03.3334
Interpellation groupe de l'Union démocratique du centre. Calcul de la part de l'aide au développement par rapport au PNB
Binder Max · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Anstelle von Herrn Pfister spricht Herr Brunner.
Brunner Toni · Mit-M · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich danke dem Bundesrat und speziell Ihnen, Frau Bundesrätin, für die ausführliche Darlegung der Berechnungsproblematik in der Entwicklungshilfe, die Sie in Ihrer Antwort auf unsere Interpellation gegeben haben.
Die Schweiz leistet heute einen anerkannten Beitrag von 1,436 Milliarden Franken in der Entwicklungshilfe; dies entspricht bei 51 Milliarden Franken Bundesausgaben einem Anteil von 2,8 Prozent. Zu diesen Leistungen hinzu kommen die nicht nach APD (Aide publique au développement) anerkannten Leistungen wie auch die privaten und kirchlichen Beiträge.
Es ist aus der Antwort des Bundesrates auch deutlich geworden, dass der Modus der anrechenbaren Kosten nach APD heute in Diskussion steht und laufend revidiert wird. Damit wird auch gesagt, dass international eben doch mit verschiedenen Massstäben gemessen wird. Dies betrifft namentlich auch die Kosten von friedensfördernden Massnahmen und Aktivitäten im Bereich Sicherheit. Für das Parlament ist es von besonderer Bedeutung, wenn diese Hilfeleistungen in ihrer Gesamtheit erfasst und dann auch gesamthaft bewertet werden können. Diese Zahlen sind dann auch in einen groben Vergleich zu den privaten und kirchlichen Leistungen zu stellen.
Zur gesamtheitlichen Betrachtung gehören aber auch die Entwicklungshilfeausgaben, die heute nicht - oder noch nicht - nach dem APD-Berechnungsmodus berechnet werden. Es gehört auch der internationale Vergleich dazu, berechnet auf einer vergleichbaren Grundlage, was heute offensichtlich noch nicht der Fall ist. Nehmen wir als Beispiel die Stipendien für ausländische Studierende aus Entwicklungsländern. Diese Kosten werden angerechnet. Nicht enthalten sind die Anteile der viel höheren Studienkosten; im Mittel sind dies etwa 20 000 bis 25 000 Franken pro Studienjahr, die durch den Bund und die Kantone zu finanzieren sind.
Bekanntlich haben wir exorbitant höhere Kosten als unsere Nachbarländer im tertiären Bereich. Oder nehmen wir die Flüchtlingskosten, wenn wieder ein Jahr abgelaufen ist, oder die Kosten und die Risiken in der Finanzhilfe, aber auch die Kosten für den Kulturgüterschutz im Ausland und zahlreiche andere Projekte für die Entwicklungshilfe. Wir stellen heute einfach eine Tendenz fest, dass unser Land, das eine unbestrittenermassen wichtige humanitäre Tradition und Funktion hat, sich im internationalen Bereich mit seinen Hilfsangeboten und Aktivitäten zu zersplittern droht.
Es geht bei meinen Ausführungen vor allem darum, dass Transparenz über die gesamten Hilfeleistungen besteht und dass auch diese über alle Departemente hinweg beurteilt werden können. Frau Bundesrätin, ich würde es als sehr hilfreich empfinden, wenn alle Leistungen an die Entwicklungsländer auf einer zugänglichen Gesamtliste aufgeführt wären, wie wir das bei den internen Subventionen ebenfalls kennen. Diese Auflistung ist mit dem jeweiligen Betrag und dem Prozentsatz der Anrechnung an die APD zu versehen. Diese Zusammenstellung müsste ohne grossen zusätzlichen administrativen Aufwand erfolgen können, sind doch bereits bei der Berechnung der anrechenbaren Kosten nach APD diese Unterlagen unentbehrlich. Die Gesamtleistungen unseres Landes für die Entwicklungshilfe, die vermutlich weit über die erwähnten anderthalb Milliarden Franken hinausgehen, rechtfertigen eine eingehende Darstellung und Transparenz. Mit der Aufteilung nach APD-Leistungen und Nicht-APD-Leistungen sowie einer Gesamtzusammenstellung aller Leistungen in allen Departementen kann auch in dieser Frage ein wichtiger Schritt zu einer zuverlässigen Übersicht und zu mehr Transparenz gemacht werden. Ich denke, dies wäre auch im öffentlichen Interesse.
Calmy-Rey Micheline · BR-F · Consiglio federale · Ginevra
La Suisse accorde une grande importance à la question de la définition de l'aide publique au développement et s'oppose à toute dérive susceptible de nuire à la crédibilité de la notion même d'aide publique au développement. La Suisse suit et encourage les débats de fond sur cette question dans les différents organes compétents au sein du Comité d'aide au développement, notamment lors des réunions à haut niveau dont la dernière s'est tenue les 10 et 11 décembre 2003. La Suisse s'engage au sein de groupes de travail spécialisés du Comité d'aide au développement, et plus particulièrement de son groupe sur les statistiques, pour que la notion d'aide publique au développement et les critères de comptabilisation conservent toute leur rigueur.
Le Comité d'aide au développement et ses organes sont le forum privilégié pour examiner tant les orientations politiques sous-jacentes que les aspects techniques liés aux propositions de changement dans la comptabilisation de l'aide publique au développement. Le Comité d'aide au développement reste le lieu de prédilection pour examiner les implications concrètes et mesurer les conséquences de toute modification des directives statistiques appliquées par tous les membres du Comité d'aide au développement lors de leurs notifications d'aide publique au développement.
Ces questions cruciales pour assurer la crédibilité et la comptabilité des déclarations d'aide publique au développement des pays membres doivent être examinées avec beaucoup de soin et les modifications envisagées analysées sous l'angle des objectifs fondamentaux de la coopération internationale qui est de mesurer effectivement les efforts consentis au titre du développement, à savoir contribuer à améliorer le bien-être économique et social des populations des pays bénéficiaires.
L'aide publique au développement doit rester une notion de référence acceptée et comprise par tous. Les changements proposés dans la comptabilisation doivent refléter l'évolution des pratiques d'aide et non être utilisés pour des considérations tactiques ou à des fins de politique intérieure et à court terme.
Comme le mentionne clairement notre réponse à l'interpellation du groupe de l'UDC, la Suisse prend une part active à ces travaux, tout en portant une attention particulière à l'amélioration de la cohérence des directives et à leur application uniforme. En attendant que des points encore en suspens aient pu être clarifiés, les membres se mettent généralement d'accord sur des règles temporaires et adaptent leurs notifications en conséquence. Les notifications de la Suisse sont conformes aux directives du Comité d'aide au développement, ainsi qu'aux règles temporaires relatives à certains points encore en suspens.