21.303
Garantire l'approvvigionamento di principi attivi essenziali, medicamenti e prodotti medici per il Paese
Nussbaumer Eric · 2VP-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Antrag der Mehrheit
Der Initiative keine Folge geben
Antrag der Minderheit
(Feri Yvonne, Gysi Barbara, Maillard, Meyer Mattea, Porchet, Prelicz-Huber, Wasserfallen Flavia, Weichelt)
Der Initiative Folge geben
Proposition de la majorité
Ne pas donner suite à l'initiative
Proposition de la minorité
(Feri Yvonne, Gysi Barbara, Maillard, Meyer Mattea, Porchet, Prelicz-Huber, Wasserfallen Flavia, Weichelt)
Donner suite à l'initiative
Präsident (Nussbaumer Eric, zweiter Vizepräsident): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten.
Feri Yvonne · Mit-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo socialista
Die vorliegende Standesinitiative verlangt, dass die Bundesversammlung die erforderlichen Massnahmen für eine sichere und auch während Krisensituationen durchgängig gewährleistete Versorgung mit allen für den Schutz und die Wiederherstellung der Gesundheit essenziellen Wirkstoffen und medizinischen Produkten festlegt. Die Planung dieser Massnahmen sei dabei umgehend an die Hand zu nehmen und mit den Kantonen zu koordinieren.
Dazu muss ein krisentauglicher Masterplan erstellt werden. Der Pandemieplan soll Teil dieses Masterplans sein, der gut lesbar und umsetzbar sein sollte. Zudem sind folgende Punkte in den Fokus zu stellen: Sicherstellung der Pflichtlager; Stärkung der Zusammenarbeit und Verbesserung der Koordination zwischen Bund, Kantonen, Leistungserbringern und Industrie; Stärkung der länderübergreifenden Zusammenarbeit; Klärung der Kompetenzen im Krisenfall; Produktion wichtiger Medikamente bzw. Wirkstoffe in der Schweiz; Exportkontrolle und -beschränkungen; Verknüpfung von regulatorischen Bewilligungen mit Vorschriften zur Diversifizierung der Wirkstoffbeschaffungen.
Diese Aargauer Standesinitiative ist neben anderen bereits begonnenen Arbeiten ein weiteres Instrument, um die zuständigen Regierungs- und Verwaltungsorgane aufzufordern, im wichtigen und dringlichen Problemfeld der Versorgungssicherheit mit Wirkstoffen, Medikamenten und medizinischen Produkten längst geforderte Konzepte und Lösungen vorzustellen und deren Umsetzung voranzutreiben. Im Jahr 2015 gab es 215 Meldungen und im Jahr 2018 2086 Meldungen von Versorgungsengpässen im Bereich von Medikamenten. Die Anzahl nicht verfügbarer Medikamente ist von rund 200 im Jahr 2016 auf rund 700 im Jahr 2018 gestiegen. Das darf so nicht weitergehen.
Es ist auch der Minderheit bewusst, dass der Bundesrat und die zuständigen Ämter bereits einige Aufträge vergeben haben, um diese Situation zu verändern. Die vorliegende Standesinitiative ist sehr dienlich, um den Druck hoch zu halten und zu vermeiden, dass wir künftig in einen Engpass geraten, insbesondere wenn sich wiederum eine gesundheitliche Pandemie breitmachen würde. Wir sehen auch jetzt bei der Energiekrise, dass der Handlungsbedarf gross ist. Wir haben es bei Covid-19 gesehen.
Bitte geben Sie dieser Initiative des Kantons Aargau zusammen mit der Kommissionsminderheit Folge, damit wir in der Gesundheitsversorgung und in der Bewältigung von Krisen wirklich vorankommen, indem wir vorausschauend unterwegs sind.
Dobler Marcel · Mit-M · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo liberale radicale
Gerne nehme ich im Namen Ihrer Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit Stellung zu dieser Standesinitiative, deren Text lautet: "Der Kanton Aargau fordert die Bundesversammlung auf, durch Bundesbeschluss die erforderlichen Massnahmen für eine sichere und auch während Krisensituationen durchgängig gewährleistete Versorgung mit allen für den Schutz und die Wiederherstellung der Gesundheit essenziellen Wirkstoffen und medizinischen Produkten festzulegen. Die Planung dieser Massnahmen ist umgehend an die Hand zu nehmen und mit den Kantonen zu koordinieren."
Die Standesinitiative wurde vor fast zwei Jahren, im Dezember 2020, eingereicht. Am 23. Juni dieses Jahres wurde sie in der Kommission beraten. Seit der Einreichung ist viel passiert. Die Herstellung und Beschaffung von Heilmitteln ist bereits heute für Krisenzeiten im Epidemiengesetz geregelt. Weil das Gesetz explizit nur Heilmittel erwähnt, musste im befristeten Covid-19-Gesetz eine Regelung eingeführt werden, welche die Beschaffung und Herstellung auf medizinische Güter erweitert. Zum Beispiel hätten Masken aufgrund des Epidemiengesetzes nicht beschafft werden können.
Der Bund hat in den letzten zwei Jahren bereits verschiedene Aufgaben an die Hand genommen und Initiativen gestartet, um die Versorgungssituation mit medizinischen Gütern generell und insbesondere im Hinblick auf künftige Krisensituationen zu verbessern. Das betrifft sowohl die normale Lage als auch die aktuelle Bewältigung von Covid-19 sowie von zukünftigen Epidemien und Pandemien.
