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Wissenschaft mit Schlagseite: Finanziert der Bund Parteigutachten mit?
Wortlaut
Wie stellt der Bund die politische Neutralität und die Einhaltung hoher wissenschaftlicher Standards bei Eigenpublikationen von durch den Bund finanzierten wissenschaftlichen Institutionen allgemein und der Akademien der Wissenschaften im Besonderen sicher?
Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass es sich beim SCNAT-Bericht «Baukosten und Finanzierung von neuen Kernkraftwerken in der Schweiz» um eine qualitativ ungenügende Publikation handelt, die den Ansprüchen an die Akademien der Wissenschaften nicht gerecht wird?
Ist der Bundesrat bereit, eine unabhängige Prüfung der Einhaltung wissenschaftlicher Integritätsregeln bei der SCNAT anzuregen
Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Aufsicht über die Einhaltung der Finanzierungsbedingungen bei durch den Bund finanzierten wissenschaftlichen Institutionen konsequenter überwacht und gegebenenfalls durch unabhängige, externe Prüforgane sichergestellt werden muss?
Begründung
In der Energiepolitik sorgen tendenziöse Gutachten zur Kernenergie für Aufsehen. Mit der ZHAW und der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) stehen dabei zwei Institutionen wegen methodischen Mängeln und politisch gefärbten Befunden im Fokus, die massgeblich vom Bund mitfinanziert werden. Die Vorwürfe wiegen vor allem bei der SCNAT schwer, da die Bundesfinanzierung aus der BFI-Botschaft mit klaren Anforderungen verbunden ist (siehe Art. 11 FIFG): Förderung ethischer Verantwortung bei der Erkenntnisgewinnung und -anwendung sowie ein ausgewogener Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Akademien geben zudem den Kodex für wissenschaftliche Integrität heraus, zu dem sich u. a. die ZHAW bekennt.