04.035
Réseau européen des trains à haute performance. Raccordement de la Suisse orientale et occidentale
Intervento procedurale
2. Bundesbeschluss über den Verpflichtungskredit für die erste Phase des HGV-Anschlusses
2. Arrêté fédéral relatif au crédit d'engagement pour la première phase du raccordement aux LGV
Titel
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 1
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit I
(Germanier)
Abs. 1
.... 990 Millionen Franken ....
Abs. 2 Bst. a-n
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 2 Bst. o
Reserve: 10 Millionen Franken
Total 990 Millionen Franken
Antrag der Minderheit II
(Binder, Bignasca, Brun, Fattebert, Giezendanner, Laubacher, Schenk, Schwander)
Abs. 1
.... 765 Millionen Franken ....
Abs. 2 Bst. a-h
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 2 Bst. i
Ausbauten Flughafen Zürich-Winterthur: 100 Millionen Franken
Abs. 2 Bst. j
Reserve: 10 Millionen Franken
Total 765 Millionen Franken
Antrag der Minderheit III
(Schwander, Bignasca, Fattebert, Giezendanner, Schenk, Theiler)
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 1
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité I
(Germanier)
Al. 1
Un crédit d'engagement de 990 millions de francs ....
Al. 2 let. a-n
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2 let. o
Réserve: 10 millions de francs
Total 990 millions de francs
Proposition de la minorité II
(Binder, Bignasca, Brun, Fattebert, Giezendanner, Laubacher, Schenk, Schwander)
Al. 1
Un crédit d'engagement de 765 millions de francs ....
Al. 2 let. a-h
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2 let. i
Aménagements Zurich Aéroport-Winterthour: 100 millions de francs
Al. 2 let. j
Réserve: 10 millions de francs
Total 765 millions de francs
Proposition de la minorité III
(Schwander, Bignasca, Fattebert, Giezendanner, Schenk, Theiler)
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Präsident (Janiak Claude, erster Vizepräsident): Wir haben zur Kenntnis genommen, dass der Antrag der Minderheit I (Germanier) zurückgezogen wurde.
Fehr Hans-Jürg · Mit-M · Consiglio nazionale · Sciaffusa · Gruppo socialista
Ich möchte Sie zuerst an die Ausgangslage dieses Geschäftes erinnern, so, wie sie von unserem Rat in der Wintersession des letzten Jahres geschaffen wurde. Wir beschlossen damals das Vollprogramm entsprechend dem Kreditrahmen aus der FinöV-Botschaft, ein Vollprogramm an HGV-Anschlüssen zum Preis von 1,3 Milliarden Franken, wie es damals vor der Volksabstimmung in Aussicht gestellt worden war.
Bei uns standen damals noch zwei andere Varianten zur Diskussion - ich erwähne das darum, weil es heute dann auch wieder zur Diskussion gestellt ist -, nämlich die Version des Bundesrates, der in der ersten Phase nur die Hälfte des vollen Programms realisieren wollte, und dann das Konzept der 18 Kantone, die in der ersten Phase drei Viertel des Vollprogramms für 990 Millionen Franken realisieren wollten. Diese beiden Varianten sind in der Minderheit geblieben. Der Nationalrat hat das Vollprogramm beschlossen. Als Konsequenz aus diesem Beschluss ist auch das Zweiphasenmodell hinfällig geworden, das heisst, unserem Beschluss liegt ein Einphasenprogramm zugrunde: Alle HGV-Anschlüsse sollen im Zeitraum bis ungefähr 2015 realisiert werden. Den finanziellen Konsequenzen, die sich aus diesem Beschluss ergaben, haben wir auch Rechnung getragen, indem wir im Beschluss formuliert haben, dass die Bevorschussungslimite im FinöV-Fonds dann angemessen erhöht werden müsse, also bedarfsgerecht, je nach Höhe der beanspruchten Mittel.
Der Ständerat hat eine andere Richtung eingeschlagen. Er ist zum Zweiphasenmodell zurückgekehrt, hat dann aber am Vollprogramm materiell doch nur ganz leichte Abstriche gemacht. Gegenüber unserem Programm hat er die Linien Genf-Lyon und Lausanne-Vallorbe zurückgenommen, also in die zweite Phase verschoben, und er hat auch die Positionen für Projektkosten und Reserven reduziert. Der Ständerat schlägt uns somit eine Lösung, ein Programm, über 1,09 Milliarden Franken statt über 1,3 Milliarden Franken vor. Der Ständerat hat also wieder das Zweiphasenmodell eingeführt; in der zweiten Phase ist aber nur noch sehr wenig enthalten, und ob die zweite Phase dann je realisiert wird, wissen wir nicht, weil der Ständerat sie an die vom Bundesrat in Aussicht gestellte Gesamtschau bindet. Diese soll dann die Grundlage für einen zweiten Beschluss liefern, der diese zweite Phase dann auslöst - oder dann wird sie nicht mehr ausgelöst.
Was der Ständerat präziser und nach unserer Meinung auch besser gemacht hat, ist die Regelung der Finanzierung. Der Ständerat hat die Chance genutzt und die zweite, nämlich die Finis-Vorlage zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs fast gleichzeitig beraten. Darum konnte er in jenem Beschluss die Finanzierung der HGV-Anschlüsse abschliessend regeln. Wir können das heute so nicht machen, weil wir jene zweite Vorlage noch nicht vorberaten haben. Aber wenn wir heute beschliessen, dann ist klar, dass wir - zumindest nach Auffassung der Kommissionsmehrheit - bei der Finanzierungsregelung auch auf die ständerätliche Variante einschwenken, und das heisst eben, dass wir die Bevorschussungslimite im FinöV-Fonds auf 8,6 Milliarden Franken anheben.
Die Kommission für Verkehr und Fernemeldewesen unseres Rates hat mit einer grossen Mehrheit von 19 zu 4 Stimmen beschlossen, integral das ständerätliche Modell zu übernehmen. Wir schliessen uns in allen Teilen dem Ständerat an. Wenn Sie der Version der Mehrheit folgen, was ich hoffe, dann werden wir keine Differenz zum Ständerat haben, und dann können wir heute Vormittag das HGV-Geschäft definitiv abschliessen. Das ist nicht unwichtig, weil der Baubeginn der ersten Projekte bereits für den kommenden Sommer angekündigt ist.
Die Minderheiten, die ich vorhin erwähnt habe, werden heute hier vertreten, nämlich eine Minderheit, die die bundesrätliche Version mit 665 Millionen Franken wiederaufnimmt, und eine weitere Minderheit, die in dieses Paket noch die Strecke Zürich-Winterthur aufnimmt, mit zusätzlichen Kosten von 100 Millionen Franken. Das Gleiche gilt auch für die Position der 18 Kantone mit 990 Millionen Franken, vertreten durch die Minderheit I.
Ich bitte Sie im Namen der Kommission, alle diese Minderheiten abzulehnen. Ich bitte Sie, der überzeugenden Mehrheit der Kommission - 19 zu 4 Stimmen - zu folgen, auf die ständerätliche Version einzuschwenken und damit das Geschäft HGV-Anschlüsse definitiv zu bereinigen.
Ich danke Ihnen und werde bei der Beratung der Minderheitsanträge allenfalls noch einmal präzisierend Stellung nehmen.
