25.4776
Piattaforme di commercio online estere. Creare trasparenza sui prodotti vietati in Svizzera
Engler Stefan · P-M · Consiglio degli Stati · Grigioni · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Würth Benedikt · Mit-M · Consiglio degli Stati · San Gallo · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Ich kann eigentlich nahtlos an die Motion Regazzi 25.4666 anknüpfen, die wir vorhin angenommen haben. Wir orten bei dieser ganzen Misere der Kleinsendungen bzw. Sendungen über Online-Handelsplattformen beide ein Vollzugsproblem. Kollege Regazzi, das haben wir vorhin beschlossen, möchte mehr Kontrollen. Ich bin der Meinung, dass wir vor allem auch die Transparenz verbessern müssen.
Die Antwort des Bundesrates verkennt das Problem. Es liegt ja hier nicht darin, dass wir ein Problem mit normalen Online-Plattformen oder Webshops von Schweizer und ausländischen Anbietern haben, die korrekt arbeiten. Die bestehende Rechtslücke liegt darin, dass ausländische Online-Handelsplattformen von der schweizerischen Gesetzgebung nicht ausreichend erfasst werden. Hier greift unsere Gesetzgebung in vielerlei Hinsicht nicht, weil diese Handelsplattformen schlussendlich als Vermittler zwischen den Produzenten und den Konsumenten gelten, nicht als Händler oder Importeure, obwohl sie genau die gleiche Klientel in der Schweiz anvisieren.
Das heisst also konkret: Bestellen unbescholtene Bürgerinnen und Bürger, nicht gewerbliche Konsumentinnen und Konsumenten auf diesen Plattformen, werden sie selbst eigentlich zu Importeuren. Dann sind sie selbst für die Produkte, die Sicherheit und Legalität der Waren verantwortlich. Wenn sie dann ein konkretes Problem bekommen, sei es im Bereich des Strafrechts, des Markenrechts oder des Umweltrechts, mit Schadenersatzforderungen, Umtriebsentschädigungen usw., staunen diese Bürgerinnen und Bürger, diese Kundinnen und Kunden natürlich über die Folgen ihres Tuns. Wenn man Transparenz hat, können die Leute entscheiden. Wenn sie trotzdem alle Risiken in Kauf nehmen - ja, dann müssen sie auch die Folgen tragen. Aber hier geht es um das wichtige Thema des Konsumentinnen- und Konsumentenschutzes.
Sie mögen sich sicherlich erinnern, dass wir das Thema ansatzweise schon einmal beraten haben; das war im Zusammenhang mit der Motion Rieder 25.3256. Da ging es im Grunde genommen auch darum, diese Handelsplattformen zu verpflichten, "auf ihren Angebotsseiten alle Produkte, welche in der Schweiz verboten sind, klar und deutlich zu kennzeichnen, so dass der Konsument sofort erkennt, dass er bei Bestellung dieses Produktes gegen gesetzliche Bestimmungen der Schweiz verstösst". Da ging es aber klar um das Waffenrecht, aber hier wollen wir eigentlich weiter gehen. Wir sind der Meinung, dass auch in anderen Bereichen entsprechende Rechtsfolgen zulasten der gutgläubigen Konsumentinnen und Konsumenten da sind. Darum sollen eben Transparenzvorschriften erlassen werden.
Die ungleich langen Spiesse hat Kollege Regazzi vorhin schon ausführlich dargestellt. Das Ganze geht natürlich auch zulasten der Schweizer Händlerinnen und Händler, die sich korrekt verhalten; insofern liegt eine Wettbewerbsverzerrung vor. Wichtig zu wissen ist, wie die Marktrealität heute aussieht. Es ist ja so, dass diese Produkte immer mehr nicht von offiziellen "brand stores", sondern von zahlreichen austauschbaren und oft nicht verifizierten Kleinhändlern angeboten werden. Dieses Geschäftsmodell wächst und breitet sich aus.
