après les décisions prises sur le tracé définitif des deux autoroutes que ce projet a été repris et retravaillé à la fin des années nonante. Comme mentionné dans le message du Conseil fédéral, le projet a été adapté aux besoins actuels. Une question posée lors de la séance de commission n'a pas encore trouvé de réponse. Il s'agissait de savoir si ce projet a été intégré dans la politique des transports de la Confédération et établi en regard de l'objectif de diminution du nombre des camions et du transfert des marchandises de la route au rail. Cependant, il a paru aux membres de la commission que ce seul élément ne remet pas en question la validité du projet commun à notre voisin allemand et à notre pays.

Le crédit additionnel pour l'extension des systèmes de contrôle des accès, d'encaissement et d'information de l'Office fédéral du sport à Macolin a été le sujet le plus discuté au sein de la commission. Les informations apportées lors de la séance par les responsables du projet démontrent la nécessité de ces travaux. En effet, la situation s'est particulièrement péjorée durant les cinq dernières années. La politique d'ouverture, de confiance qui prévalait n'est plus adaptée. Les vols et les déprédations ont augmenté de façon notable et il est urgent de mettre en place un système de contrôle qui garantisse la sécurité. De plus, le centre de Macolin doit gérer une fréquentation de 40 à 90 cours avec la participation de 400 à 2000 participants dont les statuts sont très variables. Par exemple, beaucoup de prestations sont gratuites pour les personnes qui fréquentent Macolin sous l'égide de Jeunesse+Sport, alors qu'elles sont payantes pour les autres participants.

Le système prévu de badges qui donnera à chaque participant l'accès aux chambres, aux installations sportives et aux salles de théorie qui leur sont attribuées garantira la sécurité et sera de nature à prévenir les vols. De plus, ces badges permettront de porter directement sur la facture de chacun les prestations et consommations de restauration devant lui être facturées. Le projet présenté et les précisions données en séance de commission ont convaincu les membres de la commission de la nécessité et de l'utilité des travaux envisagés.

C'est donc à l'unanimité que la commission a accepté le projet d'arrêté fédéral, et elle vous recommande d'en faire de même.

Föhn Peter · Consiglio nazionale · Svitto · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Zuerst spreche ich zu den Verpflichtungskrediten für Vorhaben von über 10 Millionen Franken:

1. Ausbau und Sanierung des Gebäudes der Landestopographie in Wabern: Die Landestopographie ist einem steten Wandel unterworfen. Die ursprünglich fotochemischen Produktionsprozesse werden schrittweise durch computergestützte Arbeitsweisen abgelöst. Zudem wurden dem Amt neue Aufgaben übertragen. Das sind die Vermessungsdirektion und der Aufbau der Koordinationsstelle Geographische Informationssysteme. Dazu muss die räumliche Infrastruktur saniert und ausgebaut werden, insbesondere die Haustechnikanlagen, Lüftung, Sanitär- und Elektroanlagen. Zudem sind diverse Unterhaltsarbeiten bei Dächern, Fenstern und Bodenbelägen notwendig. Der Neubau respektive Anbau beinhaltet die Kundenzonen mit Verkaufsbüros und zusätzlich benötigte Arbeitsplätze. Das Bauprojekt wird noch heuer in Angriff genommen, und es wird mit seiner Fertigstellung im Jahr 2004 gerechnet. Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen: Umbau, Neubau und Sanierung: 13,5 Millionen Franken; Ausstattung: 0,3 Millionen; Reserve: 1,4 Millionen, was 10 Prozent entspricht. Dies ergibt total den veranschlagten Kredit von 15,2 Millionen Franken.

2. Zusatzkredit für die Erweiterung des Zutrittskontroll-, Kassen- und Informationssystems des Bundesamtes für Sport (Baspo) in Magglingen. 1999 wurde ein Verpflichtungskredit von 35,2 Millionen Franken für die Erweiterung des Hotels des Baspo in Magglingen bewilligt. Darin enthalten waren 1,1 Millionen Franken für ein Informations- und Zutrittskontrollsystem, entsprechend dem damaligen technischen Stand und den Notwendigkeiten. In der Zwischenzeit haben sich einerseits die Anforderungen, aber auch die technischen Möglichkeiten entwickelt. Die Installation eines zeitgemässen, dem heutigen Stand entsprechenden Zutrittskontroll- und Informationssystems kostet neu 3,5 Millionen Franken, also 2,4 Millionen mehr als ursprünglich vorgesehen.