Germanier Jean-René · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Gruppo radicale liberale
Vous avez peut-être remarqué dans le dépliant ma proposition de minorité de la commission. J'ai déposé la proposition des 18 cantons défendue ici devant le plénum du Conseil national par Monsieur Walker, président de la Commission des finances. Cette solution a été battue d'une voix au vote, au profit de l'enveloppe de 1,3 milliard de francs.
Je vous annonce formellement, Monsieur le vice-président, que je retire ma proposition de minorité pour ce raccordement aux LGV tel qu'il avait été proposé par les cantons. Ceci me permettra, en tant que rapporteur, de m'engager pleinement pour soutenir la proposition de la majorité de la commission, qui s'est ralliée à la solution du Conseil des Etats.
Il y a lieu tout d'abord de rappeler que le crédit dont nous discutons fait partie d'un concept global présenté au peuple en 1998; vous vous souvenez du premier débat. Cette vision d'ensemble de tous les projets ferroviaires du futur engageait un montant de plus de 30 milliards de francs, dont une somme de 1,2 milliard de francs qui avait été annoncée pour le financement des raccordements avec les réseaux rapides de l'étranger, spécialement de l'ouest de la Suisse.
Le Conseil fédéral, dans un souci d'allègement budgétaire, a tronqué ce montant à 665 millions de francs, ce qui a créé un choc dans les cantons directement concernés par ces projets. Ceci explique cette coalition des cantons, qui représente une solution crédible pour l'ensemble du pays, solution qui a été acceptée par une majorité de membres des deux chambres, et également de la commission.
Le Conseil des Etats a d'abord accepté le raccordement aux LGV tel que proposé par les cantons, soit un crédit de 990 millions de francs. Il a ensuite voté un complément de 100 millions de francs pour l'axe Zurich-Winterthour, portant ainsi le budget à 1,09 milliard de francs.
Au niveau du Conseil national, notre plénum a accepté ce raccordement pour 1,3 milliard de francs, revenant ainsi, après adaptation du renchérissement, à ce qui était prévu dans l'enveloppe d'infrastructure ferroviaire qui avait été proposée au peuple en 1998. Cette somme de 1,3 milliard de francs pour les LGV comprenait la solution des cantons, l'axe Zurich-Winterthour, et une deuxième phase des noeuds ferroviaires de Genève et Lausanne.
Plusieurs voix se sont élevées au sein de notre commission pour rappeler que le raccordement aux LGV ne devait pas être confondu avec des projets concernant le trafic interne, en fait compris dans "Rail 2000". A ce propos, je vous rappelle que, pour "Rail 2000", 1,5 milliard de francs n'a pas été utilisé - nous nous en réjouissons.
La définition de ce qu'est un raccordement de lignes à grande vitesse ou de ce qu'est une infrastructure destinée au trafic interne est difficile à déterminer avec précision. Un réseau ferroviaire peut être comparé à un réseau sanguin qui doit irriguer l'ensemble du territoire et qui doit permettre les raccordements avec nos grands voisins européens. On peut ainsi également considérer que ces raccordements irriguent toute la Suisse, indépendamment des cantons qu'ils traversent. Cette mobilité renforcée est un facteur de croissance pour plusieurs branches de notre économie - je pense en particulier au tourisme.
Comme rapporteur de langue française, je me dois de relever que finalement ce sont les noeuds de Lausanne et de Genève qui font les frais des divergences entre les deux chambres. Ces projets ferroviaires lémaniques - il y a également le sud du Léman - devraient faire partie d'une deuxième phase d'investissements, puisque le Conseil fédéral nous soumettra en 2007 une vue d'ensemble pour l'achèvement de notre réseau ferroviaire. Il faudra s'en souvenir lorsque nous aborderons sérieusement le projet CEVA - Cornavin-Eaux-Vives-Annemasse - qui concerne un budget pour le trafic d'agglomération, comme cela a été relevé à de nombreuses reprises dans les débats qui ont eu lieu à propos de ce dossier.
S'il est un dossier où il est vraiment important d'éliminer les divergences entre les deux chambres de notre Parlement, c'est bien celui des lignes à grande vitesse. Même si tous ces travaux pourront s'étaler jusqu'en 2020, il y a des chantiers importants, par exemple sur l'axe Genève-Lyon, qui sont liés à une décision ferme de notre Parlement pour confirmer des promesses orales et même écrites faites par notre gouvernement à nos voisins européens. Une non-décision qui causerait des retards sur ces chantiers entraînerait véritablement des surcoûts dans la construction. Et si la mobilité est synonyme de croissance économique, je pense qu'il est temps de "donner un coup de frein à l'immobilisme".
Je vous propose donc, au nom de la commission, qui s'est prononcée par 19 voix contre 4, de voter ce crédit de 1,09 milliard de francs et de vous rallier ainsi la décision du Conseil des Etats. Je vous propose également de rejeter toutes les propositions de minorité.
Binder Max · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich vertrete hier die Minderheit II, welche die bundesrätliche Lösung bevorzugt, mit der Ergänzung von 100 Millionen Franken für den Ausbau des Kernstückes des schweizerischen Eisenbahnnetzes Zürich-Winterthur. Damit sage ich Ihnen auch, dass es nicht um ein lokales, nicht um ein regionales Anliegen, sondern um ein absolut nationales Anliegen geht. Wenn Sie dem nicht zustimmen können, dann sage ich Ihnen, dass es nicht um Zürich-Winterthur geht, sondern um Bern-Ost, wenn es dann für Sie einfacher ist, die Zustimmung zu geben.
Wir stellen mit diesem Minderheitsantrag nicht den Gesamtkredit infrage. Wir stellen damit nicht alle HGV-Anschlüsse infrage, sondern wir wollen eine echte Etappierung nach verkehrstechnischen, aber auch nach wirtschaftlichen Kriterien. Ich glaube, auch eine Priorisierung dieser Investitionen ist dringend notwendig. Der Bundesrat hat hier in weiser Voraussicht gehandelt, nämlich auch mit Blick auf die Bundesfinanzen. Es macht keinen Sinn, mit einem Vollprogramm höhere Zinsen zu provozieren, weil diese Zinsen letztlich wertlos und verschwendetes Geld sind.
Es wurde im Ständerat auch gesagt: Es geht eigentlich nicht um die Anbindung der Ostschweiz und der Westschweiz ans HGV-Netz, sondern es geht um den Anschluss der Schweiz ans HGV-Netz. Immerhin ist ja die Strecke Zürich-München deklariert, aber wir wollen, dass sie wirklich Zürich-München heisst und damit auch Zürich-Winterthur. Das ist einer der prioritärsten Engpässe im Eisenbahnnetz. Hier verkehren täglich 18 Züge pro Stunde in einer Richtung, das heisst also etwa 40 Züge pro Stunde, oder alle 90 Sekunden verkehrt ein Zug. Die Trassen sind voll, sie können praktisch keine Kapazitäten mehr aufnehmen. Die Züge verkehren hier nicht nur, diese Züge sind auch sehr gut besetzt. Durch den Bahnhof Effretikon verkehren etwa 80 000 Passagiere pro Tag.
Ich will Ihnen auch meine Interessen offen legen: Ich bin Stadtrat in Illnau-Effretikon, eben in dieser Stadt, in der diese vielen Züge pro Tag verkehren. Ich sage es aber noch einmal: Es ist für uns kein lokales und kein regionales Anliegen, sonst müssten wir ja eigentlich gegen einen Ausbau dieser Kapazität sein, wir müssten "betonieren" und sagen, wir wollen gar nicht mehr Züge durch unseren Bahnhof fahren lassen.
