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Proteggere la maternità prima del parto

Wasserfallen Flavia · Mit-F · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo socialista

Die Schweiz ist eines der wenigen Länder und das einzige OECD-Land, das keinen Mutterschutz vor der Geburt kennt. Es ist in der Schweiz so festgeschrieben, dass schwangere Frauen bis zur Niederkunft arbeiten sollen. Das ist aus verschiedenen Gründen problematisch. Es ist aus medizinischen Gründen nicht gut, wenn schwangere Frauen bis zur Niederkunft arbeiten. Denn in der heutigen Gesellschaft wird viel Arbeit auch sitzend verrichtet. Gerade das Sitzen im Büro und am Bildschirm ist für die Gesundheit der schwangeren Frau und auch für die Vorbereitung einer guten Geburt und dann für eine gute Erholung im Wochenbett nicht ideal.

Aus diesen Gründen und auch deshalb, weil es medizinisch nicht sinnvoll ist, diesem Stress und auch diesen körperlichen Konsequenzen bis zur Niederkunft ausgesetzt zu sein, legen bis zu 70 Prozent aller Frauen zwei bis drei Wochen vor der Niederkunft ihre Arbeit nieder und werden krankgeschrieben; dies ist aus dem Bericht in Erfüllung des Postulates Maury Pasquier 15.3793 ersichtlich.

Das wiederum bringt die Gynäkologinnen und Gynäkologen in Schwierigkeiten. Denn sie sehen sich eigentlich mit einer gesunden schwangeren Frau konfrontiert, die aber aus wichtigen medizinischen Gründen nicht weiterarbeiten soll, und müssen sie dann krankschreiben. Sie haben dann wiederum Probleme mit den Versicherungen der Unternehmen, die auf die Gynäkologinnen und Gynäkologen zugehen und fragen, wieso jetzt diese Frau krankgeschrieben ist, obwohl sie eigentlich gar nicht krank sei. Es gibt zunehmend Probleme - das bestätigen Gynäkologinnen und Gynäkologen - mit dieser Praxis, die von den Versicherern angeprangert wird, weil Schwangerschaft ja wirklich keine Krankheit ist.

Es wäre aus medizinischer Sicht und auch aus Sicht des Unternehmens sinnvoll, wenn man einen solchen Mutterschutz einführen und sagen würde, dass er drei Wochen vor der Niederkunft greift; dadurch würde ein Unternehmen mehr Planbarkeit und mehr Sicherheit gewinnen. Dann könnte ein Unternehmen auch einfacher die Stellvertretung der Frau organisieren und sich darauf einstellen. In der heutigen Situation weiss man eigentlich aufgrund einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass die Frau nicht bis zur Niederkunft bleibt, aber man weiss nicht, wann genau sie möglicherweise mit einem Arztzeugnis kommt.

Es könnte mehr Planbarkeit und auch eine finanzielle Entlastung für die entsprechenden Unternehmen mit sich bringen, wenn wir einen solchen Mutterschutz einführen würden. Es wäre aus medizinischen Gründen für die Frauen und auch für ihre Erholung nach der Geburt sehr sinnvoll, wenn ein solcher Mutterschutz bestehen würde, und es könnte auch für die Wirtschaft eine Entlastung bringen.

Mein Vorstoss wurde von Kolleginnen aus verschiedenen Fraktionen unterschrieben und wird auch in der Fachwelt breit unterstützt. Ich würde mich über eine Unterstützung sehr freuen.

Berset Alain · BPR-M · Consiglio federale · Friburgo

Comme vous avez pu en prendre connaissance dans l'avis écrit du Conseil fédéral, nous vous proposons de rejeter cette motion, avec les arguments suivants. Dans un rapport de 2018, nous avons pu constater que les interruptions de travail dues à la grossesse sont déjà suffisamment couvertes et que, dans la grande majorité des cas, le revenu perçu est plus élevé que celui qui serait versé en cas d'indemnisation par les allocations perte de gain (APG) pour un congé prénatal. Pourquoi est-il plus élevé? Parce qu'en fonction de la situation, environ trois quarts des femmes concernées perçoivent 100 pour cent de leur salaire. Avec cette motion, on courrait donc le risque de détériorer la situation financière des femmes enceintes, parce que les trois quarts des femmes concernées qui touchent 100 pour cent de leur salaire pourraient ne toucher plus qu'un salaire à 80 pour cent, au lieu du salaire complet. C'est un des éléments que nous avions présentés également au Conseil des Etats en réponse à une question similaire.

On constate par ailleurs qu'un congé prénatal serait surtout avantageux pour les employeurs, parce qu'il permettrait d'éviter les incertitudes qui existent aujourd'hui en matière de planification du travail, et qu'il représenterait également une diminution des risques financiers pour les entreprises.

Ce qu'on a vu également à la suite d'un sondage qui a été réalisé dans ce cadre, c'est que la majorité des femmes interrogées préférerait plutôt prendre des semaines supplémentaires après la naissance. Ce congé prénatal n'apporterait donc pas vraiment de plus-value notable au système existant, dans la mesure où il remplacerait des coûts déjà couverts par ailleurs, notamment par les employeurs. L'instauration d'un congé prénatal de trois semaines, s'il était payé par les APG, aurait des conséquences pour celles-ci. On les estime à environ 250 millions de francs d'ici 2030, avec la nécessité de relever le taux de cotisation.

Votazione

Präsident (Candinas Martin, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 73 Stimmen

Dagegen ... 107 Stimmen

(6 Enthaltungen)