20.3940

Più plastica riciclata negli imballaggi di plastica per bevande e prodotti per la pulizia

Aebi Andreas · P-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Antrag der Mehrheit

Annahme der Motion

Antrag der Minderheit

(Jauslin, Bourgeois, Imark, Paganini, Page, Rösti, Wasserfallen Christian)

Ablehnung der Motion

Proposition de la majorité

Adopter la motion

Proposition de la minorité

(Jauslin, Bourgeois, Imark, Paganini, Page, Rösti, Wasserfallen Christian)

Rejeter la motion

Chevalley Isabelle · Mit-F · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo verde liberale

Cette motion de commission prévoit d'introduire une taxe d'ici 2025 sur tous les emballages en plastique à usage unique pour les boissons et les produits de nettoyage contenant moins de 25 pour cent de plastique recyclé. Les revenus de la taxe seront affectés à l'amélioration du recyclage matière du plastique.

En mars 2019, l'Union européenne a décidé d'obliger tous les fabricants d'emballages en plastique de boissons à usage unique d'incorporer 25 pour cent de plastique recyclé dans leurs emballages. Le Conseil fédéral invoque plusieurs interventions parlementaires en cours, comme la motion Dobler 20.3695, qui prévoit une collecte séparée des déchets plastiques, coordonnée sur le plan national, aux fins d'un recyclage de haute qualité. Cette demande est très bien, mais la motion qui vous est soumise ne concerne pas la collecte, mais finalement ce que l'on va faire de tout ce PET récolté.

La plupart du PET est recyclé en tissu, comme ce sac que je tiens dans ma main, mais pas en nouvelles bouteilles. Du coup, on ne respecte pas l'économie circulaire de la matière que le Conseil fédéral appelle aussi de ses voeux.

Selon le Conseil fédéral, l'adoption de la présente motion équivaudrait à faire un choix anticipé de l'instrument visant à développer le recyclage des matières plastiques dans les emballages et entraverait les actions volontaires du marché privé.

Le recyclage du plastique n'augmentera que si la demande en plastique recyclé augmente. Aujourd'hui, ce recyclage dépend fortement du prix du pétrole. Lorsque le prix est très bas, il est pratiquement impossible d'être concurrentiel avec du plastique recyclé. Si ces baisses durent trop longtemps, elles mettent en péril toute la filière de recyclage du plastique. Il est important d'encourager l'industrie afin qu'elle incorpore du plastique recyclé dans ses emballages. Cela se fait déjà aujourd'hui avec le PET et le PE; on arrive même à faire des bouteilles 100 pour cent R-PET ou R-PE.

Je tiens dans ma main quatre bouteilles de PET qui ont différents taux de recyclage de R-PET: cette bouteille, c'est du 100 pour cent R-PET; celle-ci, 75 pour cent; celle-ci, 30 pour cent; et celle-ci, zéro pour cent. Autrement dit, la première bouteille, c'est 100 pour cent de plastique de PET recyclé, et la dernière, zéro pour cent. Donc, les 25 pour cent qui vous sont demandés sont vraiment un minimum. D'ici 2025, il n'y aura aucun problème technique dans ce domaine.

On peut aussi faire autre chose du PET recyclé. Par exemple, ce genre de choses (L'oratrice montre une bannière), fait en PET 100 pour cent recyclé, mais il n'y a pas de recyclage sous forme d'emballage.

Aebi Andreas · P-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Frau Chevalley, "Parlament" kommt von "parlare". Wir sind hier nicht auf einem bengalischen Markt. (Heiterkeit) Das Gesetz sieht vor, dass man vor allem spricht. Bitte halten Sie sich daran. Sonst bringt die nächste Rednerin einen Koffer mit.

Chevalley Isabelle · Mit-F · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo verde liberale

Dans ce plastique-là, il y a cent pour cent de PP recyclé. Donc l'objectif d'une telle taxe sur le plastique est d'encourager son recyclage matière. Cette taxe doit être suffisamment incitative pour être prise en compte par les fabricants d'emballages et leurs clients.

La commission, par 12 voix contre 9 et 3 abstentions, vous demande d'accepter cette motion. Une minorité estime que cette motion peut être prise en compte dans le cadre de la discussion sur l'initiative parlementaire "Développer l'économie circulaire en Suisse".

