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Sei settimane di vacanza per gli apprendisti

Wyss Sarah · Mit-F · Consiglio nazionale · Basilea-Città · Gruppo socialista

Es sind über zehn Jahre verstrichen, seit die Volksinitiative "6 Wochen Ferien für alle" abgelehnt wurde, zehn Jahre, seit viele Gegnerinnen und Gegner immer wieder sagten: Sechs Wochen Ferien für alle - das doch eher nicht, aber man kann darüber sprechen, ob es für gewisse Gruppierungen, beispielsweise Lernende, so sein könnte. Heute können Sie mehr als nur darüber sprechen; heute können Sie darüber entscheiden und Nägel mit Köpfen machen.

Ich muss zugeben: Als ich diese Motion eingereicht habe - das war vor zwei Jahren -, war der Fachkräftemangel noch nicht so stark und omnipräsent. Heute ist er es. Deshalb ist das Anliegen noch viel wichtiger geworden. Wir befinden uns mitten in einer Zeit des Fachkräftemangels. Ein Grossteil der betroffenen Berufe wird mittels einer Berufslehre erlernt. Heute haben Sie also die Chance, Lernenden sechs Wochen Ferien zu geben, damit wir gemeinsam dem Fachkräftemangel nachhaltig entgegentreten können. Denn wir haben als Gesellschaft, aber auch in der Wirtschaft ein grosses Interesse daran, die Berufslehre noch attraktiver auszugestalten. Sechs Wochen Ferien wären ein Puzzlestein. Anders als ihre Freunde, welche eine weitergehende Schule besuchen, haben Lernende nicht dreizehn Wochen, sondern meist nur fünf Wochen Ferien. Und an den Arbeitstagen ist längst nicht Schluss nach dem Ausstempeln. Das Lernen für Prüfungen beschäftigt auch in der Freizeit, insbesondere wenn daneben noch eine Berufsmatura angestrebt wird. Die Belastung der Lernenden ist gross. Sechs Wochen Ferien sind also auch eine Massnahme für den Gesundheitsschutz.

Grosse Schweizer Firmen und immer mehr auch kleinere haben bereits reagiert und bieten freiwillig eine zusätzliche Ferienwoche an. Das ist auch richtig so. Aber ich möchte gleich lange Spiesse für alle Lernenden, auch für diejenigen in kleinen KMU. Deshalb möchte ich auch kleineren KMU, die sich eine solche sechste Ferienwoche vielleicht finanziell nicht leisten können, einen Anreiz bieten. Hier soll der Bund eine Lösung anbieten, um diese KMU auch zu unterstützen.

Die Motion führt also zu einer Win-win-Situation für alle. Erstens für die Lernenden: Sie erhalten mehr Zeit zur Erholung und zum Lernen; die Berufslehre wird dadurch attraktiver. Zweitens für die Betriebe: Sie können unabhängig von ihrer Grösse und ihren finanziellen Möglichkeiten sechs Wochen Ferien anbieten und werden, wenn notwendig, finanziell dafür unterstützt. Dadurch können sie auch mit Grossunternehmen mithalten. Und drittens für die Wirtschaft, weil wir genügend Fachkräfte ausbilden und die Wirtschaft so weiter funktionieren kann.

Ich bitte Sie also, diese Motion anzunehmen und sechs Wochen Ferien für alle Lernenden zu ermöglichen.

Gutjahr Diana · Mit-F · Consiglio nazionale · Turgovia · Gruppo dell'Unione democratica di Centro

Geschätzte Kollegin, Sie haben es ausgeführt: Es gibt heute schon sehr viele Betriebe, die ihren Lernenden sechs Wochen Ferien bieten oder vielleicht sogar mehr. Haben Sie wirklich das Gefühl, dass man mit einer Woche mehr Ferien mehr Jugendliche dafür begeistern kann, eine Berufslehre zu machen? Glauben Sie wirklich, mit mehr Freizeit Jugendliche in einen Betrieb locken zu können?

Wyss Sarah · Mit-F · Consiglio nazionale · Basilea-Città · Gruppo socialista

Ich denke, sechs Wochen Ferien sind ein Puzzlestein. Es muss ein Bouquet aus Massnahmen sein, und sechs Wochen Ferien sind eine Massnahme, um die Berufslehre attraktiver zu machen.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Consiglio federale · Giura

Des vacances en plus, l'idée est à chaque fois intéressante. Si l'on regarde la comparaison entre les apprentis à plein temps ou les apprentis en école, la différence est significative. Les gymnasiennes et les gymnasiens ou les apprentis à plein temps en école ont plutôt treize semaines de vacances, alors que, effectivement les apprentis à plein temps, jusqu'à 20 ans, ont cinq semaines de vacances.

Le fait de demander cette semaine de vacances supplémentaire est un élément qui peut rendre plus attractif l'apprentissage, mais il peut être une contrainte supplémentaire pour les employeurs potentiels des jeunes qu'ils souhaitent engager. Le Conseil fédéral voit d'un côté les éléments favorables, l'appréciation des avantages, ainsi que les inconvénients de cette proposition. Le Conseil fédéral estime que les inconvénients sont plus nombreux.

Les entreprises compenseraient cette semaine supplémentaire de vacances selon leurs propres options. Il n'est pas impossible que cela se fasse au niveau de la rémunération, qui n'est parfois pas extrêmement attrayante. La mise en place d'un soutien financier tel que proposé est certes intéressante, mais elle paraît compliquée à mettre en place. Les personnes en apprentissage disposent déjà de plusieurs possibilités - il faut améliorer cette question - pour que leur temps d'études, de préparation, puisse s'effectuer durant la période de travail, cela sans perte de salaire, ce qui n'est pas à chaque fois le cas.

Pour ces raisons, le Conseil fédéral propose de rejeter cette motion.

Votazione

Präsident (Candinas Martin, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 79 Stimmen

Dagegen ... 104 Stimmen

(3 Enthaltungen)