Das wollen wir aber nicht. Wir wollen eine Kapazitätsausweitung im Sinne des schweizerischen Eisenbahnnetzes zulassen. Das ist eigentlich unsere Motivation, für diesen Antrag einzustehen. Auch die SBB bestätigen diese Tatsache.
Zu den "Trassenkämpfen" im Fernverkehr: Diese Kämpfe finden zwischen den Schnellzügen, dem Regionalverkehr - dem S-Bahn-Verkehr Zürich - und den Güterzügen statt. Ich glaube, hier ist eine Prioritätensetzung zwingend notwendig. Ein Vergleich dazu: Sie wollen ein Paar Schuhe oder ein Paar Schlittschuhe kaufen, und Sie müssen sich für jene Investition entscheiden, die für Sie die grössere Wirkung hat. Dann werden Sie wahrscheinlich zuerst die Schuhe kaufen, denn diese können Sie alle Tage benützen. In einer zweiten Phase werden Sie vielleicht die Schlittschuhe kaufen, die Sie eben nur dann benützen können, wenn die Situation es auch erlaubt.
Ich sage Ihnen nochmals: Es geht uns nicht um ein lokales, regionales Anliegen. Es geht uns echt um die Beseitigung eines Engpasses im schweizerischen Schienennetz. Es geht uns auch um die finanziellen Möglichkeiten, die wir haben. Wenn Sie dem Beschluss des Ständerates - der Beschluss des Nationalrates wurde in der Kommission ja nicht mehr aufgenommen, das haben die Kommissionssprecher richtigerweise gesagt - zustimmen, dann provozieren Sie höhere Zinsen, die wir bezahlen müssen und die sonst nicht bezahlt werden müssten.
Angesichts der finanziellen Möglichkeiten, aber eben auch angesichts der verkehrstechnischen Notwendigkeit, diesen Knoten im Sinne aller Passagiere des schweizerischen Eisenbahnnetzes zu lösen, bitte ich Sie, dem Antrag der Minderheit II zuzustimmen.
Schwander Pirmin · Mit-M · Consiglio nazionale · Svitto · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich beantrage Ihnen namens der Minderheit III, dem Bundesrat zu folgen. Der Bundesrat trägt mit seinem Entwurf der finanzpolitischen und verkehrstechnischen Gesamtschau Rechnung. Mit seinem Vorschlag schafft er insbesondere kein verkehrstechnisches Präjudiz für irgendein regionalpolitisches Anliegen. Die verkehrstechnische Gesamtschau des Bundesrates lässt zum heutigen Zeitpunkt keine höheren Verpflichtungskredite zu. Warum?
Alle anderen zur Diskussion stehenden Varianten haben zur Folge, dass die Bevorschussungslimite erhöht werden müsste. Die Rückzahlung der Bevorschussung würde somit zeitlich verzögert. Der Bundesrat hält in seinem Bericht fest, dass jede zusätzliche Verschuldung des Fonds das Zinsrisiko zusätzlich erhöht. Allfällige Zinserhöhungen gehen voll zulasten des Fonds und reduzieren damit den Finanzierungsspielraum. Mit zusätzlichen Projekten im heutigen Zeitpunkt verhindern wir einen umfassenden Vergleich mit den übrigen Projekten in der Gesamtschau. Setzen wir die finanzpolitische Gesamtschau vor regionalpolitische Befindlichkeiten!
Ich bitte Sie, dem Bundesrat und der Minderheit III zuzustimmen.
Hochreutener Norbert · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo popolare-democratico
Wir haben nun eine wesentliche Differenz zum Ständerat. Es gibt Anträge, welche eigentlich in drei Richtungen gehen:
Die Variante Bundesrat mit 665 Millionen Franken wird von der Minderheit III (Schwander) aufgenommen. Wir haben bereits früher hier in diesem Rat darüber diskutiert. Damals haben wir diese Variante verworfen, weil sie die Wünsche der Kantone in der Ost- und Westschweiz zu wenig berücksichtigt. Die Versprechungen, die wir gegenüber der Ostschweiz und der Romandie gemacht haben, müssen wir auch halten. Bleiben wir deshalb glaubwürdig, und denken wir an die nächste Abstimmung über eine Verkehrsvorlage, bei der sich ein Wortbruch sehr negativ auswirken könnte! Bezüglich dieser Variante Bundesrat ist seit den letzten Beratungen nichts Neues geschehen. Es ist immer noch dieselbe Situation, und deshalb ist diese Variante auch heute abzulehnen.
Wir haben den Antrag der Minderheit II (Binder). Dieser Vorschlag ist besser als die Variante Bundesrat, weil er die Lösung des Knotens Zürich-Winterthur aufnimmt. Aber die Wünsche der 18 Kantone werden nicht berücksichtigt. Deshalb lehnt die CVP-Fraktion auch diesen Antrag ab.
Von niemandem aufgenommen wurde die bisherige Variante Nationalrat - mit Recht, wie auch der Kommissionssprecher gesagt hat. Hier sind wir nun seit dem Entscheid der letzten Session gescheiter geworden. Wie die Diskussionen um den FinöV-Fonds gezeigt haben, waren wir hier wahrscheinlich zu grosszügig. Wir haben vermutlich über das Ziel hinausgeschossen, wir müssen bescheidener werden. Diese Variante steht deshalb im Moment nicht mehr zur Diskussion.
Bleibt die Variante der Kantone - 990 Millionen Franken -, die von der Minderheit I (Germanier) zurückgezogen wurde. Diese Variante haben wir aber zu einem wesentlichen Bestandteil der Mehrheitslösung gemacht. Diese Wünsche der Kantone sind berechtigt. Wir haben schon das letzte Mal darüber gesprochen, wir müssen jetzt nicht darauf zurückkommen. Lassen Sie uns aber noch kurz etwas zu den Relationen sagen. Diese zusätzlichen 330 Millionen Franken gegenüber dem Vorschlag Bundesrat sind verkraftbar und im Verhältnis zum gesamten Volumen, das die Neat beansprucht, sehr gering - 2 Prozent. Dieser Vorschlag der ursprünglichen Minderheit I hat aber eben den grossen Haken, dass er das dringendste Problem, den Knoten Zürich-Winterthur, nicht löst.
Ergo bleibt die Variante des Ständerates, also die Variante der 18 Kantone plus die Lösung des Knotens Zürich-Winterthur. Die Lösung dieses Problems ist nicht nur wegen der Anbindung der Ostschweiz an Zürich und das Mittelland wichtig, sondern auch wegen der Anbindung des Mittellandes an das Schnellbahnnetz in Deutschland. Insofern handelt es sich hier auch um einen HGV-Anschluss. Der Ständerat hat richtig entschieden. Von all den Möglichkeiten, die gegeben sind, scheint uns dies der beste Vorschlag zu sein. Es ist nicht nur eine optimale Lösung für die Kantone und für Zürich, sondern es ist eine gute Lösung für die ganze Schweiz. Die Beseitigung des Engpasses Zürich-Winterthur löst nämlich verschiedene Probleme, und davon profitieren alle. Wenn ein Zürcher beispielsweise schneller nach München kommt, kommt auch ein Innerschweizer schneller nach München. Oder wenn ein Berner schneller nach Paris gelangt, dann wird dies auch der Ostschweizer tun können. Die Anschlüsse sind also nicht nur im Interesse der jeweiligen Region, wo sie gebaut werden, sondern im Interesse der ganzen Schweiz.