Bulliard-Marbach Christine · Mit-F · Consiglio nazionale · Friburgo · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.

Herr Präsident, ich habe also keinen Koffer mitgebracht. (Heiterkeit)

Ihnen liegt die Motion 20.3940, "Mehr rezyklierten Kunststoff in Kunststoffverpackungen für Getränke und Reinigungsmittel" Ihrer Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie vor. Ziel des Vorstosses ist es, den Anteil an rezykliertem Kunststoff in Verpackungen zu erhöhen und damit die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz zu stärken. Konkret schlägt der Vorstoss vor, eine Taxe auf Einweg-Kunststoffverpackungen einzuführen, die weniger als 25 Prozent an wiederverwertetem Kunststoff enthalten. So soll die Nachfrage und deren Anteil am Markt gesenkt werden. Insbesondere Verpackungen für Getränke und Reinigungsmittel sollen vermehrt aus wiederverwertetem Kunststoff hergestellt werden.

Die Einnahmen aus dieser Steuer sollen in die Verbesserung des Recyclings von Kunststoff fliessen. Gemäss BAFU werden in der Schweiz jährlich 1 Million Tonnen Kunststoff verbraucht, pro Kopf macht das über 100 Kilogramm. Der überwiegende Teil des Plastiks wird nur einmal als Verpackung verwendet und anschliessend verbrannt. Nur etwa ein Viertel des Plastiks wird heute in der Schweiz rezykliert und zur erneuten Verwendung aufbereitet. Dieser Anteil ist deutlich kleiner als in anderen Ländern Europas, wo der Anteil teilweise über 40 Prozent liegt, zum Beispiel in Schweden oder Norwegen.

Alleine dieser Vergleich zeigt, dass wir noch ein grosses Potenzial haben, um den Stoffkreislauf von Plastik zu verbessern und diese Ressource noch effizienter zu nutzen. Bei Verpackungen wird besonders viel Kunststoff nach einmaliger Nutzung weggeworfen; denken Sie an alle die Take-away-Behälter, Plastikbecher und Kunststoffflaschen.

Wenn es um das Sammeln von Kunststoffen geht, dann schneidet die Schweiz nicht schlecht ab. Das ist positiv. Aber wenn es darum geht, die Rohstoffe wieder in den Kreislauf zu bringen, dann hapert es. Auf dem Markt sind Verpackungen aus rezykliertem Material praktisch nicht konkurrenzfähig. Die Nachfrage nach wiederverwertetem Kunststoff ist gering und steigt eigentlich nur bei einem zu hohen Ölpreis.

Genau hier setzt der Vorstoss Ihrer Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie an. Die Kommission will einen neuen Anreiz setzen, damit die Kunststoffindustrie vermehrt auf rezyklierte Materialien setzt. Per 2025 soll der Bundesrat Einweg-Kunststoffverpackungen für Getränke und Reinigungsmittel besteuern. Die Steuer soll nur auf Verpackungen erhoben werden, die weniger als 25 Prozent rezyklierten Kunststoff enthalten. Material aus wiederverwertetem Kunststoff wird dadurch aufgewertet und auf dem Markt attraktiver. So kann eine Lenkungswirkung entstehen, die letztlich auch die Konsumentinnen und Konsumenten erreicht und zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft beiträgt.

Ihre Kommission hat der Motion mit 12 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen zugestimmt, eine Minderheit der Kommission beantragt Ihnen die Ablehnung. Die Mehrheit ist überzeugt, dass wir in der Schweiz Kunststoffe noch effizienter nutzen können.

Im Namen der UREK-N bitte ich Sie, die Motion zu unterstützen und damit einen Anreiz zu schaffen, dass wir im Produktionsprozess künftig einen grösseren Anteil an Kunststoffen erhalten können, anstatt diese nach einmaliger Verwendung einfach wieder zu verbrennen.

