19.3970

Integrare le cure di lunga durata nel finanziamento unitario delle prestazioni ambulatoriali e stazionarie

Moret Isabelle · P-F · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo liberale radicale

Antrag der Mehrheit

Annahme der Motion

Antrag der Minderheit

(Gysi Barbara, Brand, Carobbio Guscetti, Clottu, Feri Yvonne, Giezendanner, Heim, Herzog Verena, Schenker Silvia)

Ablehnung der Motion

Proposition de la majorité

Adopter la motion

Proposition de la minorité

(Gysi Barbara, Brand, Carobbio Guscetti, Clottu, Feri Yvonne, Giezendanner, Heim, Herzog Verena, Schenker Silvia)

Rejeter la motion

Roduit Benjamin · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.

Le 29 août 2019, dans le cadre de la discussion sur le projet issu de l'initiative parlementaire Humbel 09.528, "Financement moniste des prestations de soins" - projet dit Efas -, la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil national a déposé une motion intitulée "Prise en considération des soins de longue durée dans un financement uniforme des prestations ambulatoires et hospitalières".

La motion vise à ce que, dès que les bases nécessaires seront établies, notamment en matière de transparence des coûts, le Conseil fédéral soit chargé de soumettre au Parlement un projet de loi qui prévoie la prise en considération des soins de longue durée dans Efas au sens de la LAMal.

Pour mémoire, lors de la session d'automne 2019, dans le cadre du débat sur le projet issu de l'initiative 09.528, le Conseil national avait accepté de biffer dans les dispositions transitoires II un mandat similaire donné au Conseil fédéral, pour le reporter dans le cadre du traitement de la motion qui vous est présentée aujourd'hui.

La minorité Gysi estime que les soins de longue durée ne sont constitués de soins proprement dits que dans une faible proportion. La part la plus significative se composerait de l'hôtellerie et de l'accompagnement, deux postes qui sortent du champ de l'assurance obligatoire des soins. L'intégration des soins de longue durée dans le financement uniforme des prestations ambulatoires et stationnaires pénaliserait les jeunes et les familles de manière injuste et excessive et entraînerait un changement du régime de financement des soins instauré en 2011. De plus, une définition uniforme des soins fait actuellement défaut, et les besoins en soins des personnes sont évalués avec des critères qui diffèrent considérablement d'une région à l'autre. Enfin, la minorité estime, face à toutes ces questions ouvertes, en particulier sur l'impact financier, qu'il faut attendre le rapport du Conseil fédéral relatif au postulat 19.3002.

Pour la majorité de la commission, au contraire, appuyée en cela par le Conseil fédéral, l'intégration des soins dans Efas présente de nombreux avantages. Cela contribuerait notamment à réduire davantage les incitations inopportunes aux interfaces entre des domaines dont les systèmes de financement sont différents, tout en renforçant les soins coordonnés permettant une réduction des coûts. En outre - et c'est important -, l'intégration des prestations de soins dans le financement moniste est l'une des principales exigences des cantons.

Il s'agira ainsi d'un deuxième pas qui pourra se faire une fois que les conditions nécessaires seront remplies, à savoir: 1. une transparence des coûts; 2. une délimitation uniforme des prestations de soins et d'assistance; 3. la rémunération des soins selon des principes uniformes à l'échelle nationale.

Une étude menée par l'institut Infras sur mandat de la Conférence suisse des directrices et directeurs cantonaux de la santé montre aussi que les coûts de l'assurance obligatoire des soins augmenteraient davantage en intégrant les prestations de soins dans un financement uniforme si seules les prestations ambulatoires et stationnaires étaient prises en compte. Toutefois, même en incluant les soins à long terme, l'augmentation des coûts pour l'assurance obligatoire des soins serait clairement moins importante qu'en cas de maintien du système actuel, qui n'est pas satisfaisant et qui prévoit un financement différent selon que la prestation est fournie de manière stationnaire ou ambulatoire. La majorité de la commission, comme le Conseil fédéral, est d'avis qu'il ne faut pas réduire à long terme la part du financement par les recettes fiscales et que cela peut également être garanti avec une intégration des soins.

Comme l'élaboration des bases requises est en cours dans le cadre des travaux relatifs au postulat 19.3002, que je viens de citer, le Conseil fédéral sera en mesure de débuter les travaux législatifs rapidement, dès que les conditions auront été réunies en collaboration avec tous les acteurs, surtout, et j'insiste, les cantons.

En conclusion, notre commission vous recommande d'adopter sa motion, par 11 voix contre 11, avec la voix prépondérante de son président.

