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Ricorrere al servizio civile contro il problema del lupo
Graber Michael · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich weiss nicht, wer von Ihnen bereits einmal im Yellowstone National Park in den USA war. Wyoming, Idaho und Montana heissen die Bundesstaaten, wo dieser Park liegt. Ich war zweimal da; es ist wunderschön. Der Yellowstone National Park weist eine Fläche von rund 9000 Quadratkilometern auf. Der Kanton Wallis weist eine Fläche von etwas mehr als 5000 Quadratkilometern auf. Raten Sie einmal, wo es mehr Wölfe hat: Ja, im Wallis hat es mehr Wölfe als im Yellowstone National Park in den USA. Im Yellowstone gibt es sogar eine "Todeszone", wo man allenfalls mit einem Mord davonkommen könnte, weil es ein Schlupfloch der amerikanischen Justiz gibt bzw. weil aufgrund der fehlenden Bevölkerung keine Jury bestellt werden könnte. Das Wallis ist aber ein dicht besiedeltes Gebiet, dort hat es Tourismus und Industrie. Dort gibt es nicht nur Landwirtschaft, sondern auch viele Sportler, die sich betätigen. Vergegenwärtigen Sie sich einmal diese Situation: Wir haben heute in der Schweiz mehr als 300 Wölfe.
Zum Glück hat dieses Parlament die Problematik erkannt und das neue Jagdgesetz verabschiedet. Zum grossen Glück hat Bundesrat Rösti eine Verordnung vorbereitet, die wirksam eingreift, die ein Kompromiss, also nicht extrem ist. Wir im Wallis wollen keinen Wolf, das wissen Sie, aber Bundesrat Rösti hat einen Kompromiss gezimmert, der hier von Ihnen und von linksextremen Kreisen und Organisationen bereits als Massaker an den Wölfen bezeichnet wurde.
Ja, wer macht denn da ein Massaker? Schauen Sie sich einmal die Bilder von gerissenen und ausgeweideten Lämmern, von gerissenen und ausgeweideten Ziegen an! Zeigen Sie diese Bilder den Leuten! Das ist die Realität, die wir in den Bergen erleben. Wegschauen bringt nichts, die Augen zu verschliessen auch nicht. Das Bild eines süssen Wolfswelpen zeigt nicht die Realität.
Wie kommen Sie eigentlich dazu, liebe Kolleginnen und Kollegen von Links-Grün, die Leiden dieser Tiere generell weniger hoch zu gewichten als das Leiden des Wolfs? Sie betreiben da auch eine Art "Rassismus" in Bezug auf die Tiere, man spricht da von Speziesismus. Warum ist eine Spezies mehr wert als eine andere? Grauwölfe gibt es Hunderttausende, in Russland, in Kanada, wo auch immer. Schwarzhalsziegen, Schwarznasenschafe gibt es wenige tausend. Welches ist jetzt hier die bedrohte Rasse? Ist es der Grauwolf, oder sind es diese Tiere, die auch leiden müssen? Machen Sie da nicht wieder eine Täter-Opfer-Inversion? Der Täter ist ganz klar der Wolf. Sie können dieses Tier nicht moralisch diskriminieren.
Ich habe bei meinem Vorstoss einen anderen Ansatz gefordert als bisher, weil die Herdenschutzmassnahmen ganz offensichtlich versagt haben, und zwar massiv. Viele Bauern sind überfordert, sie sind nicht mehr willens, die absurden Herdenschutzmassnahmen, die genau nichts bringen, durchzuziehen. Wenn sie Landwirtschaft im Nebenerwerb betreiben, können sie ihre Arbeitsstelle nicht aufgeben, um die Alpen selbst zu bewirtschaften. Als konstruktive Alternative böte sich gemäss Artikel 4 des Zivildienstgesetzes die Möglichkeit, dass man den Zivildienst auch im Bereich der Landwirtschaft einsetzt. Wenn man den Wolf nicht schiessen will, ist die Gegenwart des Menschen der beste Schutz gegen den Wolf. Dann müssen Sie halt die Alpen behirten, wenn Sie sie überhaupt bestossen wollen, dafür braucht es die Präsenz des Menschen. Der Zivildienst ist nun einmal gemäss Artikel 4 des Zivildienstgesetzes auch dazu da, die Landwirtschaft tatkräftig zu unterstützen. Warum soll der Zivildienst auf den Alpen von Graubünden, des Wallis oder des Berner Oberlands nicht physisch präsent sein und dem Wolf Auge in Auge gegenüberstehen? Ich würde mir von unserem Zivildienst wünschen, dass er da einen wertvollen Beitrag leistet.
Erlauben Sie mir noch eine allgemeine Bemerkung zum Wolf. Wenn wir es in diesem Land nicht schaffen, eines wilden Hundes Herr zu werden, dann sagt das einiges über den Zustand unserer Gesellschaft aus. Wir haben Krieg in Europa, eine Rekordinflation. Es ist klar: Es gibt wichtigere Probleme als den Wolf. Aber wenn wir es als Politiker nicht mehr schaffen, den Direktbetroffenen, welche Tag für Tag mit diesen Problemen konfrontiert sind, zu helfen, dann hat die Politik versagt und dann hat schlussendlich auch die Demokratie versagt.
Daher bitte ich Sie eindringlich, meine Motion anzunehmen.
Parmelin Guy · BR-M · Consiglio federale · Vaud
Comme le décrit l'auteur de la motion, la population de loups en Suisse est en augmentation. Cela signifie un danger accru pour les troupeaux en particulier - mais pas seulement - dans les régions de montagne.
Dans ce contexte, la question de la protection des troupeaux gagne en importance. C'est aussi la raison pour laquelle les civilistes peuvent d'ores et déjà effectuer leur affectation dans les alpages, afin de contribuer à la garde et à la protection des troupeaux. Ainsi, entre 10 et 15 civilistes sont affectés chaque année à la protection des troupeaux. Le nombre de jours de service accomplis dans ce domaine a tendance à augmenter. Les civilistes aident les agriculteurs et les bergers, par exemple, à installer des clôtures électriques, à contrôler et à nourrir les chiens de protection des troupeaux ou à veiller sur des troupeaux de moutons, de chèvres ou de bovins. De cette manière, les civilistes contribuent déjà à la protection des troupeaux dans plusieurs cantons.
En même temps, le service civil, en tant que service de remplacement du service militaire, n'a pas de mandat de prestations fixe, qu'il devrait réaliser avec un effectif déterminé. Dans ce sens, le Conseil fédéral ne mobilise pas le service civil en prescrivant aux civilistes où ils doivent rendre leur service. Introduire un changement de paradigme dans l'engagement du service civil pour renforcer la protection des troupeaux n'est pas opportun, compte tenu de divers examens importants en cours. Ainsi, un engagement du service civil dans le cadre de la protection civile est actuellement à l'étude. En outre, le Parlement a chargé le Conseil fédéral de présenter un projet de mise en oeuvre de la motion 22.3055, "Augmenter l'effectif de l'armée en prenant des mesures pour le service civil". Les travaux sont en cours.
Pour toutes ces raisons, le Conseil fédéral vous prie de rejeter la motion.
Votazione
Präsident (Candinas Martin, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 56 Stimmen
Dagegen ... 126 Stimmen
(6 Enthaltungen)