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"Intercettare" le conoscenze tecniche a favore dell'esercito del futuro

Cattaneo Rocco · Mit-M · Consiglio nazionale · Ticino · Gruppo liberale radicale

"Intercettare le conoscenze tecniche a favore dell'esercito del futuro" è il titolo della mozione con la quale il gruppo liberale-radicale invita il Consiglio federale a creare le basi legali per consentire la computabilità delle tesi di master e di dottorato dei militi, come descritto nel rapporto in adempimento del postulato Dobler 17.3106, "Esercito 2.0. La Svizzera deve promuovere e garantire il know-how tecnologico".

Ecco che proprio in questo contesto si potrebbe creare una valida e ulteriore opportunità di mettere a frutto le conoscenze tecniche in favore della difesa del nostro paese. Questi sono i principali motivi:

1. Il rapporto sulla politica della sicurezza lo dice chiaramente: alle classiche minacce si aggiungono nuove sfide. L'esercito ha sempre più bisogno di conoscenze tecniche e di specialisti, in particolar modo nell'innovazione tecnologica, settore che si sviluppa sempre più velocemente e che tocca ormai direttamente e indirettamente tutti gli ambiti del nostro sistema difensivo.

2. Per l'esercito si tratta dunque di non farsi cogliere impreparato da queste nuove evoluzioni. E qui occorre dire che nella realizzazione di diversi progetti di ammodernamento dei nostri sistemi di difesa accusiamo ritardi, soprattutto a causa della mancanza di specialisti. Tali ritardi si manifestano in modo particolare nel settore informatico e in quello della trasmissione in sicurezza dei dati.

3. Grazie alle sue università, ai politecnici federali e alle SUPSI il Consiglio federale deve poter meglio intercettare il "sapere tecnologico" e permettere agli studenti di redigere le loro tesi di master e dottorato al servizio e a favore dell'esercito. In altre parole, occorre intensificare maggiormente gli scambi di sapere tecnologico tra l'esercito e le nostre scuole superiori. E oltretutto, è importante far notare che quest'ultimo aspetto è in perfetta sintonia con il nostro spirito di milizia.

Die Schweiz verfügt mit ihren exzellenten Universitäten und Hochschulen bereits über einen breiten Wissenspool, den es zu nutzen gilt. Deshalb soll der Bundesrat dieses Wissen besser abholen und den Studierenden ermöglichen, ihre Master- oder Doktorarbeiten im Dienst und zugunsten der Armee zu verfassen. Dafür braucht es neben dem Willen der Angehörigen der Armee, sich für eine längere Zeitspanne zur Verfügung zu stellen, auch eine Grundlage, damit die Anrechenbarkeit solcher Arbeiten sichergestellt ist.

Diese Motion würde einerseits die Attraktivität der Armee bei einer Zielgruppe stärken, die zu oft wegbleibt, und andererseits könnte sie dem Fachkräftemangel in der Armee entgegenwirken.

Per tutti questi motivi vi prego dunque di sostenere la mozione.

Amherd Viola · BR-F · Consiglio federale · Vallese

Die Schweizer Milizarmee ist auf das Fachwissen ihrer Angehörigen angewiesen. Sie schöpft es aber bereits heute zweckmässig aus. Die individuellen beruflichen Fähigkeiten der Stellungspflichtigen werden bei der Rekrutierung erhoben und bei der Funktionszuteilung berücksichtigt. Erweitern Armeeangehörige ihre beruflichen Fähigkeiten während ihrer Dienstzeit, hat die Armee bereits heute Möglichkeiten, auf dieses Fachwissen zurückzugreifen. So kann die Schweizer Armee Spezialistinnen und Spezialisten mit relevanten Fachkenntnissen in entsprechende Funktionen oder Fachstäbe einteilen oder auch umteilen. Qualifizierte Soldatinnen und Soldaten können zu Fachoffizierinnen und -offizieren befördert werden, wodurch sie gleichzeitig auch ihre Dienstzeit verlängern. So kann die Schweizer Armee über einen längeren Zeitraum vom Fachwissen der Armeeangehörigen Gebrauch machen.

Mit Blick auf die Wehrgerechtigkeit und das Gleichbehandlungsgebot ist festzuhalten, dass die Motion zu einer einseitigen Bevorzugung von Akademikerinnen und Akademikern führen würde. Diese könnten einen Teil ihrer zivilen Ausbildung mit Leistungen der EO finanzieren lassen. Dadurch würden diese Personen gegenüber den anderen Angehörigen der Armee bevorzugt. Die naturwissenschaftlichen Fachrichtungen und das Ingenieurwesen würden dabei weitaus am meisten profitieren. Studierende und doktorierende Armeeangehörige anderer Fakultäten und Berufstätige ohne akademische Laufbahn kämen kaum oder gar nicht zum Zug. Eine solche Ungleichbehandlung würde dazu führen, dass ein Teil der Armeeangehörigen demotiviert würde.

Der Stellenwert der nicht studierenden Armeeangehörigen darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Dienstleistungs- und Ausbildungsmodells prüft die Armee neue Ansätze, um das vorhandene und notwendige Fachwissen auch längerfristig sicherzustellen.

Der Bundesrat beantragt Ihnen, die Motion abzulehnen.

Votazione

Präsidentin (Kälin Irène, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 50 Stimmen

Dagegen ... 109 Stimmen

(4 Enthaltungen)