Dieser Kredit, auch wenn er relativ klein ist, gab in der Kommission einiges zu diskutieren. Bezüglich des Bedarfs wurden wir aber vollends überzeugt. Denn das Ausbildungs- und Leistungszentrum des schweizerischen Sports in Magglingen wurde früher von Diebstählen und Einbrüchen verschont, aber in den letzten fünf Jahren hat sich diese Situation massiv verschlechtert. Deshalb soll die Sicherheit erhöht werden, es sollen aber auch zugleich Leistungen ausgebaut werden. Wir wissen, dass das System nicht wirtschaftlich, aber kundenorientiert und in Anbetracht der grossen Anzahl von Einbrüchen äusserst notwendig ist.

Die Lösung wurde in einem so genannten Badge-System gefunden, welches einerseits als Zutrittskontroll- und Überwachungssystem und anderseits als Kontierungs- und Kassensystem sowie als integriertes Bewirtschaftungs- und Informationssystem dient. Die Kosten belaufen sich, wie schon gesagt, auf zusätzlich 2,4 Millionen Franken.

3. Bau einer Gemeinschaftszollanlage in Rheinfelden: Mit der neuen Rheinbrücke bei Rheinfelden werden die beiden Autobahnen, die A98 in Deutschland und die A3 in der Schweiz, miteinander verbunden. Die neue Strassenverbindung sollte Ende 2004 eröffnet werden, und gleichzeitig müsste selbstverständlich auch die neue Zollinfrastruktur für die Grenzkontrolle und die Warenverzollung bereitgestellt werden. Beide Länder werden sich gegenseitig die nötigen Infrastrukturen für die Ausfuhrabfertigung zur Verfügung stellen. Wegen der Verzögerung des Strassenprojektes ist der voraussichtliche Baubeginn auf Ende 2003 vorgesehen. Die Baukosten belaufen sich hier auf 11,5 Millionen Franken; die Aufwendungen für die Ausstattung betragen 0,4 Millionen Franken, und als Reserve sind rund 10 Prozent, d. h. 1 Million Franken, vorgesehen. Das ergibt total 12,9 Millionen Franken.

4. Sammelkredit für Grundstücks- und Liegenschaftserwerb: Um dem Bundesrat und der Verwaltung die Fähigkeit für rasche Entscheide zu ermöglichen und die entsprechende Handlungskompetenz zu erteilen, bewilligte das Parlament mit der zivilen Baubotschaft 1997 einen Sammelkredit von 100 Millionen Franken. Damit wurden verschiedene Liegenschaftskäufe getätigt, unter anderem auch der Kauf der Liegenschaft Fellerstrasse 15 in Bern. Die Kommission für öffentliche Bauten wurde jeweils über diese Käufe informiert. Zudem wird mit dem Objektverzeichnis zur Staatsrechnung über die Beanspruchung dieses Sammelkredites Rechenschaft abgelegt. Um bei günstigen und als sinnvoll erachteten Liegenschaftserwerbungen wieder rasch handeln zu können, beantragen wir einen Sammelkredit von 60 Millionen Franken. Der jährliche Zahlungsbedarf wird mit dem Voranschlag anbegehrt.

Nebst den Krediten von über 10 Millionen Franken stehen auch Bauten und Kreditbegehren für Vorhaben bis 10 Millionen Franken an. Die betreffende Sammelkreditliste finden Sie in der Botschaft unter Ziffer 2 (BBl 2002 5500). Es werden Begehren von total 75 Millionen Franken gestellt.

Namens der Kommission beantrage ich Ihnen, dem gesamten Verpflichtungskredit in der Höhe von 165,5 Millionen Franken zuzustimmen. Ich bitte Sie, dem einstimmigen Antrag der Kommission zu folgen.

Imfeld Adrian · Consiglio nazionale · Obvaldo · Gruppo popolare-democratico

Ich beantrage Ihnen im Namen der CVP-Fraktion, auf dieses Geschäft einzutreten und ihm auch zuzustimmen. Nachdem in der Kommission die Zweifel am Zusatzkredit über 2,4 Millionen Franken für die Erweiterung des Zutrittskontroll-, Kassen- und Informationssystems des Baspo in Magglingen ausgeräumt werden konnten und die übrigen Kredite nicht bestritten sind, darf das zivile Bauprogramm 2003 mit einem Gesamtvolumen von 165,5 Millionen Franken mit gutem Gewissen verabschiedet werden. Dies umso mehr, als die Subkommission 6 der Finanzkommission in ihrem Schreiben vom 30. August 2002 festhält, dass das zivile Bauprogramm 2003 unter dem finanziellen Gesichtspunkt vertretbar ist.

