23.070
Messaggio concernente l’approvazione dell’accordo tra la Svizzera e il Liechtenstein concernente lo scambio di dati sui giocatori oggetto di una misura di esclusione dal gioco in denaro
Weber Céline · Mit-F · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo verde liberale
Votre Commission de la science, de l'éducation et de la culture s'est réunie le 11 janvier dernier pour traiter de l'accord entre la Suisse et le Liechtenstein sur l'échange de données concernant les joueurs frappés d'une mesure d'exclusion liée au domaine des jeux d'argent. Cet accord a fait l'objet d'un message du Conseil fédéral daté du 25 octobre dernier.
La Suisse et le Liechtenstein ont conclu un accord visant à renforcer la protection des joueurs contre le jeu excessif. L'accord bilatéral régit l'échange de données entre les exploitants de jeux d'argent suisses et liechtensteinois s'agissant des joueuses et joueurs exclus. En effet, les maisons de jeux suisses et liechtensteinoises étant géographiquement très proches les unes des autres, à peine 15 à 20 minutes en voiture dans certains cas, il est particulièrement facile pour une joueuse ou un joueur qui serait exclu des jeux d'argent dans l'un des deux pays d'aller jouer dans l'autre pays. Or, rappelons que l'exclusion des jeux d'argent est avant tout une mesure de protection de la joueuse ou du joueur.
Ainsi, afin d'éviter qu'une exclusion des jeux d'argent ne puisse être simplement contournée en franchissant la frontière entre la Suisse et le Liechtenstein, les exploitants de jeux d'argent des deux pays auront l'obligation, avec cet accord, d'échanger les données concernant les joueuses et les joueurs exclus et de reconnaître et d'appliquer réciproquement les exclusions de jeux qu'ils ont prononcées.
Précisons que cet accord ne modifie en rien la loi en vigueur qui détermine quand et comment une exclusion de jeux doit être prononcée. Cet accord ne concerne que l'échange d'informations.
Je vous rappelle que, selon la loi en vigueur, les exploitants de jeux d'argent suisses prononcent des exclusions de jeux à l'encontre des joueurs suivants: premièrement, les joueurs surendettés; deuxièmement, les joueurs qui n'honorent pas leurs engagements financiers; troisièmement, les joueurs qui engagent des mises sans rapport avec leurs revenus et leur fortune; enfin, quatrièmement, les joueurs qui sont dépendants aux jeux. Il est à noter que la loi du Liechtenstein est très similaire à la loi suisse.
Avec l'accord sur l'échange de données, les exploitants de jeux d'argent des deux pays seront tenus de reconnaître réciproquement les exclusions qu'ils prononcent. La responsabilité de la mise en oeuvre de l'échange de données est laissée aux exploitants de jeux d'argent et les exclusions doivent être immédiatement annoncées. Les joueurs et les joueuses doivent être informés directement de la décision d'exclusion.
Comme condition préalable à l'entrée en vigueur de l'accord, il faut évidemment que les deux pays, le Liechtenstein et la Suisse, complètent leurs procédures législatives respectives. S'agissant du Liechtenstein, le pays a rempli ces conditions le 22 septembre 2023 et il est donc prêt. S'agissant de la Suisse, l'accord doit être approuvé par le Parlement, puis le délai référendaire doit être observé. Nous sommes donc aujourd'hui dans la phase d'approbation de l'accord par le Parlement.
Par 25 voix contre zéro et aucune abstention, la commission de notre conseil a approuvé l'entrée en matière ainsi que l'ensemble des articles, sans aucune discussion, et vous invite à en faire autant.
Blunschy Dominik · Mit-M · Consiglio nazionale · Svitto · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Die Schweiz hat ein Abkommen mit dem Fürstentum Liechtenstein unterzeichnet, das den gegenseitigen Austausch von Daten gesperrter Spielerinnen und Spieler im Geldspielbereich regelt. Die nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur hat das Abkommen an ihrer Sitzung vom 11. Januar 2024 behandelt.
Verglichen mit der Schweiz, verfügt das Fürstentum Liechtenstein über eine ähnliche Gesetzgebung im Geldspielbereich. Die Anzahl Spielerinnen und Spieler ist bei unseren Nachbarn jedoch auffällig hoch, was die Vermutung zulässt, dass viele in der Schweiz gesperrte Spielerinnen und Spieler auf Glücksspielveranstalter in Liechtenstein ausweichen. Das ist nicht weiter verwunderlich, schliesslich liegen die Casinos in der Schweiz und Liechtenstein teilweise nur fünfzehn Autominuten auseinander. Spielsperren können heute somit durch einfaches Überschreiten der Grenze zwischen der Schweiz und Liechtenstein umgangen werden. Sie überqueren also nur eines der vielen "Brüggli" über den Rhein, ohne Grenzkontrolle, und können gleich weiterspielen.
Um Spielerinnen und Spieler besser vor exzessivem Geldspiel zu schützen, sollen die Daten gesperrter Spielerinnen und Spieler zwischen den Veranstaltern aus beiden Ländern ausgetauscht werden. Sperren sollen somit künftig gegenseitig Gültigkeit haben und so effektiver schützen. Heute werden Spielerinnen und Spieler in der Schweiz von den Glücksspielanbietern vom Spiel ausgeschlossen, wenn sie überschuldet sind, wenn sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, wenn sie Einsätze tätigen, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen und Vermögen stehen, oder wenn sie spielsüchtig sind. Die Verantwortung zur Umsetzung des Datenaustauschs liegt bei den Veranstaltern. Sämtliche Sperren müssen unmittelbar gemeldet werden. Das Abkommen ist für alle Spielsperren von Spielbanken gültig, d. h. auch für Online-Anbieter. Der Wohnsitz der Spielerin oder des Spielers spielt dabei keine Rolle.
