01.3655
Motion Wyss Ursula. Améliorer la formation politique et civique des jeunes
Wyss Ursula · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo socialista
Dies ist die letzte meiner Motionen, die heute beraten werden. Meine Motionen haben sich heute kumuliert, weil deren Beratung immer wieder verschoben worden ist.
Diese Motion ist aber nicht weniger wichtig als die anderen: Sie fordert nämlich die Umsetzung zweier Verfassungsartikel. Konkret fordert sie die Umsetzung der Artikel 11 und 41 der neuen Bundesverfassung, die ja seit Januar 2000 in Kraft ist und dem Bund neu die Kompetenz zu einer aktiven Kinder- und Jugendpolitik gibt. Mit meiner Motion will ich verhindern, dass es den Artikeln 11 und 41 ähnlich ergeht wie dem Artikel über die Mutterschaftsversicherung: dass sie nämlich über Jahrzehnte hinweg ohne jede praktische Umsetzung in der Verfassung stehen, weil sie sich so schön anhören, weil es sich für einen modernen Staat sozusagen gehört, sich um die Neugeborenen, um die Kinder und die Jugendlichen zu bemühen.
Seit der Einreichung meiner Motion hat unser Rat jedoch schon die Motion Janiak 00.3469 überwiesen. Diese fordert ein umfassendes Rahmengesetz, mit dem genau diese Artikel umgesetzt werden sollen. In der letzten Session wurde die Motion des Nationalrates (Janiak) im Ständerat dann in ein Postulat umgewandelt. Ich hoffe nicht, dass auch das ein Indiz dafür ist, dass den vielen Worten, die bei Sonntags- und 1.-August-Reden verwendet werden, keine Taten folgen werden.
Mündige, souveräne Bürgerinnen und Bürger fallen jedoch nicht einfach vom Himmel. Wir sollten uns redlich darum bemühen, dass unsere Demokratie eine solide Zukunft erhält und dass wir dafür auch eine solide politische Bildung gewährleisten. Es wird sicher eingewendet werden, die Kompetenz dafür liege bei den Kantonen. Man kann mit der Diskussion über die Kompetenzbereiche praktisch alles bodigen, erst recht im Bildungsbereich.
Aber ich glaube, dass es angesichts der aktuellen Situation der Jugendlichen in der Politik oder eben der nicht anwesenden Jugendlichen in der Politik allzu billig ist, immer nur auf diese zu "schiessen", die sich nicht für Politik interessieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns auch einmal selbst ein paar kritische Fragen stellen sollten, denn mit unserer etablierten Politik steht einiges nicht zum Besten. Daran könnten wir ziemlich viel ändern.
Einer dieser mangelhaften Punkte ist die politische Bildung, die in unseren 26 Kantonen verschieden geregelt ist, was bis heute zu einem so heterogenen Gebilde geführt hat, das wir sicher nicht stützen können.
Dreifuss Ruth · BR-F · Consiglio federale · Ginevra
Vous dites, Madame Wyss, que ce sont des questions de compétence qui permettent d'écarter toutes les idées, mais les questions de compétence ont leur importance. Et si on ne peut plus faire confiance aux cantons, en particulier à l'école primaire, pour former des citoyennes et des citoyens, alors supprimons les cantons! C'est vraiment la base même de la politique de proximité, de la cellule de base de la démocratie que vous remettez en question. C'est la raison pour laquelle le Conseil fédéral propose de rejeter votre motion.
En ce qui concerne le niveau gymnasial, dans la mesure où cela est lié à la maturité en particulier ou à la formation professionnelle, nous avons des compétences dans ce domaine, mais nous avons l'impression que la façon dont nous les avons réalisées, notamment dans les plans d'études-cadres, est suffisante et que ce n'est pas en produisant du matériel au niveau centralisé que l'on fait vraiment oeuvre utile.
Dans ce sens-là, il y a deux demandes dans la motion Wyss: l'une est irrecevable si l'on est fédéraliste; l'autre est satisfaite en fait par les efforts que nous déployons.
Intervento procedurale
Abstimmung - Vote
Für Überweisung der Motion .... 70 Stimmen
Dagegen .... 93 Stimmen