Die CVP-Fraktion hat sich von allem Anfang an für die Lösung der Kantone und sehr schnell auch für die Variante des Ständerates ausgesprochen. Da waren wir eigentlich immer "fadengrad" und ganz klar. Die Tatsache, dass gegenüber der ursprünglichen Lösung unseres Rates die Probleme mit den Knoten Lausanne und Genf nicht in den Beschluss aufgenommen worden sind, können wir im Moment in Kauf nehmen. Hier handelt es sich nicht um zwei wichtige Probleme von sehr grosser Dringlichkeit. Das können wir später mit den Leistungsvereinbarungen lösen.
Ich möchte einen weiteren Grund hinzufügen, weshalb wir jetzt schnell entscheiden müssen: Wir müssen einen Entscheid für Frankreich und auch für Deutschland haben. Wir müssen jetzt sehr schnell handeln, weil in diesen Ländern schon im Herbst mit dem Bauen begonnen werden soll. Wenn wir das jetzt nicht tun und eine Differenz zum Ständerat belassen, haben wir dieses Signal nicht.
Lassen Sie uns dieses Signal geben, folgen Sie dem Ständerat.
Hegetschweiler Rolf · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo radicale liberale
Die FDP-Mitglieder der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen stimmen in der Differenzbereinigung mehrheitlich der ständerätlichen Lösung zu - allerdings mit den gleichen Bedenken, wie sie bereits im Dezember 2004, bei der Erstberatung dieses Geschäftes hier im Rat, geäussert wurden. Diese Bedenken waren im Wesentlichen folgende:
1. Die Verpackung dieser Vorlage ist unehrlich. Nicht der Anschluss der Schweiz an das HGV-Netz der europäischen Bahnen steht im Vordergrund, sondern die Realisierung möglichst vieler regionaler Projekte, die eigentlich in das Paket "Bahn 2000", zweite Etappe gehören und mit HGV-Anschlüssen wenig zu tun haben.
2. Auch die Proportionen sind falsch, und zwar schon in der Botschaft des Bundesrates: Während für täglich maximal 3000 Passagiere Richtung Paris vier Anschlüsse ans französische HGV-Netz vorgesehen waren - neu sollen es ja fünf sein -, war die Beseitigung von Engpässen im Mittelland für täglich über 50 000 Passagiere nicht vorgesehen.
Nachdem der Nationalrat nach seinen Beschlüssen vom vergangenen Dezember von den Medien und von der ständerätlichen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen für seine HGV-Euphorie massiv getadelt worden war, ist der Ständerat nun den regionalen Begehrlichkeiten in ähnlicher Weise erlegen. Immerhin sind einige Korrekturen angebracht worden, und der Gesamtbetrag ist immerhin 210 Millionen Franken tiefer. Ich danke auch Kollege Hochreutener für die Lanze, die er für Zürich gebrochen hat. Aus finanzpolitischen Gründen müssten wir bei der bundesrätlichen Lösung bleiben. Auch mit dem ständerätlichen Paket werden zu viele Mittel langfristig gebunden, und für dringende neue Projekte wird über mindestens 20 Jahre kein Geld aus den FinöV-Beschlüssen zur Verfügung stehen.
Die meisten Projekte, die beim heutigen Geschäft über den bundesrätlichen Antrag hinausgehen, sind noch lange nicht baureif. Die Kostenschätzungen sind zum Teil mit Unsicherheiten von plus/minus 50 Prozent behaftet. Schon jetzt darüber zu beschliessen ist unseriös. Die Bevorschussungslimite muss um weitere 500 Millionen auf 8,6 Milliarden Franken erhöht werden, was eigentlich nicht verantwortet werden kann. Wir können heute - zusätzlich zum Antrag des Bundesrates - beschliessen, was wir wollen: An den Ausführungsterminen ändern wir damit gar nichts. Wir beschliessen heute Streckenausbauten und den Kredit sowie einen völlig illusorischen Termin für den Baubeginn und den Abschluss. Über die Prioritäten, über den konkreten Zeitpunkt der Ausführung, entscheidet später allein der Bundesrat. So steht es auch im FinöV-Beschluss. Ich zitiere Artikel 3 Absatz 1: "Der Bundesrat genehmigt die Bauetappen und bestimmt den zeitlichen Ablauf."
Diese Überlegungen sprechen eigentlich klar für die bundesrätliche Lösung, und die FDP-Fraktion hat sie im vergangenen Dezember auch mehrheitlich unterstützt. Trotz berechtigter Bedenken hat die Kommission aber mit klarer Mehrheit die ständerätlichen Beschlüsse unterstützt, und mangels mehrheitsfähiger Alternativen schliessen wir uns diesen an.
Föhn Peter · Mit-M · Consiglio nazionale · Svitto · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Die SVP-Fraktion forderte bei der letzten Kreditsprechung stets eine Gesamtschau und war bei den Verpflichtungskrediten äusserst zurückhaltend. Besonders Mitfinanzierungen im Ausland hatten wir bei diesem Geschäft sehr kritisch betrachtet. Ich staune jetzt eigentlich auch über die Aussagen aus der FDP-Fraktion, man hätte diese das letzte Mal schon machen können.
In letzter Zeit wurde uns nämlich sehr oft die Frage gestellt, weshalb das Territorialitätsprinzip nicht eingehalten werde und weshalb so viel Geld ins Ausland fliessen solle. Man befürchtet nun, in der Schweiz, besonders im Regionalverkehr, zu kurz zu kommen, und diese Befürchtung ist nicht unbegründet. Aber wie schon oft gesagt, muss jetzt das gesamte schweizerische Schienennetz im Auge behalten werden. Die Hauptverkehrsströme sind zu beachten, um zu vermeiden, dass wir plötzlich irgendwo unüberwindbare Engpässe haben.
Die SVP-Fraktion fordert Sie dringend auf: Lassen Sie sich nicht von regionalpolitischen Ansinnen und Begehrlichkeiten verführen! Seien Sie vernünftig, und finanzieren Sie nur, was bereits projektreif ist. Wir dürfen unsere Steuergelder nicht zum Fenster hinauswerfen für Strecken, die nicht einmal geplant und ausgereift sind und von den SBB eventuell so nie befahren werden wollen oder können. Deshalb unterstützt die SVP-Fraktion für einmal ganz klar die Fassung des Bundesrates, d. h. einen Verpflichtungskredit von 665 Millionen Franken. Dies entspricht dem Antrag der Minderheit III (Schwander). Diese 665 Millionen Franken entsprechen einem Verpflichtungskredit für Objekte einer ersten Phase, die bereits projektiert sind. Weitere Ausbauten werden in einer zweiten Phase bewilligt, müssen aber vorerst noch projektiert werden.
