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Prestazioni di prevenzione nel settore della salute sessuale e della ginecologia. Dimostrarne l’importanza e utilizzarne il potenziale di risparmio

Vincenz-Stauffacher Susanne · Mit-F · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo liberale radicale

Mit meinem Postulat soll der Bundesrat beauftragt werden, einen Bericht zur Bedeutung präventiver medizinischer Beratung im Bereich der sexuellen Gesundheit und Gynäkologie vorzulegen. Der Bericht soll aufzeigen, welchen Beitrag solche präventiven Beratungen zur Krankheitsverhinderung und zur Gesundheitsförderung leisten, wie viel sie kurzfristig kosten und welche langfristigen Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen sie damit bewirken. Der Bericht soll insbesondere auch der Frage nachgehen, wo Defizite im regulatorischen Bereich bei der Kostenübernahme solch präventiver Leistungen bestehen, und Lösungsansätze aufzeigen. Medizinische Präventionsleistungen können nachweislich Krankheiten verhindern und die Gesundheit verbessern. Diese präventiven Leistungen kosten zwar kurzfristig etwas, sofern sie professionell erfolgen und fair abgegolten werden. Langfristig gesehen können sie aber auch Krankheiten verhindern, den Gesundheitszustand nachhaltig verbessern und zu Einsparungen führen. Sie beinhalten somit ein Sparpotenzial in Bezug auf die langfristigen Gesundheitsausgaben.

So weit, so gut; so weit ist dies wohl auch unbestritten. Der Bundesrat geht nun aber offenbar davon aus, dass die Finanzierung dieser Präventionsmassnahmen bereits genügend erfasst sei. In der Praxis sieht das aber anders aus. Im Bereich der sexuellen Gesundheit und Gynäkologie bestehen vermehrt Unklarheiten, was die Abgeltung einer präventiven Beratung betrifft. So können beispielsweise Gynäkologinnen und Gynäkologen immer weniger Zeit für kontrazeptive und präkonzeptionelle Beratungsleistungen abrechnen, obwohl diese für eine gute medizinische Versorgung zentral sind. Ein präventives kontrazeptives Beratungsgespräch beinhaltet beispielsweise unter anderem die Vermittlung von Informationen, die Einschätzung von Risikofaktoren, eine möglichst frühzeitige Erkennung von Krankheiten, die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten und ungewollter Schwangerschaft.

Aufgrund von regulatorischen Unklarheiten und wachsendem Kostendruck droht ein Abbau solcher Leistungen, was langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit sowie die Gesundheitskosten haben dürfte. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die präventive Beratungsleistung in der Gynäkologie, die sich mehrheitlich an Frauen richtet, sondern darüber hinaus ganz allgemein für präventive Leistungen für verschiedene Zielgruppen im Bereich der sexuellen Gesundheit.

Dabei geht es eben nicht nur um Personen mit "erhöhtem Bedarf", wie es der Bundesrat in seiner Stellungnahme zu meinem Vorstoss ausführt. Das ist im Bereich der Prävention zu kurz gegriffen. Prävention muss, um die optimale Wirkung zu entfalten, so früh wie möglich ansetzen. Frauenärztinnen und Frauenärzte sind oft die einzigen ärztlichen Ansprechpartnerinnen und -partner für die Frau. Sie nehmen somit eine Schlüsselrolle in der Prävention ein. Die Prävention beginnt dabei idealerweise bereits in der Adoleszenz und reicht bis in die Menopause. So macht Prävention Sinn und spart langfristig Kosten.

Ich bitte Sie, dem Postulat zuzustimmen.

Berset Alain · BPR-M · Consiglio federale · Friburgo

L'assurance obligatoire des soins rembourse les prestations individuelles de prévention, qui sont fournies à des personnes particulièrement menacées. Le tarif à la prestation Tarmed comprend des positions pour des conseils médicaux spécialisés, en plus de celles pour les consultations dites de base. On n'a pas du tout prévu de supprimer de telles prestations.

Les éventuelles adaptations des prestations remboursées sont de la responsabilité des partenaires tarifaires. Les cantons et la Confédération, parallèlement à tout cela, investissent aussi dans la prévention des maladies sexuellement transmissibles. Vous connaissez le Programme national VIH et autres infections sexuellement transmissibles. Il existe évidemment d'autres infections sexuellement transmissibles, qui font partie de ce programme. Avec la participation de toutes les parties prenantes, la Confédération s'engage dans le développement et la promotion de mesures préventives et elle peut également donner des aides financières. En parallèle, la Commission fédérale pour les questions liées aux infections sexuellement transmissibles conseille la Confédération quant à la prévention et également la lutte contre les infections sexuellement transmissibles.

Conformément à la loi fédérale sur les centres de consultation en matière de grossesse, les cantons sont tenus de proposer des consultations gratuites, qui concernent également la contraception. Il nous semble donc, pour résumer tout cela, que notre système fonctionne bien aujourd'hui - fonctionne à satisfaction - et est approprié. Il n'est pas nécessaire de rédiger un rapport supplémentaire à ce sujet.

C'est ce qui avait conduit le Conseil fédéral, en 2021 déjà, à vous proposer de rejeter le postulat.

Votazione

Präsident (Nussbaumer Eric, erster Vizepräsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 115 Stimmen

Dagegen ... 65 Stimmen

(4 Enthaltungen)