Das Abkommen sieht eine Informationspflicht vor. Das heisst, betroffene Spielerinnen und Spieler werden über Sperre und Datenaustausch informiert. Dabei sollen nur die Mindestanforderungen für den Austausch freigegeben werden, nicht sämtliche Personendaten. Selbstverständlich müssen die Veranstalter beim Datenaustausch den Datenschutz gewährleisten.
Voraussetzung für das Inkrafttreten des Abkommens ist nun, dass beide Länder, Liechtenstein und die Schweiz, ihre jeweiligen Gesetzgebungsverfahren vervollständigen. Was Liechtenstein betrifft, so hat das Land diese Bedingungen bereits erfüllt. In der Schweiz muss das Abkommen vom Parlament genehmigt und die anschliessende Referendumsfrist eingehalten werden. Wir befinden uns also heute in der Phase der Genehmigung des Abkommens durch das Parlament.
Die WBK-N hat mit 25 Stimmen ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen dem Eintreten sowie allen Artikeln ohne Diskussion zugestimmt und empfiehlt Ihnen das Abkommen somit zur Annahme.
Jans Beat · BR-M · Consiglio federale · Basilea-Città
Die Schweiz und Liechtenstein wollen den Schutz von Spielerinnen und Spielern vor exzessivem Geldspiel stärken. Zu diesem Zweck haben sie ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, das einen grenzüberschreitenden Austausch von Daten gesperrter Personen vorsieht. Bei der Spielsperre handelt es sich um eine wirksame Sozialschutzmassnahme im Geldspielbereich.
Gesperrt werden in beiden Ländern Spielerinnen und Spieler, die überschuldet sind, Spieleinsätze tätigen, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen und Vermögen stehen, oder die spielsüchtig sind. Eine so in der Schweiz gesperrte Person soll nicht in einer Spielbank in Liechtenstein weiterspielen können und umgekehrt. Für das Inkrafttreten des Abkommens müssen beide Länder die innerstaatlichen Voraussetzungen erfüllen. Für die Schweiz heisst das, dass es eine parlamentarische Genehmigung braucht und die Referendumsfrist unbenutzt ablaufen muss. Liechtenstein erfüllt die für das Inkrafttreten erforderlichen innerstaatlichen Voraussetzungen bereits.
Das Abkommen regelt den grenzüberschreitenden Austausch der Daten der gesperrten Personen unmittelbar zwischen Geldspielveranstalterinnen. Das sind Spielbanken oder Lotteriegesellschaften, und zwar von der Schweiz und von Liechtenstein. Die Umsetzung des Abkommens obliegt den Spielbanken und Lotteriegesellschaften. Das heisst, dass die Geldspielveranstalterinnen für den Austausch der Daten verantwortlich sind und ihn technisch selber umsetzen müssen, entweder über ein gemeinsames Sperrregister oder über eine Schnittstelle. Im Moment scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, bei welcher die Schweiz und Liechtenstein ihre eigenen Sperrlisten weiterführen und die im Abkommen vorgesehenen Daten über eine Schnittstelle austauschen.
In der Vernehmlassung wurde das Abkommen begrüsst, es gab keine einzige ablehnende Stellungnahme. Das Abkommen stellt einen Fortschritt für die Spielerinnen und Spieler dar, die geschützt werden müssen. Es ist auch im internationalen Kontext vorbildlich. Innerhalb der EU gibt es noch keine solche Regelung. Die Schweiz und Liechtenstein nehmen deshalb eine Vorreiterrolle ein.
L'accord souligne que la protection des joueurs est une priorité et que cet objectif de la loi fédérale sur les jeux d'argent n'est pas un vain mot. Les proches des joueurs exclus sont également protégés par l'accord. Une exclusion des jeux peut briser le cycle d'endettement, dans lequel l'environnement social est souvent impliqué.
Das Abkommen bestätigt und verstärkt schliesslich die guten Beziehungen zwischen Liechtenstein und der Schweiz. Es ist ein Fortschritt für den Schutz der spielsuchtgefährdeten Bürgerinnen und Bürger der Schweiz und Liechtensteins. Einige Spielbanken der beiden Länder liegen geografisch sehr nahe beieinander, und es ist deshalb wichtig, dass gesperrte Spielerinnen und Spieler nicht rasch ennet der Grenze ihrer Sucht nachgehen können.
In diesem Sinne beantrage ich Ihnen deshalb im Namen des Bundesrates, Eintreten zu beschliessen und das Abkommen, wie es Ihnen vorliegt, zu genehmigen.
Nussbaumer Eric · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesbeschluss über die Genehmigung des Abkommens zwischen der Schweiz und Liechtenstein über den Austausch von Daten betreffend gesperrte Spielerinnen und Spieler im Geldspielbereich
Arrêté fédéral concernant l'approbation de l'accord entre la Suisse et le Liechtenstein sur l'échange de données concernant les joueurs frappés d'une mesure d'exclusion liée au domaine des jeux d'argent
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Votazione
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 165 Stimmen
Dagegen ... 2 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Nussbaumer Eric · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Das Geschäft geht an den Ständerat.