Die Minderheit II (Binder) mit dem zusätzlichen Ausbau der Strecke Flughafen Zürich-Winterthur ist ein spezieller Fall. Wir wissen, dass diese Linie ein klarer Engpass ist. So könnten hier bei einem möglichst sofortigen Ausbau alle profitieren, besonders die Ostschweizer Kantone. Die besten regionalen Ausbauten und Anschlüsse nützen einen Pfifferling, wenn wir letztlich nicht durch das Nadelöhr Winterthur-Zürich kommen. Deshalb unterstützt ein grosser Teil der Fraktion, besonders unsere Ostschweizer, diese zusätzlichen 100 Millionen Franken.
Aber finanz- und ordnungspolitisch darf man nur dem Entwurf des Bundesrates folgen. Damit unterstützen wir alle bereits genau definierten und geplanten Strecken, was für heute absolut genügend ist. Die Finanzierungsfrage für zusätzliche Linien ist dann eine andere Sache. Die 8,1 Milliarden Franken Bevorschussung müssten gewaltig aufgestockt werden, was wiederum erklärungsbedürftig wäre. Denn ich warne vor einer Aufstockung der Bevorschussungslimite. Allein die Zinslasten und Rückzahlungen können unsere nächsten Generationen so hart treffen, dass sie für den Betrieb und den notwendigen Unterhalt kaum mehr oder gar nicht mehr aufkommen können. Ich garantiere Ihnen hier: Letztendlich wäre weniger mehr.
Noch kurz zu Herrn Hochreutener: Eine Aufteilung in eine Phase 1 und 2 ist absolut kein Wortbruch. Ansonsten müssten Sie, wenn Sie ehrlich sein wollen, wie Sie das begründet haben, natürlich heute alles bewilligen. Das wären die 1,3 Milliarden Franken, und das wollen wir nicht, das haben Sie auch gesagt.
Ich bitte Sie im Namen der SVP-Fraktion um die Unterstützung des Entwurfes des Bundesrates bzw. des Antrages der Minderheit III (Schwander).
Aeschbacher Ruedi · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo PEV/UDF
Die EVP/EDU-Fraktion hat bei der Erstberatung dieses Geschäftes mit der Kommissionsmehrheit gestimmt. Dies, weil uns der Entwurf des Bundesrates zu wenig weit ging. Uns fehlte insbesondere das heute mehrfach diskutierte Stück zwischen Zürich und Winterthur. Herr Binder hat dies so ausführlich dargestellt, dass ich darauf verzichten kann, nochmals die Notwendigkeit dieser Ergänzung hier in allen Teilen darzulegen. Aber ich möchte unterstreichen, dass dieses Stück einen der wesentlichen Hauptteile im grossflächigen nationalen Eisenbahnnetz darstellt. Wenn wir bei diesem Stück zurückkrebsen und hier nicht die notwendigen Ausbauten vornehmen, dann tickt eben der Verkehr nicht nur zwischen Winterthur und Zürich etwas langsamer, sondern auch in der ganzen Schweiz, weil hier das Herzstück - man kann sagen: die Aorta - dieses ganzen Systems belastet ist und nicht mehr ausgebaut oder nicht mehr zusätzlich forciert werden kann. Also war es uns zu wenig, was der Bundesrat bei der Erstberatung angeboten hat. Wir schwenkten daher auf die Kommissionsmehrheit ein.
Heute stehen drei Möglichkeiten zum Entscheid an: Die Variante Bundesrat fällt aus unserer Sicht nach wie vor weg, deshalb können wir auch nicht mit der Minderheit III (Schwander) stimmen. Die Minderheit II (Binder) ist schon wesentlich besser; eine Mehrheit unserer Fraktion wird aber doch mit der Kommissionsmehrheit stimmen. Eine Minderheit wird sich der Minderheit II, die einen Fortschritt darstellt, anschliessen. Eine Mehrheit unserer Fraktion möchte bei der Kommissionsmehrheit bleiben, und dies nach wie vor aus den Gründen, wie wir sie schon bei der Erstberatung dargelegt haben. Der Antrag der Kommissionsmehrheit enthält notwendige Teile des Systems, die wir auch jetzt in dieser ersten Phase als gegeben und nützlich erachten. Wir haben auch keine grossen Bedenken wegen der Erhöhung der Kreditlimite.
Somit bitte ich Sie im Namen unserer Fraktion, der Mehrheit zuzustimmen, allenfalls auf die Minderheit II (Binder) einzuschwenken, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Kommissionsmehrheit ein zu grosses Paket geschnürt habe.
Hollenstein Pia · Mit-F · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo dei Verdi
Die grüne Fraktion stimmt - das wird Sie wohl nicht überraschen - der Kommissionsmehrheit zu und bittet Sie, dieser ebenfalls zu folgen.
Jetzt liegen ein Bundesgesetz und ein entsprechender Bundesbeschluss über den Verpflichtungskredit vor, der dem Abstimmungsentscheid der Bevölkerung zur FinöV-Vorlage recht nahe kommt und für die international wichtige Anbindung der West- und Ostschweiz ans internationale Hochgeschwindigkeitsnetz zukunftsweisend ist. Die nun möglichen HGV-Anschlüsse verdienen unsere volle Unterstützung. Mit den Vorlagen, die vom Ständerat beschlossen wurden und denen auch die grosse Mehrheit unserer Kommission gefolgt ist, sind die Weichen für die kommenden Jahre richtig gestellt. Dass damit auch den Zulaufstrecken die nötige Beachtung geschenkt wird, ist verkehrspolitisch absolut richtig. Eine Beschränkung auf Hauptstrecken, wie es zum Teil von Minderheiten gefordert wurde und wird, würde das betriebswirtschaftliche Gesamtergebnis verschlechtern und wäre damit sowohl finanz- als auch staatspolitisch falsch.
Die jetzt von der Mehrheit vorgeschlagene HGV-Netzvariante mit nötigen Zulaufstrecken macht Sinn und ist für die Zukunft das einzig Richtige. Wer wie die SVP-Fraktion noch immer für die Minimalvariante plädiert, verkennt die Synergiewirkung auf das ganze Bahnsystem. Wenn jetzt im Vergleich zur früheren Variante des Nationalrates die Projekte für die Knoten Lausanne und Genf fehlen, ist dies keine Absage an diese beiden Projekte. Diese sollen, wie es der Bundesrat in seiner Planung vorgesehen hat, in der nächsten Phase berücksichtigt werden.
Dass in der Ostschweiz der Streckenanteil der Rheintalverbindung Bestandteil des HGV-Paketes ist, ist in dreifacher Hinsicht richtig: Verkehrspolitisch braucht es den Zubringer zur Hauptlinie, weil damit ein absolut wichtiger Zubringer endlich gebaut werden kann und die heute unzumutbar schlechten Verbindungen eine dringende Verbesserung erfahren. Wirtschaftspolitisch ist nachgewiesen, dass diese Strecke rentieren wird. Staatspolitisch wird ein jahrelanges Versprechen erfüllt. Deshalb sind die Anträge der Minderheiten II und III, bei denen diese Strecke ausgenommen wäre, abzulehnen. Diese sind ein Affront gegen die Ostschweiz, aber auch ein weiterer Versuch der SVP-Fraktion, das Schienennetz zu schwächen.
Ich bin froh, dass der Antrag der Minderheit I zurückgezogen wurde. Denn damit könnte der absolut wichtige Ausbau Zürich-Winterthur vorläufig nicht realisiert werden. Dieses Teilstück ist ein Engpass, der dringend behoben werden muss, denn nur ein gutes öffentliches Verkehrsnetz vermeidet die weitere Zunahme von Kurzstreckenflügen und bringt den umweltbelastenden motorisierten Pendlerverkehr auf die Schiene.
