23.4008

Introduzione di una norma sui pentiti di mafia

Farinelli Alex · Mit-M · Consiglio nazionale · Ticino · Gruppo liberale radicale

In un dibattito svoltosi recentemente al Consiglio degli Stati su un tema analogo, è stato sottolineato quanto sia cruciale disporre nella legislazione di una base legale aggiornata ed efficace per combattere la criminalità organizzata, un fenomeno che purtroppo non risparmia il nostro paese.

Nel postulato che vi propongo si chiede di esplorare le possibilità di introdurre una normativa sui pentiti di mafia, un approccio che ha già dimostrato il suo valore e la sua efficacia in altre giurisdizioni.

È un'evidenza che in altre nazioni, attraverso simili regolamentazioni, si sono potuti compiere dei progressi significativi nello smantellamento di reti criminali complesse. In questo senso è chiaro che uno strumento legale possa portare con sé vantaggi e rischi, ed è fondamentale che il Consiglio federale conduca uno studio dettagliato che consideri non solo i benefici in termini di efficacia investigativa ma anche le potenziali implicazioni per i diritti e le libertà individuali. È un equilibrio essenziale per mantenere la fiducia nel sistema della giustizia.

La proposta quindi non mira ad un'adozione acritica di modelli esteri, ma piuttosto a valutare con un occhio critico e attento come, e in base a quali esperienze internazionali possano essere adattate ed integrate al contesto giuridico svizzero.

Das Postulat zielt nicht auf eine unkritische Übernahme ausländischer Modelle ab, sondern vielmehr darauf, mit kritischem und aufmerksamem Blick zu bewerten, wie die internationalen Erfahrungen an den schweizerischen Rechtskontext angepasst und in diesen integriert werden können.

Der Kampf gegen die organisierte Kriminalität muss in der Schweiz eine Priorität sein. Wir sehen, dass das Problem nicht nur den Süden der Schweiz betrifft, sondern auch den Norden der Schweiz. Das muss man wahrnehmen. Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir als Parlament eine Bestandsaufnahme zu diesem Thema machen und dann entscheiden, ob wir unsere Gesetzesbasis anpassen wollen oder nicht.

Jans Beat · BR-M · Consiglio federale · Basilea-Città

Geschätzter Herr Postulant, Sie werden diese Auslegeordnung erhalten.

In seiner Stellungnahme vom 15. November 2023 beantragt der Bundesrat die Ablehnung des Postulates 23.4008 aus materiellen Gründen. Die Überlegungen, die gegen die Einführung einer Kronzeugenregelung sprechen, sind nach wie vor zutreffend. Inzwischen spricht aber ein zusätzliches Argument gegen die Annahme des Postulates 23.4008: Am 20. Dezember 2023 hat der Ständerat das Postulat 23.4317 seiner Kommission für Rechtsfragen entgegen dem Antrag des Bundesrates angenommen. Dieses Postulat beauftragt den Bundesrat mit einer umfassenden Prüfung und Darlegung der Vor- und Nachteile einer Kronzeugenregelung, einem umfassenden Rechtsvergleich mit europäischen und aussereuropäischen Regelungen und der Darstellung der dort gemachten Erfahrungen. Deshalb weist das Postulat Farinelli gegenüber dem Auftrag, den der Bundesrat mit dem Postulat der RK-S erhalten hat, keinen Mehrwert auf. Es ist unnötig, dem Bundesrat mit zwei Postulaten den gleichen Auftrag zu erteilen.

Aus diesem Grund ersuche ich Sie namens des Bundesrates, das Postulat Farinelli abzulehnen.

Votazione

Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 135 Stimmen

Dagegen ... 57 Stimmen

(0 Enthaltungen)