Für die normale Lage steht der Versorgungsbericht im Zentrum. Bei diesem geht es darum, dass Versorgungsengpässe und Gegenmassnahmen eruiert werden. Zurzeit ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe daran, eine vertiefte Prüfung des vom Bundesrat verabschiedeten Versorgungsberichtes vorzunehmen und bis Ende 2023 Umsetzungsvorschläge zu erarbeiten. In Bezug auf zukünftige Pandemien und Epidemien besteht der Auftrag an das EDI, Lücken bei der Versorgung mit medizinischen Gütern zu identifizieren. Alle gewonnenen Erkenntnisse fliessen schliesslich in die Revision des Epidemiengesetzes und des Pandemieplans ein.
Somit sind bereits Lösungen für alle Forderungen angestossen. Es stellt sich die Frage, ob man weitere Initiativen starten muss oder ob die bestehenden koordiniert werden sollen und ob diese ausreichen.
Die Kantone sind in Form der GDK, der Kantonsapothekerinnen und -apotheker und sonstiger Kantonsvertretungen auch an den Diskussionen und der Steuerung beteiligt. Als Parlamentarierinnen und Parlamentarier werden wir uns selbstverständlich im Rahmen der Beratung der Revision des Epidemiengesetzes einbringen können. Die Botschaft und der Entwurf sollen vor dem Sommer 2024 bereitstehen.
Mit 17 zu 8 Stimmen beantragt Ihnen Ihre Kommission, der Standesinitiative keine Folge zu geben. Die Mehrheit Ihrer Kommission erachtet das berechtigte Anliegen der Standesinitiative für aufgenommen und erfüllt und sieht keinen Mehrwert darin, eine weitere Initiative zu überweisen. Alle Forderungen wurden bereits in Angriff genommen. Eine Minderheit möchte den Druck aufrechterhalten, um das Anliegen der Standesinitiative zu erfüllen.
Roduit Benjamin · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
L'initiative du canton d'Argovie aborde un problème grave. Différents médicaments ne sont parfois pas disponibles en Suisse, et cela durant plusieurs mois. Cela ne doit pas se produire dans un pays qui dispose d'un des meilleurs systèmes de santé, même si c'est aussi le plus cher. Nous sommes tous d'accord sur ce point. Le canton d'Argovie demande à l'Assemblée fédérale de définir des mesures visant à garantir un approvisionnement sûr et continu en substances actives essentielles et en produits médicaux, même en situation de crise. Déposée au coeur de la deuxième vague du Covid-19, son but est en outre l'élaboration d'un plan directeur adapté à la crise. Celui-ci devrait notamment régler la garantie des réserves obligatoires, le renforcement de la collaboration et l'amélioration de la coordination entre la Confédération, les cantons, les fournisseurs de prestations et l'industrie, ainsi qu'une clarification des compétences en cas de crise.
L'objectif fondamental de cette initiative est justifié, et notre commission a reconnu son bien-fondé. Les auteurs de l'initiative ne tiennent cependant pas compte du fait que de nombreuses décisions ont déjà été prises dans ce domaine. Celles-ci concernent aussi bien des situations normales que des périodes de pandémie comme celle du Covid-19.
Pour la situation normale, il faut rappeler que, pour lutter contre les pénuries, l'OFSP a introduit, en 2015 déjà, une obligation de déclaration pour les produits importants. Actuellement, cette liste contient 225 principes actifs. Les produits innovants n'ont jusqu'à présent guère été touchés par les difficultés d'approvisionnement. S'il y a du retard, c'est plutôt en raison des négociations dans la fixation des prix.
Quant à la concentration de certains produits sur certains sites en Chine et en Inde, c'est une réalité. Mais il faut préciser aussi qu'il y a des défaillances dans les chaînes d'approvisionnement en Europe. Dans son rapport du 31 août 2022 en réponse à une motion de notre collègue Häberli-Koller, le Conseil fédéral démontre qu'un rapatriement de la production en Suisse entraînerait d'énormes coûts supplémentaires et accentuerait l'effet de concentration.
Nous devons prendre acte de l'importance du secteur privé dans la garantie de l'approvisionnement, et cela passe par la nécessité d'offrir aux entreprises et aux consommateurs une accès au marché aussi complet que diversifié. De ce point de vue, les réserves obligatoires sont une bien meilleure solution pour garantir l'approvisionnement lors d'interruptions limitées. La Suisse les développe considérablement depuis vingt ans, et elles permettent généralement de faire face à des pénuries pendant plusieurs mois.
Précisons qu'un groupe de travail interdisciplinaire est en train de procéder à un examen approfondi du rapport publié en février par l'OFSP. La commission a rencontré une représentante de ce groupe de travail. Le calendrier devrait permettre au Conseil fédéral de proposer d'ici fin 2023 la mise en oeuvre des mesures retenues.
En ce qui concerne la pandémie actuelle de Covid-19 qui, faut-il le rappeler, n'est pas vraiment terminée, l'approvisionnement est assuré en vertu de l'article 3 de la loi Covid-19, dont la prorogation et les modifications seront débattues dans notre conseil au début de la semaine prochaine. Toutes les connaissances acquises seront finalement intégrées dans les révisions de loi, dont la consultation est prévue en été 2023. Vous l'aurez compris, de nombreuses interventions ont été déposées, de nombreuses décisions ont été prises.
Sur cette base, la commission vous invite, par 17 voix contre 8, à ne pas donner suite à l'initiative.
Nussbaumer Eric · 2VP-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Präsident (Nussbaumer Eric, zweiter Vizepräsident): Die Mehrheit der Kommission beantragt, der Standesinitiative keine Folge zu geben. Eine Minderheit Feri Yvonne beantragt, ihr Folge zu geben.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für Folgegeben ... 63 Stimmen
Dagegen ... 108 Stimmen
(1 Enthaltung)