Zur Finanzierung nur kurz: Uns ist klar, dass wir auch dafür verantwortlich sind. Diese ist aber gut aufgegleist, wenn auch noch nicht definitiv. Die Bevorschussungslimite soll erhöht werden. Wir alle sind dann bei der Finis-Vorlage wieder gefragt.
Ich bitte Sie im Namen der Grünen, alle Kürzungsanträge abzulehnen und dem Antrag der Kommissionsmehrheit und dem Ständerat zuzustimmen.
Schenk Simon · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Frau Hollenstein, Sie werfen der SVP vor, sie wolle das Schienennetz torpedieren. Aber wir übernehmen ja nur den Antrag des Bundesrates. Stellen Sie denn den Bundesrat auf die gleiche Stufe wie die SVP? (Teilweise Heiterkeit)
Hollenstein Pia · Mit-F · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo dei Verdi
Danke für die Frage. Ich gebe zu, dass ich sehr viel mehr Vertrauen in den Bundesrat habe als in die SVP, was den öffentlichen Verkehr betrifft. Zu Ihrer Frage: Ich stelle daher den Bundesrat nicht auf die gleiche, sondern auf eine höhere Stufe als die SVP.
Vollmer Peter · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo socialista
Die SP-Fraktion unterstützt klar die Mehrheit der Kommission und will sich deshalb auch dem Ständerat anschliessen. Wir haben drei Gründe:
1. Der Ständerat und auch die Kommissionsmehrheit anerkennen mit ihrem Antrag eine auf das ganze Land abgestützte Verkehrspolitik. Das bedeutet, dass wir eine Verkehrspolitik wollen, die sich nicht nur auf das "goldene Dreieck" stützt, sondern die flächendeckend die Regionen mit einbezieht, mit vernetzt, mit anbindet. Diese Basis schaffen wir jetzt mit dem Antrag der Kommissionsmehrheit.
2. Machen wir uns nichts vor: Eine so starke Etappierung, wie sie der Bundesrat und die Minderheit wollen, würde bedeuten, dass die für die Regionen in der Ost- und Westschweiz wichtigen Streckenabschnitte nicht nur verschoben, sondern möglicherweise sogar gefährdet werden.
3. Dies ist ebenso wichtig: Wir brauchen jetzt dringend einen Entscheid und müssen die Differenz zum Ständerat ausräumen, weil wir sonst mit den Verpflichtungen in Verzug kommen, insbesondere für die an sich unbestrittenen Streckenabschnitte in Frankreich. Das würde bedeuten, dass wir mit diesen Verzögerungen unnötige, zusätzliche Kosten verursachen, und genau das dürfen wir uns in diesem Bereich nicht leisten.
Ich bitte Sie deshalb im Namen der SP-Fraktion um Unterstützung der Mehrheit und des Ständerates.
Levrat Christian · Mit-M · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo socialista
La politique des transports a ceci de passionnant qu'elle se situe à la croisée des questions techniques, régionales, financières et politiques. Le raccordement de la Suisse au réseau européen à haute performance n'échappe pas à cette règle. Il pose des questions de stratégie des transports, puisqu'il s'agit de savoir comment nous allons intégrer notre pays dans l'Europe des trains à haute performance; de financement, puisqu'il s'agit d'affecter environ 3 pour cent du fonds pour les grands projets ferroviaires à cette fin; de politique régionale, puisque ces LGV représentent la part du fonds FTP attribuée à la Suisse romande et orientale.
Mais il ne s'agit pas uniquement de ces questions. Il s'agit de savoir si nous entendons respecter la volonté populaire exprimée clairement en 1998. Il s'agit de renforcer la confiance de la population des régions concernées dans les promesses de la Berne fédérale; notamment, c'est le fait alors d'accorder 1,3 milliard de francs aux LGV. Il s'agit, de manière plus importante encore, de maintenir à l'avenir les majorités trouvées par le passé pour notre politique ferroviaire, des majorités qui reposent sur une cohérence en matière de transports et des équilibres régionaux savamment exprimés.
Parmi les multiples variantes évoquées dans ce conseil et au Conseil des Etats, trois font preuve d'une certaine cohérence et respectent l'équilibre voulu entre la Suisse romande et la Suisse orientale. Il s'agit d'abord du projet du Conseil fédéral, qui prévoit 665 millions de francs, du projet de la Conférence des directeurs cantonaux des transports publics, avec 990 millions de francs, et du projet du Conseil national en première lecture, avec 1,3 milliard de francs répartis également.
La version du Conseil des Etats, il faut l'admettre, rompt un peu cet équilibre régional en ajoutant, à la variante des cantons, la ligne Zurich-Winterthour, et en reportant aux calendes grecques les projets devisés à 110 millions de francs à Genève et à Lausanne. Le fait que seuls les projets genevois et vaudois restent sur la touche dans cette variante est évidemment regrettable. Réaliser en effet l'ensemble des LGV, à l'exception de la deuxième phase des noeuds ferroviaires de Lausanne et de Genève, risque d'affaiblir l'appui de nos concitoyens à la politique des transports. Ce risque est d'autant plus important que des reproches très vifs sont adressés en Suisse romande aux CFF, accusés de favoriser, dans leur politique immobilière en particulier, les grandes agglomérations alémaniques.
Malgré tout, j'invite notre conseil, au nom du groupe socialiste, à se rallier au projet du Conseil des Etats et à accorder en première phase les crédits nécessaires au projet soutenu par l'alliance dite "des 18 cantons" ainsi qu'à l'amélioration de la ligne Zurich-Winterthour, ce pour trois raisons.
1. Nous devons éliminer la divergence actuelle avec le Conseil des Etats, de manière à pouvoir commencer au plus vite les projets prévus: en France, notamment, la construction de l'axe TGV Rhin-Rhône.
2. Nous devons reconnaître la nécessité de procéder aux investissements prévus dans la région zurichoise, que ce soit dans le contexte de "Rail 2000" ou dans celui des LGV.
3. Je ne vous cacherai pas que nous avons l'espoir que l'on se souvienne des sacrifices romands dans cette affaire et que notre approche raisonnable soit prise en considération dans les décisions qui nous attendent dans les mois et les années à venir, en particulier s'agissant du feu vert fédéral à la ligne CEVA, Cornavin-Eaux-Vives-Annemasse, un projet qui devrait désenclaver l'agglomération genevoise et qui est d'une importance décisive pour toute la région.
Partant, je vous invite à vous rallier à la décision du Conseil des Etats et à rejeter les propositions de minorité, qui mettraient en danger la crédibilité de notre institution auprès de la population.
Beck Serge · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo radicale liberale
Monsieur Levrat, vous aimez bien évoquer les promesses faites au peuple. Est-ce que vous vous rappelez aussi qu'on a promis au peuple que les nouvelles transversales ferroviaires alpines couvriraient leur coût d'exploitation - alors qu'on nous annonce maintenant un déficit de 200 millions de francs - et qu'en plus elles rembourseraient un quart de leur coût par le biais de leurs produits d'exploitation? Est-ce que vous vous souvenez aussi de ces promesses-là?