Jauslin Matthias Samuel · Mit-M · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo liberale radicale

"Der Bund und, im Rahmen ihrer Zuständigkeit, die Kantone sorgen für die Schonung der natürlichen Ressourcen. Sie setzen sich für eine dauerhafte Verbesserung der Ressourceneffizienz ein [...] Der Bundesrat kann Hersteller und Händler verpflichten, Verpackungen aus kreislauffähigen Materialien zu verwenden, und Anreize schaffen, um unnötige Verpackungen zu vermeiden." Diese Zeilen stehen nicht in der vorliegenden Motion, die ich jetzt bekämpfe, sondern in der parlamentarischen Initiative 20.433, welcher die UREK-N und die UREK-S mit dem Beschluss, einen entsprechenden Erlassentwurf auszuarbeiten, Folge gegeben haben. Derzeit arbeitet die zuständige Subkommission der UREK-N an diesem Entwurf mit dem Ziel, die Kreislaufwirtschaft als Ganzes zu erfassen.

Aufgrund dieser Ausgangslage ist es aus Sicht der Minderheit unzweckmässig, dass parallel Kunststoffverpackungen für Getränke und Reinigungsmittel völlig abgekoppelt behandelt werden. Glauben Sie mir, auch ich unterstütze Bemühungen zur Wiederverwertung von Verpackungen. Doch es geht schlussendlich nicht einfach nur um Verpackungen, sondern es geht um das Produkt. Solche Massnahmen haben dringend alle Aspekte zu berücksichtigen. Schon heute hat die Wirtschaft diese Problematik erkannt und erarbeitet teilweise gute Lösungsansätze.

Nun verlangt diese Kommissionsmotion vorauseilend eine finanzielle Abgeltung, also quasi eine Einweg-Kunststoffverpackungs-Steuer, die den Anteil an wiederverwendbarem Kunststoff steigern soll. Eine solche Forderung kann isoliert gesehen durchaus eine gute Lösung sein. Ob sich eine solche Lösung jedoch nachträglich in ein Gesamtkonzept integrieren lässt, ist hier zu bezweifeln. Es geht nicht darum, einfach Kunststoffverpackungen zu fördern, die theoretisch wiederverwertbar sind, aber trotzdem in der gemischten Kunststoffsammlung landen. Es geht vielmehr darum, Produkte zu fördern, die optimal auf die Kreislaufwirtschaft abgestimmt sind; ansonsten werden hohe Kosten bei geringem ökologischem Nutzen verursacht. Die vermehrte Wiederverwertbarkeit kann nur in konkreten Umweltschutz umgewandelt werden, wenn auch separat gesammelt und stofflich wiederverwertet wird.

Gemischte Kunststoffsammlungen aus Haushalten haben eine geringe Ökoeffizienz. Das Recycling von Kunststoffverpackungen muss insgesamt einfacher, verständlicher und marktfähiger gemacht werden. Da bin ich gleicher Meinung. Um Innovationen im Bereich von Kreislaufschliessungen bei Kunststoffverpackungen zu ermöglichen, muss nebst der Qualität auch die Wirtschaftlichkeit sichergestellt werden. Mit der Annahme der vorliegenden Motion würde die Wahl von Instrumenten für eine Verbesserung der Kreislaufwirtschaft aber vorweggenommen. Innovative Lösungen und Massnahmen, die erarbeitet werden, würden erschwert.

Darum bitte ich Sie im Sinne einer gesamtheitlichen Lösung, im Sinne einer praktikablen Kreislaufwirtschaft, meiner Minderheit zuzustimmen und diese Motion abzulehnen.

Sommaruga Simonetta · BPR-F · Consiglio federale · Berna

Diese Motion möchte das Recycling von Kunststoff verbessern; sie möchte, dass auf alle Einweg-Kunststoffverpackungen für Getränke und Reinigungsmittel, die weniger als 25 Prozent rezyklierten Kunststoff enthalten, eine Steuer erhoben wird. Diese Einnahmen sollen dann zur Verbesserung des Recyclings verwendet werden.

Ich muss Ihnen sagen: Wir haben beim Ziel, das diese Motion verfolgen will, null Differenz. Ein sogenannt hochwertiges Recycling ist das Kernelement der effektiven Kreislaufwirtschaft, und Recycling-Systeme sind ökologisch dann optimal, wenn das rezyklierte Material für die gleiche Funktion wiederverwendet wird.