Mit dem anbegehrten Sammelkredit für Grundstücks- und Liegenschaftserwerb in der Höhe von 60 Millionen Franken sind Bundesrat und Verwaltung in der Lage, bei günstigen und sinnvollen Liegenschaftserwerben rasch zu handeln. Diesem Sammelkredit ist deshalb trotz Ausgabenbremse zuzustimmen.

Messmer Werner · Consiglio nazionale · Turgovia · Gruppo radicale liberale

Die FDP-Fraktion sagt Ja zum zivilen Bauprogramm für das Jahr 2003 und damit auch Ja zum Sammelkredit von 165,5 Millionen Franken. Vor allem anerkennen wir die Notwendigkeit des Zusatzkredites für die Erweiterung des Zutrittskontroll-, Kassen- und Informationssystems des Bundesamtes für Sport in Magglingen. Die FDP-Fraktion nimmt mit Besorgnis die Zunahme von Diebstählen und der damit verbundenen Sachbeschädigungen im Gesamtwert von rund 200 000 Franken pro Jahr zur Kenntnis. Eine solche Entwicklung schadet nicht nur dem guten Ruf von Magglingen, sondern verunsichert auch die Kursbesucher. Es ist darum alles daranzusetzen, diese Entwicklung nicht nur zu stoppen, sondern eine spürbare Verbesserung herbeizuführen.

Das auf den ersten Blick kostenaufwendige Badge-System mit einem integrierten Zutrittskontroll-, Kassen- und Informationssystems scheint dazu geeignete Voraussetzungen zu schaffen. Dass dabei ein Sicherheitssystem schwer am Kriterum der Wirtschaftlichkeit gemessen werden kann, liegt in der Natur der Sache. Trotzdem kann davon ausgegangen werden, dass zusätzlich zur direkten Schadenminderung auch mit der Einsparung von 1,5 bis 2 Stellen gerechnet werden kann.

Wir nehmen ebenfalls mit Genugtuung zur Kenntnis, dass dem Persönlichkeits- und dem Datenschutz grosse Aufmerksamkeit geschenkt wurde und die Datenschutzverordnung eingehalten ist.

In diesem Sinne verdient das vorliegende Bauprogramm unsere Unterstützung.

Keller Robert · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Ich habe den Auftrag, Ihnen die Anträge der SVP-Fraktion zu präsentieren. Die Botschaft wurde an der Fraktionssitzung vom 17. September 2002 ausgiebig diskutiert. Ich möchte nach der Methode der drei K vorgehen: kurz, knapp, klar.

Zum Ausbau und der Sanierung des Gebäudes der Landestopographie in Wabern: Das Bundesamt für Landestopographie befindet sich in stetem Wandel. Die Arbeitsweisen haben sich geändert, die Produktivität wurde stets erhöht. Die räumliche Infrastruktur hält jedoch damit in keiner Weise Schritt. Ein umfassender Augenschein hat uns davon überzeugt, dass der Neubau nötig ist, die Sanierung ausgewiesen ist, die Spedition Anpassungen braucht, die sanitären Anlagen saniert werden müssen, teilweise Fenster ersetzt sowie den Mitarbeitern angemessene Bedingungen geboten werden müssen. Details ersehen Sie aus der Botschaft.

Zum Zusatzkredit für die Erweiterung des Zutrittskontroll-, Kassen- und Informationssystems des Bundesamtes für Sport in Magglingen: Es sind leider in den letzten Jahren neue Überraschungen aufgetreten. Ein Beispiel: Wir Baumeister müssen jeden Abend die kollektiven Werkzeuge am Kran hochziehen, und zwar in den urbanen Regionen flächendeckend, weil jede Woche eine Boxe aufgebrochen wird und die Versicherungen nicht mehr bezahlen wollen.