Schlussendlich geht es hier um eine wirksame Sofortmassnahme. Die angedachten Transparenzvorschriften sind wirksam. Es ist zwar zutreffend, dass die laufenden Revisionsarbeiten beim Produktesicherheitsgesetz relevant sind und vorangetrieben werden müssen. Aber Sie wissen, dass das noch Jahre dauern kann. Transparenzregelungen könnte man eigentlich rasch einführen. Das würde sofort wirken und Ordnung in den Markt, der nicht mehr funktioniert oder unlauter vonstattengeht, bringen.
Schlussendlich noch ein Wort zu den Vollzugsproblemen: Der Bundesrat selbst sagt ja, dass es schwierig sei, die Produktkonformität gegenüber solchen Plattformen durchzusetzen. Es ist umso wichtiger, die Online-Handelsplattformen so schnell wie möglich zu mehr Transparenz über die angebotenen Produkte zu zwingen. Das ist dann eine relativ einfache Massnahme, die im Vollzug konkret hilft.
Ich komme zum Fazit und zu den abschliessenden Bemerkungen:
1. Es braucht Sofortmassnahmen, um die Schweizer Kundschaft besser zu schützen und die Ungleichbehandlung von ausländischen Online-Handelsplattformen und Schweizer Händlern zu verkleinern.
2. Wir haben ein doppelgleisiges Vorgehen mit der Revision des Produktesicherheitsgesetzes. Das ist richtig und durchaus sinnvoll. Man muss den Druck auf diese ausländischen Online-Handelsplattformen erhöhen, damit sie ihre Compliance sicherstellen.
3. Die Motion verlangt in einem ersten Schritt Massnahmen zur Verringerung der systematischen Benachteiligung von Schweizer Händlern, die hier ihre gesetzlichen Aufträge erfüllen und die volle Produktverantwortung tragen müssen.
4. Selbstverständlich braucht es in diesem ganzen Kontext auch angemessene Sanktionsinstrumente, Bussen, im Extremfall auch Geoblocking. Das wäre dann bei der Umsetzung der Motion zu vertiefen.
5. Hier haben wir auch eine Gleichbehandlung von Food und Non-Food. Sie können sich vielleicht erinnern, unser Rat hat der Motion 20.4267 der WBK-S zugestimmt, die den Bundesrat beauftragt, die Kundentransparenz bei pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen zu verbessern, indem die Produktionsmethoden, die in der Schweiz verboten sind, der Deklarationspflicht unterstellt werden, sodass die Kundinnen und Kunden klar sehen, was sie kaufen und was hierzulande unter Umständen hinsichtlich der Produktionsmethode verboten ist.
In diesem Zusammenhang bitte ich Sie also, einen konsequenten Schritt zu machen, konsequent einerseits gegenüber dieser erwähnten Motion der WBK und konsequent andererseits auch gegenüber der bereits angenommenen Motion Rieder, die lediglich auf das Waffenrecht abzielt.
Ich danke Ihnen für die Gutheissung dieser Motion.
Hurni Baptiste · Mit-M · Consiglio degli Stati · Neuchâtel · Gruppo socialista
Je me permets juste une courte intervention pour un peu exemplifier ce que peuvent être les conséquences complètement ubuesques de l'absence d'informations. C'est une intervention que je vais faire en soutien à cette motion. Cette motion le dit bien d'ailleurs, ce sont les éléments de production qui sont concernés, mais aussi si cela ne correspond pas à d'autres éléments de la législation suisse.
