20.5777, 20.5782, 20.5785, 20.5824, 20.5923, 20.5930
L'apertura delle stazioni sciistiche svizzere la decide l'Italia? / Heure des questions. Question Egger Mike. Non au blocage du tourisme hivernal suisse! / Heure des questions. Question Giacometti Anna. Maintenir les stations de sports d'hiver ouvertes pendant la période des fêtes de fin d'année / Heure des questions. Question Bregy Philipp Matthias. Pandémie de coronavirus et plans de protection. Quid de la confiance? / Heure des questions. Question Gafner Andreas. Règles spéciales pendant les fêtes de fin d'année dans les stations de ski / Heure des questions. Question Roduit Benjamin. Le Conseil fédéral saura-t-il résister aux pressions de l'UE concernant l'ouverture des domaines skiables durant toute la saison hivernale?
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Verschiedene europäische Länder überlegen sich, unter welchen Umständen Wintersport mit der aktuellen epidemiologischen Lage vereinbart werden kann. Die Schweiz steht diesbezüglich mit mehreren Ländern in Kontakt. Es ist das Ziel des Bundesrates, die Öffnung der Skigebiete über die Festtage zu ermöglichen, falls die epidemiologische Situation es erlaubt. Diese Position wird auch den Partnerländern vermittelt. Wichtigstes Kriterium für den Betrieb von Wintersportanlagen ist die epidemiologische Lage. Für einen Betrieb der Skistationen über die Festtage müssen die Fall- und die Hospitalisationszahlen weiter sinken. Der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit stehen in regelmässigem Austausch mit den Kantonen und den betroffenen Akteuren, damit eine möglichst hohe Planungssicherheit geschaffen werden kann. Voraussetzungen dafür sind angemessene Schutzkonzepte, die konsequent kontrolliert und umgesetzt werden.
Erste Erfahrungen in diesem Winter haben gezeigt, dass dies nicht immer der Fall ist. Für den Wintertourismus sollen die unter den aktuellen Umständen bestmöglichen Voraussetzungen geschaffen werden. Ein Skitourismus wie in früheren Jahren wird jedoch kaum möglich sein.
Egger Mike · Mit-M · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Geschätzter Herr Bundesrat, ab wann erlaubt es die epidemiologische Lage nicht mehr, die Skigebiete offen zu halten? Vielleicht können Sie hierauf eine Antwort geben, damit die Skigebiete eben auch die benötigte Planungssicherheit erhalten.
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Das ist in dieser Situation genau die Schwierigkeit. Das ist genau so wie damals im Februar. Es ist extrem schwierig, weil man nicht immer alles auf Anhieb versteht. Vorherzusagen, wie sich die Pandemie entwickelt, ist äusserst schwierig.
Ich kann Sie daran erinnern, dass die Pandemie Ende Februar bzw. Anfang März sehr überraschend und sehr rasch zu uns gekommen ist. Daraufhin haben wir Massnahmen getroffen, worauf die Zahl der Fälle abgenommen hat. Man muss auch sagen, dass die Pandemie Anfang bzw. Mitte Oktober erneut sehr überraschend und sehr rasch zurückgekommen ist. Niemand kann wirklich erklären, wieso dem so war. Es war auch gerade der Moment, als der Bundesrat wieder Grossveranstaltungen zulassen wollte, und plötzlich war es wieder ein Problem.
Diese Ungewissheit, diese Unsicherheit wird uns leider noch eine Weile begleiten. Deswegen sind auch all die Massnahmen wichtig, die wir für die nächsten Monate treffen können, inklusive des Zugangs zu einer guten Impfung für diejenigen, die es wollen. Für die Planungssicherheit tun wir alles, was wir können. Aber man muss schon sehen: Absolute Sicherheit gibt es in dieser Situation nie.
Im Zusammenhang mit der Verordnung standen wir in sehr engem Austausch mit den betroffenen Kantonen; bei mehreren Austauschen, inklusive Videokonferenzen, war ich persönlich präsent. Wie gesagt, wir tauschten uns mit den betroffenen Kantonen aus, aber auch mit dem Verband Seilbahnen Schweiz und allen anderen Akteuren. Dabei haben wir versucht, Verschiedenes zu definieren: zum einen strenge Schutzkonzepte, die wirklich vorbildlich umgesetzt werden müssen, und zum andern gewisse Kriterien, die uns besonders wichtig sind. Ich will hier nicht die ganze Liste aufzählen, sondern nur ein paar Beispiele erwähnen: genügend Plätze in Spitälern, d. h., wenn es Unfälle gibt, muss man die Leute im Spital aufnehmen können; genug Bettenkapazitäten; eine gute Organisation in den betroffenen Skigebieten.
Was aber, wenn wir plötzlich merken sollten, dass sich die Situation - wie im Oktober und ausgehend von einem sehr hohen Niveau wie heute - wieder verschlechtern sollte? Leider sind die Signale in den letzten drei, vier Tagen nicht so gut. Es muss noch nicht unbedingt viel bedeuten, und trotzdem müssen wir aufpassen. Es ist einfach unberechenbar. Man kann leider nichts vorhersagen. Man kann sich einzig so gut wie möglich vorbereiten und dann, zusammen mit der gesamten Bevölkerung, alles tun, damit wir diese Situation weiterhin im Griff haben.