Des einen Freud, des andern Leid. Sie haben am Montag in der "NZZ" gelesen, dass die Kaba - sie fertigt Schliesssysteme an - im letzten Jahr 50 Prozent mehr Gewinn erwirtschaftet hat. Heute sehen Sie dies auch im "Blick". So geht es auch in Magglingen, wo Kollegendiebstahl und die Einbrüche von Diebesbanden aus dem Seeland und aus Frankreich zu teureren Massnahmen führen. Wir in der Kommission haben es abgeklärt: Die vorgesehenen Ausgaben sind leider unumgänglich und nötig. Ich möchte nicht auf weitere Details eingehen.

Zum Bau einer Gemeinschaftszollanlage in Rheinfelden: Auch hier haben wir uns umfassend orientiert. Wir haben es schon vor der Kommissionssitzung besprochen: Die Konstruktion, vor allem aus Holz, entspricht in allen Teilen den Anforderungen der heutigen Zeit. Ein allfälliger Rückbau wäre auch sehr gut möglich. Auch in architektonischer Hinsicht überzeugt das Bauwerk.

Die SVP-Fraktion bittet Sie, dem Antrag für Vorhaben über 10 Millionen Franken, den insgesamt 90,5 Millionen Franken, sowie den Vorhaben bis 10 Millionen Franken im Betrag von 75 Millionen Franken, gesamthaft 165,5 Millionen Franken, zu folgen. Es ist ein bescheidenes Budget; die Kürzung des Finanzplans zwingt uns dazu.

Die SVP-Fraktion hat auch in zustimmendem Sinne davon Kenntnis genommen, dass im Sektor Unterhalt und Renovation der bestehenden Bausubstanz zurzeit kürzer getreten wird. Wenn wir nur 2 Prozent des Wiederbeschaffungswertes einsetzen würden, wären das 150 Millionen Franken pro Jahr. Leider sind wir weit entfernt davon und müssen in Zukunft wieder zulegen. Ich bitte Sie, dies zur Kenntnis zu nehmen.

Polla Barbara · Consiglio nazionale · Ginevra · Gruppo liberale

Au nom du groupe libéral, je vous invite à voter le crédit d'engagement pour la construction et l'acquisition de terrains et d'immeubles du secteur civil sollicité par le Conseil fédéral pour 2003, mais non sans assortir cette recommandation de quelques doutes et de quelques questions.

La première bonne nouvelle et excellente raison de voter ce crédit est qu'il est de 165,5 millions de francs, alors qu'il était de 345 millions de francs en 2002. On nous propose donc une diminution des dépenses de 179,5 millions de francs, soit de plus de 50 pour cent, ce qui est difficile à refuser. Mais tout de même, 165,5 millions de francs, ce n'est pas rien, même si c'est moins. De plus, l'essentiel des crédits qui constituent cette somme n'est en fait pas détaillé dans le message. Dans la mesure où 75 millions de francs concernent des projets d'un montant inférieur ou égal à 10 millions de francs et surtout que 60 millions de francs sont demandés pour l'acquisition de terrains et d'immeubles pour des cas d'acquisitions "avantageuses et judicieuses", le message nous dit pudiquement que nous serons informés de l'utilisation de ces 60 millions de francs dans le cadre du décompte annuel des crédits d'engagement. Mais est-il vraiment logique, en ces temps incertains, de réserver 60 millions de francs "au cas où", pour des acquisitions avantageuses? N'ayant pas l'avantage d'avoir l'un des siens dans la commission, le groupe libéral souhaiterait bénéficier de quelques explications supplémentaires que M. Villiger, président de la Confédération, voudra bien nous fournir, explications que le groupe libéral aurait en fait souhaité pouvoir trouver dans le message.

En ce qui concerne maintenant les projets détaillés, rien à dire ou presque concernant l'Office fédéral de topographie, puisqu'il s'agit bien d'adapter les locaux aux nouvelles tâches de l'office. L'importance notamment du respect de la proportion des toilettes femmes et hommes ne nous a pas échappé. Rien à dire non plus sur les 2,4 millions de francs alloués à l'Office fédéral du sport à Macolin, les explications des rapporteurs furent convaincantes à ce sujet.