Levrat Christian · Mit-M · Consiglio nazionale · Friburgo · Gruppo socialista
Il me semble qu'il serait particulièrement choquant, en particulier du point de vue romand ou du point de vue de la Suisse orientale, que les dépassements des coûts au Gothard ou au Lötschberg entraînent la suppression ou l'affaiblissement du raccordement de notre région au réseau européen des trains à grande vitesse. Ce pourquoi nous nous battons ici, c'est justement pour avoir une égalité de traitement minimale entre les différentes régions du pays, une égalité qui est fondatrice des majorités populaires autour des projets FTP, qui est fondatrice de notre politique des transports et qui sera absolument indispensable pour gagner à l'avenir les votations qui nous attendent dans ce contexte.
Noser Ruedi · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo radicale liberale
In diesem Rat wird kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um von der Wirtschaft Verantwortungsbewusstsein zu fordern. In diesem Rat wurde den Managern schon oft vorgeworfen, dass sie sich aus den Unternehmenskassen zu grosszügig bedienen. Die Parlamentarier, die dies taten, gefielen sich immer in dieser Rolle. Heute wäre es an ihnen, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen, indem sie dem Bundesrat zustimmen. Aber sie werden es kaum tun, ihre Voten zeigen das.
Zu einem Zeitpunkt, da niemand weiss, was die aktuellen Bahnprojekte kosten, denkt jeder nur an seine Region, die Schulden überlassen wir der Schweiz und der Jugend. Ja, die Regionen sollen ihre Forderungen stellen. Unsere Aufgabe wäre es, diese Forderungen gemäss den finanziellen Möglichkeiten zu gewichten und zu priorisieren.
Stimmen Sie dem Bundesrat zu, und zocken Sie nicht Hunderte von Millionen Franken für die Regionen ab! Wenn Sie nicht dem Bundesrat zustimmen, dann sitzen die grössten Abzocker der Nation in diesem Saal.
Giezendanner Ulrich · Mit-M · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich spreche hier als betroffener Unternehmer. Ich muss Sie informieren, dass der Güterverkehr im Argen liegt. Es herrscht auf der Schiene im internationalen Verkehr ein Chaos; ich kann es nicht anders sagen. Wir wollen exterritorial für Deutschland und Frankreich investieren. Das wäre nicht so schlecht, wenn diese Leute mit unseren SBB fair wären! Wir kriegen in Deutschland keine Trassen mehr; die Containerzüge kommen nicht mehr an. Frankreich hat den Verkehr von Basel über Perpignan nach Spanien knallhart gestrichen; die Schweiz kann keinen Container mehr verladen. Und wir wollen jetzt draussen investieren!
Ihr Ja zu dieser Vorlage des Ständerates heisst Nein zur Verkehrsverlagerung - ich sage dies als Güterverkehrsunternehmer -, heisst aber auch Nein zu Investitionen für den schienengebundenen Regionalverkehr, für den Sie kein Geld mehr haben werden. Ich gratuliere dem Bundesrat für einmal zu seiner Vorlage; das ist das einzig Seriöse. Herr Noser, Sie haben Recht, wir müssen vernünftig werden, wir müssen die Versprechen einlösen und die HGV-Anschlüsse bauen, aber etappiert. Und vergessen wir nicht, dass wir auch im Regionalverkehr und im Güterverkehr Aufgaben haben!
Leuenberger Moritz · VPBR-M · Consiglio federale · Zurigo
Vielleicht zum letzten Mal in diesem Geschäft streckt Ihnen der Bundesrat die Hand entgegen, auf dass Sie mit ihm über die wogenden Wasser regionaler Wünsche auf der Brücke der Tugend wandeln, hinüber auf das trockene Ufer vernünftiger Sparsamkeit. (Heiterkeit)
Sollten Sie unsere also dargereichte Hand nicht ergreifen, sondern in dieselbige ein 300-Millionen-Franken-Geschenk drücken, das wir eigentlich noch gar nicht wollen, so werden wir in Ausführung Ihres Auftrages in eigener Verantwortung die Planung der von Ihnen bevorzugten Strecken vorantreiben. Wir werden die Projekte nach bestem Wissen und Gewissen, nach verkehrspolitischen Aspekten, nach der Ausführungsreife und in Wahrnehmung der finanziellen Verantwortung etappenweise in Ausführung bringen. Wie immer Sie entscheiden werden - mit dem Bundesrat, wie die Minderheit III es will; für den Bundesrat, wie die Mehrheit es will -, der Bundesrat dankt Ihnen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
Fehr Hans-Jürg · Mit-M · Consiglio nazionale · Sciaffusa · Gruppo socialista
Lieber Herr Bundesrat Leuenberger, Sie können dieses Geschenk schon annehmen, denn wir haben ja nichts dazuerfunden. Das Programm, das wir heute beschliessen möchten, entspricht zu hundert Prozent dem bundesrätlichen Programm, bevor die Sparbremse angesetzt wurde. Aber es kommt aus Ihrem Departement, von daher kann es kein Geschenk sein, das Ihnen speziell wehtun wird.
Ich möchte noch ein paar Worte zu verschiedenen Voten sagen. Ich beginne mit Herrn Binder, der hier ein sehr beherztes und auch richtig begründetes Votum für die Strecke Zürich-Winterthur abgegeben hat. Was die Begründung für diese Strecke betrifft, habe ich seinen Worten eigentlich nichts beizufügen, nur eines: Sie müssen nicht dem Antrag der Minderheit II (Binder) zustimmen, wenn Sie die Strecke Zürich-Winterthur ausbauen wollen, denn diese ist ja im Antrag der Mehrheit auch enthalten. Nicht enthalten, Herr Binder, sind im Antrag Ihrer Minderheit aber die Strecken Basel-Mülhausen, Biel-Belfort, Bern-Neuenburg-Pontarlier, die Ausbauten Lausanne-Vallorbe, Sargans-St. Margrethen und St. Gallen-Konstanz. Das fehlt bei Ihnen zugunsten der Strecke Zürich-Winterthur. In der Fassung der Kommissionsmehrheit sind all diese Strecken - inklusive Zürich-Winterthur - enthalten.
Herrn Schwander und den anderen, die über die Finanzierung gesprochen haben, gebe ich doch eines zu bedenken: Die Bevorschussungslimite im FinöV-Fonds wird nicht wegen den HGV-Anschlüssen von 4 auf 8 Milliarden Franken erhöht, sondern wegen der Neat. Das hat mit der HGV-Thematik gar nichts zu tun. HGV-bedingt gibt es eine Anpassung der Bevorschussungslimite von 8,1 auf 8,6 Milliarden Franken. Das möchte ich einfach zur Präzisierung sagen.
An die Adresse von Herrn Hegetschweiler und anderen - auch an die von Herrn Giezendanner - möchte ich noch einmal sagen: Wenn wir hier der bundesrätlichen Version zustimmen, ermöglichen wir keinen einzigen anderen Ausbau. Und wenn wir hier auf die Version des Ständerates einschwenken, verhindern wir kein einziges anderes Projekt, denn die HGV-Vorlagen sind ein FinöV-Projekt. Die HGV-Vorlagen haben nichts zu tun mit anderen, z. B. dem Rahmenkredit für die SBB oder ähnlichen Projekten. Sie können das also als ein in sich geschlossenes Projekt betrachten.