Warum ist der Bundesrat gegenüber dieser Motion kritisch? Der Sprecher der Minderheit hat bereits einiges erwähnt, und ich will Ihnen einfach sagen, was in diesem Bereich schon alles läuft. Die Frage ist mehr die: Brauchen Sie jetzt noch eine Motion, die dann bereits eine bestimmte Richtung vorgibt? Ich sage Ihnen noch einmal, welche Arbeiten jetzt bereits am Laufen sind.

Ihre Kommission, die UREK-N, hat bereits eine Subkommission zur Umsetzung der parlamentarischen Initiative mit dem Titel "Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken" eingesetzt. Diese Subkommission ist jetzt an der Arbeit und kann selbstverständlich genau diese Fragen anschauen, um dann Ihrer Kommission und dann hoffentlich auch Ihrem Rat eine entsprechende Gesetzesvorlage zu unterbreiten. Ich denke, diesen Weg haben Sie eingeschlagen. Der ist sinnvoll, das kann auch relativ rasch gehen.

Zusätzlich dazu haben Sie bis jetzt bereits vier Postulate angenommen, mit denen Sie der Verwaltung den Auftrag erteilt haben, Berichte zum Umgang mit Kunststoffen in der Schweiz zu erarbeiten - vier Postulate! Dann haben Sie die Motion Ihrer UREK-N mit dem Titel "Weniger Plastikmüll in Gewässern und Böden" angenommen. Dann haben Sie noch eine Motion Dobler mit dem Titel "Förderung der Kreislaufwirtschaft. Die Schweiz soll mehr Plastik rezyklieren" angenommen, also auch hier noch mal den Auftrag erteilt, das Recycling aufzunehmen. Immer neue Vorstösse einzureichen, ist vielleicht Ausdruck Ihrer Ungeduld, weil Sie möchten, dass es vorwärtsgeht. Ich verstehe das, aber Sie wissen: Vom Moment an, wo eine Kommission mit einer parlamentarischen Initiative die Arbeit aufnimmt, gibt es eine Zurückhaltung; dann übersteuert der Bundesrat nicht mit eigenen Arbeiten, sondern unterstützt die Kommission.

Ich darf Ihnen sagen: Meine Leute haben den Auftrag, diese Subkommission, die jetzt an der Arbeit ist, wirklich mit allen Möglichkeiten in der fachlichen Arbeit zu unterstützen. Aber bei all dem, was Sie bereits in Auftrag gegeben haben, heute noch einmal eine Motion anzunehmen in der Hoffnung, es würde dann etwas passieren - ich weiss, dass Ihre Subkommission sehr motiviert ist und Ihrer Kommission etwas unterbreiten will. Wir unterstützen sie. Ich denke, das ist jetzt der Weg, den Sie eingeschlagen haben, und man soll auf diesem Weg weitergehen. Das ist eigentlich der Grund, weshalb der Bundesrat diese Motion zur Ablehnung empfiehlt - er hat also überhaupt keine Vorbehalte.

Die Frage ist noch: Ist die Steuer das richtige Instrument? Ich denke aber, dass es jetzt genau die Aufgabe Ihrer Subkommission respektive Ihrer Kommission ist, die verschiedenen Möglichkeiten anzuschauen. Ich denke, Herr Nationalrat Jauslin hat zu Recht darauf hingewiesen: Es muss dann am Schluss ein Gesamtsystem sein, das aufgeht, also nicht nur ein Instrument, das nur an einem Ort eingesetzt wird. Deshalb soll diese Kreislaufwirtschaft, gerade wenn es darum geht, die Belastung durch Plastik und Kunststoffe zu reduzieren, als Gesamtsystem aufgegleist werden.

Noch einmal: Der Bundesrat und die Fachleute in unserer Bundesverwaltung werden Sie wirklich unterstützen, damit es rasch geht, damit wir gute Lösungen finden. Dazu brauchen Sie nicht auch noch diese Motion.

Aebi Andreas · P-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Die Mehrheit der Kommission beantragt die Annahme der Motion. Eine Minderheit Jauslin und der Bundesrat beantragen die Ablehnung der Motion.

Votazione

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 104 Stimmen

Dagegen ... 77 Stimmen

(5 Enthaltungen)