En ce qui concerne la plate-forme douanière commune de Rheinfelden, elle doit être mise en service en 2004 lors de l'ouverture du nouveau pont transfrontalier qui enjambera le Rhin, reliant ainsi l'autoroute A98 en Allemagne et la A3 en Suisse. On nous dit que l'Allemagne réalisera du côté allemand le pendant de la plate-forme douanière, et j'aimerais savoir si le même type de construction, notamment le traitement artistique des façades, est également prévu chez notre voisin, afin que la plate-forme douanière soit réellement commune.

En conclusion, fort des réponses du Conseil fédéral, surtout en ce qui concerne donc le crédit de programme de 60 millions de francs, le groupe libéral votera le programme 2003 des constructions civiles.

Fehr Hans-Jürg · Consiglio nazionale · Sciaffusa · Gruppo socialista

Herr Bundespräsident Villiger, ich möchte Sie auf zwei Abstimmungsprobleme aufmerksam machen, die sich unserer Meinung nach im zivilen Bauprogramm verbergen.

Auf das erste Problem hat schon Marlyse Dormond als Sprecherin der Kommission aufmerksam gemacht. Es geht um die Abstimmung des Baus der Gemeinschaftszollanlage Rheinfelden auf die schweizerische Verkehrspolitik.

Die schweizerische Verkehrspolitik ist ja im Bereich des Güterverkehrs auf die Verlagerung von der Strasse auf die Schiene ausgerichtet. Im Zusammenhang mit den bilateralen Verträgen haben wir uns verpflichtet und zum Ziel gesetzt, die Zahl der alpenquerenden Lastwagen zu halbieren - auf etwa 650 000 in etwa zehn Jahren. Das muss doch bedeuten, dass die Zahl der Lastwagen, die in den nächsten Jahren in Basel über die Grenze kommen, von Jahr zu Jahr deutlich kleiner wird.

Die logische Folge aus der eidgenössischen Verkehrspolitik ist also eher ein Rückbau als ein Ausbau der Zollkapazitäten. Mit dieser Gemeinschaftszollanlage sind aber nicht nur Kapazitäten für den Personenverkehr, sondern auch zusätzliche Kapazitäten für den Güterverkehr geplant. Wir planen und realisieren also einen Kapazitätsausbau. Nach Meinung unserer Fraktion muss immerhin die Frage gestellt werden: Steht das nicht im Widerspruch zur geplanten Reduktion des von Nord nach Süd transitierenden Schwerverkehrs? Also: Ausbau statt Rückbau?

Der zweite Punkt betrifft das Schweizerische Landesmuseum. Es ist ja im zivilen Bauprogramm bis 2006 insofern enthalten, als Kredite für den Ausbau des Lagers in Affoltern am Albis und auch ein Kredit für die statische Sanierung enthalten sind - nicht aber Kredite für den eigentlichen Erweiterungsbau und die eigentliche Sanierung. Auch da tut sich nach Meinung der SP-Fraktion ein Abstimmungsproblem auf: zwischen der Sanierungsplanung einerseits und der Finanzplanung andererseits.

Die Sanierungsplanung sieht ja etwa so aus: Wir können davon ausgehen, dass das gesamte Bewilligungsverfahren, inklusive die zu erwartenden Einsprachen bis vor Bundesgericht, in etwa drei Jahren erledigt sein werden. Parallel kann in dieser Zeitspanne von drei Jahren die Bauprojektierung, bis hin zum Kostenvoranschlag, vorangetrieben werden, sodass man die Schlussfolgerung ziehen kann, dass spätestens im Jahr 2006 mit den eigentlichen Sanierungs- und Erweiterungsbauten begonnen werden kann.

Nun hat aber der Bundesrat im Rahmen seiner Finanzplanung den Vorentscheid getroffen, dass mit diesen Arbeiten - Neubau und Sanierung - frühestens 2008 begonnen werden soll. Das heisst, wir müssen im Moment von Folgendem ausgehen: Wenn mit dem Neu- und Umbau eigentlich begonnen werden könnte, kann mit den Arbeiten trotzdem nicht begonnen werden, weil aus Gründen der Finanzplanung eine Verzögerung von zwei Jahren vorgesehen ist. Die SP-Fraktion ist schon der Meinung, dass man bezüglich des Schweizerischen Landesmuseums nun nicht in eine Verzögerungsplanung verfallen sollte, auch nicht aus finanzplanerischen Gründen; dies aufgrund von folgenden, entscheidenden Beobachtungen:

Der Altbau des Landesmuseums ist in einem jämmerlichen Zustand und bedarf dringend der Sanierung. Für den Erweiterungsbau liegt ein grossartiges architektonisches Projekt vor. Von der Museumsleitung besitzen wir inzwischen ein überzeugendes Konzept, wie dieses Landesmuseum in Zukunft zeitgemäss betrieben werden soll. All diese Elemente sprechen eben dafür, dass man so zügig wie möglich renoviert, saniert, umbaut und neu baut und jetzt nicht auf Verzögerung macht.