Sauter Regine · Mit-F · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo liberale radicale

Sie erinnern sich: Der Nationalrat hat in der Herbstsession über das Geschäft 09.528, "Finanzierung der Gesundheitsleistungen aus einer Hand. Einführung des Monismus", befunden. Es läuft auch unter der Bezeichnung "Einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen" (Efas). Ziel dieser Vorlage ist es, wie der Titel sagt, die Finanzierung von ambulanten und stationären Gesundheitsleistungen künftig gleich respektive einheitlich zu regeln. Heute werden ambulante Leistungen durch die Versicherungen bezahlt, stationäre Behandlungen durch Kantone und Versicherungen gemeinsam. Dies setzt falsche Anreize. Zu dieser Einsicht ist man mittlerweile gelangt, und so weit ist man sich auch einig.

Vonseiten der Kantone ist dem Vorhaben indessen Widerstand erwachsen. Sie haben deutlich gemacht, dass sie dem Vorhaben nur zustimmen werden, wenn auch die Langzeitpflege in die einheitliche Finanzierung mit einbezogen wird. Aus Sicht der Mehrheit dieses Rates und auch der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit ist das Anliegen verständlich. Allerdings würde Efas überfrachtet, würde man nun die Langzeitpflege bereits in dieses Geschäft mit einbeziehen.

Es liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine genügenden Grundlagen vor, um ein entsprechendes Konzept beschliessen zu können. Insbesondere braucht es Informationen zur Kostenentwicklung in diesem Bereich. Die Realisierung von Efas würde somit noch weiter hinausgezögert, wenn wir auch dieses Gebiet noch einbeziehen würden. Es soll den Kantonen indessen die Zusicherung gegeben werden, dass ihr Anliegen in einem nächsten Schritt umgesetzt wird, d. h., sobald diesbezüglich eben die notwendigen Grundlagen und Informationen vorliegen. Mit der vorliegenden Kommissionsmotion wird der Bundesrat entsprechend beauftragt, eine Gesetzesrevision vorzulegen, die den Einbezug der Langzeitpflege in eine einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen vorsieht, sobald die notwendigen Grundlagen vorhanden sind, namentlich die erforderliche Kostentransparenz.

Die SGK-N stimmte der Motion mit 11 zu 11 Stimmen bei 1 Enthaltung mit Stichentscheid des Präsidenten zu. Auch der Bundesrat spricht sich für das Anliegen aus. Wir bitten Sie, der Motion ebenfalls zuzustimmen. Wir dokumentieren damit verbindlich, dass wir bereit sind, in einem zweiten Schritt den Einbezug der Langzeitpflege in eine einheitliche Finanzierung der Leistungen aufzunehmen - und zwar tut es damit eben nicht nur die Kommission, sondern das Parlament.

Gysi Barbara · Mit-F · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo socialista

Sie sehen es, wenn Sie die Namen lesen: Ich vertrete eine Minderheit, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der SVP-Fraktion sowie der Fraktion meiner eigenen Partei, der SP, zusammensetzt. Es gibt also verschiedene kritische Stimmen dagegen, diese Motion jetzt anzunehmen. Auch das knappe Abstimmungsergebnis in der Kommission mit Stichentscheid des Präsidenten zeigt, dass dem Anliegen der Kantone - dass man die Langzeitpflege einbezieht, dass man auch Grundlagen dafür schafft - eigentlich schon Rechnung getragen wird.

Ich erinnere an das Postulat 19.3002, das bereits angenommen und auch im Bericht erwähnt wurde und das eben diese Grundlagen erarbeiten lassen will. Der Bundesrat ist also an der Arbeit, er ist daran, die Grundlagen zu erarbeiten, die es bräuchte, um die Langzeitpflege in die entsprechenden Berechnungen einzubeziehen. Wir sind klar der Meinung, man solle hier in Kaskaden vorgehen. Mit dem Postulat werden Grundlagen erarbeitet.

Man kommt den Kantonen auch entgegen, indem man sagt: Ja, es ist durchaus zu überlegen, ob es wirklich Sinn macht, hier auch die Langzeitpflege hinzuzunehmen. Aber das ist eine sehr grosse Kiste. Wir wehren uns heute gegen diese Motion, die bereits klar fixiert, dass die Langzeitpflege einbezogen werden muss, ohne dass wir jetzt genügende Grundlagen dafür hätten. Es kann nicht sein, dass wir hier nachgeben, nur weil die Kantone sagen, sie lehnten Efas ab, wenn die Langzeitpflege dort nicht drin sei. Es kann nicht sein, dass die Kantone da den Takt so einfach vorgeben und wir dem nachgeben. Wir können diese Vorlage natürlich nur mit den Kantonen zusammen umsetzen. Aber wir sind klar der Meinung, dass mit dem Postulat zuerst die Grundlagen erarbeitet werden sollen und wir dann sehen, was das für Auswirkungen hat.

