22.4505
Migliorare i dati sull'attuazione dei diritti dei minori
Müller-Altermatt Stefan · Mit-M · Consiglio nazionale · Soletta · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
In welchem Ausmass sind Kinder in der Schweiz von Cyberkriminalität betroffen? Wie gesund ist unsere Jugend? Wie oft und in welchem Ausmass sind Kinder in der Schweiz Opfer von Gewalt? Die Antwort auf diese Fragen ist immer dieselbe: Wir wissen es nicht! Wir wissen es deshalb nicht, weil wir auf nationaler Ebene keine systematische Datenerhebung und -aufschlüsselung haben. Solche Daten sind aber natürlich zwingend notwendig, um eine fundierte Beurteilung der Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz überhaupt zu ermöglichen. Wir haben kantonale Datenerhebungskonzepte; diese haben unterschiedliche Begrifflichkeiten. Wir haben aber keine systematische und fortlaufende Erfassung und Beschreibung von Angebot und Leistungsbezug im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie des Kinderschutzes. Wir haben, unter dem Strich, einen Flickenteppich, der die Gesamtsicht verdeckt.
Wenn man diese Gesamtsicht, diese Übersicht nicht hat, dann sieht man auch nicht, wo die Probleme effektiv liegen, und wenn man die Probleme nicht sieht, dann kann man sie auch nicht beheben. Wie geht es Kindern und Jugendlichen, die in der Schweiz leben? Wie ist die Situation aller Kinder, insbesondere der gefährdetsten Kinder? Die Schweiz ist ein in Bezug auf die Umsetzung der Kinderrechtskonvention absolut blinder Staat. Das hat auch der UN-Kinderrechtsausschuss in seinen abschliessenden Bemerkungen angemerkt und die Schweiz zum wiederholten Mal aufgefordert, die Datenlage zu Kinderrechtsthemen zu verbessern. So sensitiv wir hier drin auf negative Urteile von aussen reagieren, das hat nicht zu einem Aufschrei geführt, obwohl wir eben wiederholt aufgefordert worden sind, die Datenlage zu Kinderrechtsthemen zu verbessern.
Genau das will meine Motion. Die Motion will Grundlagen, damit wir schweizweit vergleichbare Daten haben, basierend auf harmonisierten Konzepten und Begrifflichkeiten, abgeleitet von der im Jahr 1997 ratifizierten Kinderrechtskonvention. Dadurch werden die umfassende Beurteilung der Lebenslage von Kindern und Jugendlichen und somit ein landesweites Langzeitmonitoring zur Kinderrechtssituation erst möglich. Es lassen sich dann eben auch konkrete Massnahmen ableiten und datengestützt evaluieren.
Der Bundesrat versteckt sich bei der Ablehnungsempfehlung einerseits hinter dem Föderalismus, andererseits hinter den laufenden diesbezüglichen Prüfarbeiten. Beide Argumente sind nicht stichhaltig. Der Föderalismus soll, das ist klar, im Sinne der Sache übersteuert werden. Das ist ja der Kern meines Vorstosses. Dass man dafür allenfalls auch gesetzliche Grundlagen schaffen oder ändern muss, ist mir bewusst. Umso mehr ist es ein Grund, die Motion anzunehmen, damit wir diese Arbeiten in Angriff nehmen können.
Auch die laufenden Arbeiten zur Verbesserung sind kein Grund, den Vorstoss jetzt abzulehnen. Im Gegenteil: Wenn die Arbeiten in die gleiche Richtung zielen, dann ist es nur gut, wenn das Parlament dem Bundesrat den Rücken stärkt. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, dass diese richtigen Schritte des Bundesrates bei der Umsetzung der Motion mit einbezogen werden.
Unsere Kinder sind unsere Zukunft, und sie sind darauf angewiesen, dass wir ihre Probleme erkennen und dass wir reagieren. Damit wir das können, brauchen wir den Überblick, und für diesen Überblick brauchen wir diese Motion.
Ich bitte Sie also um Zustimmung.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Consiglio federale · Giura
Je ne crois pas qu'il s'agit, pour le Conseil fédéral, de se cacher derrière le fédéralisme, mais force est de constater que l'aide à l'enfance et à la jeunesse ainsi que la protection des mineurs relèvent, qu'on l'apprécie ou pas, en premier lieu de la compétence des cantons et des communes.
Le 15 septembre 2023, le Conseil fédéral a adopté son rapport en réponse au postulat Feri Yvonne 19.3119. Ce rapport analyse la possibilité de collecter à l'échelle nationale des données sur la prévalence et la gravité des violences faites aux enfants. Dans le cadre de ce rapport, il a été constaté que, compte tenu du système fédéral suisse et de la répartition des compétences en vigueur, il n'est pas possible de rassembler les données sur l'aide aux enfants et aux jeunes au niveau national. Je dois bien dire que l'on peut solliciter les cantons, on peut travailler avec eux, on peut se coordonner, mais on ne peut pas les obliger à donner des données qu'eux-mêmes, parfois, ne consolident pas. Je sais de quoi je parle, ayant été 13 ans dans un gouvernement cantonal. Il n'est pas toujours simple d'avoir des données harmonisées, surtout dans des domaines de compétence cantonale comme la question de la protection de l'enfance.
Les analyses effectuées dans le cadre du rapport en réponse au postulat Feri Yvonne ont également montré que les bases légales pour permettre une collecte uniforme de ces données à l'échelle nationale manquent. Il ne faudrait pas en faire un énorme problème, mais il faudrait une base constitutionnelle pour pouvoir solliciter de la part des cantons toutes les données nécessaires et utiles pour avoir une démarche probante.
En revanche, la Confédération améliore constamment ses données statistiques, comme le Conseil fédéral a décidé de le faire au sujet des violences subies par les personnes handicapées en Suisse. On peut le faire, parce qu'il existe une base légale et que cela répond aux préoccupations du postulat Roth Franziska 20.3886. En outre, le système d'information dans l'exécution des peines recensera aussi à l'avenir, parce qu'il existe une base légale pour cela, le nombre d'enfants par détenu, comme l'a relevé l'Office fédéral de la justice dans un rapport de 2023.
Dans son avis sur cette motion, le Conseil fédéral propose de la transformer en mandat d'examen, en cas d'acceptation par votre conseil. Comme on a répondu à certains critères, il semble désormais que ce ne soit plus pertinent.
Dès lors, au nom du Conseil fédéral, je propose de rejeter la motion.
Votazione
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 128 Stimmen
Dagegen ... 64 Stimmen
(0 Enthaltungen)