Ich bitte Sie also, Herr Bundespräsident, zu diesem Punkt zu sprechen. Können Sie hier vielleicht doch eine Aussage machen, dass auch der Bundesrat versucht, die "Lücke" von zwei Jahren - die zu erwartende zeitliche Differenz zwischen der Möglichkeit, mit Bauen beginnen zu können, und der Finanzplanung - in der Planung wieder zu schliessen?

Villiger Kaspar · BPR-M · Consiglio federale · Lucerna

Gestatten Sie mir vielleicht, statt auf die Projekte einzugehen, kurz einen Überblick über die Grundprobleme zu geben, die sich hinter dieser Botschaft verstecken. Ich werde auf die einzelnen Fragen schon noch ganz kurz eingehen.

Es geht um einen Verpflichtungskredit von 165,5 Millionen Franken. Das ist, glaube ich, viel weniger als letztes Mal. Aber es geht ja letztlich um die Zahlungskredite, die ein Indiz dafür sind, wie viel wir ausgeben und wie viel nicht.

1. Mir machen die längerfristigen Perspektiven schon ein wenig Sorgen. Deshalb möchte ich hier sagen: Diese Kredite sind knapp bemessen. Weil wir etwas schauen müssen, dass unsere Finanzen nicht wieder von neuem explodieren, müssen alle "ein bisschen dran glauben" und sich nach der Decke strecken. Das gilt auch für den Baubereich. Das macht mir natürlich etwas Sorgen. Aber das müssen wir einfach so zur Kenntnis nehmen.

2. Mir macht die Entwicklung der Arbeitsplätze beim Bund Sorgen. Ich sehe noch nicht ganz im Detail wirklich durch, woher das Problem kommt. Aber wir haben das immer unterschätzt. Es gibt sehr viele Gründe. Wir haben natürlich immer wieder zusätzliche Aufgaben eingeführt: die Überwachung von Post- und Fernmeldeaufgaben sowie die Liberalisierung der Telekommunikation - da kam von den PTT Personal zu uns -, die Steuerkontrollorgane nach dem Stabilisierungsprogramm 1998, die Umsetzung und Überwachung der LSVA, das Spielbankengesetz, die bilateralen Verträge, die Effizienzvorlage (EffVor). All das braucht neues Personal, und das muss irgendwo sein.

Es gibt aber noch einen zweiten Effekt: Die Teilzeitarbeit nimmt sehr stark zu, und wenn zwei Personen zu je 60 Prozent arbeiten, können sie nicht am gleichen Arbeitsplatz sein - sogar 50-Prozent-Angestellte manchmal nicht, wenn sich ihre Arbeitszeiten überschneiden. Das führt dazu, dass die Arbeitsplätze überproportional zunehmen. Wir gehen davon aus, dass das auch in Zukunft so sein wird.

Auch EffVor geht weiter. Wir müssen damit leben und alle Mitarbeiter irgendwo unterbringen, haben aber eigentlich nicht genügend Geld, um das in eigenen Gebäuden zu tun. Das führt dazu, dass wir auf Mietliegenschaften ausweichen mussten, die zum Teil relativ teuer sind. Aber das ist die einzige Möglichkeit, die wir haben, um die Platzbedürfnisse überhaupt decken zu können.

Aber weil das so ist, haben wir versucht, die Kredite zumindest in den Finanzplanzahlen für 2005 und 2006 massvoll wieder etwas aufzustocken. Ich hoffe sehr, dass es dannzumal möglich sein wird, das auch einzuhalten.

Zu dem, was über den Gebäudeunterhalt gesagt worden ist; das ist tatsächlich ein Problem, aber wir müssen halt auch diesbezüglich mit knappen Mitteln auskommen. Wir müssen deshalb klare Prioritäten setzen. Erste Priorität haben die angefangenen Projekte, damit wir keine Baustellen stilllegen müssen; zweite Priorität haben Projekte, die im Hinblick auf neue Aufgaben nötig sind, welche Sie oder wir gemeinsam beschlossen haben. Das Personal dafür muss untergebracht werden - Stichworte: Bundesgerichte, Effizienzvorlage usw.