Es gab erste Berechnungen der Kantone, und diese zeigen, dass die Kantone entlastet werden. Die Langzeitpflege ist der Bereich, der am dynamischsten am Wachsen ist. Was heisst das, wenn die Kantone hier eher entlastet werden? Es heisst, dass die Prämienzahlenden mehr belastet werden. Ich weiss nicht, ob es wirklich wünschenswert ist, in dieser Vorlage eine zusätzliche Verschiebung von den steuerfinanzierten allgemeinen Kosten zu den prämienfinanzierten Kosten - Stichwort Kopfprämiensystem - zu machen, die dann eben die Menschen mit den kleineren und mittleren Einkommen mehr trifft.

Solange wir auch nicht auf der Ebene der Krankenkassenprämien eine klare Entlastung für die kleinen und mittleren Einkommen haben, wollen wir jetzt nicht mit der Motion schon ein Fait accompli schaffen, sodass man das dann eben zwingend auch umsetzen muss. Wir wollen die Grundlagen - wir hatten uns darum auch für das Postulat ausgesprochen -, jetzt wollen wir aber nicht zwingend schon vorwegnehmen, was dann das Resultat dieses Postulatsberichtes ist. Ich bin darum auch etwas überrascht, dass der Bundesrat bereit ist, die Motion entgegenzunehmen. Er ist am Arbeiten, und ich meine, es macht einfach keinen Sinn, während der Erarbeitung eines Postulatsberichtes schon die Schlussfolgerungen aus diesem Bericht vorwegzunehmen und parallel dazu eine Motion nachzuschieben.

Wie gesagt, eine einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen ist eine grosse Sache. Es wird sehr viel Veränderung bringen, und es macht einfach keinen Sinn, da jetzt noch mehr Kosten auf die prämienfinanzierten Teile zu überwälzen.

Darum bitte ich Sie, die Motion nicht anzunehmen. Die Arbeiten laufen, es ist überhaupt kein Problem, wenn Sie die Motion nicht annehmen, sondern sagen: Es macht eben Sinn, kaskadenmässig vorzugehen und die Resultate abzuwarten, bevor dann die nächsten Gesetzesänderungen in Angriff genommen werden.

Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo

Je crois qu'on peut dire de façon claire que cette motion, de notre point de vue, n'est pas absolument nécessaire, puisque des travaux sont en cours. Mais, en même temps, la motion va dans le sens de ce que souhaite également faire le Conseil fédéral. Si nous partons de l'idée qu'un projet de financement uniforme de l'ambulatoire et de l'hospitalier sera adopté, alors la revendication des cantons de pouvoir intégrer de la meilleure manière possible les soins de longue durée serait prise en compte, et dans ces conditions, la présente motion nous paraît adéquate.

C'est aussi l'occasion pour moi de rappeler qu'il y a des conditions qui doivent être remplies pour que la discussion puisse avoir lieu et progresser. D'abord, il faut pouvoir instaurer la transparence des coûts et procéder à une délimitation uniforme entre les prestations de soins et celles d'assistance; et ce n'est pas si simple à réaliser. Enfin, la rémunération des prestations de soins doit s'effectuer selon des principes uniformes sur le plan national. Cela signifie que les réglementations cantonales en vigueur, qui diffèrent en matière de financement résiduel, doivent être uniformisées. Il s'agit aussi d'éléments qui font l'objet du postulat 19.3002, "Soins et financement uniforme des prestations stationnaires et ambulatoires", que vous avez adopté le 14 mars 2019. Les travaux nécessaires sont en cours.

Nous signalons donc, avec notre accord à cette motion, notre disponibilité et notre disposition à élaborer les bases légales nécessaires, comme le souhaitent d'ailleurs également les cantons, à l'intégration des soins de longue durée dans un financement uniforme. C'est dans ce sens qu'il faut comprendre la proposition du Conseil fédéral d'adopter la motion.

Moret Isabelle · P-F · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo liberale radicale

La présidente (Moret Isabelle, présidente): La commission et le Conseil fédéral proposent d'adopter la motion. Une minorité Gysi Barbara propose de la rejeter.

Votazione

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 70 Stimmen

Dagegen ... 109 Stimmen

(1 Enthaltung)