J'aimerais vous faire part donc de ce cas autour de la législation sur les armes, parce qu'on ne sait pas toujours quand cela ressort de la législation sur les armes. Instinctivement, on se dit - c'est assez logique - que si on commande une arme sur Internet, on doit bien se douter que c'est interdit et qu'on ne peut pas le faire, même sur ces sites. Le cas aurait été assez simple et assez rigolo, s'il n'avait pas eu des conséquences aussi graves. Il s'agit d'un cas qu'un de mes associés à l'étude a dû traiter. C'était un papa, dont l'enfant était passionné par les mangas et la culture japonaise. Sur un des sites cités dans l'intervention, ce papa a commandé un nunchaku à 10 euros, dont il était évidemment convaincu que c'était un jouet. Il commande cet objet et ne le reçoit jamais. À la place, il reçoit la visite du ministère public. Pourquoi du ministère public ? Parce que, vous le savez peut-être, les nunchakus sont considérés, en droit suisse, comme des armes. Qu'importe leur prix, qu'importe comment ils sont fabriqués, qu'importe si le but est d'être un jouet, ce sont des armes. Évidemment, il n'y avait absolument aucun avertissement sur le site. S'en est évidemment suivie une procédure pénale longue, coûteuse et assez désagréable pour, finalement, la commande de ce qui devait être un plaisir et un jouet.
Monsieur le conseiller fédéral, vous avez raison, nul n'est censé ignorer la loi. Certes, mais parfois un avertissement en vertu du principe de transparence et du fait qu'il est parfois difficile, je crois que cet exemple le montre bien, voire très difficile de savoir ce qui est interdit ou pas me paraît ne pas être superfétatoire.
C'est la raison pour laquelle je vous invite vraiment à soutenir cette motion.
Parmelin Guy · BPR-M · Consiglio federale · Vaud
Je ne vais pas répéter tout ce que j'ai dit dans le cadre de la motion Regazzi 25.4666. Un produit doit toujours être conforme aux exigences légales suisses, comme celles sur la sécurité des produits, la protection des marques et la protection de l'environnement, lorsqu'il est mis sur le marché en Suisse. Selon le principe dit de la nouvelle approche qui est appliquée dans l'Union européenne comme en Suisse, c'est le responsable de la mise sur le marché qui en assume la responsabilité. À titre de contrepoids à cette approche que l'on peut qualifier de libérale, les autorités de surveillance du marché contrôlent les produits en fonction des risques et par échantillon.
L'obligation de signalement proposée par M. Würth irait à l'encontre de ce principe. En plus, de notre point de vue, elle ne fonctionnerait pas. Il n'est déjà pas permis aujourd'hui d'offrir des produits non conformes sur les sites ou plateformes visant les consommatrices et consommateurs en Suisse. Une obligation de signalement des produits non conformes ne changerait rien et les volumes des produits non conformes sur le marché ne seraient pas réduits.
Comme je l'ai dit précédemment, des travaux sont en cours pour réviser la loi fédérale sur la sécurité des produits et la loi fédérale sur les entraves techniques au commerce. Le Conseil fédéral prendra position avant la fin du premier semestre. Il enverra son projet en consultation. Il s'agira de reprendre, lorsque cela sera judicieux et nécessaire, des éléments essentiels des réglementations européennes de 2023 sur la sécurité des produits et la surveillance du marché. Cette révision devrait notamment permettre d'introduire d'autres instruments importants et peut-être plus efficaces pour renforcer le contrôle des produits en ligne. On peut citer les exigences posées au commerce en ligne, les compétences des autorités de surveillance du marché, etc.
Nous sommes conscients, à l'échelle du Conseil fédéral, de la nécessité d'améliorer le respect et l'application des exigences auxquelles doivent répondre les produits par les plateformes de commerce en ligne et par les entreprises, surtout, qui y proposent leurs offres. Les travaux sont en cours. Si vous souhaitez vraiment aller dans ce sens, l'acceptation ce matin de la motion Regazzi va dans le bon sens et l'approche est meilleure que celle proposée par M. Würth. Nous nous sommes déjà engagés à faire le travail, en plus de la motion Regazzi. Je ne peux pas vous empêcher, Monsieur Würth, de faire voter votre motion, mais elle n'apporterait rien de plus sur le sujet, puisque nous sommes déjà au travail. Je vous laisse décider.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 41 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)