Gemäss dieser Reihenfolge werden dann weitere arbeitsplatzrelevante Grossprojekte realisiert - Belegungsplanung der Bundeshäuser, Bakom, die neuen Bundesgerichte usw. Andere Projekte müssen wir leider etwas hinausschieben. Diese können frühestens um 2008 herum realisiert werden. Dazu gehören der Neubau des Landesmuseums, das Tiefenmagazin in Bern, die Grossprojekte Liebefeld, Wabern, Bern und Genf usw. Auch diese Projekte sind natürlich alle nötig und dringlich, aber wir können nicht alles gleichzeitig machen.

Ich komme noch auf die gestellten Fragen zu sprechen. Ich hoffe, alle richtig verstanden zu haben. Als Erste hat Frau Polla einige Fragen gestellt: In der Tat wird das erwähnte Zollgebäude mit den Deutschen zusammen realisiert. Im Wesentlichen wird nachher alles halbiert bzw. gemeinsam gemacht: Das gilt für Planung und Betrieb, und auch die Kosten werden gemeinsam getragen.

Der Kredit von 60 Millionen Franken ist ein Sammelkredit, damit wir rasch handeln können, wenn wir irgendwo eine günstige Gelegenheit haben. Aber dieses Geld wird nicht in einem Jahr ausgegeben. Den letzten Sammelkredit haben wir in drei Jahren verbraucht, das kann ein Jahr mehr oder ein Jahr weniger sein. Diesen Kredit können wir natürlich jeweils nur im Rahmen des Zahlungskredites nutzen.

Zum Landesmuseum: Ich weiss, dass der Druck hier sehr gross ist, aber wir können nicht hexen. Wir glauben allerdings, dass eine signifikante oder zumindest eine untragbare Verschiebung nicht stattfinden wird. Es wurde auch die Frage aufgeworfen, ob diese Investition in den Altbau überhaupt richtig sei, ob man da nicht, um Zeit für das andere zu gewinnen, zu viel investiere für etwas, was man nachher nicht mehr brauche. Dem ist nicht so. Es geht hier um Investitionen, damit der Altbau während der Erstellung des Neubaus gestützt werden kann. Wenn der Neubau fertig ist, kann die Ware hinübertransportiert werden; wenn der Altbau in einer zweiten Stufe voll saniert ist, kann die Ware wieder zurückgebracht werden.

Wie sieht das in zeitlicher Hinsicht aus? Wir gehen davon aus, dass dies ein bis zwei Jahre länger dauern könnte als die Einspracheverfahren. Sie wissen, das Projekt ist ja auch in Zürich umstritten. Man weiss nicht genau, wie lange diese Verfahren dauern; die Sache könnte aber etwas länger dauern. Selbstverständlich werden wir das nicht bewusst ausbremsen; aber es besteht eine Knappheit, wenn wir das alles sehen. Wir meinen, dass eine Verspätung von ein bis zwei Jahren angesichts der Grösse des Objektes halt vielleicht in Kauf genommen werden muss. Ich habe mit Frau Dreifuss vereinbart: Sollten wir vorher eine Möglichkeit sehen, dies etwas vorzuziehen, so wollen wir versuchen, es so gut und so rasch wie möglich zu machen. Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen.

Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten, und danke der Kommission für die gute Arbeit, die sie geleistet hat.

Christen Yves · 1VP-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo radicale liberale

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesbeschluss über Bauvorhaben, Grundstücks- und Liegenschaftserwerb der Sparte Zivil (Ziviles Bauprogramm 2003)

Arrêté fédéral concernant les projets de constructions et l'acquisition de terrains et d'immeubles du secteur civil (Programme 2003 des constructions civiles)

Detailberatung - Examen de détail

Titel und Ingress, Art. 1-3

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Titre et préambule, art. 1-3

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Art. 1

Ausgabenbremse - Frein aux dépenses

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Ausgabe .... 140 Stimmen

Dagegen .... 1 Stimme

Das qualifizierte Mehr ist erreicht

La majorité qualifiée est acquise

Votazione

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes .... 134 Stimmen

Dagegen .... 1 Stimme