Herr Föhn, Ihr despektierliches Votum an die Adresse der Regionalpolitik hat mich schon ein bisschen gewundert. Sie sind ja ein Mann, der sich hier gerne als Vertreter der Rand- und Berggebiete aufspielt. Sie sollten diese Rolle auch spielen, wenn es einmal nicht um das Muotathal oder um die Innerschweiz, sondern um andere Teile dieses Landes geht. Regionalpolitik hat auch in diesem Zusammenhang sehr wohl eine Bedeutung. Denn ohne die Anschlussbauten im Regionalverkehr werden Sie die internationalen Züge nie wirtschaftlich betreiben können. Die Masse an Passagieren kommt vom Regionalverkehr und benutzt diese Strecken ein Stück weit. Der Verkehr von Metropole zu Metropole macht, wie Sie wissen, nur 2 Prozent des gesamten Volumens aus.
Herrn Noser, der mit einer persönlichen Erklärung aufgewartet hat, möchte ich ganz entschieden widersprechen, und ich möchte mich dagegen verwahren, dass der Ständerat und die Mehrheit der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen als Abzocker der Nation bezeichnet werden. Herr Noser, Sie haben sich in Ihrer Wortwahl komplett vergriffen! Was wir hier vortragen und vorschlagen, ist nichts anderes als das, was wir dem Volk mit der FinöV-Vorlage versprochen hatten. Das ist der Respekt vor dem Volksentscheid und nicht Abzockertum.
Ich bitte Sie, jetzt keine neuen Differenzen zum Ständerat zu schaffen, der Version der Mehrheit zuzustimmen und damit das Geschäft zu erledigen.
Binder Max · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Herr Fehr, Sie haben gesagt, die Erhöhung der Bevorschussungslimite habe nichts mit diesem Geschäft zu tun, sondern nur mit der Neat. Das ist nach meiner Meinung falsch. Sind Sie nicht auch der Meinung, es habe mit dem FinöV-Projekt zu tun, wo eben alle vier Eisenbahn-Grossprojekte dabei sind, inklusive HGV-Anschluss? Zudem geht es auch um die Finanzierung, weil letztlich die Bahnen diese Darlehen offensichtlich nicht zurückbezahlen können.
Fehr Hans-Jürg · Mit-M · Consiglio nazionale · Sciaffusa · Gruppo socialista
Herr Binder, ich habe vorhin Folgendes gesagt - ich erinnere mich noch gut daran, weil es erst zwei Minuten zurückliegt -: Ich habe gesagt, dass die Erhöhung der Bevorschussungslimite von 4,1 auf 8,1 Milliarden Franken nichts mit den HGV-Anschlüssen, sondern mit der Neat zu tun habe. Dann habe ich gesagt, dass die Erhöhung der Bevorschussungslimite von 8,1 auf 8,6 Milliarden Franken HGV-bedingt sei. Das waren meine Ausführungen.
Das ist auch so, und so ist es auch vom Ständerat in der Finis-Vorlage beschlossen worden.
Föhn Peter · Mit-M · Consiglio nazionale · Svitto · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Es geht hier - das muss einmal mehr betont werden - nicht um "Regionalverkehr: ja oder nein?". Es geht einzig und allein um eine vernünftige Etappierung der HGV in eine Phase 1 und eine Phase 2, je nachdem, was geplant und projektiert ist, wie dies der Bundesrat vorgeschlagen hat. Letztendlich muss alles auch noch bezahlbar sein, Herr Kommissionssprecher.
Germanier Jean-René · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Gruppo radicale liberale
Dans ce dossier, j'ai appris à connaître les différents clochers de Suisse. Nous avons dans nos Alpes des petits clochers, il y a des grands clochers dans les grandes villes suisses et la politique régionale est une chose qu'on doit découvrir dans notre politique nationale.
J'aimerais dire à Monsieur Binder, au sujet de sa minorité, que cette façon de vouloir économiser dans toutes les régions sauf dans l'Oberland zurichois m'interpelle un peu. Je suis d'accord avec vous pour dire que le projet de Zurich-Winterthour est d'intérêt national - et on sait que lorsque Zurich tousse, le reste de la Suisse attrape la grippe - mais tous les projets sont d'intérêt national; et moi-même qui ne suis pas d'un canton concerné par ces raccordements aux lignes à grande vitesse, je peux vous dire que nous attendons avec impatience ces raccordements pour notre tourisme, pour le développement de notre économie, car la mobilité est déterminante.
Je trouve plus cohérente la proposition de la minorité III (Schwander) - même s'il faut la rejeter - qui rejoint le projet du Conseil fédéral parce qu'elle concerne véritablement uniquement des lignes à grande vitesse. Mais tout de même, par rapport à cette proposition de minorité Schwander et par rapport à celle du Conseil fédéral, j'aimerais vous rappeler que le Conseil fédéral a proposé de diviser par deux pratiquement la somme de départ de 1,2 milliard de francs qui a été votée par le peuple suisse dans l'enveloppe globale; et ensuite, ce budget qui était destiné à la Suisse occidentale a été également réparti sur la Suisse orientale. Donc le budget initial proposé au peuple de Suisse occidentale - mais en fait à toute la Suisse, je vous l'ai dit - a été divisé deux fois. Il s'agit en fait d'allègements budgétaires multipliés. Donc je vous propose naturellement de rejeter également cette proposition.
Pour le principe d'extra-territorialité relevé par Messieurs Föhn et Giezendanner, j'aimerais leur dire aussi qu'en tant qu'investisseur, si je vois un projet comme le projet Rhin-Rhône qui représente 3 milliards de francs suisses d'investissement par nos voisins européens - la Suisse va y investir 100 millions de francs -, je me demande quel apport en mobilité il y a à l'approche de notre pays, quel apport il y a pour notre économie d'avoir cette mobilité?
Je suis moi aussi un entrepreneur, et comme tel, je suis conscient que la mobilité est un apport pour notre économie. La croissance économique de la Suisse, qui est "en panne", a besoin de cette mobilité, et je suis convaincu qu'il faut absolument avancer. Or à ce propos, c'est une chose déterminante que de pouvoir liquider les divergences entre le Conseil des Etats et notre conseil, car il faut, comme je l'ai dit tout à l'heure, pouvoir avancer avec ces projets. Un retard a des conséquences, et surtout pour la région lémanique.
Soutenez donc la majorité de la commission et, par là, la solution du Conseil des Etats.
Janiak Claude · 1VP-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Ich erinnere Sie daran, dass der Antrag der Minderheit I zurückgezogen worden ist.
Votazione
Erste Abstimmung - Premier vote
Für den Antrag der Minderheit II .... 103 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit III .... 63 Stimmen
Votazione
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
Für den Antrag der Mehrheit .... 99 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit II .... 71 Stimmen
Art. 5
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
1. Bundesgesetz über den Anschluss der Ost- und Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz
1. Loi fédérale sur le raccordement de la Suisse orientale et occidentale au réseau européen des trains à haute performance
Art. 2; Art. 3 Abs. 2, 3; Art. 7
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 2; art. 3 al. 2, 3; art. 7
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsident (Janiak Claude, erster Vizepräsident): Damit haben Sie auch bei der Vorlage 1 dem Ständerat zugestimmt.
Angenommen - Adopté
Präsident (Janiak Claude, erster Vizepräsident): Ich verabschiede Herrn Bundesrat Leuenberger und hoffe, dass er sich eines Tages trotzdem des Geschenkes erfreuen kann.